Shadowrun 5e

[Nobilis] Ist Nobilis nur "artsyfartsy", oder ist da auch noch was anderes?

Dieses Thema im Forum "Nobilis" wurde erstellt von Zornhau, 6. Oktober 2006.

  1. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    Nobilis bekommt oftmals das Etikett "artsyfartsy" verpaßt. Damit soll ausgedrückt werden, daß Nobilis auf viele wohl sehr verkünstelt, aber wenig zum eigentlichen Spiel brauchbar wirkt, und daß es scheinbar Reibungspunkte mit der rustikaleren "Otto-Normalrollenspieler-Mentalität" gibt.

    Was ist an Nobilis außer den offensichtlichen Versuchen mit künstlerischer Gestaltung ein "gefälliges" Buch und ein originelles Setting zu schaffen, denn noch dran, was einen Rollenspieler begeistern oder zumindest interessieren könnte/sollte? - Was an der Spielwelt? Was am Regelsystem?
     
  2. AW: Ist Nobilis nur "artsyfartsy", oder ist da auch noch was anderes?

    Ersteinmal ist Nobilis artsy. Das kann man in meinen Augen kaum abstreiten.

    Aber... ;)

    Aber wenn man sich durch diese Artsykeit hindurch kämpft - oder sie von vornherein nicht als störend empfindet, je nachdem - dann hat man in Nobilis meiner Meinung nach ein System, das sich sehr gut mit anderen Spielen wie beispielsweise Mage: the Ascension oder Unknown Armies in eine Reihe stellen lässt, was einige grundlegende Ideen aber auch (damit verbunden?) die Spielbarkeit angeht.
    Wenn man die Kulissen weglässt, dann dreht sich Nobilis - genau wie Unknown Armies (ich habe keine Lust jetzt jedes Mal mehrere Beispiele aufzuzählen :p) - um Personen, die in unserer Welt (enorme) (und übernatürliche) Macht erhalten haben. Dass sich auf einem solchen Grundprinzip aufbauend gut spielen lässt, das muss man meiner Ansicht nach nicht unbedingt diskutieren - und wenn man es doch tut, dann stellt man eben weit mehr Spiele als bloss Nobilis in Frage.
    So viel zur generellen Brauchbarkeit. Bleibt die Frage nach der Begeisterung. Die wiederum hängt dann wieder sehr an der Kulisse, den Details des Spiels. In meinen Augen ganz oben in der Liste der begeisterungsfähigen Elemente steht zum einen die schiere Grösse. Man spielt einen Gott. Man spielt eine der mächtigsten Wesenheiten, die es gibt. Vergessen wir Macht und Konsequenzen. Reden wir über absolute Macht und absolute Konsequenzen. Ohne auch nur einen Blick auf die eigentlichen Spielwerte oder andere Kleinlichkeiten zu werfen, ist diese Vorstellung alleine schon einmal bedeutend. Das nächste auf meiner Liste ist Freiheit. Nobilis schafft einerseits den nötigen Rahmen, um die eigene Kreativität kanalisieren zu können, setzt ihr andererseits aber kaum praktische Grenzen (ein sehr schönes Detail in meinen Augen sind da übrigens auch die ausnahmsweise lesenswerten Ratschläge für die Spielleitung, mit der unvergesslichen Empfehlung "sag nicht 'Nein'"!). Und als dritten und vorläufig letzten Punkt die... träumerische Natur des Ganzen. Die Welt von Nobilis wirkt verspielt, auf märchenhafte Weise unwirklich, und an manchen Stellen fast schon von kindlicher Naivität geprägt (an anderen Stellen dann wieder brutal, aber das ist ja nicht der Punkt hier) und das ist etwas für das ich, bei all der Darkheit mit der man ansonsten überschüttet wird (erst recht bei vielen Spielen, die die Verbindung von Gegenwart und Übernatürlichem nutzen), äusserst dankbar bin.

    Ohne Details.

    mfG
    bel
     
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