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Rezension Ritterburgen & Spelunken [Team-Rezi]

Dieses Thema im Forum "Das Schwarze Auge" wurde erstellt von Odin, 27. September 2010.

Moderatoren: Odin, Supergerm, Sycorax
  1. Odin

    Odin einäugig Mitarbeiter

    Ritterburgen & Spelunken


    DSA Quellenband Q01[Team-Rezi]


    Der Band Ritterburgen & Spelunken ist der erste Band der neuen, blauen Spielhilfenlinie für DSA und tritt die Nachfolge der mittlerweile vergriffenen Spielhilfen „Tempel, Türme & Tavernen“ und „Armorium Ardariticum“ an, die exemplarische Beschreibungen aventurischer Bauten und Gebäude bzw. Befestigungsanlagen beinhalteten. Für die Neuauflage wurden die beiden alten, als Softcover erschienenen Bände überarbeitet und aufgrund ihrer verwandten Thematik in einem stabilen Hardcover zusammengefasst.

    Der äußere Eindruck des Bandes, stabile, vollfarbige Hardcoverbindung, mit dem schon von „Tempel, Türme & Tavernen“ bekannten Titelbild, wird von einem Rechtschreibfehler (Die Baukunst des Schwarzens Auges) auf der Front nur leicht getrübt.

    Zum Inhalt:
    Das Buch beginnt nach dem obligatorischen Vorwort mit einer Beschreibung der verschiedenen Hofhaltungsformen und den damit verbundenen Bewohnern einer Burg.
    Anschließend werden 20 aventurische Burgen und Befestigungsanlagen beschrieben: vom Zyklopeanischen Labyrinth über die Löwenburg zu Perricum bis zur Albernischen Wasserburg. Jede Anlage wird ausführlich beschrieben, ihre Schwachstellen werden erläutert und Abenteuervorschläge präsentiert. Dazu ist zu jeder Burg ein Plan oder zumindest eine großformatige Illustration vorhanden.
    Im nächsten Teil wird näher auf das Landleben, Dorfformen und typische Bestandteile eines aventurischen Dorfes eingegangen, bevor eine Vielzahl an ländlichen Bauwerken, vom tobrischen Bauernhof bis zum kleinen Kloster in den Nordlanden, beschrieben werden. Die Darstellungen beinhalten jeweils Angaben zur Historie, den Kammern und Räumen, Bewohnern und Gästen, Besonderheiten und Abenteuerideen, sowie zur Verbreitung und alternativen Verwendung des Gebäudes. Jedes Bauwerk ist wieder mit einem Plan oder einer Abbildung illustriert.
    In Anschluss finden sich noch Anmerkungen zu aventurischen Straßen und Brücken.
    Der nächste Teil bietet einen Überblick über aventurisches Stadtleben und Beschreibungen etlicher typisch städtischer Bauten, vom Rathaus bis zum Rahjatempel. Der Aufbau der Beschreibungen ist analog zu den vorherigen Kapiteln über die ländliche Bebauung.
    Im letzten Teil werden abschließend noch Behausungen fern der Mittel- oder Tulamidenlande thematisiert, wie etwa ein elfisches Baumhaus oder ein Thorwaler Langhaus.
    Die Anhänge beinhalten den Regelteil dieses Bandes. So kann man in Anhang I: „Der Bau eines Hauses oder einer Burg“ erfahren, wo, wie und mit welchen Mitteln man sich in Aventurien ein Haus oder eine Burg bauen kann und was das kosten würde.
    Anhang II: „Handel und Wandel auf einem Dorf“ erlaubt dem Meister, sich auf die Schnelle ein Dörfchen oder eine Kleinstadt mit nur ein paar Würfelwürfen zu erstellen.

    Fazit:
    Mehr noch als in den sehr anschaulichen Burgplänen und den Regelteilen im Anhang besteht der Reiz dieses Bandes darin, dass sich ein wunderbarer Eindruck in das alltägliche aventurische Leben gewinnen lässt, den manche Regionalspielhilfe in dem Umfang nicht bietet.
    Die Beschreibungen sind sehr anschaulich und sicherlich für jede Runde gut zu gebrauchen, wenn sie auch bei etlichen Bauten nicht komplett mit den Plänen übereinstimmen. Die Abenteuerideen sind durchaus brauchbar und gut in eigene Abenteuer oder Kampagnen integrierbar.
    Warum es einige Bauwerke aus den Vorgänger-Publikationen nicht in den neuen Band geschafft haben (das Zollkastell Therengarshöh und die Stadtbefestigung Neu-Oberfels) ist ebenso unverständlich wie die Tatsache, dass nicht alle Beschreibungen auf den aktuellen Stand des Hintergrundes gebracht wurden (z.B. das Orklager Gruuzash).
    Ebenfalls fehlen die Regeln zu Belagerungen und Belagerungswaffen aus dem Armorium.
    Nichtsdestotrotz ist „Ritterburgen & Spelunken“ jedem Spieler und vor allem Meister zu empfehlen, der die beiden Vorgänger-Bände nicht besitzt. Wer sie schon hat, muss dann für sich selbst entscheiden, ob ihm die angesprochenen „Verschlimmbesserungen“ und ein schickes Hardcover im Regal den Preis von 28€ wert sind.Den Artikel im Blog lesen
     
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