Brainstorming Weggesnippert!

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Also eine Möglichkeit Kämpfe spannender zu gestalten und cineastisch ist: den Spielern Boni für gute Beschreibungen zu geben. Ich hatte in einer Shadowrun immer Boni bekommen, wenn meine Erklärungen mehr waren als "Ig schieße wa".

z.b. " Ich reiße meine Ares aus dem Halfter und rutsche hinter den Umgeworfenen Tisch um meinem Runnerkumpel Deckungsfeuer zu geben.(1 Aktion reflexbooster). Ohne viel Federn lesen schieße ich auf den Ersten Chummer der mir vor die Flinte läuft dabei nutze ich den Tisch als Auflage"

Wichtig ist das die Kämpfe dann nicht zu lang werden. Da ansonsten solche Beschreibungen "abnutzen"

Umm. Problem ist das irgendwann einmal die Beschreibung an Originalität einbüßt. Das erste Mal supi. Das 2-te mal Supi. Das 576-mal das gleiche, ähhh. LAAAANGWEILIG.
Dann ist mir das "Ig schieße wa" schon ehrlicher und als SL kann ich das je nach SC Qualität ausschmücken oder auch nicht.

Und Du hast es ja schon selbst gemerkt, das nutzt sich ab. Und nur der Laberbacke extra Boni zu geben ist schwach.
Dann lieber einfach nur Flair und keine Boni.

Eine Anekdote dazu ist das einmal ein SL den Spielern extra XP für das ausspielen des aufs Klos gehens gab. Nächster Abend war dann damit erfüllt das sich die Spieler damit überboten haben wo sie im Dungeon überall ihre Notdurft verrichten.... Super gelaufen.

@Zornhau, bin da Laie, mir war nur die 3 Yards Regel bewußt und wie man sieht kann ein guter Personenschützer das dann tatsächlich egalisieren. Wollte nicht gleich nach Papa Zornhau rufen...
:)
 
Das Problem ist ja nicht der einzelne Charakter der hinten bleibt und aus der Ferne die anderen unterstützt, das Problem ist es wenn der (oder die) Charakter(e) mit Fernkampftaktiken einfach die Gegner in ihrer Gesamtheit ausschalten wollen. ohne das sich auch nur einer von ihnen in Gefahr begibt.

Je nachdem wie Charaktere im jeweiligen Spielsystem aufgebaut werden können ist es ja durchaus möglich das Nahkämpfer da einfach gar keine Chance mehr haben. Im Fantasy-System z.B. durch berittene Bogenschützen (am besten noch auf Flugtieren) die durch ihre erhöhte Geschwindigkeit leicht außer Reichweite von Fußtruppen bleiben können und diese solange beschießen können wie sie Munition haben. Gerade im offenen Gelände wird es da schwierig für den Gegner (bzw den SL) eine geeignete Gegenwehr zu finden. Wo wir gerade bei Gegenmaßnahmen sind fällt mir noch etwas ein: Nur weil der SL sich ein bißchen Nerdwissen angeeignet hat, heißt das noch nicht automatisch das die Stadtwache von Grüntalhausen auch auf diese Ideen kommt. Da muß man realistisch bleiben. Damit es nicht zu langweilig wird kann das aber als SL durchaus abkürzen und sagen: "Jupp nachdem Du ein paar von ihnen erschossen hast beginnt der Rest panisch zu fliehen. Willst Du noch ein paar weitere erschießen bis sie außer Reichweite sind ? Dann streich dir mal 3W6 Pfeile ab". Das ist zwar nicht besonders Dramatisch aber viel besser als einen völlig einseitigen Kampf 30 Minuten lang ausspielen zu lassen.

Gerade wenn die SC's nun glauben die ultimative Lösung für all ihre Kampfprobleme gefunden zu haben sollte man vielleicht mal das Gespräch mit ihnen suchen.
Will man wirklich das Kämpfe darauf hinauslaufen den anderen aus sicherer Entfernung Gefahrlos (und Skrupellos) zu ermorden ?
Mag in manchen Situationen realistisch sein, aber es gibt viele "realistische" Szenarien die verdammt langweilig sind und recht undramatisch zum Tod der SC's führen können. Z.B. geschmackloses Gift im Essen bei dem man eben keinen Wahrnehmungswurf hat um es noch zu bemerken und das realistisch genug ist um ohne Widerstandswürfe zu töten. Wollen die Spieler das sowas vorkommen kann ? Oder wollen sie doch lieber die Chance haben das es für solche Situationen Überlebenschancen gibt (also z.B. ein Wahrnehmungswurf und ein Widerstandswurf bei dessen Mißlingen man schwer verwundet ist). Falls die Spieler es lieber weniger Realistisch (aber spannender) wollen sollte man sich mal zusammensetzen und gemeinsam überlegen wie man solche Situationen in Zukunft für alle Beteiligten spannender machen kann.

Vorschläge um es spannender zu machen:
Deckung - je nach Spielsystem macht es vielleicht Sinn einfach mal mehr Deckung zu benutzen oder falls nötig sogar den Bonus durch Deckung zu erhöhen.
Munition - die wenigsten Schützen haben unendlich viel Munition. Selbst bei modernen Gewehren wird es schnell unwahrscheinlich wenn der Charakter sein Scharfschützengewehr, eine Pistole, seinen Rucksack, 100 Schuß Munition, sein Funkgerät, das erste Hilfe Pack und weiß-der-Geier-noch-was mit sich herumträgt. Und in Fantasy-Settings wird oftmals das Gewicht (und die Sperrigkeit) von Pfeilen unterschätzt. Reguläre Köcher fassen nunmal keine 20-50 Pfeile sonder meist weit unter 10.
Erfahrung - Wenn Fernkämpfer im Setting üblich sind werden gut Ausgebildete (oder Erfahrene) Truppen auch Möglichkeiten zu deren Abwehr drauf haben.
Sichtweite - Wann sehe ich denn überhaupt meinen Gegner ? Klar in völlig offenem Gelände kann man einen Menschen vor einer weißen Wand vielleicht auf 2km ausmachen.... unter normalen Bedingungen wird die Begegnungsentfernung jedoch weitaus geringer sein (100 bis 500 Meter würde ich mal Schätzen). Ob man dann auch eine gute Schußlinie hat ist eine andere Frage.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Wenn man sich das Kampfgebiet aussuchen kann, dann wird das halt sehr einseitig.
Wer einen Fairen Kampf will sollte auf den Jahrmarkt oder zu einem Turnier gehen.
Ich liebe meine Kämpfe einseitig. Man kann ja dem Gegner die Möglichkeit zur Aufgabe geben.

Die gleichen Gegner in anderer Umgebung und/oder mit anderer Vorbereitung, können herausfordernd sein, einfach oder fast unmöglich.
 

Rekar

Gott
Umm. Problem ist das irgendwann einmal die Beschreibung an Originalität einbüßt. Das erste Mal supi. Das 2-te mal Supi. Das 576-mal das gleiche, ähhh. LAAAANGWEILIG.
Dann ist mir das "Ig schieße wa" schon ehrlicher und als SL kann ich das je nach SC Qualität ausschmücken oder auch nicht.

Und Du hast es ja schon selbst gemerkt, das nutzt sich ab. Und nur der Laberbacke extra Boni zu geben ist schwach.
Dann lieber einfach nur Flair und keine Boni.

Eine Anekdote dazu ist das einmal ein SL den Spielern extra XP für das ausspielen des aufs Klos gehens gab. Nächster Abend war dann damit erfüllt das sich die Spieler damit überboten haben wo sie im Dungeon überall ihre Notdurft verrichten.... Super gelaufen.

@Zornhau, bin da Laie, mir war nur die 3 Yards Regel bewußt und wie man sieht kann ein guter Personenschützer das dann tatsächlich egalisieren. Wollte nicht gleich nach Papa Zornhau rufen...
:)


Sollten Spieler mich "verarschen" dann bin ich die meist schnell losgeworden *grins*.(auf das Klogehen bezogen). btw ich spiltte nie xp..ich mag meine Gruppe ungefähr auf dem selben Lvl aber ausnahmen bestätigen die Regel.


Sicherlich nutzt es sich ab aber nicht so schnell wie man denkt. Es ist wichtig das die Situationen oft unterschiedlich sind. Ein Feuergefecht in einer prall gefühlten Disco ist etwas ganz anderes als auf einem Held mit einem zerbombten Bauernhof. Mal könnte ein Panzer oder Mech dabei sein. Es gibt genügend Ideen und Möglichkeiten. Sollte man aber nie viele Actionfilme gesehen haben, dann kann die Inspiration schnell aufgebraucht sein.

Transporter ist auch eine gute Inspirationsquelle(als Anmerkung).
 

Captain_Jack

Terror of the Seven Seas!
Kommt ja auch darauf an ob man das ganze geschehen wie Hollywood oder wie im echten Leben aufziehen möchte, was die kämpfe unterschiedlich ablaufen lassen wird.
 

Durro-Dhun

Erklär(wer)bär
Weil es gerade zum Thema passt:

Can you spot the Sniper?




Ein Fotograf durfte zwei Scharfschützen der Bundeswehr begleiten, sie haben für ihn demonstriert, wie sie sich tarnen.
Hier die Bildergalerie.
 
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