Weird-West-Kampagne in der Hell-on-Earth-Zeitlinie?

Zornhau

Freßt NAPALM!
Aufgrund eines Tippfehlers bei einer aktuell startenden Kampagnen-Aufschriebs-Reihe im Fundus-Ludi-Forum, in welchem als Zeitpunkt der Deadlands-Weird-West-Kampagne 1887 angegeben war (eigentlich war aber 1876 gemeint), hatte ich eine - wie inzwischen geklärt wurde - falsche Vermutung:
1887 ist deutlich NACH allen kritischen Ereignissen im Weird West angesiedelt, also nach dem Ende des Ersten Großen Eisenbahnkriegs, nach den "Dead Presidents"-Ereignissen, nach so ziemlich allen Umbrüchen, die der Weird West so her gibt. - Genauer: Die Zeit NACH diesen kritischen Ereignissen umfaßt ja einen Weird West, der weit weniger "weird" ist, als noch zur Blütezeit von Lost Angels, Hellstromme Industries, Raven, etc.

Was war denn die tiefere Absicht, daß ihr Eure Kampagne so spät angesiedelt habt?

Oder spielt ihr im "Deadlands: Hell on Earth"-Paralleluniversum, wo alles, was im Weird West durch die Aktionen von Helden des Westens zum Guten gewandelt wurde, eben nicht passiert ist, sondern wo die üblen Hintermänner sogar noch jede Menge MEHR Weirdness über die Erde ausgekippt haben?

Ich könnte mir solch ein "Prä-Hell on Earth"-Weird-West-Setting sehr interessant vorstellen. Vor allem weil ja wirklich in HoE ALLES schon zur Weird-West-Zeit den Bach runterging - bis auf die Mad Science, die ungeahnte Höhenflüge (auch wörtlich zu nehmen) erfuhr.
Meines Erachtens wäre es schon eine SEHR INTERESSANTE Sache im ins Verderben führenden Weird West der "Deadlands: Hell on Earth"-Zeitline zu spielen.

Vielleicht könnten ja die Helden des HoE-Weird-West dereinst zu den Heiligen der Templer in HoEs Wasted West werden?

Man könnte solch eine Prequel-Kampagne auch mit einem ganz bösen Ende im Stile von "Butch Cassidy and the Sundance Kid" spielen, wo am Ende alle Charaktere (oder fast alle) tot sind (oder Harrowed).

Man startet darauf dann die eigentliche Hell-on-Earth-Kampagne u.a. mit Templern, die von Heiligen aus der Prequel-Posse unterstützt werden könnten oder mit dem einen oder anderen Harrowed, der sich noch bis die Bomben fielen halbwegs frisch gehalten hat.

Was meint Ihr zu dieser Idee? Spielenswert?

Und was müßte man am Weird-West-Setting ÄNDERN, um es auf den Niedergang im Sinne der Vorgeschichte von Hell on Earth anzupassen?
 

Jack Darke

Guys, you're killing me!
AW: Weird-West-Kampagne in der Hell-on-Earth-Zeitlinie?

Der Fokus einer Kampagne, die zwangsläufig in Hell on Earth endet, müsste vom Prinzip Hoffnung und Kampf gegen die Reckoners wegverschoben werden. ("Übrigens, die letzten 200 Jahre Spielzeit, die eure SC gegen die Reckoners und ihre Unterlinge gekämpft haben sind voll für den Arsch gewesen - die Bomben sind trotzdem gefallen").

Das Jahr 1887 als Ausgangspunkt für eine Kampagne an sich ist eine
SEHR INTERESSANTE Sache
. Änderungen die her müssten, sind natürlich die Berücksichtigung aller Ereignisse, die in den HoE-Sourcebooks veröffentlicht oder angedeutet wurden, was für den SL ein eingehendes Studium des Quellenmaterials voraussetzt (Timeline of Doom non-withstanding).

Was mir dazu spontan einfällt:
- Die Gründung der Indianer-Nationen ("The Battle of 10,000 Arrows" aus The Junkman Cometh und "The Great Wasting", beschrieben in Spirit Warriors)

- Die Tatsache, das bestimmte Monstren weiterexistieren (wie der Butcher - Independence Day, City of Gloom, The Last Crusaders), und neue die Bildfläche betreten (Children of the Dust - Spirit Warriors; Knicknevin - Doomtown or Bust, The Black Circle; The Cackler - Black Circle; Jasper Stone x2 - The Wasted West).

- Andererseits wäre auch zu überlegen, welche Ereignisse nicht eingetreten sind, da sie Schlimmeres verhindert haben (diverse offizielle Abenteuer).



Off-Topic: Oh, und noch was: Das Ende von "Butch Cassidy and the Sundance Kid" (zumindest die Version mit Paul Newman und Robert Redford) zeigt nicht zwangsläufig den Tod der beiden Hauptfiguren, sondern bricht an der Stelle ab, wo die Öffentlichkeit sie aus den Augen verloren hat. Angeblich sind die beiden wieder unter falschem Namen zurück in die USA gewandert, wo zumindest Butch Mitte des 20. Jahrhunderts friedlich an Altersschwäche gestorben ist.
 
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