Materialsammlung Woher stammen die mythischen Kreaturen, die Götter, Monster, magischen Wesen?

Die Ozeane beherbergen eine beeindruckend große Tierfamilie, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt: Die Kopffüßer. Ebenso geheimnisvolle wie unheimliche Wesen, mit mehreren Armen, die mit Saugnäpfen besetzt und direkt mit dem Kopf verbunden sind. Seit einigen Jahrzehnten verbreiten sich diese entfernten Verwandten der Schnecken zunehmend über alle Weltmeere.

Verschmutzung, Überfischung, Übersäuerung: Der Zustand der Meere ist alles andere als erfreulich – doch den Kopffüßern geht es prächtig. Was macht Sepien, Kalmare und Kraken neuerdings so erfolgreich? Während die teils vom Menschen verursachten Umweltveränderungen bei anderen Arten zum Aussterben führten, konnten sich die wirbellosen Weichtiere anpassen und sogar vermehren. Heute sind sie sowohl in der Tiefsee als auch in tropischen Küstengewässern heimisch.
Zwar leben sie nur ein bis zwei Jahre, doch sie produzieren viele Eier und haben eine relativ geringe Sterblichkeitsrate. Die Kopffüßer sind als geschickte und schnelle Beutegreifer bekannt. Zudem profitieren die erstaunlich anpassungsfähigen Tiere von der Überfischung der Meere und dem daraus resultierenden Rückgang ihrer Fressfeinde. Von Kalifornien über die Philippinen bis Australien erkundete das Filmteam drei Jahre lang die Welt der Kopffüßer. In fantastischen Aufnahmen mit Unterwasserkamera und Spezialausrüstung porträtiert es einige dieser faszinierenden Weichtiere und fängt dabei mitunter spektakuläre Verhaltensweisen ein.
Weil viele Kopffüßer in sehr entlegenen Gebieten leben, ist nur wenig über sie bekannt. Mit Makro-Objektiven entstandene Aufnahmen geben nun Einblick in die Welt der kleineren Spezies sowie der Larven von größeren Arten und veranschaulichen die besondere Physiologie dieser Tiere, die nach Belieben ihre Gestalt und ihre Farbe wechseln können. Dies spielt unter anderem bei der Tarnung, Warnung und beim Paarungsverhalten eine wichtige Rolle.

Dokumentation von Bertrand Loyer (F 2020, 43 Min)

 
Frau Holle – im Märchen der Brüder Grimm belohnt sie die Fleißigen und bestraft die Faulen. Sie kann es schneien, Gold oder Pech regnen lassen. Wer oder was steckt hinter dieser rätselhaften Märchenfigur?

Die Mitglieder eines Germanenstamms, das im 2. und 3. Jahrhundert an der Nordseeküste lebte, glaubten damals, dass in der Natur mächtige Gottheiten am Werk sind. Besonders wenn die Elemente tobten wie bei Sturm oder Flut. Um den Zorn ihrer Götter zu besänftigen, haben die Germanen regelmäßig Opfer dargebracht – Blumen, Amulette oder Tiere. Wenn sie damit das Unheil nicht abwenden konnten, dann haben die Siedler sogar Menschen geopfert, auch Kinder. Ihrem Glauben nach reiste die Seele eines verstorbenen Kindes zur großen germanischen Muttergöttin zurück. Die Reise zu ihr führte durch einen Brunnen.

Die große Muttergöttin der Germanen könnte ein Vorbild für Frau Holle im Märchen sein. Denn auch ihr Reich kann nur durch einen Brunnen erreicht werden.

Im Märchen führt der Übergang in die Jenseitswelt der Frau Holle. Ein fantastisches Reich, in dem Frau Holle die allmächtige Wettermacherin ist. Frau Holle als Wettergottheit – das führt zurück in uralte Glaubensvorstellungen. Schriftliche Quellen aus dem 11. und 12. Jahrhundert nennen sogar ihren Namen. Das älteste Dokument stammt von Bischof Burkhard von Worms. Um das Jahr 1000 schrieb er, dass in den Raunächten eine gewisse Holle mit weiblichen Dämonen auf Tieren durch die Nacht reite und dabei die alljährlichen Winterstürme auslöse.

Schon die Brüder Grimm hatten keinen Zweifel, dass Frau Holle auf die Göttin der Germanen zurückgeht, die den wilden Zug der Dämonen anführt.

 
Die Dokureihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Auftakt: Paris, der Sohn des trojanischen Königs Priamos, reicht den goldenen Apfel Aphrodite, der schönsten unter den Göttinnen. Im Gegenzug verspricht ihm die Göttin der Liebe die Hand von Helena, der schönsten Frau unter den Sterblichen ... Eris, die Göttin der Zwietracht, schickt einen goldenen Apfel zum Olymp, der der schönsten unter den Göttinnen zugedacht ist. Doch wer von Aphrodite, Hera und Athena ist die Schönste? Zeus verfügt, dass ein Sterblicher das Urteil sprechen soll: Paris, der junge Sohn des trojanischen Königs Priamos, reicht den Apfel Aphrodite, die ihm dafür die Liebe der Schönsten aller Frauen verspricht. Wenig später wird Paris zu Menelaos entsandt, dem König von Sparta, und verliebt sich in dessen Gattin Helena. Unter dem Zauber der Liebesgöttin flieht das heimliche Paar nach Troja. Der wütende Menelaos bricht zu seinem Bruder Agamemnon auf, dem König der Könige auf dem Thron von Mykene. Der weise Agamemnon will die Sache zunächst friedlich regeln, wird dann aber von Hera und Athena aufgehetzt. Sie haben Paris die Schmach nicht verziehen, dass er nicht eine von ihnen zur schönsten Göttin gekürt hat. Ihren Einflüsterungen folgend, versammelt Agamemnon alle griechischen Könige, um gegen Troja in den Krieg zu ziehen.
Die Dokureihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. In dieser Folge: Das griechische Heer steht kurz vor dem Aufbruch Richtung Troja. Odysseus und Achilles wollen sich ursprünglich der Schlacht entziehen und schließen sich König Agamemnon erst in letzter Minute an.

Alle griechischen Könige sind mit ihren Armeen Agamemnons Aufruf gefolgt. Alle bis auf zwei: Odysseus gibt vor, den Verstand verloren zu haben, um einem Krieg zu entkommen, an den er nicht glaubt. Doch er wird schnell enttarnt. Auch Achilles, der als größter aller griechischen Krieger gilt, will nicht mit Agamemnon in die Schlacht gegen Troja ziehen, da er den Herrscher von Mykene verabscheut. Die Nymphe Thetis, seine Mutter, bringt ihn ungewollt dazu, seine Meinung zu ändern. Sie enthüllt ihm, dass er sein Schicksal selbst in der Hand hat: Achilles kann entweder im Kampf als junger Held sterben und für alle Zeiten unvergessen bleiben oder aber bis ins hohe Alter glücklich im Kreis seiner Lieben leben. Der Preis dafür wäre allerdings, dass sein Name in Vergessenheit geraten werde. Ohne zu zögern, schließt sich Achilles nun doch der griechischen Armee an. In der Zwischenzeit erkennt der Seher Kalchas, dass die Göttin Artemis die Schiffe am Auslaufen hindert, weil Agamemnon sie verärgert hat. Um die Göttin zufriedenzustellen, sieht sich Agamemnon gezwungen, seine Tochter Iphigenie als Opfer darzubringen, damit die größte jemals zusammengestellte Flotte endlich Richtung Troja in See stechen kann.
Dokureihe (Frankreich 2018, 26 Min)
Die Dokureihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. In dieser Folge: Nach zehn Jahren Krieg leistet Troja noch immer Widerstand. Als Achilles erfährt, dass Apollon die Pest über das Lager der Griechen geschickt hat, weil Agamemnon die Priestertochter Chryseis gefangen hält, verlangt er deren Freilassung.

Zehn Jahre sind vergangen, seit das griechische Heer vor der Küste Trojas anlegte, aber die Stadt leistet noch immer Widerstand. Hektor, der älteste Sohn des Herrschers, wirft seinem Bruder Paris vor, den nicht enden wollenden Krieg verschuldet zu haben. Doch Paris hält an seiner Liebe zu Helena fest. Im Lager der Griechen grassiert eine mysteriöse Krankheit. Der Seher Kalchas weissagt den versammelten Königen, es handle sich um die Strafe Apollons, weil Agamemnon die schöne Chryseis gefangen halte. Deren Vater, ein Priester des Gottes, hat von Apollon Rache erbeten. Achilles fordert Agamemnon auf, die junge Frau ihrem Vater zurückzugeben. Agamemnon willigt ein, verlangt aber von Achilles, er solle ihm dafür seine Konkubine Briseis überlassen. Wutentbrannt schwört Achilles daraufhin, nicht mehr unter Agamemnon in die Schlacht zu ziehen. Achilles' Mutter Thetis geht zu Zeus und bittet ihn, ihrem Sohn zu helfen. In Erinnerung seiner Liebe zu Thetis beschließt der oberste olympische Gott, den Trojanern beizustehen, und sendet Agamemnon einen Traum, um ihm eine Falle zu stellen.

Dokureihe, Regie: Gaëtan Chabanol (Frankreich 2018, 26 Min)
Die Dokureihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. In dieser Folge: Menelaos, der Gatte der schönen Helena, steht Paris gegenüber, der Helena nach Troja entführt hat. Paris fordert Menelaos zum Zweikampf heraus – und droht zu verlieren.

Agamemnon hat einen Traum: Heute wird Troja fallen! Schon stürmt das griechische Heer auf die Stadtmauern zu. Die Schlacht tobt. Mitten im Getümmel erkennen sich zwei Männer: Menelaos, der Gatte der schönen Helena, steht Paris gegenüber, der seine Frau entführt hat. Paris fordert Menelaos zum Zweikampf heraus – und droht zu verlieren. Aphrodite bricht das Verbot des Zeus, sich in den Kampf der Menschen einzumischen, und rettet Paris vor dem sicheren Tod. Zeus schäumt vor Wut, ist aber machtlos: Schon kehrt Athena aufs Schlachtfeld zurück und verleiht dem jungen Diomedes die Gabe, die Götter zu sehen. Diomedes verwandelt sich in einen wilden Stier und greift Aphrodite an, die gekommen war, um ihren Sohn Aeneas zu verteidigen. Er verletzt sie am Arm und nimmt sich dann des Kriegsgottes Ares an, der Aphrodite rächen will. Nur einen lässt das kriegerische Geschehen kalt: Achilles sitzt in seinem Zelt und spielt lächelnd auf seiner Leier.

Dokureihe, Regie: Sébastian Rancourt (Frankreich 2018, 26 Min)
Die Dokureihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Nach den anfänglichen griechischen Siegen gewinnen die Trojaner mit Zeus' Hilfe die Oberhand. Sogar Hektor ist wieder zuversichtlich. Die Griechen appellieren an ihren großen Helden Achilles. Agamemnon ist bereit, sich bei ihm zu entschuldigen.

Der Konflikt zwischen Griechen und Trojanern erfasst die Götterwelt. Zeus verfügt, dass jeder, der eines der beiden Lager unterstützt, vom Blitz getroffen wird. Auf dem Schlachtfeld drängen die Trojaner die Griechen zurück. Diese beschließen, ihr Lager und ihre Schiffe mit einer Mauer zu schützen. Hektor, der älteste Sohn des trojanischen Königs, ist voller Zuversicht; seine Schwester Kassandra zeigt sich weniger optimistisch. Sie weiß seit jeher, dass Paris das trojanische Schicksal besiegeln wird, und drängt ihre Mutter Hekuba zu dieser Einsicht. Indessen geht die Schlacht weiter. Poseidon und Zeus schalten sich ein – Poseidon auf der griechischen, Zeus auf der trojanischen Seite. Die Griechen spüren, dass sie ohne ihren großen Helden Achilles nicht gewinnen können. Agamemnon schickt eine Delegation zu ihm, die ihn ersuchen soll, in den Kampf zurückzukehren.

Dokureihe (Frankreich 2018, 26 Min)
 
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