[28.04.2008] Miguel eilt zu Evelina

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Da brauchte Miguel nicht lange zu überlegen.

„Natürlich würde ich davon nichts weitererzählen, wenn das Ganze Top Secret ist. Und ich bin gern bereit Ihnen zu helfen. Schlimmer als die Bestrafung, die mich am 30. erwartet wird es sicher nicht sein.“
 
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Noch bevor der Malkavianer etwas dazu sagen konnte, klammerte sich Evelina an Miguel und bat inständig: „Miguel soll bitte nicht mitgehen! Ich will nicht auch noch um ihn bangen müssen! Und Er muss schon genug erleiden.“

Sie sah ihren Vater flehend an.

„Nun gut, bleiben Sie besser hier, Herr Cortés. Ich will Sie nicht überstrapazieren, und ich denke, ich habe auch schon so genug Begleiter."

Evelina löste die enge Umarmung und lächelte erleichtert.

„Danke, Vater. Ich will doch Miguel nicht gleich wieder verlieren.“

Ferdinand setzte sich auf einen der Sessel, und Evelina ergriff Miguels Hand und zog ihn zu dem Sofa um sich dort mit ihm hinzusetzen.

„Mein Clansbruder Herr Picher wurde vernichtet, und wie es scheint ist kein Malkavianer dieser Domäne ihm begegnet. Sie haben mit ihm gesprochen. Vielleicht erzählen Sie mir nun ein wenig mehr über ihn?“
 
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Miguel wollte natürlich nicht, dass Evelina vor Sorge verging.
Er ließ sich von ihr zum Sofa ziehen, setzte sich neben sie und legte dann den Arm um die Ghulin.

"Herr Picher wurde vernichtet?? Wie ist das denn passiert? Doch nicht ein weiterer Werwolf?"
 
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„Nein, nicht durch einen Werwolf. Über die genauen Umstände möchte ich im Moment noch nichts sagen, ich weiß selbst noch nicht allzu viel darüber und möchte kein falsches Bild liefern. Und bitte erzählen Sie niemandem etwas davon.“
 
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„Aber nein, ich erzähle das niemandem.“

Miguel konnte es immer noch nicht ganz fassen. Picher war vernichtet. In dieser Domäne geschah allzu viel Unglück, hoffentlich war das für Evelina nicht zu belastend.
Nachdem er die schlechte Neuigkeit einigermaßen verdaut hatte erzählte Miguel:

„Was ich über Herrn Picher weiß - er trug einen Anzug und hatte gute Manieren. Auf Wunsch seines Erzeugers war er im Hotelgewerbe tätig, und da er sich bewährte erhielt er schließlich die Verantwortung für ein eigenes Hotel.
Jemand hat aber gegen den Erzeuger intrigiert und sich zu diesem Zweck eine Schwäche von Herrn Picher zunutze gemacht. Er litt wohl an so einer Art Persönlichkeitsspaltung oder wie auch immer man das nennt, ich kenne mich da nicht so aus. Also dass er zwischendurch zu einer anderen Person wird sozusagen und sich hinterher nicht mehr daran erinnern kann. In diesem Zustand hat er dann einigen Mist gebaut, was also durch jenen Feind beeinflusst wurde. Es wurden dabei auch einige der Hotels beschädigt und die Gäste waren nicht gerade erfreut. Es gab wohl auch einen Brand mit Todesfolge.
Herr Picher fürchtete, dass man seine Sekretärin einbehalten würde und vielleicht auch seinen Kopf fordern würde. Er hat also seine Heimatdomäne in Schimpf und Schande verlassen müssen und war daher auch hier nicht unbedingt erwünscht, er bekam aber eine Chance, durfte sich aber natürlich hier nichts zuschulden kommen lassen.
Er hatte also nicht den besten Ruf, war aber immer noch besser dran als ich, und es war ein großer Trost und Lichtblick für mich, dass er mich nicht verachtet hat als ich ihm meine Geschichte erzählt habe.
Ich bedaure sehr, dass Herr Picher nicht mehr existiert, mit ihm hätte ich mich gern angefreundet.“
 
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Evelina kuschelte sich an Miguel.

"Abscheulich, solche Intrigen. Danke, dass Sie mir dies erzählt haben, ich bin froh jetzt ein wenig mehr über diesen Clansbruder zu wissen.
Falls Sie übrigens auf Herrn Crain treffen, seien Sie vorsichtig und vertrauen Sie ihm keinesfalls. Ich habe ihn nur kurz kennengelernt, aber er scheint mir doch recht dubios zu sein."
 
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„Ja, Intrigen sind scheußlich.“

Obwohl, es gab da schon gewisse Leute, wo es gar nicht mal so übel wäre , wenn - aber nein, die Rache hatte er doch abgeschrieben. Der Seneschall eins auszuwischen wäre eigentlich auch nicht schlecht. Aber man ging doch nicht gegen die eigenen Clansgeschwister vor, sprach da die Stimme seines Gewissens.

„Der Ravnos, na ja, wenn Jenny den so toll findet, dann heißt das doch im Grunde man kann ihn vergessen.“

Wie sehr sich doch Miguels Ansicht über Jenny geändert hatte seitdem er ihre verrückte Aktion miterlebt hatte. Von seiner anfänglichen Sympathie für sie war nichts mehr übrig, und dass der Malkavianer nichts von ihr hielt hatte dazu beigetragen.
Und außerdem wollte Miguel nicht zum Abschaum gehören. Nicht länger als nötig. Er wollte wieder weiter nach oben, und dann schadete es nur wenn er in schlechter Gesellschaft war, wenn er mit Leuten rumhing, die einen schlechten Ruf hatten und Mist bauten. Dann wurde Miguel bloß leicht in neuen Mist reingezogen, was er sich einfach nicht leisten konnte.
Jenny hatte ihn ja sogar gewarnt gehabt, wer mit ihr abhing käme bloß in Schwierigkeiten, ja, etwas in dieser Richtung hatte sie gesagt. Meine Güte, was für eine Chaotin. Nein, er wollte keinen Umgang mit Leuten, die urplötzlich ausflippten.
Er wollte kein Niemand sein, sondern geachtet statt geächtet. Das musste doch zu schaffen sein. Da hielt er sich also besser an Leute, die ihn nicht in Schwierigkeiten brachten.
 
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"Den Umgang mit einem Brujah namens Fabian Mahler sollten Sie auch besser meiden.
Er hat schon einiges angestellt und ist eventuell auch in diese Demonstration verwickelt, die heute stattfindet. Sie kennen den Brujah noch nicht?"
 
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"Fabian Mahler? Nie gehört, den Namen. Ich kenne nur den Sheriff, von weiteren Brujah weiß ich nichts.
Demonstration? Also ich hatte vor ein paar Stunden so eine seltsame SMS bekommen, damit konnte ich nicht wirklich was anfangen. Damit könnte aber genau diese Demonstration gemeint sein?"

Miguel kramte sein Handy hervor und ließ den Malkavianer den Text lesen.

Freut euch! Heute ist es endlich soweit und Ravachol eröffnet die Grillparty. Bringt eure Beißerchen mit, damit ihr was von dem großen Happen abbekommt. Ihr wollt doch nicht dem Gutsherrn das ganze gute Fleisch überlassen? Also trefft euch heute mit uns zur geselligen Wandertour/Party durch Finstertal.
Wir starten bei der verlassenen WulandMetall-fabrik, marschieren Richtung Süden und machen eine kurze Pause bei dem alten Heim für psychisch Kranke. Dannach ziehen wir Richtung Innenstadt. Folgt einfach der Marsch-/Gutelaunemusik.

Grüße
Ravachols Freunde

"Wer hat mir das bloß geschickt?" fragte sich Miguel und war nun doch ein wenig beunruhigt.

"Und wer ist denn wohl dieser Ravachol, so jemanden kenne ich nicht."
 
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„Dass Sie diese Nachricht erhalten haben kann man als sicheres Zeichen sehen, dass tatsächlich Kainskinder an dieser Demonstration beteiligt sind.
Ravachol war ein übler Geselle - wer sich den zum Vorbild nimmt, vor diesen Leuten sollte man sich in Acht nehmen. Er war ein französischer Anarchist, und Ende des 19. Jahrhunderts hat er etliche Bomben- und Brandanschläge verübt. Nicht sehr nachahmenswert.“
 
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"Nein, das hört sich wirklich nicht sehr gut an. Ich hätte sowieso nicht vorgehabt dort hinzugehen.
Ich hoffe, die Demonstranten werden nicht gewalttätig oder zünden irgendwas an, und die Grillparty ist hoffentlich wirklich nur eine Grillparty und kein Riesenfeuer.
Für oder gegen was demonstrieren die denn eigentlich - hätten die doch mit dabei schreiben können. Ausgerechnet das lassen die unerwähnt, dabei wäre das doch wichtig. Oder sind das einfach nur Krawallbrüder? Die keinen Grund brauchen sondern einfach nur gern Radau machen."
 
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"Wofür die Demonstration eigentlich gut sein soll weiß ich auch nicht."

Irgendwann musste Ferdinand es ihm sagen, er konnte es nicht ewig hinauszögern.

"Ich muss Ihnen noch etwas mitteilen, etwas nicht so Erfreuliches. Ihre Bestrafung, sie soll gefilmt werden.
Dieser Film wird dann ins Café de Trois übertragen und auf die Yacht des Prinzen. Die Kainskinder der Domäne sind auf die Yacht geladen um sich dort den Film anzuschauen."
 
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"Das wird gefilmt??
Na wie schön, dass sich dann also die Ventrue daran ergötzen können wie ich leide!"

Wer das mit dem Filmen wohl veranlasst hatte? Die Seneschall etwa? Wundern würde es Miguel nicht.
 
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"Ich würde am liebsten gar nicht hingehen. Denn ich will mir etwas solches eigentlich nicht ansehen."

"Können wir denn gar nichts für Miguel tun, Vater?" fragte Evelina besorgt.

"Da die Seneschall es nicht erlaubt - ich fürchte, da sind mir die Hände gebunden."

"Aber wer wird sich denn dann um Miguel kümmern nach der Bestrafung?"
 
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"Eigentlich wäre es doch wohl Aufgabe meines Clans sich dann um mich zu kümmern, oder?"

Aber das wollte offenbar niemand übernehmen, und dann war die Seneschall noch beleidigt wenn es ein Clansfremder übernehmen wollte.

"Irgendwie werde ich das schon schaffen. Notfalls liege ich eben eine ganze Woche nur im Bett. Da kann ich doch liegen wie ein Stein, dann muss ich ja nicht einmal zur Toilette gehen wie die Sterblichen.
Aber ich müsste wirklich endlich mal jagen gehen und Blut auftanken, damit ich notfalls eine Weile ohne Jagen auskomme. Heute muss ich das dringend noch machen, und am besten auch Morgen."
 
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"Werde ich dich denn nicht einmal besuchen können?"

Evelina war betrübt.

"Das ist doch schrecklich, wenn du da ganz alleine so lange liegen musst."
 
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"Mach dir keine Sorgen, das wird schon irgendwie. Ich bin ziemlich zäh, ich bin nicht so leicht kleinzukriegen. Der schlimmste Teil ist doch die Bestrafung, wenn ich die hinter mir hab, das Danach ist doch dann keine so große Sache mehr.

Da unten in der Sakristei hab ich übrigens eine Riesenüberraschung erlebt.
Da hat sich vor meinen Augen ein Mensch in einen Werwolf verwandelt. Da wird mir jetzt noch ganz anders, wenn ich daran denke. Habe doch vorher noch nie einen Werwolf gesehen."
 
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„Ein Werwolf??“ fragte Evelina erschrocken.

„Wie gut, dass du heile davongekommen bist, und sonst wärst du ja nicht hier.“

„Wie kommt es denn, dass ein Werwolf überhaupt dort unten hingekommen ist?“ fragte Ferdinand, und auch er war recht erstaunt.
 
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Miguel lächelte innerlich. Nun hatte er die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Zuhörer, nun konnte er anfangen zu erzählen und war ganz in seinem Element.

„Nun, ich stand also auf meinem Gerüst und war am arbeiten. Die ganze Zeit war Totenstille, aber dann hörte ich plötzlich Stimmen. Ich dachte, vielleicht ist Kiera schon mit der Regentin gekommen, aber als ich die Ohren spitzte hörte ich die Stimme vom Sheriff. Da dachte ich mir, gehe ich doch mal nachschauen. Da waren dann in der Tat auch Kiera und ihre Schwester, aber auch noch weitere Leute.
Diese Gangrel, die mit Jenny die Hauswand hochgeklettert war und die mich dann jetzt vor all den anderen Leuten als Petzer bezeichnete.
Die Leute waren gerade alle in dem Hautgang und fühlten sich dort offensichtlich nicht sehr wohl. Die Regentin war wohl sogar zu Boden gesunken. Dann war da noch Herr Stahl, und er wirkte als müsste er sich gleich übergeben. Und es war auch eine junge Frau mit dabei, sie sah aus wie 17. Ich dachte erst sie ist auch ein Kainskind. Aber von wegen.
Wir verließen den Hautgang und kamen zu dem Raum mit den vielen Regalen.
Der Sheriff sagte zu ihr was von sie könne sich ruhig eine Gestalt wählen, und da hab ich mich gewundert was er damit meint. Und dann kurz darauf hat dieses junge liebreizende Ding sich in ein furchtbares Monster verwandelt. Die Verwandlung ging schrittweise vonstatten, da war ich einfach nur starr vor Schreck. Dieses pelzige Etwas wuchs allmählich zu einem Koloss von fast 3 Metern heran.“

Miguel hielt inne um das Ganze erstmal wirken zu lassen.
 
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Evelina hing an Miguels Lippen.

"Und dann?" fragte sie, fasziniert und furchtsam zugleich.

Auch Ferdinand hörte interessiert zu, jedoch mit Pokerface.
 
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