Hintergrund allgemein Sigmarpriester

Dieses Thema im Forum "Warhammer Fantasy" wurde erstellt von Chrisael, 26. Juni 2014.

Schlagworte:
  1. Chrisael

    Chrisael Gott

    Leider findet man nur sehr wenige Infos über Sigmarpiester. Da einer meiner Spieler aber genau sowas spielt stellt sich die Frage was für Regeln und Gelübde wurden denen auferlegt?

    Zum Beispiel, dürfen sie heiraten und Kinder bekommen?
    Grad bei Priestercharakteren ist solcher Hintergrund schon interessant.
     
  2. Fimbul

    Fimbul Seltsam im Nebel...

    In der ersten Edition des Rollenspiels wurde lediglich beim Oberhaupt des Ulric-Kultes explizit darauf hingewiesen, daß er im Zölibat leben müsse. Für Sigmar-Priester galt das zumindest damals also wohl nicht. Aber „Games Workshop“ stellt immer mal wieder den Hintergrund um, das kann mittlerweile auch ganz anders sein. Im „Lexicanum“ steht dazu jedenfalls nichts:

    http://whfb.lexicanum.de/wiki/Sigmarpriester


    Und auch „Reiche des Glaubens“ (das Religionsquellenbuch für die 2. Ed.) schweigt sich dazu anscheinend aus:

    http://www.tabletopwelt.de/forum/archive/index.php/t-131419.html


    Die Gebote für Sigmarpriester sind (sofern ich das richtig in Erinnerung habe):

    - Das Imperium schützen.

    - Das Bündnis mit den Zwergen ehren.

    - Goblinoide (und das Chaos) bekämpfen.
     
    Kastor Lieberung gefällt das.
  3. Kastor Lieberung

    Kastor Lieberung Halbgott

    So hatte ich es auch im Kopf.
    Das Worldbuilding von GW ist zwischen den verschiedenen Editionen und Inkarnationen des Settings inkonsistent, es kann uns also latte sein, was GW vielleicht mal irgendwann irgendwo (ab-)geschrieben hat.

    Wenn es um spannendes Rollenspiel geht, was sich aus besonderen religiösen Kodizes von SC heraus ergeben soll, erfinde doch einfach moralische Dilemmata, die sich aus dem Setting ergeben. Du hast nen Sigmarpriester in der Gruppe? Okay, die Antagonisten sind zwergische Schmuggler, Hehler, Diebe etc. Der zentrale "Gegenstand" des ABs ist ein Goblin, der auf gar keinen Fall getötet werden darf, weil sonst ein Chaos-Ritual steigt oderoderoder. Oh, beste: Lass deinen Sigmarpriester über Chaoszwerge stolpern, aber so, dass es lange keine eindeutigen Beweise gibt...

    WFRP ist kein "historisches" Rollenspiel, sondern klaut sich beim Setting ein bißchen hier und ein bißchen da etwas aus der Geschichte bzw. meist eher aus Filmen, Comics und Romanen. Das ist schön simpel, quasi copy&paste und den meisten SpielerInnen, die sowieso eher eine generische Fantasie-Welt mit Anleihen an allgemein verbreitete Vorstellungen des christlich-europäischen Mittelalters im Hinterkopf haben, als das genaue Setting, kommt das entgegen. Is auch grundsätzlich nicht schlimm.
    Heißt aber: Wir müssen uns nicht an vermeintlich gültige Allgemeinplätze halten, sondern dürfen und können in unserer jweiligen Version der Alten Welt z.B. ein weniger sexistisches Geschlechterverhältnis darstellen, als es die britischen GW-Spieledesigner in den 1980ern im Kopf hatten. Das würde vielleicht auch manchen Vorurteilen über "Gamer" den Boden entziehen. (Nicht dass Empirie Vorurteilen etwas anhaben könnte).
    Also: Warum sollte es keine hammerschwingenden Krieger-Priesertinnen des Sigmar geben? Warum nicht Orden der Flamme Äbtissinen, die, weil adlig, "Karriere und Familie" vereinen können? Wozu Zölibat bzw. welchen zwingenden Grund gäbe es aus dem WFRP-Setting heraus? Weil es "damals eben so war"?
    "Damals" gab es ja auch keine Skaven, Fimir, Snotball und Dampfpanzer (ohne die Warhammer nicht so geil wäre, wie es ist)! Da beschwert sich aber keiner, was das selektive Pochen auf Authentizität als dummes Gewäsch entlarvt.
     
  4. Supergerm

    Supergerm Spambothenker Mitarbeiter

    In "Reiche des Glaubens" wird bei Ulricpriestern extra ausgeführt daß sie (politisch erzwungen) zölibatär zu leben haben. Bei Sigmarpriestern wird nichts extra aufgeführt. Ich würde es so handhaben, daß für Mönchsorden auf jeden Fall der Zölibat gilt, ansonsten entweder gar nicht oder eingeschränkt (z. B. Heiraten vor der Weihe geht, nach der Weihe nicht).
     

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