Filmschaffende LOL: Michael Moore

Doc Kotoga

Gott
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Ich hab was sehr schönes im Feuilleton von "Die Zeit" gefunden. Wer also immer mal wieder über die Ammis lästert muß sich folgenden Text von Michael Moore ( "Bowling for Columbine" / "Stupid White Men" ) durchlesen :


Amerika

"Nicht ganz Amerika ist verrückt"

Die Koalition der Unwilligen formiert sich. Auch in den USA wendet sich die öffentliche Meinung gegen Präsident Bush

Von Michael Moore


Seid gegrüßt, meine deutschen Freunde, stolze Überreste des alten Europa und Anführer der Koalition der Unwilligen! Was zum Teufel ist los mit euch? Habt ihr nicht mehr gewusst, dass ihr gehorchen müsst, wenn die einzige Supermacht der Welt einen Befehl bellt? Wir bellen, ihr springt – das ist die Regel. Hat Mr Bush euch nicht hoch genug bestochen, damit ihr mitmacht und die Bevölkerung des Iraks bombardiert? Habt ihr nicht gewusst, dass Saddam der Übeltäter Massenvernichtungswaffen besaß? Große Waffen! Oh ja! Grausige Waffen! Er … er … er konnte sich unsichtbar machen, und er besaß geheime magische Kräfte, wie dass er, äh, dass er sich in eine Motte verwandeln konnte! Und, und … fliegen konnte er auch! Ich habe gesehen, wie er auf dem Empire State Building landete, und er sah so grimmig drein, als wollte er uns alle töten! Echt!

Millionen von uns versuchen hier in den USA mit aller Macht zu verhindern, dass das Bush-Regime rund um den Erdball noch mehr Unheil anrichtet. Für uns ist es dringend notwendig, dass ihr Deutschen Bush Widerstand leistet, und ihr sollt wissen, dass wir diesen Widerstand geradezu verzweifelt begrüßen. Es schadet uns sehr, dass Leute wie Tony Blair unsere Anstrengungen sabotieren. Aber zum Glück haben in Frankreich und Deutschland und zahlreichen anderen Ländern einige der größten Antikriegsdemonstrationen aller Zeiten stattgefunden. Ich kann dazu nur sagen: Danke, Danke und nochmals Danke.

Ein Volk, das den Irak nicht einmal auf der Landkarte findet

Als ich kürzlich nach Übersee reiste, kamen viele Leute auf mich zu und dankten mir, weil ich „der einzige vernünftige Amerikaner“ sei. Dieses Kompliment entspricht schlichtweg nicht der Realität. Ich kann euch versichern, dass nicht das ganze Amerika verrückt geworden ist. Bitte vergesst niemals die folgende Wahrheit: Die Mehrheit der Amerikaner stimmte nicht für George W. Bush. Es ist nicht der Wille des amerikanischen Volkes, dass er im Weißen Haus sein Amt ausübt. Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Irrglauben ist eine Mehrheit der Amerikaner ziemlich fortschrittlich – ihr würdet es „linksliberal“ nennen –, aber sie hat keine engagierten liberalen Führer. Wenn sich das (hoffentlich bald) ändert, bessert sich die Lage.

Ich schreibe euch, damit ihr wisst, dass ich keineswegs allein bin, sondern mitten in einer neuen amerikanischen Mehrheit stehe. Viele Millionen amerikanischer Bürger denken wie ich, oder ich denke wie sie. Ihr erfahrt bloß nichts von ihnen, jedenfalls bestimmt nicht aus der Presse. Aber sie sind da draußen – und ihre Wut brodelt dicht unter der Oberfläche. Deshalb mache ich weiter meinen Job und versuche, das eine oder andere Loch zu bohren, damit die Wut sich in einem Geysir demokratischen Handelns entladen kann.

Ich kann gut verstehen, dass Deutschland und der Rest der Welt über das Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika ausgeflippt sind. Recht hatten sie! Der Haufen, der bei uns regiert, fühlt sich an kein Gesetz gebunden. Ihr braucht euch nur zu fragen, wozu diese Gauner noch fähig sind, wenn sie schon die Wahl gefälscht haben. So viel kann ich euch sagen: Sie haben keine Hemmungen, alles zu zerstören, was sich ihnen in den Weg stellt, besonders wenn sie unterwegs sind, um noch mehr Geld zu machen. Und sie bestrafen euch, auch als alte Verbündete, wenn ihr nicht mit gebeugtem Knie und gesenktem Kopf am Wegrand steht und ruhig zuseht, wie sie zum nächsten Regimewechsel marschieren (vorzugsweise in einem Land, das ein paar profitversprechende Ölfelder hat).

All dies wird natürlich zu ihrem – und unserem – Untergang führen. Ich glaube, eine knappe Mehrheit der Amerikaner spürt das tief unten in ihren Bäuchen. Sie sind nur völlig verwirrt, und zwar nicht zuletzt, weil sie unter einer aufgezwungenen Unwissenheit leiden. Die Grundlage für diese Unwissenheit wird schon in der Schule gelegt, denn in unseren Schulen lernen sie fast nichts über den Rest der Welt. Und sie werden auch ihr ganzes Erwachsenenleben lang unwissend gehalten, weil die Medien kaum noch über das Ausland berichten, es sei denn, die Nachrichten haben etwas mit den USA zu tun. Dass wir nichts über euch wissen, solltet ihr an uns am meisten fürchten. Die meisten von uns finden euch nicht einmal auf der Landkarte. Laut einer kürzlich erschienenen Studie finden 85 Prozent der Amerikaner zwischen 18 und 25 den Irak nicht auf der Weltkarte. Ich meine, die erste Vorschrift des Völkerrechts sollte lauten: Ein Volk, das seinen Feind nicht einmal auf dem Globus findet, darf ihn auch nicht bombardieren.

Sollte ein derart unwissendes Volk die Welt führen? Wie ist es überhaupt dazu gekommen? 82 Prozent von uns haben nicht einmal einen Pass! Nur eine Hand voll kann eine andere Sprache als Englisch (und auch das sprechen wir nicht besonders gut). George W. sieht den Rest der Welt jetzt zum ersten Mal – weil er muss, weil das Reisen bei einem Präsidenten, verdammt noch mal, zum Job gehört. Vermutlich bekamen wir die Verantwortung für die Welt, weil wir die größten Kanonen haben. Komisch, das funktioniert anscheinend immer. Wir haben den Kalten Krieg gewonnen, weil unser Gegner die Flagge gestrichen hat. Die Sowjetunion beschloss dank Mr Gorbatschow, den Kampf aufzugeben, weil sie sich mit einem System stranguliert hatte, das einfach nicht funktionierte. Das Regime in Ostdeutschland ging zu Ende, weil die Leute auf die Straße gingen und gegen eine Mauer hämmerten. Wow, das muss man sich mal vorstellen, ein Regimewechsel, ohne dass ein einziger Schuss abgefeuert wird!

Dasselbe passierte in Südafrika – niemand musste das Land bombardieren, um es zu befreien. Tatsächlich gibt es etwa zwei Dutzend Länder, die – grob gerechnet – im letzten Jahrzehnt befreit wurden, einerseits durch den Druck der Weltöffentlichkeit, vor allem jedoch, weil ihre Bevölkerung durch einen gewaltlosen Aufstand die Macht ergriffen hat.

Aber wir Amerikaner kriegen ja keine Nachrichten aus Gebieten, die jenseits von Brooklyn oder Malibu liegen. Vermutlich haben wir gar nicht erfahren, wie ein richtiger Regimewechsel vor sich geht. Deshalb war es vor dem Irak-Krieg auch so einfach, uns schaufelweise Sand in die Augen zu streuen (meine Lieblingsschaufel war, dass der 11. September mit Saddam Hussein in Verbindung gebracht wurde), und die meisten von uns ließen sich blenden.

Ein Volk, das George W. Bush nicht noch einmal wählen würde

Okay, das ist verständlich. Wir wussten es nicht besser, und ich bin sicher, den meisten von euch ist klar, dass wir ein wirklich leichtgläubiger Haufen sind. Wir gehen das Leben ziemlich offen und großzügig und unkompliziert an. Wenn ihr uns um Hilfe bittet, kommen wir euch zu Hilfe. Und wenn ihr uns sagt, dass Esel fliegen können, glauben wir es (wenn ihr es im Fernsehen sagt). So sind wir nun mal, und ihr habt bestimmt schon festgestellt, dass das eine bezaubernde Eigenschaft von uns ist. Na los, gebt’s schon zu, das ist doch der Grund, warum ihr uns so gern habt. Und unseren Unternehmungsgeist nicht zu vergessen! Wir haben die nächste große Erfindung schon gemacht, bevor es 12 Uhr mittags schlägt. Wir haben Drive! Und Ehrgeiz! Und Selbstvertrauen! Klar, wir haben seit sechs Jahren keinen Tag mehr freigehabt, aber was soll’s! Wer braucht schon Schlaf! Wir müssen eine Welt regieren!

Das erklärt vermutlich, warum wir uns so verhalten haben, wie wir uns verhalten haben. Aber jetzt kommt meine Frage an euch: Welche Entschuldigung habt ihr? Warum habt ihr euren Regierungen im Lauf der Jahre gestattet, immer mehr von dem sozialen Netz wegzuschnippeln, das ihr uns vorausgehabt habt? Ihr Deutschen habt doch immer gesagt: „Wir sind füreinander verantwortlich.“ Deshalb gab es bei euch die Krankenversorgung, die Ausbildung und überhaupt alles, was Alle brauchen, umsonst. Aber jetzt wird das alles immer weniger. Es ist, als ob ihr euch in uns verwandelt, in ein Volk, das glaubt, dass die Reichen immer reicher werden müssten und alle anderen ihnen den Arsch küssen sollten. Ach, kommt schon, ihr Deutschen, ihr wisst es doch besser! Ihr seid belesen. Eure Medien berichten auch, was südlich der Alpen geschieht. Ihr macht Reisen. Ihr wisst Bildung zu schätzen. Und ihr habt im vergangenen Jahr die moralische Führung in der Frage Krieg oder Frieden übernommen. Ich bitte euch inständig, zeigt dieselbe moralische Urteilsfähigkeit, wenn es darum geht, das soziale Netz für jene Deutschen zu erhalten, die in eurem Land die Schwächsten sind. Beschreitet nicht den amerikanischen Weg, wenn es um die Wirtschaft, um Arbeitsplätze und um Dienstleistungen für Arme und Einwanderer geht. Es ist der falsche Weg.

Okay, jetzt kommt eine gute Nachricht: Während ich dies schreibe, wird über eine neue Meinungsumfrage in den USA berichtet. Ihr zufolge sind die Amerikaner zum ersten Mal mehrheitlich der Ansicht, dass Bush keine zweite Amtszeit mehr regieren sollte. Das ist eine großartige Nachricht, wenn man bedenkt, wie viel Unterstützung er zunächst für seinen kleinen Krieg bekam, der inzwischen zu einem endlosen Krieg geworden ist. Es hat also auch etwas Positives, dass wir Amerikaner uns nicht lange auf eine Sache konzentrieren mögen und immer nach sofortiger Befriedigung streben! Der Irak war kein Grenada, und jetzt ist uns die Sache langweilig geworden! Wir wollen Fernsehshows mit Happy End! Hey, warum schießen die immer noch auf uns? Ich will nach Hause! Hilfäääääääääää!

Noch eine letzte Bemerkung: Ich bin ganz überwältigt, wie die Menschen auf der ganzen Welt, seit Stupid White Men und Bowling for Columbine erschienen sind, auf meine Arbeit reagiert haben. Besonders aber bin ich von der Reaktion der Deutschen überwältigt. Die deutschsprachige Ausgabe von Stupid White Men wurde über eine Million Mal verkauft, und das Buch stand über sechs Monate auf Platz eins der Bestsellerliste. Zu einem bestimmten Zeitpunkt war es gleichzeitig Nummer eins und sechs – in der deutschen und in der englischen Version! Während ich dies schreibe, stehen Bücher von mir in Deutschland auf Platz eins und zwei (mein erstes Buch, Querschüsse von 1997, belegt den zweiten Platz). Über vier Millionen Exemplare von Stupid White Men sind inzwischen weltweit gedruckt (anscheinend hat sich nur Harry Potter besser verkauft), und Bowling for Columbine war für einen Dokumentarfilm der größte Kassenschlager aller Zeiten. Ich bin dafür sehr dankbar, weil es bedeutet, dass ich ohne Einmischung anderer die Bücher und Filme machen und veröffentlichen kann, die ich will. Dies ist ein Geschenk, das ich keineswegs als selbstverständlich betrachte. Ich nehme es als Zeichen, dass sich die Öffentlichkeit von der Rechten abgewandt hat und dass die Zeit reif ist für eine Bewegung, die sich für ein paar von den guten Dingen einsetzt, die endlich realisiert werden sollten. Ich hoffe, es ist euch ein Trost, dass die Amerikaner letztes Jahr, als Bush (wie die Medien fälschlich berichteten) so populär war, kein Buch öfter kauften und lasen als Stupid White Men, in dem George W. Bush die Hauptrolle spielt. Wie ihr seht, ist nicht alles verloren! Habt Vertrauen! Habt Hoffnung! Und schickt uns eine Zeitung mit interessanten Artikeln!

Quelle "Die Zeit"
 
Auch wenn ich eigentlich ein wirklich überzeugter Moore Fan bin, muß ich leider sagen, dass das ganze doch sehr stark an Werbung erinnert, nicht nur da vor kurzem sein neues Buch erschienen ist, sondern auch, da der untere Teil (der über die amerikanisierung Deutschlands) scheinbar vollständig aus dem Interview von der Bowling For Columbine übernommen wurde.
Trotzdem dank an Doc, da ich ansonsten diesen Brief (und seine Briefe gehören wohl mit zu dem besten was er so schreibt) nie gefunden hätte. Ach, und er erinnert mich vor allem daran, dass ich morgen umbedingt in einen Buchladen muß... :)
 
Für mich hört sich das erstens nach sehr viel Werbung an und zweitens nach dem Versuch uns durch Klischeedenken dahingehend zu manipulieren, dass wir sein Wort als einzig wahre Münze nehmen.

Die Waffen, die sein Volk schlagen sollen nun uns zu ihm bekehren...?

Bowling für Columbine war gut, seine Bücher hab ich nie gelesen. Aber alles was auf bowling für columbine noch einen draufsetzt ist meiner Meinung nach Kommerz mit Talkshow-Niveau und keine gesellschaftskritische Aufklärung.
 
Komerz oder nicht? Ist eigentlich doch fast egal!
Das Extrem George W. Bush braucht extreme als Gegner. Und wir brauchen Menschen wie Moore, die uns aufzeigen, dass Amerika nicht geschlossen hinter Bush steht. Allzu oft hört man doch von den Kriegstreibenden Amerikanern aber es sind nicht DIE Amerikaner, sondern Bush und ein Teil seiner Minister! Sogar das CIA ist mittlerweile nicht mehr auf einer Seite, dass sollte ihm zu denken geben.
Das CIA hat die Akten über den Irak bereits jetzt, nicht einmal ein Jahr nach beginn des Irak-Krieges freigegeben, normalerwiese geschieht dieses erst nach 75 Jahren! In seinen Akten hat der CIA gesagt, dass ein Krieg im Irak nicht zu rechtfertigen ist.

Bush ist ein Extrem und er braucht Menschen in der Opposition, die auch ein Extrem bilden: Moore ist so einer!
 
Michael Moore - die angebliche Opposition?



Ich lese gerne seine Bücher und seine Dokus sind auch alle sehr gut, jedoch ist es nur gute Unterhaltung!


Michael Moore ist ein weiteres Symbol für Vereinfachung. Er spricht oft und auch auf sehr leicht verständlcihe Art und Weise Probleme an und zeigt mit einem dunklen Humor was so vieles Falsch läuft. Diese Rolle erfüllt er mit einer Perfektion, wie kaum jemand anderer und ist damit auch noch kommerziell erfolgreich!

Aber eben nur diese Rolle!

Er wettert gegen Bush: Typsiche Oppositionsrolle eben!

Ob man nun mit Bush einverstanden ist oder nicht spielt da nicht so die grosse Rolle! Ich persöhnlich mag ihn nicht, aber ein erfolgreicher President ist er alle mal und das kann niemand leugenen.


Er wettert gegen die US-Wirtschaft: Typsich linke Einstellung eben!

Ich persöhnlich sehe vieles ähnlich wie er, dennoch vereinfacht er doch so sehr, dass seine Aussagen einfach nicht wirklich ernstgenommen werden könne.
Aber gegen die Art der der monopol Marktwirtschaft zu wettern und selbst ein Teil davon zu werden, ist eben das Schicksal der heutigen Zeit.


Aber insgesamt ist er sicherlich eine der besten Unterhaltungsformen zur Zeit.
 
Sicherlich wird hier viel Schwarz-Weiß-Malerei betrieben und so einfach kann man es sich natürlich nicht machen!

Aber Bush und Links?
Bush ist Republikaner und die sind alles andere, aber nicht Links!
Ich weiß aber nicht, woher seine Probleme mit der Wirtschaft kommen, eigentlich konnten die Republikaner es immer ganz gut.

Und, erfolgreich ist NUR seine Politik in Sachen Militär! Aussenpolitisch gibt es nachwievor massive Probleme die er und seine Minister zu lösen nicht in der Lage sind und Wirtschaftlich geht es mit den USA stetig Bergab, trotz niedriger Steuern und sehr nidriegen Zinsen!
 
Mit links war nicht Bush sondern M.Moore gemeint^^.


Weiters zu sagen ist sicherlich das es mit der US Wirtschaft alles andere als bergab geht. Die neusten Daten der letzen Woche zeigen dies wohl zu deutlich!
Ein Wirtschaftwachstum von 7,2 % im letzen Quartal sagen wohl bereits alles über die Wirtschaftslage in den USA aus.


Es mag auch stimmen, dass aussenpolitisch, besonders im Bezug auf Europa, nicht alles so harmonisch verläuft wie unter Clinton. Aber dem US-Bürger ist das im grossen und ganzen im Durchschnitt völlig egal. Das interessante für den US-Bürger sind nun mal die Innenpolitischen Dinge und daran wird auch gemessen ob ein President erfolgreich war oder nicht. Zur Zeit kann also nur wenig Rede darüber sein, dass er Unerfolgreich ist, im Sinne wie es der US-Bürger sieht. Das er langfristig mit der Lage im Irak auf Wiederstand stossen wird und die Meinung im Land sich gegen ihn richtet ist wohl allen klar, jedoch war noch niemals ein President im Krieg wirklich langfristig popülär, besonders wenn der Krieg schon als gewonnen angesehen wird.


Aber ich betone nochmals sehr gerne:
Ich persöhnlich empfinde konservative Regierungen nicht als die optimale Regierungsform, dennoch sollte man bei jeder Kritik versuchen Objektiv zu bleiben und dem zur Zeit weitverbreiteten Antiamerikanismus kann ich nicht viel abgewinnen, weil er eigentlich doch sehr engstirnig ist. Kritik gibt es immer zu Regierungen, aber kategorisch ist nicht alles schlecht was eine Regierung macht, genauso wenig wie alles im gut ist.
 
Die letzten Quartalszahlen sind wirklich genial, aber ich meinte den ganzen Zeitraum seiner Regierung. Er ist jetzt zweieinhalb Jahre Präsident. Hat viel beschlossen! Steuerleichterungen für alle, die etwas bewirken können. Und es hat eigentlich nichts gebracht! Jedenfalls nicht genug.

Ich bin kein Antiamerikanist, ganz im Gegenteil, die USA sind ein wunderbares Land und es leben wunderbare Menscheb dort. Sie haben nur eine Besch**** Regierung!
 
Original von Lewis
Die letzten Quartalszahlen sind wirklich genial, aber ich meinte den ganzen Zeitraum seiner Regierung. Er ist jetzt zweieinhalb Jahre Präsident. Hat viel beschlossen! Steuerleichterungen für alle, die etwas bewirken können. Und es hat eigentlich nichts gebracht! Jedenfalls nicht genug.



Das kann ich einfach so nicht stehen lassen^^


Die Leistung der US-Wirtscchaft, nun mal völlig unabhängig davon in wie weit der Einfluss der Regirung war ( und ich glaube er was doch relativ gross), ist seit der Bush Regierung natürlich nicht das gelbe vom Ei, jedoch dies kann man schwer der Regierung vorwerfen.

Die missliche Lage in der die Wirtschaft war began keineswegs mit der Regierung Bush sondern bereits davor. Entscheidend war das Platzen des NT- Marktes und die Prognossen sahen bereits damals nicht allzu rosig aus, als dann aber noch der 11. September dazukam musste man hoffen das keine Regression eintritt. Die steuererleichterungen haben sehr wohl gegriffen, ebenso wie die niedirgen Zinsen.


Das die US-Wirtschaft in der Amtszeit Bushs grösstenteils schlecht dastand kann man schwer der jetzigen Regierung vorwerfen.


Die Wirtschaftspolitik der jetzigen Regierung war wohl alles andere als schlecht unter den gegebenen Umständen.
 
Die Wirtschaftspolitik der jetzigen Regierung war wohl alles andere als schlecht unter den gegebenen Umständen.

Na und ob sie das war.
Einen ausgeglichenen Haushalt zu übernehmen und innerhalb eines halben Jahres zu einem Milliardendefizit zu machen, und zwar für einen Krieg, der mit Lügen begründet wurde, das zeugt schon von einer Inkompetenz sondersgleichen.

http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/25176

Davon abgesehen natürlich, dass die ganzen Kumpels in der Regierung noch in vielen anderen Firmen Vorstandsmitglieder und Aktionäre und ähnliches sind, und viel von der Wirtschaftspolitik nur dazu dient, die Republikanerwixer noch reicher zu machen als sie eh schon sind.


Zu Moore muss ich sagen:
Ich mag ihn und seinen Humor, aber bei diesem Brief ist wirklich einiges an Werbung und Einschmeichelei dabei.
Vor ein paar Jahren hat er uns Deutsche nämlich nicht wirklich gemocht (nachzulesen in seinem Buch "Querschüsse", bzw. "Downsize this!").
 
Das Haushaltsdefizit einfach nur mit Militärausgaben zu erklären ist ein wenig zu einfach. Das Defizit kam zu stande, weil eines der wirtschaftlich wichtigsten Gebäude der Welt vernichtet wurde und die Auswirkungen selbst Europa schwer getroffen haben.


Wie ich schon sagte war mit einer verschlechterung der US-Wirtschaft nach 2001 zu rechnen. Das Aufgrund von lenkenden Eingriffen der Regierung, um eben die Wirtschaft erneut anzukrubeln, ein Defizit entsteht ist ziehmlich einfach zu verstehen.


Das auch Militärausgaben die Wirtschaft beflügelt muss man wohl auch nicht erwähnen, aber bevor nun gesgt wird, dass sich damit das Wirtschaftwachstum erklären lässt: Nein, kann man nicht. Die poitive Entwicklung kam durch Steuerkürzungen und die dadurch höhere Kaufkraft, die auch genutzt wurde! Das die Verminderungen der Steurn nun mal ein grösseres Defizit herbeiführt ist klar.


Wer behauptet dass die Wirtschaftspolitik schlecht war, sollte sich mal alle Daten und Gründe zusammensuchen und danach urteilen. In dem man nur zwei, drei Punkt heran zieht und in diesen die einfachste Erklärung sucht, findet man wohl kaum eine aussagekräftige Lösung.


Die Militärausgaben erklären nicht alleine das Defizit im Budget, denn sonst müsste Europa ja wirklcih toll dastehen oder? Und das tut Europa nicht. Die USA haben auch weiterhin im Vergleich zum BIP eine niedrigere Gesamtverschuldung als die meisten Euroländer und dieses Verhlätniss wird sich sogar noch verbessern wie es aussieht.


Und das Menschen versuchen gleichgesinnte Reicher zu machen, ist auch etwas ganz normales. Zwar nichts gutes, aber normales. Wer wird denn immer nur mit dem moralischen Finger auf die USA deuten? In Punkt korrupten Verhalten sind wir nicht viel besser, wenn wir gesamt Europa als Vergleich nehmen und jeder andere Vergleich hält einfach nicht wirklich stand.

Oder wie sollen den Leiter der EU zur Zeit sehen? Ist Berlusconi besser?
 
Ich habe das Buch Stupid White Man gelesen und war sehr davon bestürzt wie es gehen kann. Doch auch muss man dieser Lektüre auch neutral betrachten können. Es mag zwar alles einen wahren Kern haben, doch durch übertreibung und diese Extreme Art der Lächerlichkeit mag vielleicht ein falscher eindruck entstehen.

Wie so oft im Leben findet sich irgendwo zwischen den Extremen, in der Mitte, die Wahrheit.

...
 
Original geschrieben von Lewis

Aber Bush und Links?
Bush ist Republikaner und die sind alles andere, aber nicht Links!

Wenn man es genau nimmt, sind die Neokonservativen, die die Regierung derzeit schmeissen, aber auch nicht rechts. Sie sind eigentlich auch nicht mal konservativ, auch wenn sie das behaupten, sondern sie sind ganz einfach Radikale.

Abegesehen davon muss ich sagen das ich von den US-Demokraten auch nicht viel halte.

Original geschrieben von Lewis

Ich weiß aber nicht, woher seine Probleme mit der Wirtschaft kommen, eigentlich konnten die Republikaner es immer ganz gut.

Hier eine kleine Lehrstunde:
Wirtschaft ist zyklisch.
Inflation, Deflation, Boom und Talfahrt - es ist ein regelmässiges auf und ab, das durch einige Reformen schwerlich innerhalb von ein paar Monaten umgekrempelt werden kann.
Die jetzige US-Wirtschaft (und mit ihr, der großteil der Weltwirtschaft) resultiert direkt auf auf Entscheidungen von den 90ern. Die Wirtschaft hat sich in den letzten 12 Jahren immer weiter aufgebaut, jeder wusste, das bald der Absturz kommt.

Eine Regierung für die derzeitige schlechte Wirtschaft verantwortlich zu machen wird vermutlich für immer der Lieblingsport der Bevölkerung sein, und eine Regierung wird sich immer für eine gute Wirtschaftslage selbst loben, aber letztlich gibt es nicht viel, was eine Regierung machen kann, um die Weltwirtschaft unmittelbar zu beeinflussen.
 
Original geschrieben von mIrRoR
Ich habe das Buch Stupid White Man gelesen und war sehr davon bestürzt wie es gehen kann.

Viele Leute sind bestürzt, wie es gehen kann, diese hier z.b., die verzweifelt versuchen, die Lügen eines Linkspopulisten der übelsten Sorte aufzudecken:

http://www.moorelies.com/
http://www.bowlingfortruth.com/
http://www.hardylaw.net/Truth_About_Bowling.html
http://www.spinsanity.org/columns/20020403.html
http://www.thetruthseeker.co.uk/article.asp?ID=859


Ich meine, ich bin ja selber sehr liberal eingestellt, und kritisiere die Aktivitäten der US-Regierung momentan ebenfalls, aber wenn ich sehe das so ein Mann auf "meiner" Seite ist, wird mir ganz anders.
Und wenn ich dann sehe und höre, wieviele Menschen seine Propaganda für "Dokumentationen" halten fange ich an, an der Menschheit zu zweifeln.

Warum halten Leute eigentlich immer eifrig nach Rechtspopulisten wie Haider, Schill oder Frey ausschau, können aber die selben Taktiken plötzlich nicht mehr erkennen, wenn es gegen die "Amis" geht?
 
Ich habe das bis jetzt noch nicht hier im Thread gelesen, aber der obige Brief ist das Vorwort zur deutschen Ausgabe von "Dude, where's my country?". Dem dritten Buch von Michael Moore und meiner Meinung nach ist es auch das sachlichste. "Downsize This!" ist wohl am voreingenommensten meienr Meinung nach, "Stupid White Men" ist ein wenig besser, und "Dude, where's my country?" ist schon ein größerer Schritt in Richtung sachlicher Kommentar mit Spitzen.
 
Ach, das es bei "Dokumentation" immer wieder Fehler gibt und das absichtlich Dinge falsch, anders oder ausserhalb des Zusammenhanges benutzt werden ist doch nichts neues. M.Moore ist weder ein Prophet und seine Werke demnach auch nicht moralisch perfekt (wobei das eine ja eigentlcih das andere Ausschliesst^^), aber dennoch bringt er viele mit seinen vereinfachten Aussagen zum Nachdenken. Es umschreibt wichtige Probleme so einfach das jeder nachvollziehen kann was er meint.


In einer Medienwelt in der selbst die täglichen Nachrichten zu 50% nicht zusammenpassendes Bildmaterial zu aktuellen Themen liefern, darf man doch nicht erwarten, dass M. Moore sich komplett an die Wahrheit hält. Wer hätte sich schon für ihn interessiert, wenn er das getan hätte? Niemand.....


Aber was seinen Charme ausmacht ist nun mal, dass er die "lauteste" Stimme ist und noch dazu seine Stimme einen interessanten Humor aufweist. Das er selbst natürlich in die Riege der populistischen "Wahrheitssucher" fällt, ist nun mal etwas an dem man nicht vobeikommt. Niemand ist heutzutage finanziell erfolgreich, wenn er nicht die Masse anspricht.

Und um den Geschmack der Masse zu treffen muss man vereinfachen, und das soweit, dass jeder in der Lage ist die Aussagen innerhalb von 20 Sekungen zu verstehen und sich selbst nach 2 Stunden daran erinnern kann.



Aber M. Moore im Zusammenhang mit Haider, Schill oder Frey zu nennen, geht doch ein wenig zu weit:
Moore ist Schriftsteller und Filmemacher. Sein Anspruch ist es nicht ein Land oder Menschen zu leiten. Seine Meinung ist dementsprechend seine und nur seine. Ein Politiker der aber auf solche Methoden zurückgreift stellt eine ungleich grössere "Bedrohung" dahr, denn sein Anspruch ist ein ganz anderer und die theoretische "Gefahr" die von solchen Leuten ausgeht eine viel grössere....
 
Original geschrieben von Sanguis
"Downsize This!" ist wohl am voreingenommensten meienr Meinung nach, "Stupid White Men" ist ein wenig besser, und "Dude, where's my country?" ist schon ein größerer Schritt in Richtung sachlicher Kommentar mit Spitzen.

Ja, man kann sagen, das etwa 50% seiner aussagen in der einen oder anderen weise Fakten sind, 50% blanke Lügen.
Damit ist er immer noch besser als andere amerikanische Populisten, aber das macht es IMHO auch nicht viel besser.
 
Original geschrieben von Khalam al Saiir
Ach, das es bei "Dokumentation" immer wieder Fehler gibt und das absichtlich Dinge falsch, anders oder ausserhalb des Zusammenhanges benutzt werden ist doch nichts neues.

Nein, nur ist eine "Dokumentation", die auf Lügen basiert, keine Doku, sondern Propaganda.
Wenn Moore seinen Film und seine Bücher als Satire anbieten würde, hätte ich weniger Probleme mit ihm, aber was er macht, ist wissentlich und willentlich zu lügen, zu diffamieren, aufzuhetzen, und sich dann auch noch als Kämpfer des kleinen Mannes (er, der er Millionär ist :rolleyes: ) und Enthüllungsjournalist zu bezeichnen.

Original geschrieben von Khalam al Saiir
aber dennoch bringt er viele mit seinen vereinfachten Aussagen zum Nachdenken.

Da es im Moment groß in Mode ist, die Amerikaner zu hassen, wüsste ich nicht, welche Überredungsarbeit Moore da noch leisten müsste.
Und wenn ich mir die Kommentare anhöre, von Menschen, die an Anti-Kriegs/Anti-US/Anti-Bush-Demos teilgenommen haben anhöre, oder mal durch die einschlägigen Foren surfe, muss ich sagen, das die wenigsten leute nachdenken, sondern nur konsumieren.
Was natürlich auch keine große Neuigkeit ist.

Original geschrieben von Khalam al Saiir

In einer Medienwelt in der selbst die täglichen Nachrichten zu 50% nicht zusammenpassendes Bildmaterial zu aktuellen Themen liefern, darf man doch nicht erwarten, dass M. Moore sich komplett an die Wahrheit hält.

Und das macht es dann besser oder wie? Soll das ne Rechtfertigung sein?

Würdest du die selben entschuldigungen auch für einen Populisten anwenden, der das selbe Verdrehen von Fakten verwendet, um gwegen Ausländer zu hetzen?

Original geschrieben von Khalam al Saiir

Wer hätte sich schon für ihn interessiert, wenn er das getan hätte? Niemand.....

Nein, niemand interessiert sich mehr für die Wahrheit.
Viele sehen sich lieber "Bowling for Columbine" an, um sich später gegenseitig auf die Schulter zu klopfen "Wusste ich doch das die Amis blöd sind" - "Ja, das sind sie..." *KLOPFKLOPFKLOPF*
:rolleyes:

Nichts ist schöner als ein Feindbild.

Original geschrieben von Khalam al Saiir

Aber M. Moore im Zusammenhang mit Haider, Schill oder Frey zu nennen, geht doch ein wenig zu weit:

Sie benutzen die exakt selben Methoden, um die aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich zu ziehen, verdrehen Fakten, verbeiten Lügen, versuchen die Leute aufzuhetzen und geben ihren Zuhörern einen Sündenbock auf den diese ihren Hass lenken können.
Ganz simple Methoden, die es schon vor sehr lange gibt.

Moore hat sicherlich kein Interesse an einer eigenen Politischen Karriere, obwohl er schon lange versuchte, die Wahlen mit seinen Pamphleten zu beeinflussen, sein Ziel ist ganz einfach berühmtheit und Reichtum - beides hat er erreicht.
 
Da die Wörter Dokumentation (Dokumentarfilm) und Propaganda keine direkten Bezug zu einander haben oder sich negieren oder auch nur einen indirekten Bezug haben, kann man M.Moore doch nicht irgendwas hier unterstellen.

Eine Dokumentation ist ein journalitisches Dahrstellungsmittel, die man wunderbar mit der Satire koppeln kann. Als Stilmittel bedient sich die Satire einer extremen Übertreibung, sehr häufig auch einer Übertretung der Grenzen dessen, was vom Publikum als "guter Geschmack" empfunden wird. Sie verfremdet einen Sachverhalt, hebt Widersprüche in übertriebener und ironischer Weise hervor, stellt kritisch gegenüber, verzerrt einseitig die angeprangerten Zustände und gibt sie der Lächerlichkeit preis, stellt bloß und setzt herab. Dies geschieht meist aus einer einseitig-subjektiven Sichtweise des Autors heraus.

Oft wird eine Person, eine gesellschaftliche Gruppe oder ein gesellschaftlich-kultureller Trend zur Zielscheibe des Satirikers. Dieser erklärt z.B. ein von ihm auserkorenes Opfer zum Gegner, den er glaubt, mit Worten lächerlich machen und herabgewürdigen zu dürfen. Insofern wohnt der Satire ein höchst aggressives Potential inne. In seiner einseitig-subjektiven Sichtweise pangert der Verfasser einer Satire also das an, was er für falsch und unerträglich, was er in seinen Augen für ein individuelles oder gesellschaftliches Fehlverhalten hält.


Über den satirischen Gehalt M. Moores Werke brauchen wir wohl kaum zu reden und unter diesem Gesichtspunkt sind auch seine Werke zu sehen.


Popaganda hingegen ist etwas anderes. Unter Propaganda im allgemeinen Sinn versteht man Information, die zu einem ganz bestimmten Zweck verbreitet wird. Die Information kann richtig oder falsch sein. Wenn sie richtig ist, ist sie oft einseitig und unvollständig. Beispiele dafür sind zum Beispiel Selbstdarstellungen von Unternehmen, Werbung für Produkte und oft auch schöngefärbte nationale Geschichte.

Im engeren, aber gebräuchlicheren Sinn steht Propaganda für absichtlich falsche oder irreführende Informationen, die einem politischen Zweck dient oder dem Interesse der Machterhaltung. Propagandisten versuchen, die Sichtweise von Menschen zu einem bestimmten Thema so zu verändern, dass es den Zielen der Propangandisten hilfreich ist. In diesem Sinn ist Propaganda eng mit Zensur verbunden, durch die unerwünschte Information den Menschen vorenthalten wird. Was Propaganda von anderen Formen des Eintretens für eine Sache unterscheidet, ist das Prinzip der Täuschung von Menschen anstelle von Überzeugung.

In einem noch engeren, weniger gebräuchlichen aber legitimen Sinn steht der Begriff Propaganda für ständige beruhigende Versicherungen, die mögliche Zweifel an einer bereits vorhandenden Überzeugung zerstreuen sollen. Zweifel sind in der Regel unangenehm, und so sind zweifelnde Menschen sehr empfänglich für diese Art von Propaganda und sie wird auch gezielt an diese Menschen gerichtet.

Man kann wohl getrost sagen, dass Moore keine Propaganda betreit. Es mag zwar ab und zu erscheinen das die Unterschiede zwischen unterschiedlichen Stilmitteln kaum zu sehen sind, aber nur weil man sie nicht erkennt, heisst es noch lange nicht das sie nicht vorhanden sind.

Wenn sich jemand hinsetzt und fälschlicherweise glaubt das das was Moore einem anbietet die Wahrheit wäre, dann macht er selbst diesen Fehler und nicht Moore. Er kann ja nicht die Verantwortung dafür übernehmen das man ihn falsch versteht.




Wenn man hier nun seine letzen zwei Werke alleine zur Hand nimmt, dann mag es vielleicht sogar sein, dass er ausserhalb der USA kaum jemanden zum Nachdenken gebracht hat, aber ich denke auch nicht das er in erster Linie für Leute ausserhalb den USA schreibt, sondern eher im Gegenteil. Weiters hat er in seinen anderen Werken nicht nur die USA im Fadenkreuz, sondern den monopol Kapitalismus als Ganzes und ich kann mir gut vorstellen, das durch diese Werke sehr wohl einige Leute zum Nachdenken gebracht wurden. Ich wurde zum Nachdenken angeregt. Manchmal das ich auf Themen stiess die ich bis dahin nciht bedacht hatte und machesmal das ich auf Dinge stiess die ich so wie er sie schrieb nicht akzeptieren konnte. Nachdenken sollte das Ziel sein, nicht die selbe Meinung.



Ahja, das 50% der täglichen Nachrichten nun mal nicht "orginale" sind, in Sinne von Wort und Bildzussamenhang, erwähnte ich nur um zu verdeutlichen, dass M. Moore nicht ein Lügner erster Güte ist, sondern das es heutzutage "normal" ist, Informationen so zu liefern wie man es selbst gerne hätte und nicht wie sie der Wahrheit entsprechen. Das M. Moore diese Methode auch anwendet ist nicht gut zu heissen, aber es ist leider nicht wirklich aussergewöhnliches. Da aber M. Moore die Gemüter erhitzt ist dieses Argument plötzlich solch ein wichtiges aber in Wirklichkeit ist es völlig egal bei den Werken Moores, denn er erhebt nicht den Anspruch auf Wahrheit, er kommentiert nur....


Und um die Meinung des kleinen Mannes zu vertretten, muss man selbst nicht arm sein, man muss nur wissen was es bedeutet der kleine Mann zu sein und das am besten aus eigener Erfahrung und auch hier muss man sagen, dass er diese hat.


Wenn Leute Moores Arbeit als Grund nehmen um ihre Vorurteile zu stärken oder zu bestätigen, dann ist es ihr ganz eigener Fehler.

Moore ist in meinen Augen ganz vorzügliche Unterhaltung, mit Anspruch auf ein wenig mehr als nur Unterhaltung zu sein.


P.S.: Moore mit rechtsextremen Populisten gleichzusetzen, entbehrt wirklich und tatsächlich jedem guten Geschmack. Moore würde wohl kaum auf die Idee kommen Zitate ala " Die Bäschäftigungspolitik im dritten Reich war gut " ( Ich zitiere hier Sinngemäss) von sich zu geben. Es gibt immer noch unterschiede zwischen Populismus und Extremismus. Populismus alleine ist doch wohl kaum für sich selbst ein "Verbrechen", nur das Ziel mit dem man diesen Einsetzt macht das "Verbrechen" aus.....
 
Schade, das ich jetzt auch noch das Lexikon zur Hand nehmen muss, aber DU wolltest jetzt ja über die Definition von Populismus, Dokumentation und Propaganda diskutieren und hast sogar gerade einen Lexikontext bei deiner Antwort eingebaut (ja, das hab ich bemerkt):

Dokumentation (lat) - Urkunde; Beweisstück; Zusammenstellen von Beweisstücken
Eine Dokumentation ist das zusammenstellen von Fakten.
Klaren, erwiesenen Fakten. Keine leichte überziehung, keine Übertreibungen, nichts, was deiner Meinung nach scheinbar bei Dokumentationen "normal" ist.
Tatsachenjournalismus. Neutrale Berichterstattung.

Propaganda (lat.) - Die schriftliche und mündliche Verbreitung von Ideen, Anschauungen, politischen Theorien (zur Meinungsbeeinflussung)
Oder wie du zitiert hattest "Einseitige oder unvollständige Informationen. Absichtlich falsche oder irreführende Informationen."
Und somit trifft Propaganda sehr genau auf Moore zu. Propaganda muss nicht politisch sein, das steht sogar in deinem eigenen Text.

Populismus (lat.) - Das anpassen an den derzeitig populären Volksglauben; das schüren von Emotionen und gegenwärtiger Ängste
Auch hier passt die beschreibung auf Moore. Wieder ist der begriff Populismus nicht zwingend politisch, auch wenn die schlimmsten und bekanntesten Populisten politisch orientiert waren.



Original geschrieben von Khalam al Saiir
Da die Wörter Dokumentation (Dokumentarfilm) und Propaganda keine direkten Bezug zu einander haben oder sich negieren oder auch nur einen indirekten Bezug haben, kann man M.Moore doch nicht irgendwas hier unterstellen.

?
Ersteres ist das verbreiten von Fakten, letzteres ist das verbreiten von Lügen, als Fakten getarnt.
Du siehst keinen Bezug?

Original geschrieben von Khalam al Saiir

Eine Dokumentation ist ein journalitisches Dahrstellungsmittel, die man wunderbar mit der Satire koppeln kann.

Wie gesagt, wenn Moore zugeben würde, das seine Werke nichts weiter als politische Satire ist, und diese auch als solche verkauft werden, und nicht als Dokumentation, hätte ich weniger Probleme mit ihm.
Aber er selbst behauptet immer wieder, Dokumentarfilmer zu sein und stellt seine Machwerke als Fakten hin. Wird er direkt auf Lügen oder Fehler hingewiesen (was viele Journalisten bei "Bowling for Columbine" gemacht hatten) redet er sich heraus oder verweigert die Antwort. Tatsächlich hat er die DVD von BfC sogar editiert, um einige offensichtliche Fehler noch zu übertünchen......

Original geschrieben von Khalam al Saiir

Wenn sich jemand hinsetzt und fälschlicherweise glaubt das das was Moore einem anbietet die Wahrheit wäre, dann macht er selbst diesen Fehler und nicht Moore. Er kann ja nicht die Verantwortung dafür übernehmen das man ihn falsch versteht.

Da er, wie gerade eben gesagt, alles tut, um den Schein als "Journalist" und "Dokumentarfilmer" zu wahren, ist er sehr wohl dafür verantwortlich.

Original geschrieben von Khalam al Saiir

Moore ist in meinen Augen ganz vorzügliche Unterhaltung

Unterhaltsam, wie gesagt, auf jeden Fall, nur leider eben nicht wahrheitsgetreu.

Original geschrieben von Khalam al Saiir

P.S.: Moore mit rechtsextremen Populisten gleichzusetzen, entbehrt wirklich und tatsächlich jedem guten Geschmack.

Wenn du noch einmal genau nachliest, habe ich die Methoden gleichgesetzt, nicht die Personen. Ein Unterschied.
Und wenn du nochmal nachliest, was Populismus bedeutet (nicht politischer Populismus, nicht rechtsextremer Populismus, nur "Was ist Populismus") wirst du vielleicht die Verbindung sehen.

Original geschrieben von Khalam al Saiir

Es gibt immer noch unterschiede zwischen Populismus und Extremismus.

Ja, weil Populismus und Extremismus unterschiedliche Dinge sind. :rolleyes:
 
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