Sonstiges Pathfinder oder DnD5

Chrisael

Gott
Ich spiel mit dem Gedanken mir einen DnD-Version zuzulegen. Nur welche der beiden soll ich nehmen?

Was sind die Vorteile und Nachteile von Pathfinder?
Was sind die Vorteile und Nachteile von DnD5?

Und gibt es eine DnD-Version die ganz ohne Stufen auskommt?
 

KoppelTrageSystem

Wildsaubändiger
Zu 1.)
Vorteile: Du hast wirklich SAUVIELE Möglichkeiten einen Charakter zu generieren. Zahllose Rassen, Klassen, Prestigeklassen, Items und Talente. Das beste, durch 5-foot-step.com hast du sogar (legal) Zugriff auf all diese Regeln ohne auch nur ein Zusatzbuch kaufen zu müssen. Generell ist Pathfinder ein extrem gut supportetes Spiel mit vielen Quellenbüchern und Regeln. Als SL kannst du dich auch richtig austoben. An Kontrahenten wird nicht gespart. In nun 3 vorhandenen Monsterhandbüchern kannst du alles finden was deinen Spielern ihr Heldenleben zur Hölle machen kann. :)

Nachteil: Die ganzen tollen Sachen sind schön und gut und bergen zu Ihren Vorteilen natürlich auch Nachteile. Je mehr Häppchen zu hinzu packst, je unübersichtlicher wird das ganze. Manche Regeln des Spieles halte ich für unnötig kompliziert. Generell kann man schnell eine riesen Regellawine lostreten.

Zu 2.)

Vorteile: Ich habe DnD 5 nicht wirklich lang gespielt. Aber ich hielt es (von den Regeln) für Stimmig und recht simpel. Wirklich gut, vor allem um es auch mit Anfängern zu spielen. :) Die Aufmachung der Regeln wirkte auf mich auch ganz gut gelungen. Wirklich sehr übersichtlich. Sinnige Erweiterungen gibt´s auch. Kartensets für die einzelnen Klassen sorgen dafür das man nicht unnötig im Regelwerk nachschlagen muss was nochmal der Feuerball macht ...

Nachteile: Du hast natürlich bei weitem nicht so viel Material wie in Pathfinder und musst nahezu nur mit den 3 Grundbüchern auskommen. (Spieler-, Spielleiter-, Monsterhandbuch) [Zumindest ist das mein letzter Stand]

Zu 3) NEIN :)
 

stebehil

Gott
Pathfinder ist ein komplexeres System als D&D5. Wie schon geschrieben: wer mehr Optionen will und auf viele Wahlmöglichkeiten steht, und komplexere Regeln mag, ist bei PF gut aufgehoben. Es ist mittlerweile ein sehr umfangreiches System mit enorm viel Material nach 10 Jahren. Ich habe zwar viel, aber nicht alles von PF, und das füllt schon 2,5 Regalmeter. Alles von PF wäre wohl nochmal ein Meter mehr.

Das aktuelle D&D5 bietet viel weniger Wahlmöglichkeiten, dafür spielt es sich meines Erachtens auch schneller. Neues Material erscheint in einer langsamen Taktung, mit 3 oder 4 Büchern pro Jahr. Aktuell gibt es auf Deutsch die drei Grundregelbücher und zwei oder drei andere, auf englisch sind es vielleicht ein gutes Dutzend Bücher.

Angesichts der laufenden Überarbeitung der PF-Regeln, die vermutlich im kommenden Sommer neu auf den Markt kommen werden, tue ich mich im Moment schwer, Einsteigern zu PF zu raten.

Zu beiden Systemen gibt es eine gut durchdachte Einsteigerbox. Die bei PF ist deutlich praller gefüllt (mit Bodenplan und Pappfiguren), kostet dementsprechend auch mehr (ich glaube, 40 Euro). Die D&D Box enthält wesentlich weniger Material (zwei Hefte und Würfel), ist aber trotzdem ein empfehlenswertes Produkt, weil das mitgelieferte Abenteuer im Grunde schon eine kleine Kampagne ist. Kostet 25 Euro.
 

Lyrkon Alàeren

Power Cosmic
Teammitglied
Viel wurde bereits gesagt, lass mich noch abschließend hinzufügen:

Wenn Du "Echtes D&D" willst, nimm (paradoxerweise) pathfinder. 5th Edition ist noch weitaus weiter weg von klassischem "zero to Superhero" als D&D 4, dazu ist es in allem einfach zu eingeschränkt/simplifiziert.

Wenn Du einfach ein Ganz gutes RPG willst dass einen D20 als Hauptwürfel einsetzt und nicht kompliziert ist und voll supported wird, nimm D&D5.

Nach den Open Betaregeln würde ich dringend von PF 2.0 abraten. Es ist ein msichmasch aus altlasten, unnötig neu gemachtem zeug nur um was anders zu machen, und einigen wenigen guten Ideen die jedoch meist nicht voll umgesetzt werden.

Aber allgemein sind beides keine "perfekten" Systeme. meine Empfehlung daher: stelle erstmal genau fest was ein System denn können "muss", und entscheide dann. :)
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Ich spiel mit dem Gedanken mir einen DnD-Version zuzulegen. Nur welche der beiden soll ich nehmen?

Was sind die Vorteile und Nachteile von Pathfinder?
Was sind die Vorteile und Nachteile von DnD5?

Und gibt es eine DnD-Version die ganz ohne Stufen auskommt?
`
Kennst Du denn überhaupt eine D&D Version?
Wenn ja, was fandest Du daran gut?
Und was schlecht?

Und welche Art Rollenspiel liegt Dir, bzw. erwartest Du von der D&D Version?
 

Lyrkon Alàeren

Power Cosmic
Teammitglied
"Echtes" D&D ist für mich das (wie oben geschrieben) generelle Feeling von Zero to hero mit lots of options, also von dem etwas barocken 2nd AD&D bis Pathfinder. Vor AD&D 2nd waren zu wenige Optionen drin, ab 4th war alles zu gleichgeschaltet.
Aber das für mich klassischste D&D ist das das ich am meisten gespielt habe, 3.x in allen Iterationen.

Mind, ich sage nicht dass die anderen Versionen SCHLECHTER sind, nur ist für mich D&D nur eines von vielen Systemen, und die Foci der anderen Editionen können meiner Erfahrung nach andere Systeme besser bzw sprechen mich gar nicht an (Boxed und Retroklone).
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Das war auch nicht meine Frage.
Wer D&D 3.5 gut findet, der ist mit Pathfinder wohl tatsächlich mit am besten bedient.

Wer eine abgefahrene Weiterentwicklung des AD&D 1st Edition spielen will, der wäre mit Hackmaster von 2002(?) (der alten Version) tatsächlich erstklassig bedient.
Behebt einige der Hauptschwächen, verstärkt das Zero to Hero und führt einige echt gefühlige Erweiterungen ein.

Für alle die Unearthed Arcana und Oriental Adventures echt vermissen.

Manche halten es für eine Parodie, aber das sind die, die es nie in den Rang eines Hackmasters geschafft hätten.

Es gibt auch zwei neuere Versionen.
Anbei ein Link zur aktuellen umsonst Version (bis level 5)
 
Oben