[28.04.2008] Beschwingt zur Arbeit

Schwan

Miguel Cortés, Toreador
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18. April 2008
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Miguel schrieb eine SMS an Kiera: "Fahre jetzt los zum Dom. Bis gleich."

Miguel verliess das Hotel und stieg in seinen Ferrari.
Er schwebte wie auf Wolken. Schon lange hatte er sich nicht mehr so glücklich gefühlt wie heute. Evelina war in ihn verliebt und wollte mit ihm Erfüllung finden, Miguel konnte sein Glück kaum fassen. Wie könnte er da Nein sagen, und ausserdem, auch er wollte mit ihr Erfüllung finden, und wie könnte man dieser Frau einen Wunsch abschlagen. Er sollte sie nicht zu lange warten lassen.
Nein, eigentlich brauchte er da nicht lange zu überlegen.
Vielleicht war es verrückt, wenn er sich, zudem so schnell, auf dieses Angebot des Malkavianers einliess. Aber er konnte doch seine Liebste nicht hinhalten, nein, er würde Evelina nicht warten lassen und erst recht nicht sie enttäuschen indem er das Angebot ablehnte. Was würde er nicht alles in Kauf nehmen um mit dieser wunderbaren Frau zusammenzusein zu können.
Und ausserdem, vielleicht blieb ihm nicht mehr viel Zeit. Vielleicht war er übermorgen schon nicht mehr existent. Dann hätte er nur noch heute und Morgen um neben seiner Arbeit etwas Zeit mit der Frau seiner Träume zu verbringen. Wenn es sein Schicksal war schon jetzt dahinzuscheiden, so nicht ohne vorher ein einziges Mal diese Lippen geküsst und seine Liebste in den Armen gehalten zu haben. Als ob es um ihn so schade wäre - viel schlimmer war, dass er dann Evelina zurückliess und sie um ihn trauern würde. Ja, es würde ihr sicher das Herz zerreissen wenn er jetzt vernichtet wurde.

Ich will nicht von dir gehen, Liebste.

Nein, das durfte einfach nicht geschehen. Er musste überleben.

Miguel suchte und fand ein Geschäft, wo er einen besonders prächtigen Strauss Blumen kaufte. Dann stiess er noch auf ein Schmuckgeschäft an dem er nicht vorbeigehen konnte, sah ein ansprechendes Schmuckstück im Schaufenster und kaufte es kurzentschlossen für seine Liebste.
Anschliessend fuhr er noch zur Glasschmelze und holte die Teile aus denen er dann ein Gerüst bauen würde. Dementsprechend würde er sich ein wenig verspäten.
 
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Kiera war pünktlich, blieb aber im Auto sitzen und wartete, bis der Toreador ankam. Sie hatte nicht vor, jetzt gleich mit ihm hinunter zu gehen, sie würde das wohl später oder am nächsten Tag zusammen mit ihrer Schwester machen.

Sie betrachtete den Dom, eigentlich sah dieser ziemlich harmlos aus, geradezu majestätisch und strahlte etwas aus, was nicht zu vergleichen war. Eigentlich sollte man sich in einer Kirche geborgen fühlen und wenn sie nicht wüßte. was es hier zu finden gab, würde ihr dies auch wohl so geschehen, doch es war einfach was ganz anderes, wenn man wußte, was sich darunter befand.
 
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Ein schwerlich zu überhörender und zu übersehender roter Ferrari hielt ungefähr 15 Minuten nachdem Kiera angekommen war schliesslich in der Nähe des Doms. Nein, dieses Auto war alles andere als unauffällig.
Miguel stieg aus und holte die Gerüstteile aus dem Auto. Seine Kamera hatte er an seinem Gürtel befestigte. Er hielt nach Kiera Ausschau.
Wie anders er doch wirkte als an dem frühen Morgen an dem Kiera und Rashid ihn in der Hotelhalle kennengelernt hatten - voller Energie und Tatendrang, ausnehmend gut gelaunt, von Deprimiertheit keine Spur mehr. Auf seinem Gesicht lag ein verträumter Ausdruck und ein leichtes Lächeln.
 
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Out of Character
Upps, hatte ich übersehen.


Gegenüber dem Toreador hatte die Tremere ein ganz normales Auto und noch dazu in einem unauffälligen dunkelblau. Nun stieg sie auf und ging auf Miguel zu.

"Hallo, du hast ja wirklich jede Menge Kram dabei, gib mir was ab, dann sieht es nicht so nach Maskeradebruch aus", sagte sie mit einem Lachen.

Auf seine Laune ging sie nicht wirklich ein, auch wenn sie sich ziemlich wunderte angesichts der Tatsache, was er ihr über diese Sakristei berichtet hatte. Sie sah zu dem Dom während sie wartete, dass sie Miguel etwas von seinen Sachen abnehmen konnte.
 
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"Hallo, Kiera!"

Miguels Lächeln wurde umso breiter als er Kiera erblickte.

"Das was ich hier schleppe konnte ich auch schon als Sterblicher tragen, ich war eben ein recht starker Mann", grinste der Toreador.

Er gab Kiera dennoch etwas von den Gerüstteilen ab.

"Der Anruf vorhin, das war übrigens Evelina", sagte er mit strahlenden Augen, und wieder musste er lächeln.

"Na ja, und dann habe ich noch die Geissel angerufen, wie gut, dass ich das endlich hinter mir habe. Dargol scheint ganz verrückt darauf zu sein, jetzt diese zwei Unbekannten zu jagen."

Miguel ging in Richtung Dom.
 
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Die Sachen waren wirklich nicht schwer, aber es sah halt so schon besser aus, mit nach unten gehen würde Kiera zwar nicht, aber bis zum Abgang würde sie die Sachen bringen.

"Evelina?" Kiera mußte einen Moment überlegen, dann fiel ihr ein, dass das diese farblose Ghulpüppchen des Freiherren sein mußte. "Und was ist mit ihr, ich hoffe, es gibt keinen Ärger mit deren Domitor?

Dass die Geissel diese Unbekannten sucht ist gut, immerhin ist es gerade jetzt unglaublich gefährlich unbekannte in der Stadt zu haben."

Das letzte meinte sie sogar ernst.
 
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"Nein, nein, Ärger gibt es nicht, im Gegenteil."

Wieder lächelte der Toreador, diesmal geheimnisvoll, und über die Details schwieg er sich aus, was ungewöhnlich war bei ihm.
Aber dieses Arrangement, das sich da anbahnte, das konnte man doch niemandem erzählen sowas, das war einfach ein wenig abgedreht, und sicher würde es dem Malkavianer nicht gefallen, wenn Miguel es ausplauderte.

Ein paar Minuten später erreichten sie das düstere Loch.

"Hier geht es also hinunter. Man geht zuerst die Wendeltreppe runter und dann einen ungefähr sieben Meter einen Gang entlang, und nach einer Biegung kommt dann der Hautgang, der ist etwa genauso lang. Am Ende des Hautganges ist eine Holztür, und dahinter ist ein Raum, vielleicht acht mal acht Meter gross, mit Altar. Hinten ist eine Tür, und dahinter führt eine Steintreppe nach oben. Dann kommt man an eine weitere Tür, und dahinter ist der winzige Raum mit dem Fenster, wo ich arbeite. Kommt ihr dann bis dorthin?"

Miguel stellte kurz die Sachen ab und legte sich das Stirnband mit der kleinen Lampe um den Kopf, machte schon mal das Licht an.
 
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Es war wohl auch besser, dass Miguel das nicht ausplauderte, denn die Tremere, die sich sträubte eine zu sein, hätte ihm dann vermutlich jeglichen gesunden Menschenverstand abgesprochen und wäre zu dem Schluß gekommen, dass der Toreador wohl verrückter als der verrückteste Malkavianer sein würde.

Kiera lugte in das Loch hinein. Sie konnte es förmlich spüren, dass hier etwas böses lauerte, immerhin war ihre Auspexkraft bis zur Meisterschaft gereift.

"Und da drinnen ist dann auch dieser Hautgang?" fragte sie.

Es gab noch einen Grund, weshalb sie nicht alleine gehen wollte, manches Mal bekam sie Probleme und seltsame Backflashs in so engen Räumen, besonders wenn es dort irgendwelche bösen Geister gab und da traute sie nur 2 Personen auf der Welt, Caitlin und Rashid.

"Wir werden es schon finden und sagen Bescheid wenn wir kommen, damit du nicht erschrickst und uns aus Versehen angreifst."
 
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"Ja genau, da ist auch der Hautgang, gar nicht zu verfehlen. Mit Bescheid sagen ist allerdings schwierig solange ich da unten bin, denn da hat mein Handy keinen Empfang. Falls ihr heute noch kommt, keine Sorge, ich greife nicht einfach so an, wenn ich mich erschrecke. Wenn ich sehr in meine Arbeit vertieft bin nehme ich sonst kaum noch was wahr, am besten laut meinen Namen rufen."
 
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"Das mit dem Rufen ist eine gute Idee, aber vielleicht wollen wir auch sehen, was du da freilegst, ob es denn etwas ist, was interessant ist und das uns weiterhilft", meinte Kiera. "Immerhin ist meine Schwester die Regentin der Tremere."

Es war schon erstaunlich, wie offen man in dieser Stadt damit umging, das verbuchte sie schon mal als positiv für diese Domäne. Wenn dann noch gewisse Kreise einsehen würden, daß ein toller Titel und Clan einem nicht zu einer besseren Person machte. Aber da konnten sie noch so oft auf die Schnauze fallen, das würden verschiedene Clans nie kappieren.
 
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"Ich freue mich doch über einen Besuch.
Heute werde ich allerdings nur mit der unteren Hälfte fertig werden. Die Paste muss tagsüber einwirken, heute trage ich sie auf die obere Hälfte auf und morgen entferne ich sie also und lege somit auch die obere Hälfte frei. Wenn ihr das vollständig freigelegte Fenster sehen wollt, dann kommt also besser morgen um das Fenster anzusehen, aber am besten nicht vor Mitternacht."

Miguel hatte keine Ahnung, was es bei den Tremere clansintern mit der Bezeichnung Regentin auf sich hatte, aber hörte sich nach was Hohem an.
Und jedenfalls war sie Ahnin der Tremere, hm, da war Miguel ein wenig mulmig zumute, aber wenn sie Kieras Schwester war, dann war sie sicher nicht so übel, und zum Glück wäre Kiera ja dann mit dabei.
 
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"Einverstanden, dann werde ich das meiner Schwester so sagen und erklären", meinte Kiera mit einem Lächeln. "Ich bin ja wirklich mal gespannt was das Fenster hergibt."

Sie würde noch warten, bis Miguel nach unten geklettert war und sich anschließend wieder auf den Weg zu ihrer Schwester machen. Immerhin hatten sie noch ein paar Sachen vor.
 
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"Ich bin auch gespannt was da wohl zum Vorschein kommt. Gut, dann sehen wir uns also wahrscheinlich Morgen."

Miguel nahm noch die Gerüstteile, die Kiera getragen hatte und machte sich dann auf dem Weg nach unten. Heute fühlte er sich immun gegen das Böse, was hier unten lauerte. Er schritt dennoch so rasch wie möglich voran.
Nachdem er die Sachen bis in den kleinen Raum getragen hatte, stellte er sie ab.

Miguel stellte die Weckfunktion seines Handys ein und machte die Lampen an. Er entfernte die Paste, die er gestern aufgetragen hatte, dann baute er das Gerüst auf und fing an auf der oberen Hälfte des Fensters sorgfältig die Paste aufzutragen.
 
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Miguel war für heute fertig mit seiner Arbeit noch bevor der „Wecker“ seines Handys klingelte. Zufrieden besah er das Ergebnis und machte schnell noch ein paar Fotos.
Und jetzt - jetzt hatte er noch genug Zeit um Evelina zu besuchen, wie wunderbar.

So beschwingt er zur Arbeit erschienen war so aufgeregt und voller Vorfreude machte er sich nun auf den Rückweg.
Hoffentlich waren die Blumen noch in halbwegs gutem Zustand nach all den Stunden. Er konnte doch nicht mit verwelkten Blumen erscheinen.

Miguel eilte zurück und hatte keine Augen für den Hautgang.
Kaum hatte er seinen Ferrari erreicht schaute er sich den Blumenstrauß an. Der konnte sich noch sehen lassen, gut. Jetzt nur nicht zu schnell fahren. Wenn er jetzt einen Unfall baute, das würde den Rest der Nacht verderben.
 
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