• Du möchtest die Seite mit kaum Werbung sehen? Dann registriere dich noch heute. Das ist völlig kostenlos und unverbindlich. Hier geht es zur Registrierung.

Star Trek [CBS, Netflix] Star Trek Discovery

RockyRaccoon

Social Justice Warrior First Class
Teammitglied
Im Zweifel würde ich immer vor der eigenen Haustür kehren und mich weniger am Dreck der Nachbarn als an dem unfeinen Aussehen des eigenen Vorgartens stören.
QFT!

Und genau das mag ich an Discorvery. Dass da zum ersten Mal (meines Wissens) die Sternenflotte (also die Linke in ihrer Selbstbetrachtung) nicht unhinterfragbar gut ist.

Related:
 
Mich stört das wir die eigenen hohen Ansprüch nicht erfüllen
Das stört jeden. Liegt in der Natur der Sache des Bewustseins von eigenen Ansprüchen.

und sehr oppartunistisch bei der Wahl derjenigen sind die wir kritisieren.
Mich stört das nicht. Die haben die Kritik verdient die sollen weiter kritisiert werden. Noch lauter und noch konsequenter.

Wenn die eigenen Fehler aufzeigen schon Whataboutism ist, ja dann gute Nacht Demokratie.
Nein, Whataboutism ist wenn es einen stört das wir Regime Kritisieren obwohl wir auch Fehler machen.
Whataboutism ist wenn jedesmal wenn man auf ein Problem hinweist jemand ankommt und meint wir sollten das nicht tun, da wir ja selbst Fehler machen.
Whataboutism ist wenn man sagt es gibt garkeine richtigen Dinge sondern nur Freund und Feind.

Man stelle sich das mal vor.
"Kohl nimmt Schwarzgeld aus unbekannten Quellen an". Und als Antwort kommt: "Na und? Lafontaine vergewaltigt, aus der Ukraine verschleppte, Sexsklavinnen gegen Bezahlung."
Irgendwie ist dann ja alles OK. Die Kritik kommt ja immer von Gegnern und ist daher sowie so illegitim?

Das geht so nicht. Gerade zu verlangen dass, das Lager der Kritiker den Ansprüchen die sie stellen selbst genügen müssen IST defakto undemokratisch und unrechtstaatlich.
Die ganze Idee der gegenseitigen Kontrolle würde damit über Bord geworfen. Wären alle Regime oder Parteien heimlich im selben Team sähe es düster in der Welt aus.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Mich stört die Scheinheiligkeit mit der wir von Werten reden aber eigentlich Interessen nachgehen.

Würden wir uns ehrlich machen und sowohl unsere Interessen darlegen als auch die der anderen anerkennen (nicht zustimmen, aber akzeptieren das sie welche haben) müsste die Diskussion anders geführt werden.

So sitzen wir auf einem moralisch hohen Ross aus Pappmaschee und stehen im Regen.
Alle um uns sehen das das Ding aus dem Leim geht, nur wir tun so als wäre alles in Ordnung.

Mich stört nicht die Kritik an Regimes.
Mich stört das wir diese Kritik so leise bei Regimes anwenden die wir als die "unseren" ansehen.

Wenn man sich eingestehen würde das die Welt nicht perfekt ist man aber daran arbeitet sie jeden Tag besser zu machen und das auch den anderen zugesteht.
Wenn man anerkennen würde das Werte sich mit der Zeit und den Umständen wandeln.

Dann würde einem auffallen das wir oft das falsche Maß anwenden.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Die Film Theorie paßt auch auf die heutigen USA, wenn man Amazon, Google und Facebook als von den Intelligence Services inspirierte Dienste versteht, was sie durchaus sind.
Nette Theorie, nur unterschlägt sie so viel das es einfach Fake News ist.
 

RockyRaccoon

Social Justice Warrior First Class
Teammitglied
Nette Theorie, nur unterschlägt sie so viel das es einfach Fake News ist.
Ich bin nicht sicher, dass ich den Teil richtig verstehe. Insofern nur etwas, das vielleicht eine passende Antwort darauf ist, vielleicht auch nicht: Einer der Hauptpunkte, den FT machen, ist ja gerade der, dass die Föderation alle Infrastruktur kontrolliert. Auch die Medien. Und dass man die Geschichte bisher immer nur aus der "offiziellen" Perspektive der Föderation gesehen hat. "Fake News". Bzw. Propaganda.
Genau das wird in Discovery dadurch beleuchtet, dass wir so viel Einblick in den Diskurs der Klingonen bekommen.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Ich bin nicht sicher, dass ich den Teil richtig verstehe. Insofern nur etwas, das vielleicht eine passende Antwort darauf ist, vielleicht auch nicht: Einer der Hauptpunkte, den FT machen, ist ja gerade der, dass die Föderation alle Infrastruktur kontrolliert.

Erstens gibt es in allen Serien private Raumschiffe und Raumfrachter.
Zweitens ist es null überraschend das Star Fleet Mitglieder Star Fleet Ausrüstung nutzen.
Ich nutze ja auch mein Firmenhandy.
Andere fahren ein Firmenauto.
Drittens ist es nicht verwunderlich das die Begegnungen der Star Fleet sich mehr mit anderen Star Fleet Schiffen und Besatzungen beschäftigen als mit dazwischen rumschippernden Zivilisten.

Auch die Medien. Und dass man die Geschichte bisher immer nur aus der "offiziellen" Perspektive der Föderation gesehen hat.

Umm. Es ist ein Logbuch.
Da wird nicht alles was vorfällt aufgezeichnet. Wenn sich z.B. ein paar Star Fleet Kadetten an ein paar Dörflern vergreifen, das landet nicht im Logbuch.
Die Beobachtung das es immer aus der Perspektive von Star Fleet stattfindet ist korrekt.
Die Vermutung das es nichts daneben gibt ist einfach eine unhaltbare Annahme.

Bei einer Bevölkerung von mehreren hundert Milliarden wird Star Fleet allenfalls einen Bruchteil der Schiffe stellen.
Das wir das Gewusel drumrum nicht zeigten ist den Animationskosten geschuldet.
Deshalb ist in dem viel Gescholtzenen J.J. Trek in San Frans Luftraum so viel Gewusel wie auf Coruscant.
Und das ist nicht falsch.
Schaut man sich unsere Städte an, dann gibt es immer mehr Verkehr.

"Fake News". Bzw. Propaganda.
Genau das wird in Discovery dadurch beleuchtet, dass wir so viel Einblick in den Diskurs der Klingonen bekommen.

Nein.
Wenn die Klingonen spitz gekriegt haben das die Föderation die doch sehr kriegerischen Andorianer zivilisiert hat, und ich nehme mal an das ist nicht gerade lautlos in der galaktischen Nachrichtensphäre passiert, dann fürchten viele das könnte ihnen auch blühen und die Elitäre Kriegerkaste der Klingonen darf auf so ekelig sterilen Star Fleet Raumern Dienst unter Nicht-Klingonen tun.
Wo bleibt da die Ehre?
Und, *spuckt aus*. ich muss dann unter einem stinkenden Klingonenpolitiker dienen der nicht den Arsch in der Hose hat auch mal die eigene Haut zu riskieren.....

Plus, die benutzte Definition von Faschismus ist FALSCH.
Auch weil durchaus andere Systeme, wie z.B. Kommunismus, passen auf die angeführten Punkte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Plus, die benutzte Definition von Faschismus ist FALSCH.
Exakt.

Faschismus ist nicht so eine Muschi Veranstalltung wie die TNG Föderation.

Noch mal so am rande.

Videospiele sind ja immer stärker im kommen. Müssten die meisten Leute und Kinder in starfleet nicht ihre Freizeit in Hollodecks verbringen?
Noch schlimmer, müsste nicht eigentlich aus Gründen der Ergonomy die Kontrollen , Möbel und Anzeigen auf der Brücke hollografisch sein?

7of9 hatte ja auch keine mattscheibe in der astrometrie sondern eine holografische Sternenkarte.

Ich meine halt nur , dass es extrem ungewöhnlich ist, dass nicht so ziemlich alles holografisch ist.
Von da her hab ich auch ein bisschen das gefühl, dass die Föderation recht sowjetisch ist...es mangelt irgendwie an erschwinglichem luxus , bzw. solche dinge wie ergonimie oder comfort scheinen zweitrangig zu sein. zuerst wird die funktion erfüllt. Und so Erhohlungs oder Genuss institutionen sind gemeinschaftlich genutzt. Sowas wie ein PH(Personall Holodeck) von IBM scheint es nicht zu geben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Bedienbarkeit und Ergonomie gehen Hand in Hand. FFF.
Form Follows Function.
Und das in den 60-ern die Props recht karg waren, well, such is Life.
 

Samsonium

Steinreis
Liebe Leute, es ist euch doch allen aufgefallen, wie wiedersprüchlich die sogenannte Moral der ach so guten Föderation ist. Aber trotzdem hat die Situation dort wenig mit der Realität gemein, finde ich. Am Ende sind alle bislang sichtbaren Fraktionen von ST Discovery durch ihren eigenen Patriotismus motiviert, sogar General Kol. Wenn ich es auf unsere heutige Weltsituation ummünzen sollte, müßte ich als erstes fragen "Wo sind die Ferengi, die an allem Schuld sind ?".
Vielleicht zitiere ich hier mal den guten Gottfried Benn, der da mal sagte...
"Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten."
Das sehe ich ganz genauso.
Und was nun die Unterschiede zwischen Föderation und Klingonen angeht, so sind sie für mein Dafürhalten recht gering, auch wenn man die Guantanamos von Starfleet wahrscheinlich nie zu sehen bekommt. Die Klingonen sind Faschisten, keine Frage. Aber was sind denn Faschisten ? M.M.n. sind Faschisten lediglich eine gesteigerte Form der Chauvinisten, welche ja so von der Überlegenheit der eigenen bevorzugten Art überzeugt sind. Wenn DAS auf irgendwen zustimmt, dann auf die Föderation, denn die sind ja die "Guten" und können so überhaupt nix falsch machen.
Erinnert euch nur an die Szene mit Michael und Sarek. Das beste für ein vulkanisches Kind ist natürlich die vulkanische Wissenschaftsakademie. Die Sternenflotte ist eindeutig zweite Wahl.

Und das ich ein paar Probleme mit dem gezeigten Tech-Level habe, hatte ich ja bereits erwähnt. Verstehen kann ich aber, das die Darstellung angepaßt werden MUß. Niemand möchte Kirk's Kippschalter zurück, oder ?

Fazit: für die Klingonen "Der Zweck heiligt die Mittel."
für die Föderation "Die Guten können nichts böses tun."
oder umgekehrt. ;)

LG Sam
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Die Klingonen sind KEINE Faschisten.
In den Filmen NACH ST:TOS ist es eine Art Oligarchie wo die Anführer demokratisch einen Reichskanzler wählen.
Wie die Zivilbevölkerung organisiert ist wird nicht erklärt.
Die Militärorganisation ist nach Clans in Armeen/Flotten organisiert die untereinander um Einfluss konkurrieren.

Bei STD gibt es einen Krieg mit der Föderation und Kol wird qua Akklamation Anführer nachdem T'Kuvma getötet wird und Kol die Tarntechnologie in die Finger kriegt (Erfolg gibt recht).

Das sich quasi Flottenorganisationen wenig unterscheiden, das verwundert NULL. Das ist der Hierarchie geschuldet ohne die eine erfolgreiche Kriegsführung nicht möglich ist.
Zumindest nicht wenn der Gegner besser organisiert ist.
Was zählt ist Effektivität.

Das die Klingonen ihre Gefangenen Foltern und Misshandeln und schließlich töten, das hat auch Beispiele z.B. bei den Japanern.
Man kann durchaus davon ausgehen das Klingonen einen Kult der Stärke pflegen.
Ist man nicht stark genug und gerät in Gefangenschaft verdient man es zu sterben.
Das hat wahrscheinlich noch nicht mal eine rassistische Komponente, das ist auch das Vorgehen gegen verfeindete Klingonen.
Historische irdische Vorbilder können auch bei den Mongolen gefunden werden.

Das die Föderation keinen Chauvinismus pflegt, das sieht man daran das sie die Primäre Direktive ernst nehmen und ansonsten eher verhandeln statt Krieg führen wollen.
Die Gefahr die andere in der Föderation sehen ist das so ein Multi-Kulti Haufen einem die eigene Identität streitig machen kann.
Und dann poppen die auch alle miteinander. Igitt.
Das es in der Föderation Checks & Balances gibt sieht man z.B. an der Folge mit Mudd wo der "Space-Wal" an Bord gebeamt wird weil "interstellare Abkommen" das verlangen und der Kapitän sonst ärger kriegt.
Was an der Föderation so penetrant sein kann das sie in der Regel ihre eigenen Regularien sehr gut befolgen.

Also Legalisten, Diplomaten UND Bürokraten. Das ist jemandem der auf eine zünftige Rauferei in einem Raumhafen aus ist eine ziemliche Spaßbremse und so ziemlich die letzte Regierungsform und Kultur die man als die eigene anerkennen möchte.
Viel zu zivilisiert und friedlich die Föderation. Und durch die recht weit fortgeschrittene Technologie auch noch so ziemlich schlecht zu knacken.

Das die Föderation ein Sammelsurium verschiedener Zivilisationen ist, sieht man daran das z.B. das Andorranische Imperium Teil davon ist.
Auch die Klingonische Meritokratie (verkappte Elitaristen) ist Mitglied.
Die Erde, die Talarianer, etc.
Es ist ein Bündnis das unterschiedlichste Regierungsformen bei den Mitgliedern sowohl toleriert als auch aushält.
Und nach außen hin bilden sie aus diesen Kulturen eine sehr schlagkräftige Truppe die sich aller möglichen und unmöglichen Gefahren und Gegner erfolgreich erwehrt und immer weiter ausdehnt. (So wie die EU die sich in die Ukraine ausdehnen wollte...)

Weder bei den Klingonen noch bei der Föderation sehe ich einen Hang zum Völkermord. Die Minenkolonien sind absolut valide strategische Ziele. Wie Kriegsgefangene behandelt werden, das ist halt kulturell unterschiedlich.
Und man kann davon ausgehen das, wenn man sich strikt an die klingonischen Regeln hält, dann kann man auch zu deren Konditionen mit denen handel treiben.
 

Samsonium

Steinreis
@Kowalski
Man kann so ziemlich alles mit dem Wörtchen "Kultur" belegen, wenn man möchte.
Ich bleibe bei meiner Meinung und ich bin mir ziemlich sicher, das mir die armen Schweine vom Marquis mir beipflichten würden. Erst zwangsumgesiedelt oder für vogelfrei erklärt und als man sich mit den kläglichen Mitteln wehrte, die man grad noch zusammenkratzen konnte, zu Terroristen gemacht und gejagt. Schließlich ausgerottet. Nur gut, das das Dominion gerade Krieg spielte, da konnte man die und die Cardassianer den SS-Part übernehmen lassen. Puh, Glück gehabt.
Und ach ja, das war ja noch die "liebere" Föderation aus TNG, DS9 und Voyager. Was würde so ein harter Hund wie Lorka tun, wenn schon der olle Sisko ganze Planetenatmosphären vergiftet ? Ohne vorher auch bloß mal einen beschissenen Admiral um Erlaubnis zu fragen.
Ebenfalls würden mir die Gefangenen zustimmen, die von den Klingonen erwischt wurden, wenn sie denn noch leben würden. Wirkliche Gefangene machen die nämlich nicht. Wenn du da nicht rausgeholt wirst, dann bist du aber so richtig im Arsch. Wahrscheinlich hatte man es in einem KZ auch nicht schlechter. Außer wenn man Harry Mudd ist oder sich freikaufen kann, was ähnlich häufig passiert, wie ein sechser im Lotto.
Naja, es ist nicht meine Absicht, hier großartig Worte wie Haare zu spalten. Ich denke, du weißt was ich meine.

LG Sam
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
@Kowalski
Man kann so ziemlich alles mit dem Wörtchen "Kultur" belegen, wenn man möchte.

Ja, klar.
Klar kann man UNSERE Maßstäbe an Klingonen und Föderation ausprobieren.
Nur wenn das schon im hier und jetzt zu Problemen führt, was meinst Du erst passiert wenn man auf Nicht-Menschen treffen würden?
Clash of Civilizations ist ein Furz dagegen.
Also muss, damit man sich nicht gleich auslöscht, eine Toleranz da sein die solange funktioniert wie man sich nicht auf die Füße tritt.
Dazu gehört dann auch die jeweiligen Bräuche zu verstehen.
Man muss sie nicht im eigenen Gebiet tolerieren, aber in dem Gebiet des anderen gilt halt deren Jurisdiktion.
Es wird ein bisschen knifflig wenn es um Dritte geht die jetzt von der einen oder anderen Rasse unterdrückt werden.
Aber auch da gilt im wesentlichen die Nicht-Einmischung wenn sie nicht zur eigenen Allianz angehören.

@Samsonium : Würde es nicht zwangsläufig zu Konflikten kommen müssen wenn man die eigenen Werte den anderen aufdrückt?
Ich sehe das weder bei der Föderation noch bei den Klingonen. Keine der Seiten versucht die anderen zu erziehen. Beide Seiten sagen, "Wir sind so und so. Akzeptiert uns!"

Ich bleibe bei meiner Meinung und ich bin mir ziemlich sicher, das mir die armen Schweine vom Marquis mir beipflichten würden.

Du meinst die Maquis, die wilden Siedler die sich Gebiete an den Nagel gerissen haben die umstritten waren und den Cardassianern zugeschlagen wurden wo man zwischen Föderation und Cardassianern eine "Neutrale Zone" eingerichtet hat?
Weder Du noch ich können ohne Erlaubnis irgendwo Siedeln. Warum soll die Föderation den Rechtsbrechern unterstützung gewähren?
Es wäre seltsam wenn z.B. die Elfenbeinküste der BRD den Krieg erklären würde nur weil ein paar illegale Ivory Coast Flüchtlinge in D schlecht behandelt werden???

Erst zwangsumgesiedelt oder für vogelfrei erklärt und als man sich mit den kläglichen Mitteln wehrte, die man grad noch zusammenkratzen konnte, zu Terroristen gemacht und gejagt.

Ja, ich weiß, Du bist auch auf der Seite der Somalischen Piraten. Ist schon klar.

Schließlich ausgerottet. Nur gut, das das Dominion gerade Krieg spielte, da konnte man die und die Cardassianer den SS-Part übernehmen lassen. Puh, Glück gehabt.

Nein. Leute die man aus einer illegalen Situation in eine rechtmäßige überführen wollte. So wie wenn man illegale jüdische Siedler aus den Palästinensergebieten wieder entfernt. Wenn die sich dann entschließen würden zu Terroristen in Israel

Und ach ja, das war ja noch die "liebere" Föderation aus TNG, DS9 und Voyager. Was würde so ein harter Hund wie Lorka tun, wenn schon der olle Sisko ganze Planetenatmosphären vergiftet ? Ohne vorher auch bloß mal einen beschissenen Admiral um Erlaubnis zu fragen.

Die haben ja alle nicht gefragt weil ansonsten die nein gesagt hätten.
Weil in dieser Situation Sisko das als "angemessen" ansah. Nicht "rechtens" aber in seinen Augen nötig.
Von Sisko habe ich eigentlich nie viel gehalten, der war mit immer zu sehr jenseits der Primären Direktive.
Und Lorca, ja, das wird noch erklärt warum er so ist und anders ist als ihn der Admiral von früher kannte......

Ebenfalls würden mir die Gefangenen zustimmen, die von den Klingonen erwischt wurden, wenn sie denn noch leben würden. Wirkliche Gefangene machen die nämlich nicht. Wenn du da nicht rausgeholt wirst, dann bist du aber so richtig im Arsch. Wahrscheinlich hatte man es in einem KZ auch nicht schlechter. Außer wenn man Harry Mudd ist oder sich freikaufen kann, was ähnlich häufig passiert, wie ein sechser im Lotto.
Naja, es ist nicht meine Absicht, hier großartig Worte wie Haare zu spalten. Ich denke, du weißt was ich meine.

LG Sam

Deine Problematik scheint zu sein das Du Deine Weltsicht als die korrekte auch für die Anwendung im klingonischen Raum hälst.
Dem würden sowohl die Klingonen als auch die Föderation widersprechen.

Ich bezweifle das die Klingonen hier gegen ein Recht verstoßen dem sie sich verpflichtet fühlen.
Und warum sollte Föderationsrecht bei denen gelten?

tl;dr:


Das man Piraten nicht aus der Klemme haut wenn die von den "zuständigen" Behörden behandelt werden und keinen Interstellaren Krieg riskiert....
Nun....
Kann ich irgendwie verstehen....
 

Hoffi

🔥Hüter des Feuers🔥
Teammitglied
Administrator
Blutschwert
alpha
So, mal zurück zum Thema. Hab jetzt bis zur aktuellen Folge gesehen. Unterhält mich gut, und dazu ist es da.

Die Klingonen sind gewöhnungsbedürftig, aber ich hoffe auch eine Erklärung mit der Zeit.

Die Zeitschleife Folge war für eine Zeitfolge ganz gut. Das der Gute Mudd auch bei Kirk mehrere Auftritte hat, und so parallelen gekonnt inszeniert wurden finde ich toll.

Ich freu mich auf mehr und auch das eine zweite Staffel schon bestellt ist.
 
OK, hier eine neue Theorie.
Discovery befasst sich mit der Gründung und den Aktionen von Section 31. Das ist aus folgendem Grund ziemlich gut:
Prequells haben normalerweise nicht viel neues zu bieten. Aber alles was Section 31 getan hat ist unbekannt und fand im verborgenen von der Gesellschaft und den Geschichstbüchern statt. Es ist alles neu für den Zuschauer.

Ich hoffe, dass der typ recht mit seiner Theory hat.


 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Es ist nicht nur hoffentlich so, ich wette es ist sogar so.
Während Star Fleet das Äquivalent des Culture "Contact" ist, ist Section 31 deren Äquivalent des Culture "Special Circumstances".

Auch da ist die Logik hinter SC das die all den Scheiß machen damit es hinterher besser wird.
Und das kann auch heissen das sie in einer Zivilisation die die Culture in Ruhe läßt gerade den genozidalen Diktator unterstützen, einfach weil deren Simulationen ergeben haben das mit ihm an der Spitze sich die Kultur im Endeffekt ziviler entwickelt.

Der Lackmusstest für Secret Organizations ist ob es ein "Selbstläufer", also eine Bürokratie außer Kontrolle ist, oder ob die sich selbst immer wieder in Frage stellen "Sind wir sicher das wir das richtige machen?"

Nur, und da bin ich mir sicher das die Macher der Serie MEHR anbieten. Es ist nicht nur Section 31. Es ist mehr.
Kommt aber nur Peu a peu raus.
 
Section 31 ist ein gutes Werkzeug um Abweichungen von der offiziell bereits bekannten Geschichte zu rechtfertigen. Deswegen bin ich guter Dinge, weil Überraschungen wichtig sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

Samsonium

Steinreis
Tja, da haben wir ja nun reichlich Zeit, um uns vollzutheoretisieren. Ich hasse diese "Winterpause". Ausgerechnet in der Matschzeit, wo jeder lieber daheim bleibt, wird einem die aktuelle Nummer 1 Serie entzogen. DA hätte Sektion 31 mal einschreiten sollen. Und was wird da überhaupt winterpausiert ? Haben die kein Dach über ihrem Studio ? Oder laufen deren Spezialeffektecomputer nicht bei kühlerem Wetter ?
Eine unnötige, aufgezwungene Warterei ist das.

Und ja, die Idee, das in Discovery etwas mehr über die bösen Guten 31er rauskommt, finde ich super. Verdient hätten es sich diese geheimen Freischärler und es würde zum Zeitgeist passen, das sie hier noch umso mehr als notwendiges Übel dargestellt werden, als in DS9. Also mehr norwendig als übel, wie eine Art Space-NSA oder föderative Homeland Sec. Und falls das so kommt, wird wohl auch gezeigt werden, wieviel Gutes sie bei all ihrer Verblendung doch vollbracht haben, eben genau was man möchte, das über momentan existierende Agenturen gedacht werden soll.
Was wohl Picard dazu gesagt hätte ?

LG Sam

EDIT: Ach eins noch, mich wunderte es übrigens nicht, wenn es wirklich ein Tribble wäre, was da so plüschig im Video auf Lorka's Schreibtisch rumliegt. Er sammelt ja Waffen und diese Tribbles sind eine ökologische Massenvernichtungswaffe. Die Klingonen haben sie nicht umsonst so gehasst, das sie sie vernichteten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke das coole an Sektion 31 ist dass sie viel Anti-Kriegsfilm potential haben.
Wenn man es genau nimmt hat es sich ja auch schon mehrfach manifestiert. z.B. wie mit dem Bärtier umgegangen wurde und wie mit dem Wissenschaftler umgegangen wurde. Verhör und Folter über all. Das nutzen von Spezialisten ohne Familie oder Schutz durch die Gesellschaft für zweifelhafte Missionen. Persönliche Loyalität die über der Loyalität zu demokratischen institutionen steht...Und über allem das große Ziel für das die protagonisten alles bereit sind zu tun und jeden zu opfern.
Natürlich will man keine depri serie...all das muss auch viel geilere Erfolge erringen als die ungedopten "sternenflottigen" Möchtergernies .
Die Erosion der vernantwortbarkeit und moral kann ja dennoch weiter fortschreiten.
 
Oben Unten