Finsterburg [13.11.2015] In der Marien Klinik bei Dr. Schwarz

Dieses Thema im Forum "Burgh" wurde erstellt von Kalanni, 30. April 2016.

  1. Kalanni

    Kalanni Drachentochter

    In dem Krankenhaus, war heute jede Menge Hektik, da die Verletzten auf alle Krankenhäuser verteilt worden waren.

    Wenn sie nicht lange fragten, würden Vicente und Helena wohl ohne aufgehalten zu werden in den Keller und zur Gerichtsmedizin gelangen. Es lag eine Mischung aus Gerüchen in der Luft, die den meisten wohl das Atmen verleidetete, doch zum Glück mußte man als Vampir nicht wirklich atmen und konnte es vorübergehend auch einstellen.

    Helena klingelte und der Mann, der öffnete war wohl das Sinnbild des verrückten Professors.

    autopsie Gremlin.jpg
     
  2. Vicente blieb an der Seite Helenas, zielstrebig auf das Ziel der beiden Kainten konzentriert.
    Wobei die kalte, monströse Ausstrahlung des Italieners durchaus eine Erklärung bieten mochte weshalb kaum jemand auf die Idee kam ihn aufzuhalten und etwaige notwendige Fragen eher kürzer beantwortet wurden.

    Der Nekromant war mit dem Weg in die Gerichtsmedizin vertraut und störte sich weder an der Atmosphäre noch den unterschiedlichen Gerüchen wahrnahm, gehörte es doch zum Studium dem er sich verpflichtet hat.
    "Guten Abend, Herr Doktor Schwarz." grüßte er den Mann vor sich im durchaus formellen, freundlichen Ton. War sich Vicente doch nicht ganz sicher in wie weit Helena über ihr Verhältnis bescheid wusste. Über die Entscheidung des, ansonsten schon fast übermäßig, Camarilla-Konformen Caitiff dem guten Doktor hinsichtlich bestimmter Bedürfnisse zu helfen.
     
  3. Kalanni

    Kalanni Drachentochter

    Helena hatte den guten Doktor mehr oder weniger von Nox geerbt und es hatte sich schon einige Male gezeigt, daß es nichts schaden konnten, wenn man jemanden hatte, der genau wußte, was soll war und nicht anfing, an einer seltsamen Leiche herum zu schnippeln.
    Allerdings würde sie für einige andere Sachen keine Garantie übernehmen, denn Schwarz war ganz offenbar ziemlich nekrophil und benahm sich selber wie ein Vampir aus einem schlechten Film.

    Doch heute empfing er seine Besucher vor der Tür, so als frürchtete er müsste sie erst auf den Anblick vorbereiten.

    "Ach, da seid ihr ja", sagte er und grüsste erst Helena überschwenglich mit einem Handkuss, bevor er Vicente grüsste. "Ich habe extra gewartet, aber ich fürchte, es wird nicht soviel von den Opfern übrig geblieben sein, wie ich es gerne hätte. Er wiegte seinen Kopf und nestle an den Taschen seines Kittels.

    "Am besten zieht ihr euch was über, bevor wir reingehen." Er deutete auf das Büro, das offenstand und den Tisch, auf dem er schon Laborkittel deponiert hatte.

    autopsie Gremlin.jpg
     
  4. "Vielen Dank für das warten." entgegnete Vicente, mit einem schmalen lächeln, schritt zu dem Tisch und legte den Kittel an.
    Das innige Interesse an dem Tot sowie den Toten teile Vicente mit den Doktor. Auch wenn der Nekromant keine romantische Gefühle zu hegen vermochte lag es ihm fern den Wissenschaftler dafür zu verurteilen. Er gestand es seine Frau zu und hatte Dinge innerhalb der Familie gesehen welche schwer zu vergessen sind. Das der Doktor exzentrisch war, sich fast wie ein Klischee-Vampir verhielt, nahm Vicente hin. Er war zusehr von der Expertise fasziniert als deswegen abweisend zu sein.

    "Ich bin zuversichtlich das die vorhandenen Teile ausreichen." bemerkte der Bestatter in einem Versuch den Doktor zu ermunternd "Was die fehlenden betrifft, vielleicht haben wir Glück und es werden mehr gefunden."

    Vicente war augenscheinlich bereit und wirkte unüblich energetisch. Er warf einen kurzen Blick zu Helena, war er doch interessiert wie sie sich angesichts des ganzen verhielt. Hatten nach seiner Erfahrung doch die 'menschlicheren' unter ihnen gewisse Probleme mit exzessiven Gewalttaten wie einem Bombenattentat und dem Tod. Wie dem auch war, Vicente war bereit. Hoffte das zumindest ein paar Augen 'erhalten' blieben und schien allgemein sehr gespannt.
     
  5. Kalanni

    Kalanni Drachentochter

    Schwarz wartete bis auch Helena sich einen Laborkittel übergezogen hatte und führte seine Besucher in sein Labor.
    Die 3 Edelstahltische waren mit Tüchern abgedeckt, aber es war schon hier zu erkennen, daß das war darunter lag nicht mehr ganz die Form eines kompletten Menschen hatte.

    "Die 3 Körper sind, die von denen noch am meisten in einem Stück erhalten ist", erklärte er. "Meine Assistenten werden wohl erst in 2 Stunden hier sein können, dann kümmern wir uns auch um den Rest. Denn man könnte sagen, ich habe in 3 der Kühlfächer noch ein Fleischpuzzle - aus ich weiss noch nicht wieviel Personen, das wird eine Weile dauern, bis das soweit ist, auch wenn wir viele moderne Geräte hier haben."

    Er trat zu einem der Tische und schaltete die grosse Lampe darüber an.

    "Bei ihm scheint es sich um einen der Attentäter zu handeln."
     
  6. Vicente schritt auf den Tisch zu und überließ dem Doktor die Initiative. Er studierte unterdessen die Form die sich unter dem Tuch abzeichnete.

    "Danke. Wenn Sie gestatten." er würde Zeit für Widerspruch oder Anmerkungen lassen, bevor er das Tuch anhob und die sterblichen Überreste offenbarte.
    Die Leiche war, deutlich von der Gewalt Einwirkung gezeichnet. Teile des Gesichtes waren verbrannt, der blanke Kieferknochen trat war deutlich zu hervor und gewährte einen Einblick in die Anatomie. Getrübt natürlich von den Einwirkungen des Feuers, der Hitze. Erleichtert stellte der Nekromant fest das wohl eine glückliche Fügung bei der Explosion ein Stück Metal, oder ein anderes solides Material, vor die Linke Gesichtshälfte gestoßen haben musste. Womit zumindest eines der Augen von den direkten Auswirkungen des Feuer verschont blieb.

    Der Bestatter wendete seinen Blick kurz vom Haupt des Attentäter ab und blickte an dessen weiteren Überresten herab. Prägte sich die Verletzungen ein und versuchte eine erste genauere Vorstellung des Vorgangs zu entwickeln. In der Hoffnung eine bessere Grundlage für die Einschätzung und die Anwendung seiner übernatürlichen Fertigkeiten zu schaffen. Er blickte kurz zu Helena auf, nahm ihre Reaktion auf bevor sich Vicente erneut dem Gesicht und dem verbliebenen Auge zu wendete.

    Mit intensiven, starren Blick verhaarte er im geringen Abstand über dem Körper. Man konnte beobachten wie sich die Lippen zu stummen Formeln bewegen während sich der Nekromant einen Einblick in die letzten Momente verschaffte.
    In den Augen des Toten formte sich ein für Vicente ein klares Bild. Geräusche hoben sich an, synchronisierten sich zu dem Bild und drangen deutlich in den Verstand des Nekromanten, der die letzten Minuten. Er verfolgte den Attentäter in die belebte Disko, hörte den Lärm, sah das Gedränge, den knappen Blick zum Smartphone, die letzten, leise gesprochenen Worte bevor die Explosion das geschehen zerriss.

    Vicente erhob sich mit dem Ende des Einblicks, richtete sich auf, betrachtete die Leiche bevor er sich knapp an die umstehenden wandte.
    "Sie haben recht hinsichtlich Ihrer Einschätzung, es handelt sich hierbei um den Attentäter. Ein gewisser Halef ben Karem."
    Er betrachtete den Leichnam, überlegte kurz hinsichtlich einer Strategie für den Ruf nach der Seele und bedeckte die Leiche soweit, dass lediglich der Oberkörper freilag. Der Nekromant griff erneut auf die Fähigkeiten seines Blut zurück und griff mit seinem Geist und Willen durch den Schleier in die Schattenlande. Das Bild des Attentäter formte sich zusammen mit dem Namen zu einen durchdringenden Ruf. Vicente konnte spürte das er sein Ziel fand, das es näher kam und schließlich vor seinen Augen erschien.

    Ein knappes Nicken Richtung Helena sollte ihr bedeuten das der Geist da war. So sehr Vicente den Doktor schätzte, er war sich nicht sicher ob es angebracht war vor einem Menschen, wenn auch ein Ghul, anzufangen sich 'mit der Luft' zu unterhalten.

    "As-salam alaykom, Halef Ben Karem. Ich habe dich gerufen. Antworte auf meine Fragen und du sollst belohnt werden." Der Italiener nahm direkten Augenkontakt zu dem Geist vor ihm auf. Er war jung, sowohl im Tod als überhaupt in seiner neuen Existenz. Die arabische Begrüßung war ein entgegenkommen, das Angebot von Sicherheit sollte den Weg für die weiteren Vorhaben des Nekromanten ebnen und die 'Belohnung' eine Karotte ... und letztlich ein Euphemismus für Sklaverei.
    "Wa Alykom As-slam. Ich bin Halef Ben Karem." erfolgte die Antwort von Halef fast umgehend, der sterblichen Gewohnheit entsprechend, während er den Mann vor sich versuchte einzuschätzen.
    "Krieger Allahs. Gefallen im Namen Allahs. La ilaha illa Allah wa Muhammad rassul Allah." Es mochte einer der wenigen Umstände sein, in dem die unmenschliche Aura des Nekromanten, der Fakt das dieser von allem menschlichen entfernt war, half.
    "Halef Ben Karem, berichte mir, wie du ihm gedient hast. Wie du deine Tat geplant hast, wie du sie ausgeführt hast und wie du gestorben bist." Vicente wandte sich autoritär an den Geist, hielt den Augenkontakt und behandelte den Umstand das sie bei seiner Leiche sprachen als Nebensache.
    "Ich starb, als ich mit einer Bombe viele Ungläubige in den Tod riss! Wir haben die Bomben hier, vor Ort zusammengesetzt und gezündet. Allahu akbar. " Der Halef schien bei den Worten ein Stückchen zu wachsen. Es war keine Schuld bei den Worten zu verspüren sondern war deutlich stolz auf das Morden und weiterhin im fanatischen Glauben.
    "In der Tat mehr als 40 sind gestorben, mehr sind verletzt und manche kämpfen noch um ihr Leben." stellte der Bestatter fest, gestattete sich eine leichte Regung, welche die eigene Zufriedenheit zum Ausdruck brachte, jedoch bewusst als Anerkennung missverstanden werden sollte.
    "Das heißt, ich muss nur noch etwas warten, bis mich der Engel in das ewige Königreich des Großen Allahs, Allahs des Bahrmherzigen führt?" Die Augen Halefs wurden groß, er selbst erregter in der Erwartung auf Erlösung.
    "Dein Weg in sein Königreich führt über mich! Berichte von deinem Handeln!" die Feststellung des Italieners kamen resolut, selbstbewusst und ließen keinen Widerspruch zu und tatsächlich fing Halef an zu berichten.
    Darüber wie seine Gruppe als Studenten nach Berlin kamen. Wie sie sich versteckt hielten und anpassten. Wobei er immer wieder betonte das er den Praktiken folgte. Den großen Allah nicht enttäuschte. Soweit es umzingelt von Ungläubigen ging. Wie er die einströmenden Asylanten beobachtete, sondierte. Das sie abwartenden bis eine kleine Gruppe den Asyl-Antrag genehmigt bekamen, wie sie diesen auflauerten, sie ermordeten und ihre Identität annahmen. Man hatte nicht nur im Namen von Allah, des Großen Ungläubige ermordet. Nein, die würden sogar noch einander weiter zerfleischen. Die Bomben, die benötigten Teile, hätten sie sich tatsächlich einfach so nach Finstertal liefern gelassen. Mittels normaler Post, die schließlich kaum überprüft würde. Überhaupt hätte Allah, der Barmherzige seine Hand über sie gehalten.
    Vicente nahm den Bericht an, stellte ab und an Nachfragen und machte sich gedanklich Notiz. Er fragte Halef noch wo sich dessen religiösen Kleinode befanden, ohne die er sicherlich nicht beerdigt werden wollte. Dann schließlich, befahl er dem Geist sich bei ihm zu halten.

    Letztlich wandte er sich Helena zu und sprach normal.
    "Es waren Berliner Studenten, die sich als Asylanten aufgaben, und schließlich den Bombenanschlag im Namen Allahs durchführten." die Zusammenfassung war kurz, allerdings würde er auf nachfrage natürlich elaborieren.
    "Herr Dr. Schwarz, ich wäre Ihnen sehr verbunden wenn ich einen Fingerknochen des Attentäter erhalten könnte." erkundigte sich der Caitiff im Anschluss an die Information.
     
    Kalanni gefällt das.
  7. Kalanni

    Kalanni Drachentochter

    Schwarz nickte. "Ich sehe da kein Problem, ich habe auch meine eigenen Proben genommen." Er reichte Vicente einen Probenbehälter und wandte sich an Helena
    "Alle Achtung, das ist besser als ich erwartet habe. Die Frage ist nur, wie schreibe ich in den Bericht, woher ich den Namen habe?"
    Die letzte Frage ging dann wieder an den Nekromanten.
     
  8. "Danke" Der Italiener nahm den Behälter entgegen und legte sich das Material zurecht, als sich Schwarz erkundigte. Eine überaus berechtigte Frage. Schließlich konnte er weder angeben die Information von dem zerstörten Handy zu haben, die Personen im Umkreis - welche das letzte Gebet hätten hören können - nahmen das Wissen mit ins Grab und für eine Eingebung war es zu präzise.

    "Erzähl mir, welchen Namen du angenommen hast und was du tatest um deine Identität zu kaschieren" richtete der Nekromant die Frage an Halef. Es war kein beiläufiges Fragen sondern hatte befehlenden Charakter. In wie weit der Geist bereits gelernt hatte, vermochte hinter das Leichentuch zu blicken um Gespräche zu mitzuhören, ob er misstrauischer würde sich jetzt zeigen.

    Derweil widmete sich Vicente der Leiche als Bestatter. Er suchte den Körper nach Spuren ab, einem Tattoo vielleicht. Auch wenn es ihm für einen religiösen Fanatiker, dessen Handlung durchaus geplant war, abwegig erschien. Während der Untersuchung viel sein Blick auf das Behältnis mit Überresten. Nachdem was ihm gesagt wurde, würden sich darin allenfalls die gestohlenen Papiere der Ermordeten.

    Zurück zur Leiche blickte er dem Leichnahm erneut in die Augen, der Blick viel auf den freiliegenden Kiefer. Eine Idee keimte auf.
    "Wenn Sie Zugriff auf die zentral erfassten Zahnärztlichen Unterlagen besitzen, wäre es möglich das sie einen Treffer erzielt haben."
    Die Aussage war keine sichere Feststellung, wie die Aussage zuvor, sondern hatte einen leicht fragenden Beiklang. Abhängig von der Reaktion Halefs zuvor und Schwarz auf die Frage hin, würde Vicente sich bei dem frischen Geist erkundigen wer dessen Zahnarzt war, und es weiter geben.
     
  9. Kalanni

    Kalanni Drachentochter

    "Oh, man sah es mir nicht an, ich habe auch da den Ausweis eines anderen benutzt", kam es zurück. "Benjamin Amir war ich in Berlin."
    Natürlich war dies noch schwerer nachzuweisen und wenn Vicente nach dem Zahnarzt fragte, so kam ein Name aus Syrien und es würde schwer werden, da an Unterlagen zu kommen.
     
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