Vampire und Vertrauen

Ähm.... entweder leidet meine Mitteilungsfähigkeit oder du hast dich ordentlich verlesen, Teylen. Ich hoffe Letzteres, sorry.
Ich spreche von Dingen, die mein Charakter tun könnte in Hinsicht auf das Ziel die Stadt - namentlich San Diego - zu erobern, befreien, einzunehmen, wie auch immer. Der Sabbat hat die Stadt kürzlich eingenommen und das in einem Hauruxk, quasi über Nacht. Leider ist das nun direkt vor der Haustür und damit zu nah. Wie ich schon sagte sind meine Truppenzahlen gering, da wäre eine Art SWAT von ca. 50 Menschen, eine kleine Gruppe Security-Ghule, und vielleicht zwei Dutzend Vampire, die ich entbehren kann und in den Kampf schicken würde. Dagegen habe ich (gesehen) 8 Rudel Schaufelköpfe, einige Szlachta, mindest ein Vozhd und das bislang unbemerkte. Woher also nimmt man Leute für so eine Aktion, wenn fragwürdig ist und bleibt, ob man der Apfel unterm Stamm ist (Priscus wie ich sagte).
 
Das habe ich durchaus verstanden.
Allerdings sehe ich so wie du den Charakter beschrieben hast nicht das Potential diese, doch recht grosse Stadt, einzunehmen.
Du hast deinen Prinzen dahingehend beschrieben das er jedem (verdammten) Neugeborenen zur Begruessung Beherrschung aufdrueckt.
Das sorgt sicherlich fuer eine gesittete Vorstellung und eine entsprechend gesittete Zeit, allerdings wirft es die Frage auf wie es einerseits auf die Betroffenen Vasallen direkt wirkt und andererseits wie es auf die Sire der Vasallen wirkt, welchen Eindruck es bei den Aelteren hinterlaesst.
Meine Einschaetzung nach foerdert es weniger den Respekt, Gehorsam als das es den Eindruck forciert das mit einer Kanone auf Spatzen geschossen wird. Das heisst die Frage ist wieviele der knapp 24 Vampire die der Prinz als entbehrlich empfindet tatsaechlich bereit sind fuer den Prinz einer Stadt ausserhalb dessen eigentlicher Domaene anzugreifen und fuer ihren Prinzen zu erobern.

Hinzukommt das die Stadt offenbar bereits recht gut mit Sabbat-Anhaengern bevoelkert wurde.
Zumal zu den beobachteten knapp einem doppelten dutzend Schaufelkoepfe, einigen Szlachta, einem Vozhd und dem Tzimisce. Nun ist es der Sabbat. Das heisst der Tzimisce wird vermutlich ein Rudel haben. Der Sabbat als solche wird weitere Schaufelkoepfe produzieren und eine gewisse Anzahl an einerseits menschlicher Herde aufbauen sowie andererseits, sollte er sich bedroht fuehlen, entsprechende Maskeradebrueche inszenieren. Was ein SWAT Team sowie eine kleine Gruppe von Security-Ghule durchaus beschaeftigen kann ohne das sie das eigentliche Problem eindaemmen.

Dazu beschreibst du das die Prinzen ihre Kaempfer unteranderem geholt haben um sich gegen deinen Prinzen abzusichern.
Das signalisiert es dort nicht nur schwierig ist Vertrauen aufzubauen sondern das dort offensichtlich bereits ein grundlegender Vertrauensbruch vorlag. Schliesslich ist es nicht unbedingt ueblich das sich eine Camarilla Stadt direkt kaempferisch gegen den Nachbarn absichert.
Mir faellt wirklich kein guter Grund ein wieso man seinen Nachbar, gegen den man sich bis vor kurzem noch verteidigt hat, Truppen entsendet. Denen das auch noch entsprechend verkauft werden muss.
Gerade wenn man von keiner natuerlichen Vertrauensbasis hat ist der Feind meines Feindes auch einfach nurmal mein Feind.

Was sich gegebenfalls anbieten wuerde waere den potentiellen Buendnis-Partern im Grunde die Infrastruktur sowie die vorhandenen Ressourcen fuer einen Krieg in San Diego zu bieten und San Diego als Stadt ihnen zu ueberlassen. Im Austausch dagegen die eigene Stadt hinreichend befestigen zu koennen. Eine Art Blutzoll & Respektsbekundung fuer die Sicherheit der eigenen Domaene.
[Und dabei beten das die auf keine linken Gedanken kommen wie ggf. einen Sabbat Angriff auf deine Stadt zu forcieren und aehnliche Schweinerein]


Just imho.
Kann sein das ihr es anders spielt. ^^
Vielleicht habe ich da auch einen enormen Denkfehler drin.
 
Ich glaube das sieht Teylen da sehr richtig, Dein Stand ist nicht gerade gut, es ist fast fraglich, ob du dich überhaupt als Prinz wirst halten können, da würde ich von Eroberungsplänen vielleicht abstand nehmen und eher in der eigenen Stadt aufräumen und den Angriff des Sabbat abwarten (kannst es ja als Kampagne gegen den Drogenschmuggel aufziehen).
 
Gerade nachgeschlagen.
Das der Erzeuger beim Sabbat ist und ein Priscus (Seneshall, des Boss des Sabbats???) duerfte einerseits deine Nachbarn noch weiter davon abhalten sich mit deinem Prinzen zu verbuenden, andererseits vermutlich macht der ein kleines Blutfest oder so wenn er die Stadt seines abtruenningen Kindes angreifen & uebernehmen kann. @.@
 
Hm, an sich habt ihr Recht und ich könnte mich zunächst um LA selbst kümmern aber das ist imho Sache des Sheriffs und die kleine Gotcha-Party übersteh ich schon (Zuversichtsmodus). Ohne jetzt die Kleinigkeiten zu korrigieren, die nicht ganz korrekt ankamen grübel ich wohl noch mal, die Sache aufzuschieben bis der Justikar uns besucht. Kann ja nicht mehr so lange dauern nach dem Resümee :D
 
Du hast Dir LOS ANGELES angelacht?! Na Prost Mahlzeit... da wirst Du aber kein Vergnügen haben, als Cammy... selbst ohne Sabbat nicht!
 
Okay, ich muss wohl doch noch mehr aufrollen. Den Vertrag mit dem Kuei'Jin haben wir in der Tasche, da gibt es irgendein offizielles Abenteuer dazu. Hrm, Jarbeaux ist sehr charmant, doch. Bei Fun Toy frage ich mich, wer auf den Namen kam, well. Die Anarchen haben auch einen Vertrag mit den Kuei'Jin und damit sind wir alle lieb und nett zueinander in der Pattsituation. Vergnügen... doch, das habe ich überaus, ich mag die Domain und wenn ich aufgeben will fällt mir wieder ein, dass SC und NPC mich verdient haben (Kommentar des Malk-Spielers in einer persönlichen Note von Sarkasmus).

Also im Ernst. LA ist eine erstklassige Domain. Mit dem Angelacht ist das so eine Sache... ich behaupte einfach, dass kein anderer verrückt genug war, sich auf den Abschussposten zu setzen. Die Herrschafen aus Übersee sterben ja wie die Fliegen, weil die Anarchen ungern einen Prinzen sehen. Das bringt also wieder meinen Char ins Spiel, lange Geschichte...

Edit: @Caninus: ihr, nicht sein LA, danke :)
 
"Sein" ist immer richtig, es ist ja "der User"^^

Aber hmm.. das sieht ja schon nach dem offiziellen LA aus, dann könntest du doch vielleicht versuchen lieber andere für dich arbeiten zu lassen in der Sache? Schon meist die eigenen Ressourcen.
 
Ich bin bei Vampire mittlerweile dazu übergegangen, die Gruppenzusammenführung nicht auszuspielen, sondern die Charaktere den Klüngel gemeinsam erschaffen zu lassen (die Klüngelkonzepte in Maskerade 99/Requiem sind dabei recht hilfreich).

Wichtig ist mir dabei der Aspekt der gemeinsamen Ressourcen, also dass jedes Klüngelmitglied etwas zur Gruppe beiträgt, was die anderen brauchen, um ihre Ziele zu erreichen (einer z.B. hat Einfluss in der sterblichen Welt, aber wenn er einem anderen Vampir damit auf die Füße tritt kann das schnell sein Ende bedeuten - ein anderer hat ein gutes Verhältnis zu seinem (mächtigen) Erzeuger und daher große Erfahrung in der Vampirgesellschaft (weil er immer mitgenommen wurde, schon als er noch Kind war), allerdings hat er die Aufmerksamkeit von ein paar Jägern auf sich gezogen, welche einem anderen Vampir zu diesen Treffen gefolgt sind (und er hat nicht die Schutzmaßnahmen der älteren Vampire), weshalb er den Einfluss von Vampir A braucht, um den Jäger diskret loszuwerden...usw.usf.).
 
Ja, das habe ich auch schon überlegt. Der Gedanke ging direkt an die Kuei'Jin und von mir aus (ich kann das ja so sagen) können sie San Diego behalten wenn sie es befreit haben, das wäre durchaus ein denkbarer Deal wenn der Mandarin sich darauf einlässt. Trotzdem würde ich gern abwägen, was es noch für Optionen gibt, ehe ich entscheide.
 
Musst du die Stadt denn eigentlich befreien? Also gibt es da nen dringenden Grund für? Ansonsten kann man auch mit denen Pakte schließen.
 
Okay, ich gebe euch kurz eine Zusammenfassung der Faktoren die euch (meiner Meinung nach) weiterhelfen können die Situation einzuschätzen: (btw bin die SL der angesprochenen Runde)

(Edit: offizielles Abenteuer "Mitternachtsspaziergang" aus "nights of prophecy")
Der Charakter von Lux war einst ein normaler Baron in Los Angeles (von der Fraktion die mit den Cathayern zusammenarbeitete, also nicht zu denen die nach San Francisco ausgewandert sind). Es kam dazu das er den Cathayern eine Menge schuldete und deswegen Wächter spielte bei einer Übergabe die zum Frieden zwischen Cathayern und Camarilla führte. Seitdem schuldete die Justicarin (Madame Guile) ihm etwas.

Laut Friedens-Vertrag mit den Cathayern hat die Camarilla LosAngeles an die Asiaten abgetreten.
Durch einen Kuhhandel wurde der Charakter dann zum Prinzen von LA ernannt, da auch die Cathayer ihm etwas schuldeten und ohnehin mit den Anarchen "verbündet" waren gab es da keine Probleme.

Allerdings lief die Justicarin (Madame Guile) die den Charakter ernannt hat wenige Wochen später zum Sabbat über, nicht ohne vorher die anderen Californischen Domänen finanziell zu melken um der jungen Domäne LA "starthilfe" zu geben (einen großen Teil des Geldes nahm sie direkt in den Sabbat mit).

Da er von einer Justicarin ernannt wurde die kurz darauf überlief, und sie ihm einen nennenswerten Teil des Geldes ausgezahlt hatte wurden die Nachbarsprinzen misstrauisch. Sie rüsteten auf, konnten aber wegen dem Friedensvertrag mit den Cathayern nicht Angreifen da der Prinz noch immer seinen Baronstitel als Anarch hält und im Bündnis mit den Cathayern lebt. Ziel der Prinzen war vorerst die eigenen Domänen zu halten bis ein neuer Justicar eintrifft.

Inzwischen hat der Charakter es geschafft die Schulden die Madame Guil ihm "vererbt" hat wieder an die Prinzen zurückzuzahlen. Dennoch sind die Prinzen Misttrauisch, besonders da Gerüchte umgehen das sein Erzeuger im Sabbat ist.
Allerdings hat der Sabbat aber auch eine Großoffensive gestartet und alles südlich von LA eingenommen, an der Ostküste zog der Sabbat weiter und hat diese nun wieder fast vollständig unter kontrolle. An der Westküste aber war vor den "stadtmauern" von LosAngeles schluss... kein einziger Schuss und kein einziger Angriffsversuch. Auch dadurch werden die Überläufer-Gerüchte nur verstärkt.

Ihn Absetzen ist momentan problematisch für jederman (außer den Sabbat). Die Anarchen würden ärger mit den Cathayern kriegen wenn sie gegen die Cammarilla vorgehen und umgekehrt.

Und nun will der Prinz San Diego befreien und versucht dafür Unterstützung zu gewinnen wo er nur kann.

( Ich hoffe das war irgendwie hilfreich, wenn nicht einfach Fackeln und Mistgabeln holen :D )
 
Ja, danke KAUZ, ich bin auch sehr für Hexenverbrennung -.-

Aber nun wird wenigstens ersichtlich, wieso ich mit dem Sabbat keinen Pakt eingehen kann, auch wenn danach die Westküste sicher wieder sicher wäre so zu sagen... und ich weg...
Bis vor kurzem sah es so aus als müsste ich oder wir San Diego befreien, da gab es ein kleines Problem, das inzwischen aber gelöst werden könnte. Nichtsdestotrotz würde alles was wir tun außer kämpfen diese Auseinandersetzung nur hinauszögern, aufschieben, nicht aber aus der Welt schaffen, jedenfalls in keinem Szenario, das mir in den Sinn kommt. Also warum warten? Tun wir das nicht schon seit 500 Jahren?
 
Da ich da nicht weiß was aus dem offiziellen Abenteuer kommt und was auf Deinem Mist gewachsen ist, ist das jetzt echt schwierig darauf einzugehen... Anarch UND Cammy? Sorry, aber da hört's nach meinem WoD-Verständnis endgültig auf... Anarch und Camarilla geht genauso wenig wie Camarilla und Sabbat... klar, als Spion mag das gehen, aber mal im Ernst... Die Anarchen definieren sich über die Ablehnung der Camarilla! Wenn ein Baron Prinz wird... also ich weiß nicht, wenn ich da SL wär würde der sowas von gelyncht werden...
 
Der Gedanke dahinter war in etwa: "Okay, die Camarilla kommt zurück.. bevor die uns irgendwen vor die Nase setzen der hier nur alles schlimmer macht, ernennen wir unseren eigenen Prinzen, den die Anarchen nicht gleich mit Krieg überziehen."
Du magst ja davon halten was du willst, aber der Werdegang hat eine gewisse Logik.. und Intriganz. ;) Und in der selben Situation könnte in DEINER Runde auch einer auf die Idee kommen.
 
laut dornenvertrag sind Anarchen ohnehin mitglieder der Camarilla ;) (ja, ich weiß das die Anarchen von damals nix zu tun haben mit den Anarchen der Free-states).

ansonsten stimmt das was Nightwind geschrieben hat ganz gut. Ein Baron ruft sich "nominell" zu einem Prinzen aus um zu verhindern das die Camarilla jemanden anders hinsetzt der probleme macht.
Das wäre dann der Kuhhandel von dem ich redete. Das diese aktion von keiner der Seiten als wirklich sauber betrachtet wird ist eine andere Sache, spielt aber in die vorbehalte der anderen Prinzen mit hinein.
 
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