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Camarilla Reaktion auf (halbwegs) unbekannten Methusalem

Dieses Thema im Forum "WoD 1: Vampire: Die Maskerade" wurde erstellt von C_v, 12. Februar 2018.

Moderatoren: Mitra, Sycorax
  1. C_v

    C_v Mehrmotte

    Hoi,
    ich plane als Hintergrund Plot für meine Chronik, dass das aufwachen eines Methusalems (wahrscheinlich 5. Gen.) in der Stadt kurz bevor steht. Sie wurde noch vor der Anarchenrevolte in Starre geschlagen, wurde dann aber von treuen Dienern gut versteckt/vergraben und ein Untergebener/Bote/Typ hat dem Prinzen der Stadt nun recht kurzfristig übermittelt, dass sie bald wiederauferstehen soll und dann auch ihre Domäne zurückfordert. Die Methusalem liegt zwar in Starre, hat aber die Welt bzw. die Stadt trotzdem weiter beobachtet und hat ein grobes Verständnis von der heutigen Situation, was aber natürlich quasi niemand weiß.

    Der noch recht junge Prinz dreht jetzt ein bisschen am Rad, da er ganz schön Panik hat vor der Methusalem. Reaktionen der Erstgeborenen sind von (bei Hof verdecktem) anzweifeln der Existenz der M. bis zu ungefragter Unterstützung des Prinzen, heißt: die Suchen jetzt mit mehr oder weniger Elan wo die liegen könnte (wobei das auch aus unterschiedlichen Motiven; die Tremere wollen sie zum Beispiel lieber finden um dran rumzudoktern als platt zu machen).

    Größere Ängste des Prinzen dabei sind:
    1. Die Methusalem gehört den Geschichten nach einem Clan an der heutzutage nicht der Camarilla angehört, könnte sich dem Sabbat also aus Clansloyalität anschließen.
    2. Es ist absolut unklar wie sie es finden wird, dass mittlerweile round-about 40 Vampire in "ihrer" Stadt wohnen und die alle, den Prinzen voran, wegmacht.
    3. Das der Sabbat davon Wind kriegt und auf die Stadt losgeht um die Alte fertig zu machen und auszutrinken.

    Meine Frage jetzt an euch: Wie würde der höhere Kreis der Camarilla auf so eine Meldung reagieren?

    Würden die eher sagen: "Oha, da könnte uns ne Stadt flöten gehen, da schicken wir mal Hilfe." oder ist die Variante "Alter Vampir klingt doch besser als junger Überflieger-Prinz, immerhin haben wir den ganzen Kram hier nur gemacht um unseren Status Quo halbwegs behalten zu können und die könnte ein Superteil der Camarilla werden." logischer. Oder wird da eher geleugnet à la: "So ein Wirbel um jemand der seit über 600 Jahren tot ist? Ist ein Prinz der sowas glaubt wirklich jemand den wir in so einem Amt haben wollen?!"


    Eventuelle Kanonbrüche bzgl. ihrer Existenz oder Abstammung sind in diesem Fall erstmal irrelevant, da wir den Kanon nicht fest bespielen, sondern nur als größtenteils stimmige Metavorlage nutzen. Tatsächlich hab ich vor, dass falls die Methusalem wirklich aufwacht und die Macht über die Stadt zurückfordert, sie das auf eine bestimmte nachdrückliche, aber ekelhaft friedliche Art tun wird. Alle Verteidiger des Prinzen werden erstmal nur gepflockt bzw. "nur" in Starre geschlagen, der Prinz anschließend an den Verhandlungstisch gesetzt, wo er dann in ein Blutsband gehen kann und offiziell aber als Marionette weitermachen darf wie bisher. Sollte er das auf Krampf und Bein nicht wollen (will ich ein bisschen von Charakterentscheidungen und deren Unterstützung dem Prinzen gegenüber abhängig machen) macht sie ihn kalt, bietet allen übrigen in der Stadt an ihr die Treue zu schwören und erklärt die Domäne als neutral im Dschihad.


    PS: Falls jemand das für ne generelle Käseidee hält, dann darf er/sie mir das auch gerne mit konstruktiver Kritik mitteilen, bin offen für Vorschläge :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2018
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  2. mikyra

    mikyra Gott

    Ich denke das dürfte vor allem davon abhängen, wie der Methusalem zu den Traditionen und der Art und Weise steht, in der sich von der Kamarilla interpretiert werden.
    Da sich die Kamarilla erst im Zuge der Revolte der Anarchen als eine feste Fraktion gebildet hat und sich ihre Strukturen erst nach der Revolte zu dem gefestigt haben, was sie heute ausmacht, könnte die lange Abwesenheit und das daraus resultiernde Unwissen des Methusalem schon ein Problem darstellen.

    Der Tradition der Domäne gemäß sind die Dinge vor Ort einzig Belang des Prinzen. Die Tradition der Gastfreundschaft zwingt auch den Methusalem sie zu ehren und erklärt auch ihn ohne das Wort der Aufnahme des Prinzen zu nichts.
    Ganz heikel wird es mit der "sollte er das nicht wollen, dann macht sie ihn kalt" Geschichte. Das widerspricht recht eindeutig der Tradition der Vernichtung. In der Interpretation der Kamarilla liegt das exklusive Recht des Ahnen eindeutig beim Prinzen. Ich denke spätestens zu diesem Zeitpunkt wird man sich vermutlich Gedanken machen, wie man mit der aktuellen Lage verfahren und das aktuelle Problem wieder aus der Welt schaffen kann.

    Aber bis dahin verstreicht ja erst Mal einiges an Zeit, in dem der alte Vampir erst Mal ein wenig wüten kann. ;)
    Gerade die Phase vor dem eigentlichen Erwachen stelle ich mir recht spannend vor. Da lassen sich bestimmt eine ganze Hand voll spannender Abenteuer draus stricken.

    In meinen Augen ganz wichtig ist, dass Du Dir auch über den "Untergebener/Bote/Typ" Gedanken machst, um ihn glaubwürdig in das Szenario einzubinden. Wenn er zu den Untergebenen des alten Vampirs zählt, muss er ja mindestens genauso alt sein, wie der Vampir schon schläft und irgendwas müsste wohl auch er in der ganzen Zeit getrieben haben.
    Auch die Frage welchem Clan der Vampir angehört sollte er eigentlich beantworten können und dem Prinzen und anderen somit einiges vom Rätseln abnehmen können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2018
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  3. C_v

    C_v Mehrmotte

    Grade das mit der Domäne ist ja der Grund warum ich mir unschlüssig bin wie andere da reagieren: denn ursprünglich war es ja die Domäne der Methusalem und Tradition der Gastfreundschaft hin oder her, wenn mich jemand aus meinem metaphorischem Haus holt, bewusstlos schlägt und es sich dann jemand total anderes während ich schlafe auf der Couch gemütlich macht dann würde ich trotzdem nicht akzeptieren, dass das jetzt nicht mehr mein Haus sein soll. Aus Sicht eines momentan herrschenden Vampir kann ich aber genauso gut nachvollziehen warum man auf einmal den Platz freimachen sollte für jemanden der nach ca. 600 Jahren plötzlich wieder auf der Matte steht. Problem ist aber halt: der ist halt mächtiger.

    Bei der Vernichtung ähnlich: Camarilla sagt "Es ist dir verboten, andere von deiner Art zu vernichten. Das Recht zur Vernichtung liegt ausschließlich bei deinem Ahnen.[...]" (V20 dt. S.23), die alte Tradition aus der die Cammi Tradition ja hervorging ist jetzt nicht soviel anders "[...]Dieses Recht steht nur denen zu, die mir nahe sind und niemand anderem. Es ist verboten, dass jene, deren Blut schwächer ist, sich gegen die erheben, die ihre Ahnen sind,[...] (VadAW dt. S.44). In beiden Fällen ist eigentlich klar: Methusalem > Prinz, da älter und niedrigere Generation.

    Und wie die Methusalem tickt wird man ja (als ingame Figur) erst dann sehen wenn sie auferstanden sein sollte, was der Prinz ja am liebsten mit Unterstützung von Oben verhindern möchte. Das die Camarilla das definitiv nicht gut heißen wird, dass die Stadt neutrale Zone und damit Gebietsverlust werden soll ist mir klar, es weiß halt bloß noch niemand. Deswegen bin ich mir unsicher ob da überhaupt jemand reagieren würde bevor wirklich was passiert oder ob da sofort jemand offizielles zum überwachen losgeschickt wird, weil man von ausgeht das ne reale Bedrohung bevorsteht.

    Zu dem Boten mach ich mir auf jeden Fall noch Gedanken, der wird Definitiv auch ne wichtigere Rolle spielen als eben bloß "Postbote" :D

    Edit: ist so ein bisschen wie die Streitfälle um Grundstücke die Leute als Flüchtlinge zurücklassen mussten und nach 20-30 Jahren auf einmal wieder beanspruchen... Da ist die Lösung ja leider auch fast nie simpel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2018
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  4. mikyra

    mikyra Gott

    Eben! Das ist ja der große Vorteil an der ganzen Sache. ;)
    Genau das meinte ich als ich schrieb, dass die Reaktion vor allem davon abhängen könnnte, wie der Methusalem nach seinem Erwachen - sollte es überhaupt dazu kommen - hinsichtlich Einhaltung der Traditionen agieren wird.

    In meinen Augen zwingend reagieren müssen andere Angehörige der Kamarilla erst dann, wenn er sich grobe Verstöße zu schulden kommen lässt.
    Bis dahin sehe ich keinen zwingenden Grund, warum Du im Rahmen eines glaubwürdigen Szenarios nicht volle Freiheit haben solltest, die Phase vor seiner möglichen Ankunft ganz so zu gestalten, wie es in die Story passt.
    So lange keine gesicherten Berichte über sein Handeln eintreffen, sehe ich keinen Grund, warum Du nicht aus dem vollen Spektrum zwischen erhöhter Aufmerksamkeit und Einmischung im Vorfeld auf der einen Seite und überheblicher Ignoranz oder krasser Fehleinschätzung der Lage auf der anderen Seite schöpfen können solltest.

    Die konkrete Entscheidung würde ich viel eher vom Interesse der Spielrunde und Deinen Absichten für die Erzählung der Geschichte machen.
    Wenn Du Deinen Spielern möglichst großen Einfluss auf die Geschehnisse gestatten willst, könnte es eine gute Idee sein nicht zu früh andere mächtige Parteien aktiv in die Handlung zu involvieren. So haben sie mehr Möglichkeit die Weichen selbst mit zu stellen.
    Sollen die Spieler viel mehr als Helfer und Marionetten im Ränkespiel anderer Vampire in Aktion treten, könnte der umgekehrte Ansatz der geschicktere sein.

    In jedem Fall vermeiden würde ich jedoch Szenarien, in denen die Spieler nur noch als Zuschauer agieren können, weil zu viele einflussfreichere Mächte die Kontrolle komplett übernommen haben.

    Wenn er sich geschickt anstellt, könnte der Methusalem die Aufmerksamkeit sogar erst dann auf die Domäne ziehen, wenn er sie, als neuer Machthaber, bereits ausgegliedert hat.
    In diesem Fall würden vor allem die Vampire der lokalen Domäne eine große Rolle für die Geschichte spielen.
    Vampire zu denen auch die Spielercharaktere gehören, und zu denen sie bereits Beziehungen haben und von denen sie mit Informationen versorgt und in eigene Pläne eingeweiht werden können. Vielleicht können sie sogar den ein oder anderen Gefallen einfordern.

    Kurzum: Der Handlungsspielraum für die Spieler dürfte in einem solchen Szenario sehr viel höher sein, als in einem Szenario, in dem höher stehende Mächte sehr früh auf den Plan treten und versuchen das Geschehen zu dominieren. Zeitgleich hast Du bei diesem Ansatz aber auch weniger Kontrolle über den genauen Verlauf der Geschichte.

    Welche Variante frühes Eingreifen externer Mächte oder erst sehr spätes oder gar zu spätes, würde ich vor allem von Eurer Spielrunde abhängig machen.

    Sind Deine Spieler aktiv, stecken sie sich gerne selbst Ziele und bringen sie viele eigene Ideen ein und gehörst Du zu den Spielleitern, die auch Szenarien mit offenem Ausgang stressfrei meistern, kein Problem damit haben, wenn die Geschichte einen anderen Verlauf nimmt, als den vorher gesehen und kein Problem damit haben hin und wieder einfach ein wenig zu improvisieren?
    Dann würde ich eine Variante bevorzugen, bei der dem möglichen Erscheinen des Methusalem von Seiten anderer Domänen nur eine geringe Aufmerksamkeit geschenkt wird.
    Vielleicht nimmt man die Sache nicht ernst, ist gerade abgelenkt, weil man mit ganz anderen externen Problemen oder internen Quärelen zu kämpfen hat, so etwas.

    Sind Deine Spieler eher passiv, lassen sich gerne vom Spielleiter ziehen, und reagieren lieber auf Szenen, die Du ihnen präsentierts, als den Verlauf der Geschichte selbst mit zu gestalten und gehörst Du zu den Spielleitern, die ganz klare Vorstellungen davon haben, in welche Richtung sich das Szenario entwickeln soll, die sich lieber an einen festen Plan halten und denen freies improvisieren viel zu stressreich ist, um daran Gefallen finden zu können?
    Dann würde ich Dir empfehlen Dich vor allem auf die zweite Variante zu konzentrieren. Frühes Einmischen und hohe Aufmerksamkeit sowohl der lokalen Domäne, als auch externer Domänen. So hast Du immer eine handvoll Akteure zur Hand, mit denen Du die Spieler in Form von Gefallen, Aufträgen, immer wieder in die Handlung einbinden kannst, ohne dass Du Dich darauf verlassen musst, dass die Spieler von sich aus etwas unternehmen.
     
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  5. Brameier

    Brameier Kainit

    Was weiß man denn bisher von der Methusalem? Mögliche Reaktionen der Kainiten werden vermutlich zum großen Teil von diesem Wissen abhängen.

    Als Spieler würde ich vermutlich erstmal etwas Panik bekommen; vor allem durch die OutTime-Annahme, dass ein Methusalem, der Kontakt zur Welt hat, aber sich noch in Starre befindet, mindestens der 4. Genaration angehören müsste. Die 5. Gen. ist (meines Wissens gemäß den Kräften in Regelbüchern) dafür noch nicht stark genug (z.B. "Falscher Schlummer" Auspex 9). Aber solche Nebensächlichkeiten kann man ja letztlich in der eigenen Chronik biegen und anpassen.

    Viel wichtiger ist, was die Charaktere oder andere Kainiten von der Methusalem gehört haben. Durch wen wurde sie warum in Starre gehauen? Wie hat sie vorher die Domäne regiert? Wie hart, gerecht, moralisch etc. war sie? Wie alt scheint sie zu sein? Woher stammt sie? Wenn sie nicht zu den Hauptclans gehört, wozu dann? Über welche Fähigkeiten und Disziplinen verfügt sie?
    Das sind meines Erachtens wichtige Fragen für die ansässigen Kainiten. Vermutlich heißt es jetzt erstmal Zeitzeugen aufsuchen und Bibliotheken / alte Chroniken durchforsten.

    Der höhere Kreis der Camarilla wird diese Methusalem vermutlich kennen.
    Vielleicht freut sich sogar jemand auf eine alte Weggefährtin oder vielleicht schäumt jemand anders vor Angst & Hass (und lässt nach den treuen Dienern suchen, damit er Infos über den Schlafplatz bekommt).
    Niemand weiß, wie sich die Methusalem nach der Starre verhalten wird (wobei es schon interessant ist, dass sie vorher Bescheid sagt..., falls das alles kein Bluff ist), aber es wird sicherlich Infos geben, wie sie früher drauf war und welche Weltanschauung sie hatte.
    Die Frage nach alten Verbündeten der Methusalem wird sich den Kainiten sicherlich auch aufdrängen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2018
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  6. Sparks

    Sparks Gott

    Die Carmarilla ist für Methusalems recht neu. Ich denke wenn ein Meth aufwacht, dann ist ein Ahn für ihn so was, wie ein Neugeborener für einen Ahn. Er ist völlig gleichgültig. Der Meth ist unfassbar mächtig und plötzlich der Stärkste Player am Spieltisch und wird die Regeln festlegen. Die Traditionen haben zwar Tradition, aber es liegt allein bei dem Meth oder sich daran hält oder nicht. Desweiteren könnte ein Meth feststellen dass ihm Menschenblut zu schwach ist und er Vampirblut braucht, dann habt ihr eh ein Problem. Der Meth wird allen neuen Dingen in der Welt nicht vertraut sein. Er ist vielleicht 2000 Jahre halt und liegt seit 1000 in Starre.

    Schau dir doch vielleicht auch Vampire Bloodlines an. Schließlich geht es da genau um das gleiche Thema. Und dort macht sich schon jeder seinen Gedanken und jeder will den Sarg mit dem Meth bekommen. Ich denke, dass die meisten Vampire daran interssiert sind ihn zu vernichten. Entweder um die Gefahr los zu werden, ihre Macht nicht zu gefährden, Diablerie zu begehen oder um Gehenna zu verhindern. Ich würde versuchen ihn zu vernichten.
     
  7. Nach meinem Camarilla-Verständnis intervenieren größere, äußere Instanzen (Archonten, Justikare...) eigentlich nur, wenn die Maskerade in Gefahr ist. Alles andere ist das Problem des Prinzen und wenn der zu schwach ist, dann wird er nach dem recht darwinistischen Gesellschaftssystem der Vampire schnell durch einen anderen ersetzt. Prinz (und Ahn, und Ancilla, ...) ist der, der es DURCHSETZEN kann genau das zu sein. Damit im Hinterkopf werden solche Geschehnisse recht organisch.
    Allein die Maskerade zu schützen macht wirklich flächenübergreifend Sinn, denn wenn die irgendwo final in Scherben liegt, wird das schnell zu einer internationalen Gefahr für die vampirische Population.

    Was nun den Methusalem angeht... was könnte da passieren? Er wacht auf, muss sich erstmal - vielleicht in einem Massaker - spektakulär sättingen und dann ohnehin erstmal die Welt wieder verstehen lernen. Das beginnt unter Umständen schon bei der Sprache. Je nach Dialekt, den er früher sprach, kann das allein schon eine zunächst kaum überbrückbare Diskrepanz sein. Dann muss er ersteinmal all die Wissenslücke über gesellschaftliche und technische Entwicklungen der Sterblichen und Untoten nachholen, was schon ein ganz schönes Stück ist.
    Vermutlich wird das auch seine erste Priorität sein, denn warum sollte ich als erstes zum 'Prinzen' spazieren und den nen Kopf kürzer machen, wenn mein Überleben erstmal davon abhängt mich idealer Weise nicht so zu verhalten, dass mich tagsüber jemand mit nem Flammenwerfer eben platt macht... und im Sinne der Maskerade die Straßenverkehrsordnung zu durchschauen... und überhaupt mal wieder zu lernen mit der aktuellen Population halbwegs zu kommunizieren....
    Wenn mich dann jemand dumm von der Seite anmacht kann ich den auch ganz reaktiv platt machen. Die Konfrontation muss ich da doch nicht suchen, erstrecht wenn ich in meinen Augen sowieso zuhause bin und das, was da so rumläuft, keine Bedrohung für mich ist - sofern ich lerne diese Welt zu durchdringen.
    Daraus lässt sich anbei auch tolles Spiel für die SCs formen. Sie können sich überlegen, ob sie den Prinzen stützen, oder sich vielleicht dem Methusalem anbieten um ihn halbwegs an diese neue Epoche zu gewöhnen - und gleichzeitig stetig mit der Furcht ringen, vielleicht doch noch seinem Durst zum Opfer zu fallen.

    Wenn sie die Domäne wirklich zu 'neutralem Gebiet' erklärt, ist das mit der Intervention ganz vielleicht etwas anderes. Aber da ist dann auch die Frage, ob sie das wirklich ganz publik würde machen wollen, oder doch eher unter der Hand laufen lässt. Ich meine, sie ist nicht der einzige Methusalem auf dieser Welt, und nach kurzem Erwachen garantiert nicht die in der Moderne bewandertste. Dahingehend wäre totale Konfrontation eigentlich das dümmste möglichst Szenario.
    Lippenbekenntnis zur Camarilla würde ich da für wahrscheinlicher halten, zumal die Cammy-Traditionen eben nicht so ewig viel anders sind, als die Dark Age-Gesetze.

    Was das 'Sabbat-Problem' angeht... der ist doch auf jeden Ahnen potenziell scharf... :'')
    Sprich, mit dem sollte sie, wenn deine Stadt nicht irgendeine besondere Situation diesbezüglich kultiviert hat, nich tmehr oder weniger Probleme haben, als jeder andere Ahn/Methusalem auch.
    Zumal die Chance besteht, dass sie in ihrem Alter vielleicht auch nochmal alte Kontakte von früher zu beiden Sekten reanimieren und die Neutralität/Unabhängigkeit quasi diplomatisch festzurren kann....

    In meiner Chronik hat die rund 1000 Jahre alte Fürstin auch nen Deal mit alten Klüngel-Genossen, die mittlerweile im Sabbat sind, laufen... man ist im Hass auf HuC vereint und unterstützt sich da und dafür lässt der lokale bzw. in der Nähe angesiedelte Sabbat sie in Frieden. Und auf der Camarilla-Seite wirkt sie einfach, weil ihre Domäne vorbildlich läuft und das, was zu ihrem nicht unbekannten Tremere-Hass sowie dem generellen Einreiseverbot in die Domäne für HuC geführt hat, zu unangenehm und dabei nachvollziehbar ist, als dass man das gerne weiter in die Öffentlichkeit zerren würde als nötig. Außerdem ist das Alter mit dem dazugehörigen Potenzial eben eine Ansage und nichts, was man sich mutwillig zum Gegner erwählt, wenn es eigentlich keinen wirklich relevanten Grund dafür gibt.

    Was ich damit sagen will.... egal was du tust, mach es einfach schlüssig in einer Gesellschaft, die eher pseudo-sozial und darwinistisch funktioniert, mit feudal-monarchistischen Zügen, und bedien dich an diplomatischer Finesse. Das ist etwas, dass man in so einer Gesellschaft ohnehin braucht um alt zu werden. Ausschließlich mit dem Kopf durch die Wand läuft einfach nicht, denn es gibt eben immer größere/clevere Raubtiere im Käfig als einen selbst. ^^
     
    C_v, Brameier und mikyra gefällt das.
Moderatoren: Mitra, Sycorax
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