AW: Styleguide Warhammer
"Man kann Warhammer sowohl ernst als auch lustig spielen, es kommt nur auf die Balance an" ist aber eine ziemlich nutzlose Erkenntnis für einen Styleguide. Sag doch mal etwas zu dieser Balance. Was muss man gegeneinander abwägen? Was gehört da gar nicht rein? usw. usf.
Ich vertrete die Ansicht, dass schwarzer, britischer Humor der Grundstein für jede WFRP-Runde sein sollte. Wenn man gemeinsam mit den Charakteren über ihr Elend lacht, hat man Warhammer getroffen. Dazu braucht man a) Leid und Elend und b) Witziges und/oder Absurdes. (So gesehen bei Black Adder, weshalb ich die Serie auch bei jeder Möglichkeit über WFRP zu sprechen erwähne.

)Wenn man mit WFRP ein aufrichtiges Kriegsmelodrama spielen will, in dem es vor grausamen und herzlosen Einzelschicksalen nur so wimmelt und in denen einem das Herz blutet, wenn jemand mutig dem sicheren Tod entgegentritt, dann gibt es zwar wenig, was einen daran hindert; aber mit Warhammer hat das mMn nichts zu tun.
Um Skars Frage aufzugreifen: was die Namen angeht, so ist man in einer deutsch-sprachigen Runde immer ein wenig in der schwierigen Situation, dass man sich eigentlich einer Verballhornung deutscher Namen aus englischer Sicht bedienen muss, um dem Tonfall der Vorlage zu folgen.
Was Ämter und Bürokratien angeht, habe ich in meinen Runden wenig damit zu tun gehabt. Ich würde das alles sehr schlicht und unkompliziert halten. Besonders in Dörfern in denen jeder jeden kennt, wird fast alles über mündliche Absprachen und ähnliches laufen. Selbst in größeren Städten sind inkompetente Bürokratien nicht die Regel, sondern höchstens ein Plotpunkt im Abenteuer.

Aber da bediene ich mich eher meiner eigenen Vorlieben, als irgendwelche Beschreibungen aus Sourcebooks zusammenzufassen.