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Pathfinder Schadenstabellen für große Waffen

Dieses Thema im Forum "Dungeons & Dragons, d20 und Pathfinder" wurde erstellt von XereusPurple, 15. Juli 2018.

Schlagworte:
  1. XereusPurple

    XereusPurple Halbgott

    Hallo zusammen
    ich bin beim studieren der Regeln auf den Titanenschinder gestoßen und finde die Idee des Archtypen eigentlich ziemlich spannend.
    Jetzt kann der Titanenschinder ab der dritten Stufe Waffen nutzen, die eigentlich zu groß für ihn wären. Immer verbunden mit einem Malus von -2 pro Größenkategorie.
    Ich konnte aber bis Dato keine Tabelle für den Waffenschaden für Gigantische oder Kolossale Waffen finden. Lediglich von klein über mittel bis groß.
    Soll ich mir da jetzt besser was ausdenken oder wie würdet ihr das handhaben?
    Vielen Dank schonmal für Rückmeldungen.
     
  2. stebehil

    stebehil Gott

    Zunächst mal bleibt ja auch beim Titanenschinder die Regelung in Kraft, dass er Waffen, die die Kategorie Zweihandwaffe größenmäßig übersteigt, überhaupt nicht führen kann, in Kraft, jedenfalls lese ich beim Archetyp nichts anderes. Das würde bedeuten, dass er immer noch keine kolossalen Waffen führen könnte. Das würde auch bedeuten, dass ein großer Zweihänder immer noch zu groß ist, ebenso ein riesiges Langschwert. Er könnte ein großes Langschwert wie einen Zweihänder führen und ein riesiges Kurzschwert auch wie einen Zweihänder. Mit der Fähigkeit Titanengriff könnte man einen großen Zweihänder zulassen, ebenso ein riesiges Langschwert, aber das ist dann schon eher Hausregel.

    Die übergroßen Waffen kommen ja in der Regel irgendwo her, meist von besiegten Gegnern. Da müssten ja Schadenswerte angegeben sein, von denen man dann extrapolieren kann. Ein gigantischer Runenriese macht mit seinem Langschwert 4W6 Grundschaden (normal 1W8), ein riesiger Sturmriese mit dem Zweihänder auch 4W6 (normal 2W6). Wahrscheinlich kann man die Tabelle mit den Werten für große Waffen weiterschreiben.
     
  3. XereusPurple

    XereusPurple Halbgott

    Ah ok ja wunderbar. Mit der Antwort kann man was anfangen.
    Aber bedeutet die Regel "Titanenwaffen" nicht genau das, dass er von da an dann auch eigentlich zu große Waffen nutzen kann?

    Die Schadenswerte von den Waffen der Monster zu übernehmen ist mir irgendwie nicht gekommen.
    Danke dafür!
     
  4. stebehil

    stebehil Gott

    Ich sezier das mal:
    "Mit Beginn der 3. Stufe ist ein Titanenschinder geübt im Umgang mit den gewaltigen Waffen, die er seinen titanischen Feinden abnimmt. " Das ist nur Fluff, Erklärung der Fähigkeit. "gewaltig" und "titanisch" sind keine Regelbegriffe, bei den Kreaturengrößen gibt es groß, riesig, gigantisch und kolossal.

    "Der Malus auf Angriffswürfe beim Führen von Waffen, die zu groß für ihn sind, sinkt um 1 Punkt. Dieser Malus sinkt alle weiteren drei Stufen als Barbar (d.h. auf der 6., 9. usw.) um zusätzlich 1 (Minimum 0)."

    dazu aus den Grundregeln unter Ausrüstung/Waffen:

    "Waffen unpassender Größe: Eine Kreatur, die eine Waffe benutzt, die ihrer Größe nicht angepasst ist, kann diese nicht optimal nutzen. Für jede Größenkategorie, die zwischen dem tatsächlichen und dem vorgesehenen Benutzer liegt, wird ein kumulativer Malus von – 2 auf den Angriffswurf gerechnet. Ist die Kreatur nicht im Umgang mit der Waffe geübt, erhält sie zudem den üblichen Malus von – 4. Das Maß für die Schwierigkeit, die Waffe zu benutzen (also ob die Waffe für den jeweiligen Benutzer als leichte Waffe, Einhandwaffe oder Zweihandwaffe gedacht ist), verschiebt sich um einen Schritt pro Größenkategorie Unterschied zwischen der tatsächlichen Größe des Benutzers und der Größenkategorie des für die Waffe vorgesehenen Benutzers. Eine kleine Kreatur würde zum Beispiel eine mittelgroße Einhandwaffe als Zweihandwaffe benutzen. Würde die Einteilung der Waffe durch diese Änderung die Kategorien leichte Waffe, Einhandwaffe oder Zweihandwaffe übersteigen, kann die Kreatur die Waffe überhaupt nicht einsetzen."

    Die Beschreibung der Fähigkeit mit dem verringerten Malus bezieht sich auf den zweiten Satz in den Ausführungen zu Waffen unpassender Größe. Die weiteren Regelungen in diesem Absatz werden durch die Fähigkeit des Titanenschinders aber nicht außer Kraft gesetzt, so weit ich das erkennen kann. Eine Waffe, die so groß ist, dass er sie nicht mal als Zweihandwaffe führen kann, bleibt weiterhin nicht führbar. Ein "riesiges" Langschwert wäre ein "großer" Zweihänder und damit für eine mittelgroße Kreatur nicht zu führen.

    Eine mögliche Hausregel wäre, aufgrund der Fähigkeit "Titanenwaffen" es zu gestatten, übergroße Waffen doch noch zu führen. Wer einen menschengroßen Zweihänder mit einer Hand führen kann, könnte einen "großen" Zweihänder mit zwei Händen führen, könnte man argumentieren. Kolossale Waffen sind für eine mittelgroße Kreatur nie zu führen, und "gigantische" leichte Waffen als Hausregel gerade so mit zwei Händen.
     
  5. XereusPurple

    XereusPurple Halbgott

    Ok ja ist definitiv nachvollziehbar.
    Finde den Gedanken eines menschlichen Barbaren, der ein gigantisches Schwert schwingt sowieso eher befremdlich.
    Dann muss ich mir mal überlegen wie weit ich das im Abenteuer zulasse.

    Das führt meiner Meinung nach nämlich zu schnell zu einem Charakter, der mit einem Schlag alles aus den Sandalen befördert.
    Weil nach den Grundregeln könnte der Charakter mit einem Malus von -8 rein in der Theorie eine kolossale Waffe führen, was gelinde gesagt unrealistisch ist.
     
  6. Runenstahl

    Runenstahl Gott

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    Mit begriffen wie "unrealistisch" sollte man im Zusammenhand von Fantasy-Rollenspielen eher vorsichtig sein. Die obige Barbarin z.B. ist offizielles Pathfinder Artwork. Ihr Zweihandschwert wäre in der Realität wohl schwerer als sie selbst und definitiv nicht als Waffe brauchbar. Über ihre "Rüstung" wollen wir hier mal gar nicht erst reden ;)

    Und wenn man solche Barbarellas akzeptiert, dann ist der Schritt zu Typen mit Riesenschwertern wie Guts, Sephirot oder Cloud doch gar nicht mehr so groß. Wie immer gilt: Am besten mit der Gruppe absprechen was die von der Idee halten. Gilt ja schließlich auch für die Gegner ! Das gute alte Monkey Grip (aus D&D 3.?) war ja auch kontrovers, aber meiner Meinung nach vom Balancing her noch voll okay. Ob die Fähigkeit "Titanenwaffen" mächtiger ist als "Fallengespür" ist sicherlich Ansichtssache (mMn nach ja, aber bei uns sind Fallen auch eher die Seltenheit).
     
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  7. Captain_Jack

    Captain_Jack Terror of the Seven Seas!

    Mal zwei kurze Fragen zu de Thema:
    War der Affengriff nicht dazu gedacht Waffen zu führen die EINE Kategorie größer waren, oder irre ich mich da? Eine Kategorie größer wäre dann im Bezug zu Mensch z.B. Oger, das wäre ja gerade noch so im Bereich des möglichen (aber ich sehe das wie @Runenstahl in punkto Realismus in Fantasy-Settings), z.B. wenn jemand eien außergwöhnlich hohen Stärkewert hat wäre das ja unproblematischer.
    In der Parxis sage ich, das funktioniert nicht. Ein Freund hatte sich mal ein Schaukampfschwert ähnlich Dimensioniert des im obigen Post dargestellten gebastelt, war aber als Gag gedacht. Im Kampf wäre man damit zu langsam und unbeweglich, und wäre schnell entkräftet ... aber wenn das Dingen getroffen hätte da hätte dieser eine Treffer auch gereicht. ;)

    Und welche Größenkategorie hätten Titanenwaffen? Kolossal wäre das soweit ich weiß, und wie soll das denn dann aussehen? ein im Schnitt 1,80m großer Mensch würde dann statt eines normalen Zweihänders (Länge mit Griff ca. 1,40m, Gewicht 2kg) einen Titanenzweihänder mit näherungsweise (Faktor 12, weil Titanen ca, 12x so groß sind) fast 17m Länge (!) und einem Gewicht von 24kg (Großer Sack Kartoffeln!) schwingen. Wie soll das aussehen? Beim Ausholen und zuschlagen müssten die eigenen Kameraden schon verdammt aufpassen ("Friendly Stroke) , mal abgesehen davon das man schon sehr viel freien Raum um sich herum braucht (ca. 20m radius).
     
  8. Runenstahl

    Runenstahl Gott

    Tatsächlich ist es sogar noch schlimmer. Weil die Maße in allen drei Dimensionen (Länge, Höhe und Breite) größer werden. Eine "Large" Waffe (doppelt so groß, z.B. Oger) ist also bereits 8x so schwer, "Huge" sogar 64x so schwer. Wenn Titanen 12x so groß sind, so wäre es also 1728x so schwer. Da kommt man dann so auf 3-4 Tonnen Gewicht. Mal ganz abgesehen davon das der Griff nicht sinnvoll umfaßt werden kann und die Waffe schon aus Fantasy-Material sein muß um nicht unter ihrem eigenen Gewicht zu verbiegen. Guts Schwert wird der Grafik unten z.B. auf knapp 200 kg geschätzt. Wie gesagt, realistisch kann das niemand sinnvoll im Kampf benutzen. Aber wer mit Manga-Fantasy Leben kann, für den paßt das schon.

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  9. Runenstahl

    Runenstahl Gott

    Hier nochmal zwei Videos die zum Thema passen (sorry wenn der Thread langsam abdriftet):


    Das Schwert aus dem unteren Video ist weitestgehend aus Balsaholz und kommt trotzdem auf unhandliche 7 Kg Gewicht.
     
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  10. Captain_Jack

    Captain_Jack Terror of the Seven Seas!

    OT: @Runenstahl : Ja, Larpis und ihre Gummiwaffen (absolut NICHT abwertend gemeint, aber ein dreihandhandschwert kann in normaler Ausführung nun nicht von einer zierlichen Elfe geführt werden). Die schwerste Axt in unserem (realen) Arsenal ist eine Richtaxt mit knapp 12kg, welche ein Oger als Streixat spielen führen könnte, unsereins sich aber einen bei abbricht. Ich hatte die Werte jetzt grob geschätzt und extrapoliert, also aus der Hüfte geschossen. Aber es geht ja vordergründig nicht um Realität. ;)
     
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  11. stebehil

    stebehil Gott

    Realismus ist sicher der falsche Begriff. Aber logisch darfs trotzdem sein. Das Problem ist ja, dass die Naturgesetze unserer Welt in den Fantasywelten grundsätzlich auch gelten, aber an jeder Ecke gebrochen werden. Diese Diskrepanz führt dann halt dazu, dass man sich einerseits von Dingen, die man selber einschätzen kann (=Naturgesetze) und die nicht schlüssig sind, gestört fühlt. Andererseits sind Dinge, die in unserer Welt eben nicht auftreten, nahezu beliebig akzeptabel, weil eben Fantasy. Riesen, Feuerbälle, Dämonen beschwören? Kein Thema. Übergroße Waffen führen? Nee, unrealistisch. Sich dann hinzustellen und zu sagen "ist halt Fantasy, wenn Feuerball geht, muss auch Übergroße Waffe gehen" ist eine billige Ausrede, finde ich. Wahrscheinlich ist man gut beraten, bei Dingen, die man selber einigermaßen einschätzen kann, relativ nah am "Realismus" oder an der Logik zu bleiben, sonst leidet der "Suspense of Disbelief", finde ich immer. Im Plattenpanzer schwimmen zu gehen, ist in der realen Welt keine so gute Idee - wieso sollte das in einer Welt, in der der Plattenpanzer die gleiche Funktion und die (weitgehend) gleiche Konstruktion aufweist, dann plötzlich gehen? Nur weil da Drachen rumfliegen? Ist irgendwie schräg, finde ich.
     
  12. Captain_Jack

    Captain_Jack Terror of the Seven Seas!

    Logik? Du grünblütiges, spitzohriges ... ne, Spaß beseite. ;) Es kommt eben sowohl auf das Maß als auch auf das Setting an sich an. In einer Welt wo alle solche Riesenkiller führen ist das eben so, da ist da nix besonderes. Im normalen D&D/PF finde ich mit entsprechender Stärke und Talenten es auch noch in Ordnung ein Größenkategorie größer zu führen (Ein Mensch z.B. eine Ogerkeule, aber z.B. auch ein Halbing ein normales Langschwert.) Jedoch muss man beim Führen einer übergroßen Waffe auch besondere Nachteile in Kauf nehmen, wie schon oben angesprochen der Platzbdarf - kann in Gebäuden oder Dungeons arg nachteilig werden weil's dort eben eng ist und man die Waffe nicht vernünftig schwingen kann. Als jemand aus der "Praxis" habe ich dennoch eine andere Sicht auf die Dinge, da ich eben selbst weiß was man mit Waffen und Rüstungen alles anstellen kann, und was nicht.
     
  13. stebehil

    stebehil Gott

    Das ist ja genau der Punkt: Ich hab auch mal gelarpt (und mit großen Waffen auch gelegentlich die eigenen Leute abgeräumt - ist halt blöd mit so´m Topfhelm, da sieht man wirklich so gut wie nix...), und auch sonst so´n paar Sachen Richtung Kampfsport gemacht. Mit der Vorerfahrung bilde ich mir ein, einigermaßen einschätzen zu können, wie man mit Rüstung und Waffen umgeht. So ein Drei-Meter-Schwert ist völlig absurd, wenn nicht die Gesetze der Physik auf Golarion doch deutlich abweichen... Das ist dann halt (für mich) nicht schlüssig. Da der "Fantasy-Anteil" mit unserem Wissen aber ohnehin nicht zu erfassen ist, ist das Problem da weniger ausgeprägt.
     
  14. XereusPurple

    XereusPurple Halbgott

    Was ich jetzt so für mich raushöre ist, dass eine Größenkategorie mehr noch erklärbar ist und alles darüber hinaus den Spieler und auch den SL in arge Erklärungsnot bringen könnte.
    Letzte Option um einem Spieler mit dem umbedingten Verlangen nach einem solchen Prügel gerecht zu werden wäre eine auf magische Weise leichtere Waffe bzw. eine, die die Größe verändern könnte.
     
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  15. stebehil

    stebehil Gott

    Ich denke, das fasst es ganz gut zusammen. Wer unbedingt eine möglichst große Waffe führen will, sollte sich mal den Erdspalter anschauen. Der macht zwar auch nicht mehr Schaden als ein "normaler" Zweihänder, aber sieht mächtig gewaltig aus.
    http://prd.5footstep.de/Ausruestungskompendium/WaffenundRuestungen/Erdspalter

    So was ähnliches habe ich mir mal fürs LARP bauen lassen, als reale Waffe völlig illusorisch. Aber lustich wars. :)
     
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