What's in the box? - und die Zukunft der Tal'Mahe'Ra

WODF

Alastor
Ja ich weiß, die Tal'Mahe'Ra (TMR) - oder auch die wahre schwarze Hand - stoßen bei einigen hier auf nicht all zu viel Sympathie. Dennoch finde ich es lohnenswert nach einigen Ereignissen und Neuerscheinungen, erneut über diese Gruppe zu sprechen - vor allem in Anbetracht von Beckett's Jyhad Diary (BJD) und dem V20-Buch zu den TMR. In den bisherigen Threads waren oftmals nur Entstehungsgeschichte und Vernichtung Thema, das soll hier aber nicht der Fall sein: Wir sind ja mittlerweile alle so weit, dass wir zwischen der Hand im Sabbat und der wahren Hand unterscheiden können, oder zumindest wissen, dass es da etwas zu unterscheiden gibt. Hinzu kommen noch die Zerstörung der Stadt Enoch in der Unterwelt (Schattenlanden? Ich weiß gerade nicht mehr), die vielen damit einhergehenden endgültigen Tode von Mitgliedern der TMR, die Öffnung der TMR gegenüber Clans wie bspw. der Tremere (korrigiert mich wenn ich das falsch zuordne) und die grundsätzliche Orientierungslosigkeit dahingehend, dass das mit den Vorsintflutlichen doch nicht so richtig gekommen ist, wie sie sich das vorgestellt haben (Erwachen von Ravnos etc.).
Wie also umgehen mit diesen armen Vampiren, die als die wohl mit älteste noch bestehende Glaubensgemeinschaft innerhalb der Vampire, irgendwie nicht mehr so richtig weiterwissen? Habt ihr das mal thematisiert? Vielleicht auch nicht direkt als Chronik, sondern lediglich als Metaplot im Hintergrund ohne, dass die Spieler konkrete davon Kenntnis hatten?

Interessant finde ich dazu die Stelle im BJD - und deswegen auch der Threadtitel - zu dem Sarkophag von Enoch. Ich meine, dass dieses Ding bereits in Bloodlines vorkam, in der BJD tauchen zusätzlich aber noch Vorschläge dafür auf, was bei einer Öffnung passieren könnte. Hat das mal jemand von euch verarbeitet?
EDIT: Und ich ergänze noch: Was würdet ihr daraus machen?

Hier die Vorschläge aus BJD, Seite 540:
+ Beckett awakens Ynoch, who, to his surprise, is serene and rational. Millennia ago, Ynoch
poured all corruption into the Antediluvian known as Tzimisce, resulting in his childe
housing two Beasts. Ynoch explains to Beckett that each of the Third Generation are weaker
than they claim. The Jyhad is a huge ruse, perpetuated by vampires too infantile to exert their
will by force or through visible dictates. He assures Beckett the Jyhad is simply a construct,
and once vampires who seek freedom from it accept this fact, all strings will sever. Ynoch
disappears soon after waking, intent on confronting the Inner Circle of the Camarilla and
remolding the Sect into something more appropriate for tonight’s vampires.

+ Enosch is staked within the coffin. Once Beckett removes the wooden dagger in Enosch’s
heart, the ancient monster howls and pursues a blood frenzy throughout Libya, Egypt, Israel,
and Syria. The beast is a barreling force of destruction, born of murder. Wherever he travels,
war follows in his wake. Every mortal who dies feeds his insatiable hunger, but he destroys
no vampires. Blood supplies thin dramatically. As reality dawns on the Kindred, the eldest —
irrespective of Clan and Sect — come together to plan a stop to Enosch’s rampage. Supposedly
he slowed his massacre in Saudi Arabia, falling prey to the Keening. The Tal’Mahe’Ra seek
to supplicate Enosch, return him to sanity, and benefit from the wisdom they pray still exists
within him. They claim the Keening is the perpetual scream of Enosch’s sister, Zillah, trapped
beneath Mecca.

+ The sarcophagus contains naught but ash, but even bloody soot serves a purpose. Beckett lists
Enoch’s ashes at one of Albertus Magnus’ auctions, drawing attention from blood magicians
the world over. Only once the ashes are bought, and a war breaks out immediately after, does
the buyer discover the ashes in fact belong to what seems to be a thin-blooded fledgling. Confusion
reigns as it appears potency of the blood is as cyclical as Gehenna.

+ Sutekh emerges from the sarcophagus, declaring all of North Africa his Clan’s domain.
The Ashirra, Assamites, and Tal’Mahe’Ra provide an aggressive response. The Antediluvian
commands his Clan to go to war. It takes little time for the Hierophants to observe their
Clan’s rapid destruction in service to a lethargic, hungry god, unwilling to raise a finger in
their defense. Rapidly, the Followers of Set dissolve into cells of branching faiths, mirroring
the Clan’s original existence in the times of Typhon, Echidna, Kali, and Glycon. They
openly adopt the name Mesu Bedshet, as the Children of Rebellion. Vampires somehow forget
Sutekh’s existence. He happily slinks into the darkness, taking on the role of puppet master
alongside his siblings.
 
Zuletzt bearbeitet:

Teylen

Kainit
Die einzige Chance, welche die Tal'Mahe'Ra haben von mir Beachtung zu finden, ist wenn sie im Cults of the Blood Gods Buch auftauchen, selbst dann eher widerwillig. Ich persönlich halte alles nekromantische Kroppzeug an Clans, Blutlinien und Fraktionen jenseits der Giovanni für unnötige Schrott, welcher nur gemacht wurde, weil die Leute zu faul oder zu dumm waren die Giovanni auszubauen. Naja, und die Tal'Mahe'Ra stehen da mit ihrer Schattenlande-Aktion ziemlich weit oben auf den Scheiterhaufen des unnötigen BS ^^;

Hinsichtlich des Sarkophag, so empfand ich den bisher als sehr Bloodlines spezifisch und hatte noch kein Bedürfnis ihn einzubauen. Bin jetzt auch nicht so der riesen Fan vom Metaplot bzw. Büchern wie dem BJD. Wobei ich die nicht "Hasse" sondern mir halt so "Eh" denke.

Sachen die ich auf Conrunden einbaue, sind mit Halbwissen zusammengestückt.
 

Brameier

Kainit
Mhm, Beckett's Jyhad Diary (BJD) und das V20 Buch zu TMR kenne ich jetzt nicht (bei V20 TMR nur die Inhaltsangabe), dies sollte ich vorweg erwähnen.

Die ganze Sache mit der schwarzen Zitadelle und den Katakomben der vermeintlichen Vorsintflutlichen in den Schattenlanden mag ich einfach nicht (siehe Buch "schmutzige Machenschaften der schwarzen Hand"). Höchstens als Gerücht, als Bedrohungsszenario; wo eine mystische Stadt im Land der Toten beschrieben wird, die aussieht, wie eine prunkvolle mesopotanische Stadt um 2000 v.Chr., wo angeblich Vorsintflutliche und Kain selber schlafen sollen. Aber ansonsten... :confused:
(P.S. Ein "echtes", altes, ursprüngliches Enoch als erste Stadt in der "realen" Welt stelle ich mir übrigens komplett anders vor).

Tal'Maha'Ra - ein mysteriöser, fremdklingender Name einer geheimen Organisation- das gefällt mir. Allerdings ist sie für mich im Spiel völlig über. Eine geheime, mächtige Gruppierung, welche u.a. die obersten Führer der Sekten beeinflusst, ist auf Spielebene einfach uninteressant. Wer sollte von solchen Machenschaften überhaupt etwas mitbekommen?
Ein Crossover mit Magi oder ein Sammelsurium für Kuriositäten etc. mag ich auch nicht....
Ferner sind ihre Ziele so schwammig... Es würde für mich ins Vampire Bild passen, wenn Tal'Maha'Ra nur noch ein Name ist und die alten Mitglieder vom Unleben gezeichnete, paranoide Vampire sind, die mit sich selber nicht mehr klar kommen. Die sich nach starker Führung durch die Vorsintflutlichen sehnen, nur Angst ums eigene Unleben haben und feige Petzliesen sind... Kurz: die einfach nur noch erbärmlich sind... ;)

Auf Spielebene müsste die Ta'Maha'Ra griffig und effektiv werden, damit es Spaß machen könnte; auch als wirkliche Bedrohung, die greifbar wird.

Z.B.:
- Die TMR haben sich zum Ziel gesetzt, die Tzimisce auszulöschen (wegen Fleischform-Umbra-Geschwür)...
- Der edle Vorsintflutliche Saulot ist wach und verbündet sich mit der Ta'Maha'Ra. Sein unedles Ziel ist Rache an den Tremere und deren Vernichtung. Gleichzeitig zeugt er heimlich neue Nachkommen: Heiler und eine Armee aus Rache-Kriegern, um die Tremere und natürlich auch die Baali auszulöschen...


Sarkophag:
Ich persönlich würde da keinen mächtigen Alten raushüpfen lassen. Weder als Zeitzeuge oder wandelndes Lexikon noch als Kriegs- oder Machtmonster.
- Wie wäre es mit einem jungen, schwachen, mesopotamischen Vampir z.B. der 8. Gen, der relativ frisch gezeugt wurde, dann gepflockt wurde und seit 3000 Jahren in Starre liegt. Das könnte von Sprache und Kultur interessant, witzig, aber auch anstrengend werden.
- Oder eine menschliche Mumie, eine mit Gold überschüttete mesopotamische Königin, die laut Inschriften in der Gunst des Stadtgottes stand (sprich: die Lieblings-Ghulin vom vampirischen Herrscher). Forscher entdecken u.a. seltsame Gewebeanomalien - aber letztlich nichts weiter... Außer, dass Gerüchte die Runde machen und jeder was vom Kuchen haben will...
 

Wulf

Ahn
Ich hätte grundsätzlich kein Problem damit, auch was richtig mächtiges aus der Kiste klettern zu lassen. Aber das wäre dann immer Genertion 4+, nie darunter.
 

Gochiller

Halbgott
...Ich meine, dass dieses Ding bereits in Bloodlines vorkam, in der BJD tauchen zusätzlich aber noch Vorschläge dafür auf, was bei einer Öffnung passieren könnte...
Nur war im Spiel halt was anderes drin (ich sag jetzt mal nicht genau was, falls du es noch nicht so weit gespielt hast)

Ich fand die Tal'Maha'Ra immer interessant, genauso wie die Inconnu, aber was beide nun genau für Ziele haben und so machen war mir immer etwas unklar

ok in einer Edition wollten sie das mit Fleischformenvirus verhindern, das hat mir nicht so gefallen, aber sonst?
 

WODF

Alastor
Finde die Version, dass Enoch herauskommt, mittlerweile als eine der attraktivsten Versionen. Vielleicht die einzige Möglichkeit den Aufstieg bzw. das ständige Überleben des Ältesten (Tzimisce) zu unterbinden.
 
Oben