mehrere angriffe

Dieses Thema im Forum "HârnMaster" wurde erstellt von sard, 1. März 2009.

  1. sard

    sard Hârniac

    wie ist das?
    gibt es bestien, die gleichzeitig mit mehreren klauenangriffen gleichzeitig angreifen?
    wie ist das beispielsweise bei einer
    - raubkatze (cougar) oder beim
    - vlasta (klaue und biß) ?
     
  2. Sworddancer

    Sworddancer Hârniac

    AW: mehrere angriffe

    Das HârnMaster Kampfsystem sieht erstmal so ohne weiteres keine "Mehrfachangriffe" vor.
    Willst du beispielsweise einen zwei Schwerter Kampfstil wie bei Drizzt Do'Urden von den Forgotten Realms darstellen, musst du dafür schon Hausregeln entwerfen.

    ABER:
    HârnMaster 3 bietet als optionale Regel "Tangle Attacks" an.
    Die Regel beschreibt zunächst einmal nur, dass manche Waffen dazu gedacht sind, gegnerische Waffen oder auch Körperteile zu verstricken. Der Keltan (der ja ein bisschen wie ein "Sai" aussieht) könnte beispielsweise gegnerische Waffen verstricken, und ein Netz darüber hinaus ganze Körperteile.
    Sobald eine Verstrickung erreicht wird, wird ein spezieller Abzug festgelegt, und der Angreifer erhält einen taktischen Vorteil.

    Nun könnte man diese Regel ja auch auf bestimmte Angriffsarten von Kreaturen ausweiten:
    Beispielsweise verkrallen sich Raubkatzen gern in die Flanken ihres Opfers, um diesem dann mit den Reißzähnen oder den Krallen der Hinterpfoten zuzusetzen.
    Vlasta verkrallen sich im Gesicht oder der Kleidung des Opfers, um dann mit ihren Schnäbeln zuzuhacken (am liebsten auf die Augen).
    Der erste Teil solcher Angriffsaktionen könnte also (neben eventuell angerichteten Schaden) als "Verstrickungsangriff" gewertet werden, für den das Raubtier dann einen TV erhält, mit dem sie dann den zweiten Teil ihres Angriffs ausführt.

    Hilft dir das weiter?
     
  3. Haro

    Haro Waldschrat

    AW: mehrere angriffe

    qft.

    In meiner Runde spielen wir - wie andernthreads erwähnt - im Planescape-Universum nach modifizierten HM1 Regeln. Meine Hausregeln sehen unter bestimmten Umständen Mehrfachangriffe vor.
    Ganz allgemein gesprochen können bei mir "Veteranen" erlernen, "Fehlschläge" der Gegner in Taktische Vorteile (für sich selbst) zu verwandeln - und damit erneut anzugreifen - , ist aber nicht grade einfach.

    Bestimmte Zauber, wie zB "Hast", gewähren zusätzliche Aktionen pro Zug.

    Generell gestatte ich bei entsprechend hoher Waffenfertigkeit und passender Bewaffnung einen zweiten Angriff mit der Zweitwaffe (das kann auch ein Schild sein), wenn die Situation das hergibt.

    greetz, haro
     
  4. sard

    sard Hârniac

    AW: mehrere angriffe

    danke erstmal.
    zur klärung: mir geht es nicht darum, mehrfachangriffe à la d&d einzuführen,
    (das tendiert mir zu stark in richtung inflation...)
    lediglich in besonderen fällen, bei manchen tieren oder bestien, erscheint mir das einfach als gegen logisch,
    wie bei raubkatzen, vlasta oder evtl. anderen.

    ich werde mir die "tangel attacks" mal ansehen.
     
  5. Haro

    Haro Waldschrat

    AW: mehrere angriffe

    Meiner bescheidenen Meinung nach bringt es wenig, da mit sowas wie "Logik" zu argumentieren.

    Grundsätzlich ist es doch so geregelt, dass jeder Kontrahent in seinem Zug eine Aktion hat. Kampfbezogen wären das u.a. die Aktionen "Kampfaufnahme" oder der "Nahkampfangriff" zB.

    Die Auflösung dieser so initiierten Kampfsequenz ergibt dann irgendwelche Folgen für die Kontrahenten. Eine Art "Betrag" der Ereignisse der letzten Augenblicke, wo gegeneinander gekämpft wurde.
    Nicht einzelne "Schläge" oä. werden simuliert, sondern die Ereignisse in einer als "Kampfrunde" bezeichneten Abstraktion.

    So sehen es die HM1 Grundregeln, die da im Spiel für alles und jeden gelten, vor. Wie beim Schach. Jeder hat abwechselnd einen Zug und kann in diesem Zug genau eine Figur bewegen. Und nur weil man zwei Hände hat, darf man noch lange nicht zwei Figuren in einem Zug verschieben (Rochade ausgenommen ;-)).
    Das Ganze soll ja einen Kampf wie gesagt nur simulieren, nicht haarklein mit Bewegungsrichtungen, Schrittfolgen, Schlagwucht und -winkeln nachstellen.

    Wenn Dein Berglöwe sich an jemandem im Schulterbereich festkrallt und der dadurch schon Schaden nimmt (jetzt mal kein C/P/S-Wurf oder ähnliches) und der Berglöwe dann dennoch mit seinen Hintertatzen am Unterleib desjenigen rumreißt und nochmal Schaden verursachen kann, dann bist Du im Prinzip schon bei D&D.
    Und Dein Lia-Kavair wird fragen, warum er dann nicht auch mit einem Dolch in jeder Hand jeweils einmal zustechen kann, er ist doch blitzschnell.
    Und der Ritter wird anführen, das nach einem kurzen Hieb mit dem Streitkolben seinerseits ja auch noch die Sekundenbruchteile für einen weiteren Schildstoß da wären etc.

    Es müssen doch die gleichen Regeln für alle gelten. Entweder hält man sich strikt ans Regelwerk, dann gibt es keine Mehrfachangriffe, oder man spielt mit Hausregeln, die einen beliebigen Komplexitätsgrad aufweisen (aber auch eben für alle gelten müssen).

    Wären meine weiterführenden Gedanken dazu.
    greetz, Haro
     
  6. sard

    sard Hârniac

    AW: mehrere angriffe

    aha!
    naja, wie dem auch sei, hier geht es nicht um die frage, ob LOGIK die richtige betrachtungsweise ist, sondern meine frage lautete, ob es bestien (tiere) gibt, die gleichzeitig mit mehreren klauen angreifen

    ;) sag das mal dem bär hier:bärenangriff (mal abgesehen davon, dass dies haltung eines wildtieres absolut verachtenswürdig ist) oder dem löwen, der mit beiden pranken den angriff auf ein wasserbüffelkalb ausführt löwenangriff.
    diese beiden tun es mal auf alle fälle!
    ich denke, dass so ewas für andere wesen evtl. auch zutrifft (drachen?) und es ist auch so sinngemäß im artikel CATS beschreiben: "jump, maul, then retreat: a cat can spring forward a prey, maul with the front claws, while pinning with the rear claws, then retreat (and so on)..." also CLAWS!
    ... schießt du hier nicht etwas übers ziel hinaus?
    warum muss ich festlegen mit welcher waffe und welchem aspekt ich wo hin angreife?, wenn das ganze doch nur ein "betrag" wie bei d&d ist?,
    nein, sorry: detail darf ruhig sein!

    DAS hat dann aber auch garnichts mit dem mehrfachangriff à la d&d zu tun und schon garnicht mit deinem, Haro, gedanken den irgendwelche spieler (ritter, lia kavair, etc. ) evtl. hegen....
    hierzu habe ich irgendwo mal was vom kampf mit zwei waffen, den vor- und NACHTEILEN dabei gelesen, solche dinge wie finte usw..... aber das war ja hier garnicht die frage!

    ich vermute mal, dass die natur im übrigen wenig von deinem "es muss für alle gleiches gelten"-gedanken hält ;),
    also erheben wir mal DIE REGELN nicht zum gebot, sondern bleiben beim spiel.
    das spiel darf aber sehr gerne mit einem glänzen: mit STIMMIGKEIT und STIMMUNG.
    für mich wäre es STIMMIG, wenn ein cougar beispielsweise einen angriff mit zwei pranken durchführen kann, anstatt im kampf lamentieren zu müssen: "wart ab, gleich lange ich mit der zweiten zu :D" (gell nicht böse sein, aber du siehst sicher, worum es mir geht.)

    das scheint mir so eine regel für die von mir beschriebene problematik zu sein. kannte ich bisher nicht (ist mir aus HM1 so nicht bekannt - überlesen?). wendet ihr das an?
     
  7. Haro

    Haro Waldschrat

    AW: mehrere angriffe

    "Aha" is immer schön, um nen Satz anzufangen, wenn auch nicht besonders höfisch, der Herr. Du hast hier eine Frage gestellt und Deine Überlegungen dazu dargelegt. Du schrubst, Du fändest es "logisch", wenn bestimmte Tiere mehrfach angreifen. Mein Hinweis darauf, das hier "Logik" nur bedingt weiterhilft, sollte konstruktiv zu Deinem Ergebnisfindungsprozess beitragen.

    Warum wäre das denn logisch, dass ein Tier mehrfach angreift? Weil es schneller ist als ein Mensch? Weil es eine Situation schafft, die ihm einen "zweiten Angriff" ermöglichen (siehe Dein Puma)?

    Das können trainierte Menschen alles auch. Menschen müssten auch Mehrfachangriffe haben dürfen, wenn Tiere diese haben können. Ganz grundsätzlich. Das wäre logisch in diesem Sinne (die mathematische Logik lassenwa ma weg).

    Hier verlässt Du die Ebene, auf der wir grade noch gesprochen haben. Zumindest die, auf der ich war, nämlich die der regeltechnischen Umsetzung der "Realität".
    Klar machen Bären das. Und es gibt hunderte weitere Beispiele aus dem Tierreich. In den Harnmasterregeln findet sowas aber keinen Niederschlag aus Gründen der Vereinfachung. Mir ist klar, das darauf Deine Frage abzielt, sowas nicht vielleicht sinnvollerweise einzuführen. Aber wenn Du das tust, veränderst Du die Regeln.

    Auf
    antworte ich: Nein, es sei denn, Du wolltest eigentlich gar keine Antwort auf Deine ursprüngliche Frage.

    Deswegen spielen wir Harnmaster.

    Aber es wäre die Konsequenz der Antwort auf Deine Frage. Kannst Dir nicht vorstellen, dass Deine Spieler auch Mehrfachangriffe haben wollen, wenn Du diese für bestimmte Tiere einführst?

    Du vermutest falsch, würde ich meinen. Mein "es muss für alle gleiches gelten" bezieht sich auf das Grundsätzliche. Damit ist gemeint, dass es ein festes Regelwerk geben muss, an dem sich Spieler und Spielleiter gleichermaßen orientieren.

    Das musst Du mir nicht erzählen ;-).

    Dann kann das der Navehpriester mit seinem Langmesser links und dem Dolch rechts auch.
    Ich verstehe schon, worum es Dir geht. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es, da es nicht vorgesehen ist, eine Erweiterung der Regeln darstellt. Wenn Du das nur für Tiere machen möchtest, dann mach es.


    Die HM3 "tangle attacks" kenne ich nicht. Bei HM1 läuft es so (Kampf 12 Verstrickungen): Mit einem Umhang, einem Netz, einer Peitsche, einer Decke, einer Kettenkeule etc können Gegner oder Waffen verstrickt werden.
    Der Angreifer deklariert den Verstrickungsangriff, Opfer und Zielzone werden normal erklärt. Der Verteidiger kann eine beliebige Verteidigung wählen, danach wird die Situation wie ein normaler Angriff aufgelöst.
    Bei einer Parade verstrickt sich die Waffe des Verteidigers, bei einem Treffer die Zielzone (keine spezifische Trefferpartie).
    Ein erfolgreicher Verstrickungsangriff bedeutet für das Opfer einen speziellen Abzug von 5W6 an Kopf/Bein/Waffe oder 4W6 an Arm/Körper.
    Im ersten Zug einer erfolgreichen Verstrickung gewinnt der Angreifer einen Taktischen Vorteil. Der Verstrickungsabzug gilt, bis das Opfer die Verstrickung durch einen 4W6 Griff erfolgreich ablegt, es kann die verstrickte Waffe auch fallenlassen.
    Beim Keltan steht, dass es damit möglich, wenn auch schwierig ist, Waffen festzuhalten.
     
  8. sard

    sard Hârniac

    AW: mehrere angriffe

    vlt. ist es manchmal der stil, der die musik macht. richtig, falsch oder vlt. doch nur eine andere sichtweise?
    manchmal gibt es eben mehr als nur schwarz und weiß.
    aber lassen wir das mit der logik.

    weil bär und löwe dies in den vorigen beispielen beide tun (sicher gibt es auch andere situationen),
    und zwar sozusagen "by nature", ganz kleine katzen machen das schon so:
    der angriff wird MIT BEIDEN PRANKEN GLEICHZEITIG durchgeführt.

    vlt. nochmals zur klarstellung:
    nicht vom zusätzlichen bissangriff und was sonst noch rede ich, sondern davon, dass beide pranken zur gleichen zeit angreifen, quasi ergreifen (und dabei mit den pranken schaden anrichten?). vlt. sowas wie ein "verstrickungsangriff" mit klauenschaden?
    was ist mit den "claws" des cougars ? aus der beschreibung "cats".
    menschen können das sicher erlernen, es bringt ihnen aber im allgemeinen keinen vorteil ohne nebenwirkung (nachteil) und sie tun es nicht (instinktiv). die voraussetzungen sind halt andere. auch ein wolf oder andere tiere/bestien werden das so nicht machen. es handelt sich um eine spezielle sache (spezialisierung?).
    daher sind mensch und wildes tier, das jagd und tötet um zu überleben NICHT gleich. in hârn bewegen sie sich innerhalb eines regelsystems, klar, logisch! und genau da zielt meine frage hin.
    insofern habe ich auch nicht meine ebene der diskussion verlassen, vlt. haben wir uns nur (wegen meiner zu ungenauen fragestellung ?) nicht auf der gleichen ausgetauscht?

    also komm mal weg von der d&d-geprägten sichtweise die mir hier irgendwie angedichtet wurde....
    und ich habe nie geschrieben ich wolle eine regel dafür machen, sondern ich habe nur danach gefragt, wie diese situation gehandhabt wird, ob dafür eine regel (oder optionsregel) vorgesehen ist....

    und bitte, sei so lieb und sag nicht, ich wolle keine antwort auf meine frage, weil ich dir die gegenfrage stelle, ob du mit der aussage
    vlt. nicht ganz ins schwarze triffst.
    ich habe diesen von dir beschriebenen abstraktionsgrad so bisher nicht im regelwerk gelesen.
     
  9. Haro

    Haro Waldschrat

    AW: mehrere angriffe

    Du hast Recht, das steht da so auch nicht drin. Zumindest nicht in meinem, ich habe wie gesagt nur HM1. Und da ist auch keine CATS- Beschreibung, nur ein paar tabellarische Werte für den Puma.

    Beim Vlasta allerdings steht, ich zitiere: "[...]Sie greifen ihre Opfer mit einem Sprung ins Gesicht und einer direkten Attacke gegen die Augen an. Bei einem Treffer besteht eine Chance von 75%, das ein Opfer ein oder beide (EE) Augen verloren hat." (Bestiarium 10).

    Da der Vlasta mit einer Attacke beide Augen rauspicken kann, er aber nur einen Schnabel hat, muss er mehrfach zupicken. Trotzdem "würfelt" er nur einmal.

    Daraus zum Beispiel leite ich meine "Betragsgeschichte" ab.

    Natürlich ist das aber nicht in dem Umfang wie bei D&D so. Himmel bewahre. Und ich würde Dir weiterhin sowas auch nicht andichten, das wäre zu frech. Wir spielen immerhin Harnmaster ;-) .

    Ich hab beim stöbern in dem Forum hier schon mal etwas zu dieser Abstraktionsproblematik gelesen; ich glaube da tauchte auch Timo auf mit nem -10 Abzug in seinen Hausregeln für Angriffe aus Taktischen Vorteilen mit der Primärwaffe. Ich erinnere mich da an einen Beitrag von einem gewissen Herrn Zornhau, der sehr deutlich Stellung bezieht zu dem was ich meine. Wenn ich das wiederfinde und es hier reinpasst, verlinke ich.
     
  10. Haro

    Haro Waldschrat

  11. sard

    sard Hârniac

    AW: mehrere angriffe

    vlt. ist es so, dass der angriff mit beiden klauen und der gleichzeitigkeit doch deiner "abstraktion" unterliegt.
    ich habe mal bei HMG nachgelesen. dort steht beim catamount (berglöwe), dass die kaluen extrem schaft sind (dort bt8). also die summe beider klauen? ähnlich dem vlasta. deshalb ist der wert vlt. so wie er ist.
    damit wäre deine interpretation dieser angriffssituation dann verstanden.
    ok, dann ist das verstanden.
    merci beaucoup.

    *jaja, sonnenuntergänge sind doch was wundervolles*
     
  12. sard

    sard Hârniac

    AW: mehrere angriffe

    wobei bei HM3 der vlasta nur noch eine 70% chance hat 1 auge bei einem treffer "kopf" zu erwischen (von 2 steht da nichts mehr). bei einem EE ist das auge futsch automatisch! (reicht ja auch).
    und der cougar hat bei HM3 deutlich bessere angriffswerte für die klauen mit 90/3Sc (wobei der schaden reduziert ist) als bei HM1
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen Forum Datum
Angriff auf Ulthuan Warhammer Invasion 29. März 2010
Schleich angriffe Warhammer 40k 27. Mai 2009
... und wieder eine mehr Mitglieder 8. Juli 2005
Angriff mit Wurfwaffen WoD 1: Vampire: Die Maskerade 3. Juni 2005
Nicht mehr ohne dich Schreibstube 26. Januar 2004

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden