auch auf die gefahr hin das die antwort etwas spät kommt, muß ich doch umbedingt was dazu sagen wenn ich schon mein persönliches lieblings-larp-thema hier am bord finde.
Du Kannst Was Du Darstellen Kannst, ist ein reichlich umstrittenes system beim larpen, grad weils halt (wie aber in jedem sys) sehr darauf ankommt wer es spielt und wie er es spielt.
ich selber bin seit ein paar jahren begeisterter anhänger von DKWDDK, hab aber auch schon gesehen wie es dazu gefürht hat dass leute echten bockmist spielen.
die vor- und nachteile von DKWDDK:
- man kann alles spielen was man auch ausreichend und überzeugend (!!) rüberbringen kann.
wenn jemand gerademal auf seinem zweiten con ist, aber er so gut spielt, dass jeder ihm einfach abkauft dass er der 70 jährige weise magier ist, weil er jedem entsprechenden respekt einflößt (und das nicht umbedingt durch mit magie um sich werfen, sondern durch auftreten ect.), dann IST er dieser 70 jährige magier
allerdings sollte der spieler dann auch manns (oder frau) genug sein, eben das zu lassen, wenn er es nicht rüberbringt.
man sollte sich gut überlegen was man spielt und wie man es möglichst realistisch spielt.
magie ist kein problem, man sollte nur die passenden requisiten dazu haben um seine zauber auch für jeden erkennbar zu machen, das bedeutet zB anstatt im kampf am ende einer magischen formel laut "Feuerball!" zu rufen, damit auch jeder weiß was man eben getan hat, wirft man einen roten schaumstoffball an den man vielleicht ein paar flammenartige stoffbänder gemacht hat, damit der, der getroffen wird auch wirklich weiß was ihm passiert ist. eine weitere möglichkeit sind böller oder rauchkugeln, genauso wie eine farbige LED-lampe verdeckt unter einem durchscheinenden kristall (= Lichtzauber) offenbar ziemlich beliebt sind.
wie ein freund von mir als sl so schön gesagt hat: "NATÜRLICH, darfst du den weltuntergangszauber wirken... ich hoffe nur du hast die passende atombombe dazu."
übrigens: man kann durchaus auch seinen spielspaß haben, einen kleinen, nichtigen niemand zu spielen, der alles erst von der pieke an lernen muß, so erspielt man sicht eine schöne charaktergeschichte.
dabei kommt es eben ganz auf den geschmack des spielers an. viele haben freude daran ihre charaktere nach und nach ihre prüfungen und erfahrunge, genauso wie ihre rückschläge durchleben zu lassen
- man muß sich keine punkte, werte ect. merken -> kein gerechne
in vielen systemen gibt es dinge rüstungsschutz, trefferpunkte, lebenspunkte, was manchmal dazu führt das eine schlacht oder ein zweikampf dauernt mit "Zwei - Zwei - Zwei"-punktansagen vom schwertschwingenden spieler untermalt wird und das gegenüber dann grübelt wieviel rüstungswert sein kettenhemd macht und wieviel er davon jetzt abziehen darf.
bei dkwddk gehst du einfach hiervorn aus:
wenn dich eine waffe trifft tut das in erster linie WEH!
egal wo, ob am körper oder den extremitäten, selbst wenn du ein kettenhemd trägst kann dir ein ordentlicher schwerthieb die rippen/den arm brechen oder zumindest einen hässlichen blauen fleck hinterlassen und dich dazu bringen vor schmerz das schwert fallen zu lassen. je nachdem wieviel dein charakter aushält kannst du vielleicht nach einem deftigen schwerthieb (wenn er dir intime nicht gerade die kniescheibe zertrümmert hat) noch weglaufen oder weiterkämpfen... dabei geht man einfach am besten von der realität aus: wie würde eine verletzung aussehen wenn dich WIRKLICH jemand mit einem Bidenhänder an der schulter getroffen hätte, welche wucht würde dahinter stecken wenn diese latexwaffe aus eisen wäre? würde dir nicht vielleicht schon allein der aufschlag die luft aus der lunge drücken? dabei ist auch immer ein bisschen zu bedenken, ob der typ der die waffe geschwungen hat jetzt zwei köpfe größer ist als du, oder womöglich ein ork oder sonst irgendein extrasonderwesen (zB Elefantenmesch.... es gibt nichts was es nicht gibt!), denn die haben ja bekanntlich oft mehr kraft und so würde der schlag und somit auch die verletzung sicher noch heftiger ausfallen.
leider wird gerade der punkt oft zum powergamen verwendet, da man zB keinen magiepool besitzt und das nur allzuoft als freibrief benutzt wird um pausenlos magie zu wirken. dabei sollte man aber beachten, dass auch der obertollste magische heiler oder die genialste elfe irgendwann erschöpft sind, weil es sie energie und kraft kostet ihre zauber zu benutzen.
- man hat keine probleme damit seinen charakter immer in andere system konvertieren zu müßen wenn die ein con nur ein bestimmtest system zulässt, weil das system fast immer zugelassen wird (zumindest hatte ich noch keine probleme damit) oder im notfall ist es aber auch nicht besonders schwer mit hilfe eines systemkundigen etwaige werte für den char zustandezubringen
systemübergreifendes spiel ist für dkwddk-spieler oft ein geringeres problem. (gerade im kampf oder bei zaubern die überzeugend dargestellt worden sind ist die wirkung oft klar und so sollte es spielern anderer systeme möglich sein entsprechend zu reagieren)
- man muß sich nach einem con keine punkte bestätigen lassen.
viele lassen sich aber trotzdem ihre contage bestätigen um einen gewissen 'wissensstand' o.ä. nachweisen zu können, da man davon ausgehen kann, dass der charakter auf jedem con den er besucht irgendetwas lernt, und sei es nur: "Verarsche niemals einen Necromanten."
- man erspielt sich seine fortschritte intime. wenn der charakter lesen lernen will, dann sucht man sich auf einem con jemand der gewillt is dem char das lesen beizubringen und verbringt dann stundenweise damit doch immer wieder alles falsch zu machen, oder man sitzt mit einem waldläufer den halben con lang im wald und lässt sich von ihm erklären worauf es beim spurenlesen ankommt... gewöhnlich führt das zu schönen spielsituationen und vor allem zu viel stimmung.
im grunde versucht man also alles so darzustellen und rüberzubringen, dass keinerlei outtimeerklärung in form von worten, zahlenwerten oder diskussionen mehr nötig sind.
soweit zur theorie. in der praxis läuft natürlich nicht immer alles zu hundertprozent so wie man es ursprünglich vorgesehen hatte, aber das ist auch bei anderen systemen nicht immer der fall und niemand hat gesagt das dass nicht auch zu situationen führen kann, über die man dann noch cons später am lagerfeuer berichten kann.
so, jetzt aber genug senf von meiner seite, hoffentlich liests überhaupt noch wer
