Story Time: Warum habt ihr bei einer Runde in den Sack gehauen?

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
War keine regelmäßige Runde, aber bei dem Demoabenteuer zur 5. Vampire-Edition habe ich die Ventrue gewählt, die nur Blut von Kindern und Jugendlichen trinkt. Während des Abenteuers bin ich dann auf die Idee gekommen, mit Beherrschung auf einen Gegner einige störende Passanten wegschießen zu lassen. Diesen Einfall fand ich gleich im Augenblick danach richtig mies. Dann ist mir kurz danach aufgefallen, daß der Beuteausschluß irgendwie pädophil wirkt. Ich hatte jedenfalls wegen dieses Einfalls und der Charakterwahl keinen Spaß mehr an dem Abenteuer und hatte auch kein Interesse mehr an einer zweiten Sitzung.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Die anderen vorgefertigten Charaktere fand ich auch nicht gerade toll. Und das Szenario ist insgesamt sehr railroadig (siehe das Thema dazu). Und Vampire gefällt mir generell nicht mehr so gut. Auch mit einem anderen Charakter und ohne den Einfall kann es also gut sein, daß ich das Interesse an dem Abenteuer verloren hätte.
 

N3m0

Aethernaut
Ich hatte mir vor ein paar Tagen den entsprechenden Eskapodcast zu dem Thema angehört. Da ging es ja auch um die These das Railroading eine Komponente der Lovecraft Rollenspiele ist weil eben der Lauf der Dinge so groß ist das sie unausweichlich sind. Da kam mir die Idee das in Ebenen zu staffeln. Auf der untersten Ebene kommen die ganz großen Abläufe, tektonische Platrenverschiebungen gleich. Das sind Dinge auf die die Protagonisten theoretisch nicht einwirken können. Auf der nächst höheren Ebene kommen sehr große Abläufe für die eine Menge Dinge narrativ zusammen kommen müssten damit diese verändert werden können. Wahrscheinlicher ist es das diese nur abgelenkt werden können, aber nicht gestoppt. So Niveau Völkerwanderung. Die nächste Ebene wäre immer noch sehr groß aber handelbar. Narrativ in etwa wie, wie kommt ein Königreich zu Fall? Da müssten schon eine Menge Dinge erfüllt werden für, aber ea ist nicht unmöglich. Alles was darüber liegt sind narrative Verläufe die mehr oder weniger beeinflussbar sind. Ich denke wenn man sich das so als Modell vorstellt kann man das besser handeln.

Was den narrativen Fluss angeht könnte man das wie ein Netz gestalten. Man hat seine Knotenpunkte an denen Entscheidungen einen deutlich spürbaren Verlauf haben aber zwischen diesen Knotenpunkten verläuft eine Handlung dann recht linear, folgt einer Spur. Ich denke das wäre ein akzeptabler Kompromiss zwischen linearem Narrativ und Gestaltungsfähigkeit der Protagonisten.
 
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