AW: Waffenhandbuch
Das Waffenhandbuch soll soviel ich weiß alle existenten Waffen von anno dazumal bis heute enthalten.
Das wäre aber ein enorm ergeiziges Projekt. Wenn man bedenkt, wie viele zehntausende Schußwaffen es gibt, mit allerlei Unterarten und Varianten. Alleine über Waffen wie die C96 oder die alte Luger 08 kann man ganze Bücher schreiben. :]
Was die Seite
www.grundausbildung.de angeht: da wird es endlich mal wieder Updates geben, zumal ich wieder unter den lebenden Rollenspielern weile. :]
Was die Variationsmöglichkeiten von Waffen für Cthulhu angeht muss man sich mal fragen, wie viel Sinn das macht. Die Spielwerte selber erlauben nur geringfügige Unterschiede. Meiner Meinung nach macht es da wenig Sinn, sich über realistische Sachdenswerte und so weiter zu unterhalten. Viel eher bringt ein Waffenquellenbuch für solch ein System etwas, wenn man z.B. viel darüber erfährt, welche Organisation wie bewaffnet ist oder auch zu den mit einzelnen Waffen verbundenen Taktiken. Die wenigsten Rollenspieler werden wissen, wie man ein MG einsetzt oder wie man richtig mit einer Pistole umgeht. Da kann man mehr spielerische Raffinessen und spannende Momente herausholen als bei der Frage, ob eine SIG Sauer P228 nun mehr Schaden macht als eine Beretta 92F.
Was ich eigentlich bei grundausbildung.de machen wollte, aber noch nicht richitg umgesetzt habe, ist es die Waffen nach ihrer Relevanz für ein Rollenspiel zu beschreiben und weniger auf die technischen Daten einzugehen. Wen interessiert es im Spiel, ob das G3 einen halbstarren Rollenverschluß hat? Niemanden. Ich glaube viel spannender sind die Fragen danach, wo man welche Waffe wie bekommt, ob sie cool aussieht und ob sie praktisch ist oder nicht. Die Frage, warum die meisten Polizisten nicht mit einer Desert Eagle .50 herumlaufen oder welche MP unter das Sakko eines Mafiosi passen würde, sind glaube ich von größerer Relevanz.
Filme sind ein ganz gutes Beispiel. In guten Actionfilmen sind die Waffen ja nicht nur Mittel der zerstörung, sondern drücken auch etwas über den Charakter aus. Erinnern wir uns an die Minikanone bei Men in Black oder die Vorliebe für unterschiedlich formatige Knarren bei Tango & Cash. Oder die bösen Jungs in Harley Davidson & The Marlboro Man, die mit ihren futuristisch aussehenden Steyr-Gewehren herumlaufen.
Waffen sind Instrumente der Zerstörung und nur dann effektiv, wenn sie jemand beherrscht. Genauso wie ein Klavier ohne den passenden Musiker völlig unnötig ist. Ein gutes Waffenquellenbuch zeichnet sich nicht durch eine irre Auflistung von Tausenden von Waffen aus, sondern dadurch, dass sie dem Spieler Ideen und Anregung gibt, zumindest einen Charakter darzustellen, der sich damit auskennt.
Man findet natürlich gerade im Rollenspiel tausende von Klugscheißern, die meinen wirklich ne tolle Ahnung von Knarren zu haben und die tollsten legenden nachplappern. Vom "vegetativen Schock" bis hin zur tragbaren Minigun ist da ja alles dabei. Auch das gehört in ein gutes Waffenbuch: klarstellen solcher Legenden und Hinweise dazu, wie Dinge wirklich funktionieren, wie man sie ins Spiel umsetzen kann und was man eventuell nicht beachten muss, um es cineastischer zu halten.
Das wäre jedenfalls so meine Vorstellung davon.

Ziel ist es, die
www.grundausbildung.de vielleicht bis zur Jahresmitte diesem anzunähern. Eine Grundlage existiert ja zumindest schon mal.