22.04.06 - Wir beobachten euch...

Lurker erkannte was es war das der Andere ihm da zuwarf, er angelte es mit seinen dürren Fingern aus der Luft und ging dann hinüber zu Chezmoi. Was immer das Mondkind vorhatte, Lurker würde ihm ungesehen folgen können.
Als er von Brenda sprach, spürte Lurker einen wehmütigen Stich in der Brust. Die arme Kleine. Aber was konnte er tun, damit die Anderen sie nicht mehr schneiden würden ? War es nicht eigentlich besser wenn sie in dieser verotteten Gesellschaft gar nicht erst Fuß fassen würde ?

Aber sie sollte zumindest die Wahl haben, nicht wahr chezmoi ? Die Wahl wohin sie gehören möchte.

Ich wüßte nicht was ich tun sollte, aber ich glaube sie haben da so eine Idee, oder ? Also was soll ich tun ?

Eigentlich sollte es doch normal sein das die Anderen ein wenig Angst vor den Mondkindern hatten, sie verstanden sie nicht, hielten sie für seltsam.
Selbst Lurker hielt sie für merkwürdig.

Einen seltene Sprach ? Nichts außergewöhnliches nein... das heißt... ich spreche Schottisch, mit einem sehr gruseligem loakelm Akzent wie man mir in London einmal sagte.

Er schmunzelte leicht, bei dem Gedanken an den jungen Mann der sich in der Stadt zunächst kaum verständlich hatte machen können.
 
Sie gingen in eine etwas dunklere Ecke und ICH fing an auf Schottisch zu reden
Aus Freund wird Feind, der Sehende wird Blind, aus Liebe wird Hass! Anziehung verkümmert zu Abscheu und am Ende ist der Jäger der Gejagte. Die Geliebten jagen den Gejägend, wobei sie alle eins sind.

Die Worte verhalten kurz in der Dunkelheit bevor ICH in Ruhe weiter sprach.
Ich glaube Ich werde Brenda mal fragen, was sie gerne machen möchte! Vielleicht kann man Ihr damit einen gefallen tun. Vielleicht will Sie eine Ausbilung machen oder etwas reisen! Was sagst Du dazu.

Dann zog Ich einen der Büsche zur Seite und deutete auf die Dächer.
Hinter den Dächern konnte man das Feuer sehen, zwar nur den Schein des Lichts aber das Flackern war bedrohlich wie nichts anderes auf dieser Welt.
 
Mit gefurchter Stirn hatte er der Prophezeihung in seiner Muttersprache gelauscht. Er hatte sie solange nicht mehr gehört und gesprochen, das er sich wunderte sie immer noch zu verstehen. Ein wenig prosaisch kam ihm das schon vor, aber er nahm es einfach einmal so hin. Was sollte er darauf auch antworten ? Amen ? Oder das er bei solchen Sprüchen immer Lust auf Glückskeckse bekam ? Aber Brenda, das war etwas das er verstand.

Ich denke das klingt gut, fragen sie Brenda selbst.

Als Chezmoi die Büsche teilte und auf den lodernden Schimmer über der Akademie deutete, spürte Lurker wie sich in ihm etwas zusammenzog. Er unterdrückte den ersten Impuls wegzurennen.
Irgendwo in der Stadt brannte es, schön. Aber in der heutigen Zeit war das lange nicht mehr so schlimm wie früher. Die meisten Feuer blieben in einem einzigem Gebäude. Es brannte nicht mehr ein ganzes Viertel ab, so wie früher.
Sie waren hier in Sicherheit vor den Flammen, auch wenn sein Instinkt ihn warnte, erkannte sein Verstand dies. Was wollte Chezmoi also ?
 
ICH muss jetzt wieder hoch, sonst bekommt Brenda wohl noc schwere Probleme! Nimm den Schlüssel und suche das Schloß und wer weiß wo es einen hinführen kann!

Ich lächelte, drehte sich um und wunk mit der Hand Vielleicht sieht man sich später nochmal

Ruhig ging er die Treppe hoch öffnete die Balkontür und stellte sich neben den Eingang.
 
Sprach er also und ging seines Weges. Lurker musterte den Schlüssel den er in der Hand hielt und wog ihn kurz. Dann sah er wieder hinter Chezmoi her, der eine Treppe hinnauf lief um wieder zu den Anderen zu gelangen.
Lurker spürte das rumoren der Neugierde erneut in sich. Er knibbelte an seinen Fingerknöcheln und biss ab und an hinein. Einen Moment noch blieb er dort im Gebüsch hocken. Dann duckte er sich tief und huschte über den Rasen zum Balkon hinüber, ein Schehmen den niemand beachten würde. Als er die Wand erreichte schlug er seine Krallen in die Mauer und krabbelte sie hinnauf. Es kostete ihn nur wenig Mühe sich dann in einer dunklen Ecke hinauf zu ziehen und vom Balkon aus in den Ballsaal zu spähen.
Er fürchtete sich nicht davor entdeckt zu werden, niemand würde ihn beachten.
 
Es war eine ruhige Nacht in der Stadt, Raphael hatte gejagt, war gesättigt und nun tingelte er durch die Straßen. Es waren Worte über einen Ball in der Zuflucht gewechselt, vielleicht... sicher hätte Lurker etwas dagegen... aber er hatte ihn ja auch nicht gefragt ob er etwas dagegen hatte ein Monstrum zu werden... was konnte es dann schaden sich zumindest von Draußen, den Ball einmal anzusehen...
Die Gestalt eines lungernden Penners war wohl nicht die passendste, aber es ging auch weniger um Etikette als viel mehr um das anwesend sein... sein Aussehen war unverkennbar, sicher würden die, die ihn kannten und genauer hinsahen ihn erkennen, unter dem drei Tage Bart, der speckigen Schirmmütze und in diesen furchtbaren Sachen... aber was solls...

Langsam schlich sich er sich an das Gebäude, betrachtete es von außen und versuchte einen Blick auf die Personen davor zu erhaschen, lässig lehnte er sich gegen einen Baum und zündete sich eine Zigarette an. Mal schauen, was noch so alles passieren würde...
 
Ignatius betrat erneut den Balkon mit einem Kelch voll Blut, er wusste genau das Lurker es nicht lassen konnte sich nach oben geschlichen hatten.
Trotzdem ging er die Treppe wieder runter und setzte sich auf die gleiche Bank wie vorhin.
Mögen wir irgendwann Frieden & Freiheit finden! NEIN Gewalt & Chaos ist unser heil!
 
Out of Character
Darkness.. in wie weit wir Raphael bemerken können mußt du entscheiden.


Lurker sah Chezmoi aus dem Saal treten und über den Balkon gehen. Hatte der Andere ihn wirklich nicht bemerkt ?
Einmal schon hatten seine Künste völlig versagt und er war von dem Mondkind kalt erwischt worden. Allerdings hatte Lurker seit dem viel gelernt, verstand sich nun viel subtiler zu Bewegen, wußte genau wo er wie stehen mußte um völlig aus dem Bewußtsein anderer zu verschwinden.
Aber vielleicht wollte das Mondkind ihn auch einfach nicht in Gefahr bringen und war deshalb dort unten hin gegangen, hatte ihn aber dennoch sehr wohl bemerkt ? In letzter Zeit fühlte sich Lurker manchmal zu sicher hinter seinem Schleier. Eine Hand voll gedachter Herzschläge wartete Lurker ab. Dann stand er auf und ging, immer noch von Schatten zu Schatten huschend, die Treppe hinab zu der kleinen Bank auf der Ignatius auf ihn wartete.

Und erneut einen guten Abend Doktor... sie wollten mich sprechen ?

Lurker schien entspannt und sehr gut gelaunt. Sein Tonfall verriet eine beinahe schnurrende Zufriedenheit. Die kratzige, zischende Stimme klang vergnügt und ausgelassen.
 
Seid zur Heiterkeit bereit, der Nossi weiß alles! Wisst Ihr auch bescheid?
Ruhig nahm er einen Schluck von Blute.
War es nicht ein schönes Schauspiel! War es nicht eine grnadiose Vorstellungen wie man Sie seid dem Kindergarten nicht mehr gesehen hatte?
Ignatius klang sehr zynisch und verbittert.
Weißt Du Lurker, Sie interessieren sich nur in zweiter Linie für die Stadt und das Wohlergehen ihrer Heimat! In erster Linie interessieren Sie sich nur für sich und Ihren Status. Wenn jemand etwas kann und tut, was man selber nicht konnte muß man demjenigen immer erst einene Auswischen. Ist das nicht schön? Ist das nicht das, was uns am Leben hält? ICH denke nicht! Ich denke sie haben Angst und so viele Probleme mit denen Sie nicht klar kommen! Sie sollten mal zu einem Arzt gehen oder sich sofort in eine Anstalt einweisen lassen!
Erneut trank er aus dem Kelche und schüttelte kurz den Kopf.
Weißt Du noch der letzte Ball? Der war gegen diesen ein ruhiges Fest der Liebe und Einheit! Aber mache Dir keine Hoffnung, dafür Liebe diesen Teil der Vampirwelt zu sehr, dass Ihnen den Rücken zudrehe.

Er stand auf und ließ den Halbvollen Kelch stehen.
Es ist noch warm und es ist nichts drin! Was weißt du schon über den Schlüssel? fügte er in Schottisch hinzu!
 
Lurker legte den Kopf leicht schräg und lauschte Chezmois Monolog. Denn scheinbar sprach dieser eher mit sich selber und weniger mit Lurker.
Einen kurzen augenblick lang wurde sein Lächeln leicht verächtlich. Wenn der Malkavianer dieses Spiel als so überflüssig und dumm empfand, warum spielte er dann immer noch weiter ? In seinen Augen doch nur weil er nicht den Mut hatte auszusteigen. Vielleicht würde ihm sein Gespräch mit Dimitri helfen, so wie es Lurker geholfen hatte.
Er beschloss den Anderen nicht zu verärgern, deshalb hob er nur abwiegelnd eine Hand als Chezmoi direkt wieder einwarf das er sich von der Camarilla nicht abwenden würde.

Ich meine es ehrlich wenn ich sage das ich an der Sektenfrage nicht sonderlich interessiert bin. Ihre Seite ? die andere Seite ? meine Seite ? die Guten ? die Bösen ? Ich will nich Kleinlich werden.

Für die Anderen mochte es ein durch und durch grauenvoler Abend gewesen sein, aber er hatte sich königlich amüsiert. Er konnte also generös sein.
Als Chezmoi wieder von dem Schlüssel anfing stutzte er jedoch leicht. Er hatte das Ganze als eine der fixen Ideen des Doktors abgetan. Scheinbar schien ihm aber doch mehr daran zu liegen.

Nein, ich hatte noch nicht die Zeit mich damit zu beschäftigen. Ich denke auch nicht das ich mich auf die Suche machen werde. Ich warte ab bis das Schloß zum Schlüssel kommt. Aber wenn ich einmal davor stehe, dann werde ich hoffentlich wissen was zu tun ist.

für das angebotene Blut hatte er nur eine höflich ablehnende Geste übrig. Es gab nur eines das in ihm stark genug war um die Blutgier zu zähmen. Sein tief verwurzeltes mißtrauen. Chezmoi mochte es ehrlich meinen. Aber was wenn andere das Blut für den ganzen Abend manipuliert haben und Chezmoi selber hereingelegt wurde ? Die kleine, lärmende Stimme in seinem Ohr plärrte in letzter Zeit immer öfter. `Sieh dich vor´, sagte sie. Überall mutmaßte er Lüge, Verfolgung und Intrige. Er würde kein Blut trinken das er nicht selber gejagt hatte. Außerdem war Blut aus Kelchen irgendwie als würde man Champagner aus Pappberchern trinken.
 
ICH auch nicht, ich will nur das Beste für die, die mir wichtig sind oder so erscheinen! Wenn man an etwas glaubt, muss man dafür kämpfen und und manchmal eben einen bestimmten Preis bezahlen, aber das weißt Du bestimmt! Dann warte bis das Schloß zu Dir kommt, nur stelle ich die Frage, ob es das ist was Du willst oder ob Du damit, dann nicht gegen deinen Instikt handelst! Informationen, Informationen!

Diese Sätze die das thema mal so eben nebenbei wechselten, waren wirklich eine Katastrophe und hinterließen immer diesen seltsamen Nachgeschmack im Kopf.

Er ging ruhig weiter und wurde mit jedem Schritt Schemenhafter bis er schließlich abbog. Einige Zeit später hörte Lurker das starten eines lauter Motors, der jedes normale Gespräch übertönte und ein Hummer bei dessen Anblick man Kopfschmerzen bekam verließ den Parkplatz.
 
Lurker verzog das Gesicht, nciht nur weil das Automobil so einen furchtbaren Lärm machte und ihn auch optisch irgendwie irritierte, sondern weil es manachmal sehr frustierend war sich mit dem Mondkind zu unterhalten.
Es Gab diese Momente wo er sich erst viel später fragte ob ein Themenwechsel des Anderen wirklich nur einer Laune entsprang, oder ob es nicht doch einen Zusammenhang gab.
Er knirschte mit den Zähnen.

Er versucht dich nur zu locken, laß dich nicht darauf ein..

Der Doktor wußte welche Knöpfe man drücken mußte, soviel war ihm zu zugestehen. Aber Lurker würde sich nicht ablenken lassen. Dennoch fuhren seine Fingerspitzen in der Manteltasche über den Schlüssel, erkundeten jede Ausbuchtung ohne das er sich dessen auch nur bewußt war.
Dann schüttelte er den Kopf.

Laß dich niemals mit den Mondkindern ein... sonst wachst du eines Nachts auf und stellst mit Entsetzen fest das du verstehst was sie meinen.

Er warf einen letzten Blick auf den Kelch voller Blut, dann wandte er sich wieder zum Balkon um und ging hinauf.
Mal sehen was sich noch zu belauschen lohnte.
 
Der Schlüssel zeigt die Nummer '1242', ist klein und handlich.
Es könnte ein Schließfach sein oder einfach nur ein Schlüssel zu einem kleinen Schloß!
 
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