Sonstiges Kleriker oder Priester und seine göttliche Führung

Nun, ich muß gestehen, dass ich den Kleriker damals in den Achtzigern im D&D-Regelwerk vorfand, aber nicht so ganz dahinterblickte, was der für eine Aufgabe hat. Ich fand einen kämpfenden Priester damals irgendwie "unpassend", und die Beschränkung auf stumpfe Waffen hielt ich für sinnlos (hat mir halt einfach net eingeleuchtet).

Nun, wie so viele bin ich ja eifriger Leser der Dragonlance gewesen, und dort fand ich wieder so die Kleriker vor. Diesmal recht interessant dargestellt, vor allem natürlich die dunklen.

Ich hab jetzt keine Spielerfahrung mit denen, nur wenn ich mir allein schon die Klassenbeschreibungen durchlese und mir hier die Antworten durchlese, dann ist das a) entweder mitunter eine verdammte Herausforderung einen wirklich zu spielen (ein bischen Hausgebrauchs-Glauben reicht ja net aus). Dafür erhält man natürlich einiges als Boni (tolle Sprüche usw.). Nur finde ich, dass der Kleriker eben sehr stark mißbraucht wird für b) Powergaming. Wenn, wie bereits erwähnt, der SL die Ansichten eines Spielers net teilt, klappts sowieso net und es bleibt einem eh nur übrig, ihn als Kampf- oder Heilmaschine einzusetzen (sehr einseitig find ich). Oder er wird ausgewählt, weil da halt ein paar Auflagen da sind, aber nach ein paar Stufen gehts halt richtig zur Sache.

Sollt ich mal richtig an einer D&D-Runde teilnehmen (ich hab da ja so Intentionen zum Dragonlance-Setting), rückt ein Kleriker für mich schon in die engere Wahl, wenn ich aus dem Pantheon die ansprechende Gottheit vorfind.
 
Silence schrieb:
@Riot69
Man könnte es so ansehen, wenn man den Argumenten einem unserer Spieler zuhört. Ich behandel es als Krankheit.
Er spielt einen Kleriker und möchte wahrscheinlich auch mit Gift heilen Tollwut bekämpfen.

Ihm ist klar, das Neutralize Poison ein 4. Grad zauber ist, wohingegen Remove Disease ein 3. Grad Zauber ist
Macht für mich wenig Sinn
 
@Riot69
Ich weiss was du meinst.

@Duncan
Teile uns deinen Gott doch mal mit, würde mich wirklich interessieren!!! Dragonlance ist meine absolute Lieblingswelt!!!

Wie würdet ihr einem Kleriker seine Fähigkeiten nehmen, wenn er nach und nach die Unterstützung seines Gottes verliert? Gesinnungswechsel steht bevor, die Schwüre an seinen Gott wurden auch nicht eingehalten...etc.
Die Vorgehensweise im Regelwerk finde ich nicht so toll!!
Mich würden einfach euere Ideen und Standpunkte interessieren.
 
Die Vorgehensweise im Regelwerk ahb ich mir nie durchgelesen.

Aber wenn so ein Fall vorliegen sollte, dann ,mach ich das gerne so, das der Abschwörer, bemerkt, was für einen Fehler er begangen hat und die abgeschwornen Gottheit immer ein Auge auf ihm hat.

Dann treten Dinge ein, wie z.B. man verliert seinen höchsten Zaubergrad oder aus irgend einem anderen Zaubergrad, schlägt der Zauber fehl oder geht gegen den Anwender.

Oder wenn er sich bei jemanden vorstellt, und dies mit dem Namen seines Gottes, durchsticht ihn ein brennender Schmerz, einmal quer durch die Brust.

So mach ich das, das letztere lasse ich meist weg, aber es ist halt hganz stark auf den Zuabern zuspüren.
 
Silence schrieb:
@@Duncan
Teile uns deinen Gott doch mal mit, würde mich wirklich interessieren!!! Dragonlance ist meine absolute Lieblingswelt!!!
Hm, wird schwierig, da die demnächst angestrebte Kampagne evtl. sehr Kender-lastig wird, da diese Rasse absoluten Vorrang hat bei mir (einmal, nur einmal möcht ich furchtlos sein!). Da aber ich dann der dritte in der Rangfolge wär, fällt das wahrscheinlich aus... :motz:

Nun, Takhisis und Paldadin scheiden schonmal aus, ich müßt mich mal einlesen, aber sowas neutrales hat was. Kannst mir die vielleicht mal schnell sagen? Du kennst die doch bestimmt ausm ff?
 
Wenn Magier, dann Gilean. Am sonsten kommt ganz drauf an, was du spielen möchtest und wie.
Sargonnas wäre interessant, der Gott des Kampfes, der Ehre usw. aber er ist böse, wobei ihm auch viele neutrale folgen.
 
hab bisher noch keinen kleriker gespielt, aber schon ne menge schlechte erfahrungen damit gemacht.....unser kleriker mit dem gott tempus, war am anfang noch chaotisch gut, wurde nach ner zeit aber immer böse und ist bis zum rechenschaffend bösen gekommen, was gar nicht mehr lustig für die gruppe war, weil es dann auch zu kämpfen in der gruppe gekommen ist (wobei meine hexenmeisterin fast gestorben wäre)....natürlich ist er dadurch bei seinem gott in ungnade gefallen und war danach gar nicht mehr zu retten......

und die moral von der geschichte ist :prof: : als kleriker nicht vergessen zu seinem gott zu beten und versuchen in einer überwiegend guten gruppe nicht ins böse zu rutschen....
 
Silence schrieb:
@Duncan
Teile uns deinen Gott doch mal mit, würde mich wirklich interessieren!!! Dragonlance ist meine absolute Lieblingswelt!!!
So, ich hab mich nach einem kurzen Blick ins Pantheon entschieden: Kleriker von Sirreon! Bin mir zwar über die Gesinnung noch net so ganz klar, aber der Anfang ist gemacht. Ach ja: und wir zocken dann im Age of Mortals, wobei bei meinem Klerikerentscheid dann klar ist, dass es in die Zeit zur Rückkehr der Götter oder kurz davor sein dürfte.
 
Ich habe bislang nur Kleriker gespielt, die für Krieg standen oder den Kampf zumindest förderten. (Clangedin, Tempus, Uthgard...) Und bin zum Schluss gekommen, daß sie nicht überpowerd sind. Im Kampf steht er immer an zweiter Stell hinter dem Krieger. Bezüglich der Kampfzauber hinter dem Hexenmeister. Er kann zwar sich und die Gruppe sehr stark aufspellen. Hab aber die Erfahrung gemacht, das er dann aber meist erst fertig ist, wenn der kampf vorbei ist. Ausnahmen sind natürlich Situationen wo man ausreichend Zeit hat im voraus und Bescheid weis, wann es los geht.
Sehr mächtig sind sie gegen Untote durch Vertreiben oder beindrucken gegen schwächere, oder Heilung in kombination mit einem guten Krieger gegen mächtige, wie zum Beispiel ein Lich.

Ich habe allgemein immer einen Kleriker oder zumindest einen Druiden in der Gruppe, durch deren Heilungsfäigkeiten, auch wenn diese stark Spells verbrauchen, was sie natürlich beim weiteren vorwärtsgehen schwächt. Dies find ich aber immernoch besser als umdrehen.
Ich werd wohl mal einen Kleriker von einer Friedliebenden Gottheit spielen, vielleicht Chauntea. Er wird rollenspieltechnich zwar schwerer einzubinden sein. Ist aber gerade in der hHinsicht wesentlich interesannter. Muss ja nicht immer der stumpfe Haudrauf sein. Und solch ein Kleriker hat Gesellschaftlich ganz andere Mittel um sich in der Gesellschaft zurechtzufinden.

Gruß
Wendigo
 
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