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Mongoose Traveller New Edition

Dieses Thema im Forum "Traveller" wurde erstellt von BoyScout, 23. Mai 2017.

Schlagworte:
Moderatoren: Supergerm
  1. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    2016 kam ja wohl eine neue Trv, die New Edition heraus, mit zum Teil starken Überarbeitungen. Die supplements sind bis Teil 2 (?) raus oder in der Pipeline
    Die Version macht auf mich einen sehr positiven Eindruck für jemanden, der noch nicht viel Trv Material hat.

    Es gibt einige wenige Reviews dazu, deutsche habe ich keine gefunden. Gibt es denn Spielerahrungen oder Meinungen bei den B! und welche habt ihr dazu ?
     
    Sohn des Südens gefällt das.
  2. Sohn des Südens

    Sohn des Südens Der Narr

    Also das gute scheint zu sein... du wirst die erste deutsche Review schreiben können ;).
     
    BoyScout gefällt das.
  3. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    Bist du verrückt? Dann muss ich das Buch ja auch von Cover bis Rücken LESEN! :whistle:
     
  4. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    Das ist keine Review sondern ein Ersteindruck.

    Mittlerweile habe ich hier das Core Rulebook sowie High Guard der New Edition (NewT) und bin sehr angetan davon!

    Die Bücher sind sehr schwer (schweres Papier) und robust (Fadenbindung). Die lassen sich leicht öffnen und die "Bücher" (das sind afaik die einzelnen zusammengebundenen Seitenpakete) haben viel Bewegungsspielraum, man kann die Bücher also weit öffnen, ohne, dass irgendwas aufbricht (um ehrlich zu sein, manchmal sogar zu weit, wenn man schon den nicht mehr bedruckten Seitenrand sehen kann).
    Gar kein Vergleich zu z.b. den GURPS Hardcovern, die beim Hinsehen schon auseinander fallen (und es bei mir auch getan haben - dazu ein Lob an SJG für den Austausch).

    Ich habe und kenne bislang nur die alte Mongoose Trv und GURPS Trv Version und kann nicht sagen, ob evtl. ein Großteil der Texte identisch ist, aber insgesamt macht das hier einen sehr runderneuerten Eindruck. Wie bei den vorgenannten Versionen üblich gibt es nur sehr wenig Geschwafel und die Regeln kommen schnell und exakt zum Punkt, so dass man Regeln auch schnell wiederfindet. Die wenigen Spielhinweise und Ideengeber sind kurz und orientieren sich an gängige Space Klischees, meines Wissens waren die vorhergehenden Version da noch biederer. Das wirkt manchmal so gar nicht wie Hard-Sci-Fi sondern mehr Richtung Pulp.
    [Was mich wirklich stört: Leider hängt sich auch NewT, da Old-School, an der Rule Zero mit einer eigenen Passage auf, die den SL zum Gottkönig über Spielrunde und -regeln macht das, wie wir wissen, in der Realität so natürlich nicht funktioniert. Ich denke, man muss diese Regel im aktuellen Kontext verstehen, dass der SL die Regeln "steuern" können muss, damit ein Rollenspiel i.e.S. zustande kommt, er aber die (stille) Zustimmung der Teilnehmer braucht. Wie man das besser macht, kann man z.b. in Whitehack RPG lesen.]

    Die Raumkampfregeln wirken auch mich jetzt endlich spielbar. Es gibt ja sowohl "U-Boot" Kämpfe, auf die ich extrem stehe, als auch StarWars Dock-Fight Regeln, die IIRC vorher fehlten. Man kann fließend zwischen diesen Auflösungen wechseln! Lediglich für die räumliche Anordnung von Schiffen, um Abstände in 3D abzuschätzen muss man sich weiterhin selbst etwas einfallen lassen (ich nutze für sowas die Savage Worlds Luftkampf TT Regeln). Mit mehr als 5 Beteiligten Schiffen würde ich das aber nicht spielen wollen. Für Flottenkämpfe gibt es im HighGuard Regeln. Was weiterhin fehlt, sind Kampfregeln, die man vielleicht mit 5-15 Schiffen spielen kann. Da würde ich mir etwas wie in WhiteStar oder Stars Without Numbers wünschen, wo NPCs einfach nicht wie SCs behandelt werden.

    Raumschiffkonstruktionsregeln gibt es mittlerweile nur im HighGuard. Mittelfristig benötigt man imho also in jedem Fall beide Bücher. Mich stört das nicht, da ich nur beide Zusammen als vollständiges RPG betrachte und es ja sogar RPGs gibt, die das schamlos auf 3 oder mehr Bücher aufteilen (..öchö.. D&D...öch..) aber Trv Spieler sind das ja anders gewöhnt, daher der Hinweis.

    Optisch macht es auch einen sehr aktuellen Eindruck im vrgl. zu den Graphikblendern der Konkurrenz. Das Layout und das Artwork sind solide und letztere passen trotz unterschiedlicher Stile (ich schätze 3-4 Künstler?) gut zusammen. Alle Seiten sind vollfarbig mit spacigem grau/blauem Hintergrund, der in der Druckversion aber wirklich nicht stört. Alle "Graphikhuren", die nur mit bunten Büchern in iher Phantasie spielen können, werden hier,denke ich, auf ihre Kosten kommen.
    Die neuen isometrischen und farblich kodierten Deckpläne gefallen mir nicht so gut im Vergleich zu den Top-down Grundrissen, aber ICH habe ja auch kein Problem mit räumlichem Vorstellungsvermögen, von daher könnte das für den ein oder anderen einGewinn sein.

    Ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass man einem RPG Noob oder Monosystemspieler (wie, es gibt auch was anderes als DSA?) dieses System als komplette Neuheit verkaufen könnte, da man ihm die 40 Jahre Historie so gut wie gar nicht anmerkt oder ansieht. Diese Möglichkeit sollte man sich beim Spieleranwerben zunutze machen ;).
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2017
    TheOzz und Scathach gefällt das.
  5. Sohn des Südens

    Sohn des Südens Der Narr

    Ich muss hier sagen, dass ich die Regeln leider oft nicht exakt finde - oder durch den Redaktionsprozess unnötig unübersichtlich gemacht. Mal zwei Beispiele: Bei den Characeristics wird erklärt, dass man auf Seite 9 die DM Modifikatoren finden könne. Die Tabelle steht direkt unter dem Satz. Auf Seite 8. Das ist nicht schlimm, eine Kleinigkeit, veranschaulicht aber gut, dass der Redaktionsprozess bei diesem Buch nicht gut lief. Bei der Charaktererschaffung muss man unheimlich viel hin und her blättern und oft kommen später Informationen, die man eigentlich früher gebraucht hätte (was man aber vielleicht nicht erkannt hat, weil sie unter anderer Überschrift später kamen). Ich lerne Regeln viel durch learning by doing, ich nehme dann gerne auch mal eine Charaktererschaffung und exerziere die durch. Damit bin ich hier auf die Fresse geflogen, man muss das Ding wirklich komplett lesen. Ein anderes Beispiel dafür ist etwa auch im Kampfkapitel, wo erst eine Regel etabliert wird und dann danach etwas feiner differenziert neu erklärt wird. So etwas finde ich verwirrend. Entweder drückt man sich erst allgemein aus und geht dann ins Detail oder man erklärt direkt die Möglichkeiten.
    Etwas, wo ich die Regeln dann wirklich nicht mehr exakt finde... Zielen im Kampf (Aiming). Die Regel ist offen für Interpretation, weil nicht erklärt wird, was konsekutive minor actions sind. Kann ich z.B. in einer Runde meine significant action in 3 minor actions umwandeln, damit 3x Zielen (ich mache dann ja nichts anderes als zu zielen), in der nächsten Runde noch ein viertes Mal zielen und dann mit meiner significant action schießen? Oder ist es so gemeint, dass wenn ich ziele, ich auch nur eine minor action aufwenden kann? Kann ich dann überhaupt 1. schießen, 2. zielen für die nächste, 3. zielen in der nächsten runde (konsekutiv), 4. schießen mit der significant action? URGHS! Das ist nicht eindeutig formuliert!

    Ich hoffe, das Buch hat nicht noch mehr von so etwas. Mit Raumschiffkampf, Handel und Weltenbau habe ich noch nicht mal angefangen!

    Zum Allmacht-SL, ich war auch total überrascht als ich im Handelskapitel gesehen habe, dass da empfohlen wird, dass man das Handelskapitel den Spielern ruhig zu Lesen geben darf... ich weiß nicht, ob ich am Anfang was übersehen habe, aber bis zu dem Zeitpunkt war ich mir nicht darüber im klaren, dass das Buch an sich sonst erstmal geheimes SL-Wissen ist o_O.
     
  6. BoyScout

    BoyScout Dhampir

    Ich beschäftigte mich auch gerade intensiver mit den Regeln. Das sind ja Kleinigkeiten, was du da kritisierst.

    Du hast schon Recht, also RAW würde imho bedeuten, NUR Zielen und nicht mal schießen in einer Runde. Das würde aber keinen Sinn ergeben (warum sollte man weniger als 3mal zielen?), also würde ich RAI anwenden und das kann nur so gemeint sein, wie du oben beschrieben hast.

    konsekutive ist da wohl kein Regelbegriff sondern nur die Beschreibung, heißt, man darf eine Phase des Zielens nicht unterbrechen.
     
  7. Sohn des Südens

    Sohn des Südens Der Narr

    Naja, solche "Kleinigkeiten" würden mich veranlassen, bei einer hypothetischen Rezension wenigstens 1 Punkt Abzug zu geben, damit wären sie dann keine Kleinigkeit mehr. Das Buch ist schlecht lektoriert (und Mongoose ist ja auch bekannt für schlechte Redaktion, daher ist es auch nicht mal überraschend) und ich kann da nicht guten Gewissens die Behauptung im Raum stehen lassen, dass Regeln exakt formuliert seien und schnell wiederzufinden.

    Gerade in der Charaktererschaffung ist das auch ein ewiges hin- und hergeblättere! Ich habe jetzt etwa 1 Dutzend Charaktere geschaffen und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich alles richtig mache. Was ist z.B., wenn ich einen automatischen Advance im Rank bekomme, darf ich dann am Ende auch noch mal würfeln und 2 Advances in einem Term bekommen? Ich mache es so, die Formulierung könnte aber auch so gemeint sein, dass der Advance "automatisch" in dem Sinne ist, dass man nicht darum würfeln muss. Dann gibt es Verletzungen durch Injuries, die kann man heilen, klar, aber was ist wenn Attribute durch bestimmte Life Events oder Mishaps gesenkt werden, die nur fluffmäßig eine Injury sind? Kann ich die auch heilen? Und mir geht es jetzt nicht konkret um diese Fragen (die muss mir auch niemand beantworten), es geht mir darum, dass solche Probleme überhaupt auftreten.

    Ehrlich, hinsichtlich Regelklarheit hat MgT2 für mich einen deutlichen Schritt in Richtung Midgard gemacht, wo ja kaum ein Zauber einfach mal RAW genutzt werden kann. Da kommt mir das Extrem eines Angriffszaubers vor, den ich völlig selbstverständlich als genialen Verteidigungszauber gelesen habe den man am besten auf sich selber castet, aber NATÜRLICH ist das so doch nicht GEMEINT und jeder bei VERSTAND versteht das ja auch dass man den Regeltext nicht wörtlich nehmen darf und das natürlich nur dem ANGRIFF dient. Gut, so extrem scheint MgT2 nicht zu werden, aber diese vielen Kleinigkeiten sind Sandkörner im Getriebe und die muss man erstmal rauspusten und das Getriebe dann neu ölen.

    Alles machbar, klar, aber sicher nicht das Prädikat "exakte Regelformulierung" wert.

    Da können die Regeln ja noch so toll sein, das BUCH ist es nicht. (Das sogar absolut wörtlich und gegenständlich, mein Buch fängt schon an auseinander zu fallen o_O.)

    Edit: Auf RPG.NET sind gerade Reviews raus,

    1. für das Core Book: https://www.rpg.net/reviews/archive/17/17253.phtml

    2. für den Central Supply Catalogue https://www.rpg.net/reviews/archive/17/17256.phtml

    3. für den Referee Screen https://www.rpg.net/reviews/archive/17/17257.phtml

    -> es sind noch mehr Reviews geplant.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. September 2017 um 18:10 Uhr
Moderatoren: Supergerm
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