Wie ist Shadowrun?

AW: Wie ist Shadowrun?

@apple
Das Ding ist ja auch genial, egal, ob man es jetzt für Shadowrun selbst gut findet (ich kenne ein paar Leute, die das nicht tun), so ist es doch eine geniale Beschreibung einer dystopischen Welt, die man nicht nur für Shadowrun (oder andere, ähnliche Systeme) super benutzen kann sondern die auch noch so gut geschrieben ist, dass man sie einfach gerne liest. Es ist nichts, wo man sich durcharbeiten muss, wie manche Quellenbücher, sondern einfach gut geschrieben.

@Threadsteller
Und so würde ich mich auch der Meinung anschließen, dass du den Joe2060 durchlesen solltest, auch wenn Vieles durch das neue Regelwerk nicht mehr 1:1 anwendbar ist findet man doch viele Dinge, an die man so nicht gedacht hätte und die einem sehr gut helfen können, sich die Welt vorzustellen und sie anderen zu vermitteln. Ich selbst ziehe die Datei gerne zu Rat wenn ich leite und sie hat mich noch nie enttäuscht.
 
AW: Wie ist Shadowrun?

Also ich denke wenn man Shadowrun einer Runde von leuten gibt, die in die Schublade "Erzählspieler" passen die neben dem umgehen regeltechnisch abgedeckter Hindernisse und actionlastigem Spiel Wert darauf legen, ihren Charaktären und deren Privatleben viel Screentime am spielabend zukommen zu lassen, dann sollte man trotzdem zuerst mit der Missionsstruktur anfangen.

Die Spieler haben so genug Möglichkeiten, sich in die Welt einzufinden. Alles weitere ergibt sich von selbst. Die Struktur wird von Abend zu abend immer mehr aufweichen und das drum herum immer lebendiger werden.
 
Ich habe Shadowrun 2.01 als 16 jähriger damals ganz cool gefunden. Das war 1993 glaub ich... Aktion mit Cybersystem und dicken Kanonen. Blabla...
Mittlerweile bin ich aber Mitte 30 und frag mich nun ob die sechste Welt 2072-74 mittlerweile halbwegs glaubwürdig geworden ist. Ich hab, an sich, schon mal wieder Lust auf Shadowrun, bin aber am überlegen, ob es sich irgendwie auch "erwachsener" spielen lässt. Ich hoffe ich trete jetzt keinen auf die Füße. Wie ich anfangs schon sagte, hat mir das damals riesig viel Spass gemacht. Aber rein mit aktionlastigen Cyperpunk Runs kann ich meine Spieler nicht hinterm Ofen vorlocken. Da sind einfach alle von Systemen wie Call of Cthulhu und Vampire verwöhnt. Da muss noch mehr Tiefe drin sein. Klar ist das vorwiegend eine Sache die vom Spielleiter abhängt, nur dieser liest sich ja in die Welt ein. Und wenn in den Quellenbüchern nur haarsträubender Schrott steht, der völlig unglaubwürdig ist, dann spar ich mir die Neuinvestition in Shadowrun 4. Hoffnung gibt mir das es ja nun bei Pegasus liegt, und ich von denen eigentlich noch nie enttäuscht wurde.
 
  1. habe ich nie behauptet in VtM würde kein Schrott stehen...
  2. ging es mir um Glaubwürdigkeit und Tiefe vs. Aktion und stundenlangen Kämpfen
Sorry, sollte ich mich da nicht klar genug ausgedrückt haben. Also zumindest in der VtM Runde in welcher ich spiele, ist die Gewichtung deutlich anders als so wie ich in den 90gern Shadowrun gespielt habe. Und hier geht es auch nicht um Vampire vs Shadowrun... Es geht nur darum in wie weit sich Shadowrun weiterentwickelt hat und ob das nun für die Zielgruppe ü30 nachvollziehbar und halbwegs Glaubwürdig ist.

PS: Und ich habe Shadowrun gar nicht vorgeworfen haarsträubenden Schrott zu enthalten. Ich habe eine Vermutung angestellt ohne den derzeitigen Inhalt zu kennen und bewerten zu können. Wer lesen kann ist also klar im Vorteil.
 
Also, als jemand der langjähriger Vampire-Erzähler war und außerdem auch Shadowrun sehr schätzt, kann ich Dir versichern: Ja, SR lässt sich auch erwachsen (sprich: dark) spielen. Es stimmt, dass SR mehr als andere Systeme "Gamisten" bevorzugt, die Run um Run als Herausforderung abarbeiten und die Zeit dazwischen überspringen, aber auch wenn man sich eher dem Charakterspiel und fiesen Plots verpflichtet fühlt, kann man mit Shadowrun sehr gut fahren. Aber es kommt immer drauf an, mit wem man spielt. SR lädt SEHR zu PG ein, das ist klar und in der 4. Edition stärker denn je ausgeprägt. Ich habe allerdings sowohl am Tisch, als auf im Forum SEHR feine Erfahrungen gemacht, mit Charakter-Shadowrun... vielleicht findet sich sogar nochmal ne Gruppe für ein Forenspiel in der Richtung. Ein sehr schönes Intime kannst Du hier nachlesen:
Niedertracht mit mir
Nightwind mit mir
Skyrock mit mir
Skyrock nochmal mit mir
 
Ich verstehe grade auch nicht warum dein 2. Punkt Glaubwürdigkeit und Tiefe als mit Action und Kämpfen unvereinbar erklärt.

@Charley: Ich verstehe auch deine Fragen nicht ganz - was verstehst du unter "halbwegs glaubwürdig"?. Ich bin ja nun auch über 30 und versteh auch nicht ganz was das mit dem Alter zu tun hat. SR 2 war in den frühen 90ern eine Rollenspielvariante die die Gegenwart und kürzliche Vergangenheit so extrapoliert hat wie man sich das damals Vorstellen konnte. SR 2 ist die Science-Fiction Zukunft der 80er Jahre. Aus der Sicht der 80er war das absolut Glaubwürdig (wenn wir mal ausser acht lassen, dass Magie und Cyberware...).
Wenn die Frage lautet, ist SR4 als Zukunft der 2000er Glaubwürdig, dann muss man sagen: Bedingt.

Wenn ich aber deinen Text weiter lese dann frage ich mich ob das mit der Glaubwürdigkeit und Tiefe überhaupt was mit dem Hintergrund zu tun hat. Wo CoC und Vampire "Glaubwürdiger" sein sollen (vom System her) als SR erschliesst sich mir nicht so ganz.

Es scheint dass dein Problem weniger am Hintergrund des Spiels hängt sondern an der Vorstellung wie man es "richtig" spielt. Leider gibt es keine Art ein Rollenspiel "richtig" zu spielen. Mir wiederstrebt auch Heshas Interpretation von erwachsen = dark stehen zu lassen. Sicherlich ermöglicht SR genauso wie JEDES andere Rollenspiel das spielen von komplexen, anspruchsvollen Geschichten mit komplexen, anspruchsvollen Charakteren. Ganz egal ob man das dann "dark & gritty" spielt oder eher lustig. Wieviel davon Action ist und wieviel Erzählspiel liegt allein am jeweiligen SL und seinen Mitspielern. SR lädt nicht mehr und nicht weniger zu Powergaming ein als CoC oder auch Vampire.

Mir ist leider nicht ganz klar was Du unter "haarsträubendem Schrott" verstehst grade wenn man einiges zu VtM gelesen hat das ähnlich beliebig fiktional ist, wäre ein Beispiel oder mehrere Hilfreich um deine Frage beantworten zu können.
 
Mir wiederstrebt auch Heshas Interpretation von erwachsen = dark stehen zu lassen.
Das ist nicht meine Meinung, sondern meine Schlussfolgerung, da Charley CoC und VtM scheinbar als Erwachsenenspiele ansieht und die beide "dark" sind.
SR lädt nicht mehr und nicht weniger zu Powergaming ein als CoC oder auch Vampire.
Bei CoC kenn ich das System nicht, aber ich finde schon, dass das ganze "geile Zeug" bei SR schon ziemlich zum Sammeln anspornt... vielleicht nicht mehr als Vampire, da werden ja auch ständig Schwanzvergleiche gemacht, aber verglichen mit anderen Spielen finde ich v.a. die PG Quote unter den Spielern recht hoch. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass das Powerlevel für Startcharaktere bei SR recht hoch angesetzt ist.
 
OK, Charley hat also damals als 16 jähriger SR2 als Baller Action Game gespielt und fragt sich ob er jetzt als 30Jähriger eine vernünftigere Welt findet.
Ja, wirst/kannst Du !
SR4A hat die alten 80er Jahre Wurzeln zum Teil rausgerissen (es ist noch einiges da,aber ein paar Zöpfe sind abgeschnitten)
die Techgrundlage sind eben nicht mehr 80er Jahre Kabel sondern 2010er WiFi
Die regeln sind einfacher ,fast wie WoD nur mit W6 statt W10.Du wirst also schnell reinfinden und kannst auch Intuitiv als SL entscheiden (langes Regel nachschlagen kann Atmosphäre töten)
Aaaaber damit es wirklich so wird wie du es haben willst Mußt Du schon selber daran arbeiten.
Wenn Du/deine Gruppe nur Haarsträubenden Schrott spielt ,werdet Ihr auch nur das finden.
Wenn Ihr gutes Erzählspiel bevorzugt,werdet Ihr auch genau das finden

HokaHey
Medizinmann
 
Sicherlich ermöglicht SR genauso wie JEDES andere Rollenspiel das spielen von komplexen, anspruchsvollen Geschichten mit komplexen, anspruchsvollen Charakteren. Ganz egal ob man das dann "dark & gritty" spielt oder eher lustig. Wieviel davon Action ist und wieviel Erzählspiel liegt allein am jeweiligen SL und seinen Mitspielern. SR lädt nicht mehr und nicht weniger zu Powergaming ein als CoC oder auch Vampire.
und

Aaaaber damit es wirklich so wird wie du es haben willst Mußt Du schon selber daran arbeiten.
Wenn Du/deine Gruppe nur Haarsträubenden Schrott spielt ,werdet Ihr auch nur das finden.
Wenn Ihr gutes Erzählspiel bevorzugt,werdet Ihr auch genau das finden

Das hilft mir weiter.

Apo hat da ja gar nicht ganz unrecht. Glaubwürdigkeit und Tiefe haben nur bedingt etwas mit dem Hintergrund zu tun. Die Sache ist nur diese. Ich kann jetzt auch nur für mich sprechen. Als ich 16 war, hat es mich nicht interessiert wie man eine Schrotflinte in einem menschlichen Arm unterbringen soll. Es hat mich nicht interessiert wie eine Mundpistole funktionieren soll. Es hat mich auch nicht interessiert was es für Konsequenzen nach sich zieht, wenn mein Charakter mit einer Minigun den Vorhof von Con XY säubert. Das war mir und meinen damaligen Mitspieler völlig Banane. Und das war auch nicht wichtig, weil wir alle Spass hatten.

So. Und heute ist es aber so, das wir uns alle Fragen wie diese tollen Dinge und Cybersysteme und Konzerne etc funktionieren. Wir fragen nach. Wie konnte es soweit kommen das XY passiert ist. Wieso um alles in der Welt mach ich mein Kommlink nicht einfach aus? Ach 1000 so Dinge, die sicherlich jedem von euch beim Lesen auffallen. Heute ist mir eine funktionierende Welt halt wichtig. Die muss ja gar nicht realistisch sein. Ich wollte das R Wort ja vermeiden. Ich will nur eine Spielwelt die glaubwürdig ist. Meine Spieler bekommen das ja von mir sozusagen gefiltert. Nur ich bin halt derjenige der sich die Regelwerke und Abenteuer etc auch durchlesen muss. Und es ist dann einfach nur ärgerlich, wenn man das Gefühl bekommt, das sich die Autoren halt so gar nicht mit der Materie auseinander gesetzt haben. Weil dann brauche ich mir nicht irgend etwas vorgefertigtes kaufen. Dann kann ich es mir auch selber ausdenken. Und weil PnP nicht mein einziges Hobby ist, fehlt mir da ehrlich die Zeit.

Aber aus den bisherigen Beiträgen kann ich zumindest schon mal Hoffnung schöpfen. Ich werde mir mal (wieder) das Grundregelwerk zulegen. Gibt es noch eine Buch Empfehlung, in welcher vielleicht die sechste Welt und speziell die ADL genauer beleuchtet wird?
 
Um ein paar davon aufzugreifen: Eine Schrotpatrone ist relativ klein und man könnte in einem Arm durchaus einen Kurzlauf und eine Feuerkammer unterbringen. Würde viele Veränderungen im Arm erfodern, aber vom raum her isses machbar - muss ja keine 12 Gauge sein.

Kommlink: Du kannst schon jetzt dein Handy hardwaremässig nur ausschalten indem Du den Akku rausnimmst. Bei Geräten wie dem iPhone ist das nicht mehr möglich. Natürlich wäre so ein Switch für einen kriminellen Praktisch - aber Otto-Normalkonzerndrone will das Ding nicht ausschalten und muss auch nicht. Die sind ja "sicher" vor Mißbrauch - sowie deine Handytelemetriedaten heute auch. Warum sollte man die jemals abschalten wollen? Wer will den heute schon seinen Internetzugang abschalten? In der Welt von SR4 ist die Vernetzung noch universeller und omnipräsenter. Für jemanden der in dieser Zeit ein normales Leben führt muss die Idee seinen Kommlink abzuschalten so absurd sein wie sich die Augen zu verbinden - einfach mal so.

Die Autoren haben sich bei solchen Kleinigkeiten wahrscheinlich viel viel tiefer mit der Materie auseinandergesetzt als Du als SL. Viele dieser "Unsinnigen" Dinge machen nämlich im Kontext der Spielwelt und der technischen Entwicklung absoluten Sinn. Du musst halt immer in Betracht ziehen das Shadowrun in den Grundzügen seiner Gesellschaft eine Science Fiction der späten 80er und 90er ist. Das 4.0 Update bringt das ganze vielleicht technisch auf einen modernen Stand, aber viele Unterliegende Motive, die Bevormundung durch wenige Großkonzerne, die Art wie Konsum gesteuert wird und damit auch die Ansprüche der Kunden etc. sind immer noch auf dem Gesellschaftsmodell der frühen 90er aufgebaut.
 
Um ein paar davon aufzugreifen: Eine Schrotpatrone ist relativ klein und man könnte in einem Arm durchaus einen Kurzlauf und eine Feuerkammer unterbringen. Würde viele Veränderungen im Arm erfodern, aber vom raum her isses machbar - muss ja keine 12 Gauge sein./QUOTE]

Der Mediziner meines Vertrauens ist da anderer Ansicht. Da es ja nicht nur dabei bleibt ein Rohr mit einer Schrotpatrone zu installieren, sondern deren Rückstoß, Hitzeentwicklung zu kompensieren. Geschweige denn, den Aufwand den es bedeutet den Übergang von Mündung zu Fleisch Keimfrei zu halten. Das Problem ist ja heute schon bei künstlichen Darmausgängen vorhanden. Also wenn das irgendwie funktionieren soll, dann eigentlich nur wenn der Arm nicht der einer zierlichen Elfe ist und wenn deren Körper irgendwie dazu gebracht wird mit den neuen Entzündungswerten klar zu kommen. Im Cyberarm lasse ich mir das ja noch eingehen, aber Körperwaffen halte ich allgemein für fragwürdig. Eben aus oben genannten Gründen.

Du musst halt immer in Betracht ziehen das Shadowrun in den Grundzügen seiner Gesellschaft eine Science Fiction der späten 80er und 90er ist. Das 4.0 Update bringt das ganze vielleicht technisch auf einen modernen Stand, aber viele Unterliegende Motive, die Bevormundung durch wenige Großkonzerne, die Art wie Konsum gesteuert wird und damit auch die Ansprüche der Kunden etc. sind immer noch auf dem Gesellschaftsmodell der frühen 90er aufgebaut.

Kannst mir das näher erklären?
 
erstens: Ja, die Verträglichkeit von allen implantaten bzw. die Infektionsgefahr ist ein potentielles Problem - allerdings dürfen wir aufgrund der Verbreitung von Interfaceimplantaten davon ausgehen das das (wie auch immer - Medikamente? Trinkwasserzusätze?) gelöst sein dürfte seit es die ersten Interfaceimplatate gibt. Man muss auch nicht immer alles Ausschreiben. Und ja, heutige Materialien hätten auch bei der Hitze etc. ein Problem - die Frage ist wieviel Natur in einem derartig veränderten Unterarm noch drin steckt - aber die Frage beantwortet Shadowrun auch nicht. Hitze kann durch Kühlkörper direkt unter der Haut abgeleitet werden - zum Beispiel. Regeln abstrahieren ein Spiel und machen es für alle Spielbar - natürlich könnte in einem "realistischen" Spiel der Troll andere Waffen im Arm haben als die Elfe. Aber mal im Ernst, wieviel Detailregelungen willst du denn? Bei einem Rollenspiel muss man irgendwann auch mal die Grenze ziehen zwischen dem was 99% der Leser interessiert und dem Umfang des Buches. Allein über die Machbarkeit oder nicht von Cyberware und Bioware nach dem Gegenwärtigen Stand der Technik könnte man Bibliotheken füllen.

Generell fürchte ich dass bei Hinreichender Recherche für dich leider kein Rollenspiel tragbar sein dürfte wenn Du so im Detail rangehst - Vampire wiederspricht den Grundgesetzen der Physik ebenso jede Fantasy. Jedes Science Fiction Rollenspiel überschreitet das technisch heute machbare in einigen Bereichen bei weitem. Wenn Du ein Haar in der Suppe finden willst wirst Du eins finden. Aber das Argument greift dann logischerweise bei JEDEM Rollenspiel.

zweitens: Das Gesellschaftsmodell das zum Beispiel der Congesellschaft in Shadowrun zugrundeliegt ist eine Extrapolation der Art wie japanische Konzerne in den 80ern funktioniert haben (und zum Teil heute noch tun). Die Idee dass ein Mitarbeiter quasi zum "Bürger" seines Konzerns wird macht nur aus dieser Perspektive Sinn. Cyberpunk und damit auch Shadowrun stammen aus dieser Phase in der sich die klassische Westliche Industrie diesen scheinbar unbegrenzt wachsenden Giganten aus Japan gegenüber sah. Wir wir heute wissen kam es nicht so dass das japanische Modell die Weltwirtschaft dominiert hat. Im Gegenteil. Shadowrun geht davon aus das Nationalstaaten im Großen und ganzen bedeutungslos und schwach sind und der Wirtschaft ökonomisch relativ hilflos ausgeliefert. Auch das sah in den 80ern Möglich, gar wahrscheinlich aus, aber heute nichtmehr.

In den letzten Jahren wurde das Übergewicht japanischer Konzerne in SR reduziert und mehr Westliche und solche aus Tigerstaaten spielen eine Rolle. Die Strukturen innerhalb und zwischen den Konzernen sind aber immer noch sehr ähnlich dem was sie in SR 1 waren - schlicht weil SR sonst nicht mehr SR wäre.
 
Generell fürchte ich dass bei Hinreichender Recherche für dich leider kein Rollenspiel tragbar sein dürfte wenn Du so im Detail rangehst - Vampire wiederspricht den Grundgesetzen der Physik ebenso jede Fantasy. Jedes Science Fiction Rollenspiel überschreitet das technisch heute machbare in einigen Bereichen bei weitem. Wenn Du ein Haar in der Suppe finden willst wirst Du eins finden. Aber das Argument greift dann logischerweise bei JEDEM Rollenspiel.
Stimmt so nicht. Ich verstehe das für unser Hobby Phantasie wichtig ist... nur ist Realismus halt auch wichtig. Ich bin sicherlich nicht der Mensch der alles so realistisch wie möglich haben will. Mir ist schon klar das SR völlig fiktiv ist. Es ist also schon grundlegend falsch, anzunehmen man würde eine Art Realität im Spiel abbilden. Deswegen habe ich ja den Begriff "glaubwürdig" benutzt. Der unterscheidet sich von real ja dadurch das ich es irgendwie so im Spiel erklären kann, das mir jeder meiner Spieler abkauft, das es innerhalb der Spielwelt funktioniert.

Nur weis ich jetzt schon, das ich mir da bei einigen Dingen (wie Mundpistolen oder ähnlichs) schwer tun werde. Der Fairness halber muss ich mir das aber erst mal durchlesen. Ich will mich jetzt nicht hinreissen lassen darüber zu urteilen.

Und ganz davon abgesehen. Von dem was ich jetzt gelesen habe, bin ich mir eigentlich sicher, das sich die wirklich (achtung subjektiv) haarstäubenden Elemente auch einfach weglassen/nicht zulassen kann, ohne die Spielwelt neu schreiben zu müssen. Selbes wurde bei uns ja auch in VtM gemacht, und auch dort hielt es sich in Grenzen.
 
Realismus ist ein SEHR relativer Begriff. Was mir wie gesagt schwer fällt ist zu verstehen warum die Prämisse von Magie in der Welt einfach zu akzeptieren ist, aber die implizite Annahme von Fortschritten in der Medizin nicht.

Es ist absolut o.k. un normal das jeder irgendwo seine persönlichen Sichtweisen hat. Rollenspiel ist auch Geschmackssache :)
 
Wir spielen SR in der aktuellen Version.
Spielen aber keine Runner, sondern KE Agenten.
Daher kann ich leider nicht sagen, wie es sich anfühlt SR im Sinne des Regelwerks zu spielen, aber die Welt an sich ist für mich eine gelungende Abwechslung.

Was die Regeln angeht, ja es gibt viele, aber es ist dennoch weit von DSA 4.xyz weg, und sie nicht alle zu kennen macht nichts wie ich finde und erlebt habe.
 
Gibt es noch eine Buch Empfehlung, in welcher vielleicht die sechste Welt und speziell die ADL genauer beleuchtet wird?

Das Lifestyle 2073 !!
evtl der Almanach ? (geschichtlicher Überblick und viele Länder im Überblick)
oder das Runners Compendium ? (alle Metarassen, aufgebohrter Lifestyle, Surge, viele Neue Vor & Nachteile (y) , aber auch KIs,Sentient Critter und MMVV (n) )

HokaHey
Medizinmann
 
Eine genauere Beleuchtung einzelner Länder, wie z.B. im DidS, Tir Tairngire, etc. gibt es für die 4. Edition nicht und soll es auch nicht mehr geben. Man ist inzwischendazu über gegangen, einzelen Städte als Hotspots zu beleuchten und die Länder drum herum nur noch grob zu beschreiben. Zur ADL wirst du mit den Pegasus Produkten sicherlich einiges finden. Interessant könnte auch der "Schattenreiseführer" sein. Der ist zwar noch in Planung, soll aber rein die ADL behandeln und im Stil von Baedeker die ADL für Runner beschreiben.
 
Ich finde Shadowrun als Setting echt gut und ich lese die Romane sehr gerne. Als Spiel ist es nicht mein Fall. Die Mischung aus Technik und Magie mag ich nicht (da spiele ich lieber Cyberpunk). Außerdem sind bisher alle meine Shadowrun-Runden nach Schema F verlaufen: Stundenlange Planung und dann ein Run bei dem nach fünf Minuten alles anders läuft als geplant. Das war immer sehr unbefriedigend und nervig, weil die meisten Mitspieler die Planungsphase einfach nicht verkürzen wollten.
 
Hm... das läuft bei uns deutlich anders... Wir überraschen immer unseren SL mit Herangehensweisen, die er so nicht vorhergesehen hätte. Und bringen ihn dazu, fassungslos kopfschüttelnd ein neues Szenario zu skizzieren, während er sich anhört, wie wir vorgehen wollen :D
 
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