Spielfilm Titanic - ein "großer" Film?

Dok Dicer II

verbannt
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Davon würde ich bei Eriksson sogar ausgehen.
Man braucht ja erstmal ne Welt bevor man sie bespielen kann, nech?
 

Halloween Jack

aka Alpha Rivale Dick Justice
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Tolkiens hat eine Mythologie und eine Sprache erschaffen, die Welt zurechtgefeilt und damit ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Erikson hat 640.000 Pfund kassiert und angefangen seine 10 Bücher zu schreiben. Ich sehe da eine gewisse schöpferische Diskrepanz, unabhängig davon wer besser zu lesen ist.
Ging's hier nicht von Anfang an um persönlichen Geschmack? Oder hab' ich was falsch verstanden?

Und was hat Titanic damit zu tun?
 

Stonewall

Kraftspieler
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Pratchett hat auch eine Mythologie und eine Welt geschaffen. Ist das nicht vergleichbar?
Ist es? Ich hatte Pratchetts Bücher eigentlich immer eher als "social commentary" aufgefasst, also als (satirisch) auf unsere Welt bezogen. Tolkien dagegen hat sich ja immer gegen die Herstellung eines Realitätsbezugs bei seinen Werken verwahrt.

Allerdings habe ich bei weitem nicht alles von Pratchett gelesen und bin auch kein sonderlicher Fan.
 

Sturmschwinge

Notorischer Besserwisser
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Er hat sich gegen Ende seines Lebens dagegen verwahrt. Zu Beginn (auch unter den Eindruck des Weltkriegs) sah das schon ein wenig anders aus.

Wobei ich der Auffassung bin, daß sich jegliche Art von Geschichte auf unsere Welt bezieht. Worauf auch sonst? Wir sind der Mittelpunkt unserer Welt. Und egal, ob wir über Mittelerde oder die Scheibenwelt, über Darkover oder Dune schreiben, es geht immer um die ureigensten Themen der Menschheit: Gute, Böse, Arme, Reiche, Herrscher, Unterdrückte, Mitbürger, Fremde, Männer, Frauen ... viel mehr Konfliktstoff gibts halt nicht.
 

Stonewall

Kraftspieler
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Er hat sich gegen Ende seines Lebens dagegen verwahrt. Zu Beginn (auch unter den Eindruck des Weltkriegs) sah das schon ein wenig anders aus.

Wobei ich der Auffassung bin, daß sich jegliche Art von Geschichte auf unsere Welt bezieht. Worauf auch sonst? Wir sind der Mittelpunkt unserer Welt. Und egal, ob wir über Mittelerde oder die Scheibenwelt, über Darkover oder Dune schreiben, es geht immer um die ureigensten Themen der Menschheit: Gute, Böse, Arme, Reiche, Herrscher, Unterdrückte, Mitbürger, Fremde, Männer, Frauen ... viel mehr Konfliktstoff gibts halt nicht.
Gut, ich bin auch kein Tolkienist, aber: Welcher Weltkrieg? Er hat ja zwei erlebt. Wobei ich nur seinen Widerspruch gegen einen Bezug des HdR auf den 2.WK (Mordor = III.Reich etc...) kenne.

Vielleicht habe ich auch zu kurz formuliert, aber ich sehe schon einen gewissen Unterschied zwischen "Urthemen", die Du jetzt ansprichst und einem expliziten Bezug auf die heutige Gesellschaft, wie er mMn bei Pratchett nicht zu verleugnen ist.
 

Sturmschwinge

Notorischer Besserwisser
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Anders gefragt: Inwieweit ist für Dich eine Welt & Mythologie, die sich satirisch auf eine andere bezieht, weniger innovativ oder ein Gesamtkunstwerk als das, was Tolkien gemacht hat?
 

Stonewall

Kraftspieler
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Anders gefragt: Inwieweit ist für Dich eine Welt & Mythologie, die sich satirisch auf eine andere bezieht, weniger innovativ oder ein Gesamtkunstwerk als das, was Tolkien gemacht hat?
Ich behaupte nichts in der Art. Meines Wissens verfolgte Tolkien nur eben ein anderes Ziel mit seinem Werk als Pratchett. Und das führt mMn zu einer leichten Einschränkung der Vergleichbarkeit.

Wobei natürlich auch Tolkien nicht "aus dem Nichts" geschaffen hat.
 

Sturmschwinge

Notorischer Besserwisser
AW: Titanic - ein "großer" Film?

Nur weil der Autor etwas mit seinem Werk ausdrücken möchte oder erzielen möchte, beeinflußt das die Rezeption des Werkes doch nicht.
 
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