D&D 5e Frage zum Background Noble

Zodiak707

Halbgott
Hallo,

ich hab da eine frage zum Noble Hintergrund. Eine Spielerin wollte unbedingt einen Noble Halbork spielen. Da ich es auf einer art witzig fand hab ich mich überreden lassen und ihr das erstellen lassen.
Nun kam es aber zu einer Situation in der die Spielerin mit ihrem Charakter eine Stadt betritt, die diverse Probleme mit Orks und Halbork hat. Für mich war es daher logisch das die Bewohner der Stadt trotz des Noble Hintergrund angst vor dem Halbork haben. Die Spielerin akzeptiert das aber nicht und pocht auf ihr Background Feature, dass sich das einfache Volk bemüht sie entgegen zukommen und ihr missfallen zu vermeiden.
Nun meine Frage: Logik über Background Features oder Background Features über Logik?

Danke schon mal im Voraus.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Daß sie auch vor dem adeligen Halbork Angst haben, halte ich für plausibel. Allerdings sollten sie die Angst vielleicht nicht so offen zeigen wie bei einem nichtadeligen Halbork.

Es könnte auch sein, daß sich bei Halborks aus niedrigeren Ständen schon ein Lynchmob formiert, während man bei adeligen Halborks nur abweisend ist.
 

Zodiak707

Halbgott
Ein Kompromiss aus beidem, darauf hätte ich auch kommen können.
So werde ich es in der nächsten Session machen und gucken ob sie wenigstens damit einverstanden ist.

Danke für die schnelle Antwort.
 

mikyra

Gott
Schwierig – Ich persönlich würde als Spielleiter eher versuchen mich an die genannten Vorteile des Hintergrunds zu halten und stattdessen ein wenig an der Logik "biegen".

Kostbar!
Immerhin ist der Hintergrund eines Charakters nicht nur eine wertvolle sondern auch eine extrem limitierte Ressource. Man wählt genau einen.
Hier kann es für einen Spieler schon recht ärgerlich sein, wenn der Einsatz dieser kostbaren Ressource auf einmal ganz umsonst gewesen sein soll.

Vielleicht muss man sich bei der Logik gar nicht sooo sehr verbiegen. Um das genauer beurteilen zu können fehlen jedoch die konkreten Details des recht abstrakten Problems "die Stadt hat diverse (?) Probleme mit (Halb-)Orks".

Pro Halbork
Für den Charakter sprechen meines Erachtens zwei Punkte:
  1. Er ist kein Ork, sondern nur ein Halb-Ork. Oder anders formuliert: Der Charakter ist zur Hälfte auch ein Mensch.
  2. Als Noble hat er nicht nur einen Titel, sondern genießt auch politischen Einfluss.
Eine günstigere Gelegenheit die "diversen Probleme" der Stadt in den Griff zu bekommen, als ein Nobler Halbork ist kaum vorstellbar.
  • Zum einen versteht er als Halb-Mensch sicher auch die "Probleme" der menschlichen Bürger.
  • Zum anderen ist anzunehmen, dass er als Halb-Ork und noch dazu ein adeliger gewiss einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die "problematischen" Orks hat.
Umsetzungsvorschlag
Hier ist es durchaus denkbar, dass der Halb-Ork nicht nur von Stadtrat und Bürgermeister mit diplomatischem Empfang hofiert wird, sondern sich auch Hoffnungen der besorgten Bürger an sein Erscheinen in der Stadt knüpfen.

Zumindest auf aktuellem Kenntnisstand wäre dies die Art und Weise, in der ich persönlich als Spielleiter in der Situation verfahren würde.

Nicht weil die Variante von @Supergerm nicht ebenso plausibel wäre, sondern weil sie die Spielerin sicher glücklicher macht als die Alternative und meines Erachtens aus den oben genannten Gründen nicht minder plausibel ist. :)

Wunsch und Wirklichkeit
Wenn Deine Spielerin so massiv auf den beschriebenen Vorteil pocht, dann vielleicht weil sie den Hintergrund Noble genau aus dem Grund gewählt hat, dass sie gerne eine angesehene und respektierte Persönlichkeit spielen möchte.

Spreche mit ihr und finde heraus, ob es so ist.
Falls ja – dann fasse Dir ein Herz und erfülle ihr den Wunsch und verkehre die Wirkung ihres Charakter auf andere nicht in das exakte Gegenteil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls du ein Vorbild suchst, kann man sich z.B. die (adligen) Bastarde in Game of Thrones angucken. Ja, diese sind Bastarde aber sie gehören dennoch einem Adelshaus an. Selbst wenn jemand also den Bastard nicht ausstehen kann, so wird er dennoch (zumindest öffentlich) höchsten Wert auf Höflichkeit legen. Einzig andere Adlige könnten (und werden vermutlich) auf den Charakter herabblicken und es ihn (je nachdem wie sicher sie sich fühlen) eventuell auch spüren lassen. Das einfache Volk hingegen wird sich hüten einen Adligen zu provozieren.
 
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