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Interstellar

Ein Hard-Scifi Film alla 2001 oder Solaris kommt in die Kinos.
Hauptdarsteller ist Matthew McConaughey, der uA. zuletzt als besessener True Detective oder AIDS-kranker Cowboy in Dallas Buyers Club Furore gemacht hatte.

Eine Besprechung ohne Spoiler wird hier versucht:
 

Nightwind

Erzketzer
Was, wirklich? Ich geb dem maximal 1 von 10 Singularitäten. Im Gegensatz zu 2001 war der physikalisch einfach nur Nonsens. Also nicht Hard SF, höchstens Science Fantasy.
(Kleines Beispiel? Ein Planet der ein Black Hole so nahe umkreist dass es da schon Zeitdilatation gibt, ohne von der Schwerkraft eingesaugt oder zerrissen zu werden. Ja klaaar.)
 

Absimilliard

νεκύδαιμων
Aha Nightwing, dann kannst du mir sicher genau vorrechnen welchen Abstand ein Planet zu einem Schwarzen Loch haben muss, damit er die im Film genannte Stärke der Zeitdilatation aufweist? Natürlich mit dem Beweis, dass dies dann so nah ist, dass er in unvertretbar kurzer Zeit im Ereignishorizont verschwindet.
 

Absimilliard

νεκύδαιμων
...der nur deshalb ein Meisterwerk ist, weil er neu war. Interstellar erfindet das Rad nicht neu, man kann ihn sogar fast als Remake von 2001 sehen, denn die Grundstimmung ist sehr ähnlich. Hätte es 2001 vorher nicht gegeben, so wäre Interstellar das 2001 von heute.
 

RockyRaccoon

Social Justice Warrior First Class
Teammitglied
Wow... was für ein Argument.
Das Original war nur ein Meisterwerk, weil es originell war. Die Kopie ist nicht originelle, man kann sie sogar fast als Kopie des Originals sehen, denn sie ist sehr ähnlich. Hätte es das Original vorher nicht gegeben, so wäre die Kopie das Original.

Ich bin beeindruckt. Als vorsitzender Anführer der Tautology-Kirche Berlin möchte ich dir hiermit die Ehrenmitgliedschaft anbieten.
 

Kamestar

Invader from outa space
Als die Alte mit Liebe angefangen hat, habe ich innerlich abgeschaltet.
Das beste an dem Film waren die Roboter.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Wieso ist 2001 als Buch so Lala:

Der schwarze Monolith: Kreationisten können Jubeln
Es wird überhaupt nichts erklärt WARUM der Monolith da ist.

H+1=I
A+1=B
L+1=M
Wie originell.

Wir sind weiter von KI entfernt als man das 2001, äh, 1968, je erahnen konnte.
2001 ist vom Grundtenor her ein Entdeckerfilm, in der Tradition von Kolumbus, Cook, etc.
Mit einer Prise Kritik an Lügen und potentiellen Automatismen

Der Frank Bowman der sich selbst trifft, ja, nett, aber unnötig.
Das Space-Baby, ziemlich messianisch. Urks.

Passend für einen Film kurz nach der Mondlandung. Im Grunde Zukunftsoptimistisch und Technikgläubig. Urks.

2001 wird oft deswegen als Meisterwerk angesehen weil die Themen und Bilder so wenig fassbar sind.
Ziemlich kryptisch das Ding, und man kann da viel hineininterpretieren was gar nicht drin ist.

Warum ist Interstellar der interessantere und zugänglichere Hard-Sci-Fi Streifen?

Die Erde ist in einem Post-(Nuklear?)kriegszeitalter am Ende Ihrer Ressourcen. Den Menchen geht die Nahrung aus, ggf. auch als Folge der Kriegshandlungen.
Für Grundlagenwissenschaft ist kaum noch Geld da. Da absehbar ist das die extensive Landwirtschaft am Ende ist, sucht man nach Lösungen. Betriebsblind sucht die NASA natürlich im Weltraum.
Und wird in Form eines Wurmlochs fündig. (Was die Nerds freuen wird, sind die doch zumindest theoretisch möglich).

Die Soldaten-Fraktal-Roboter finde ich eine gute Umsetzung. In so 50 Jahren könnte wir soweit sein. Das hat man aber auch schon vor 50 Jahren über KI gesagt.
Die Raumschiffe sehen den heutigen Plänen nicht unähnlich. Man hat das Gefühl man könnte so etwas auch heute bauen/projektieren.

Das mit der Zeitdilatation ist insofern Unsinn als man dann so nahe am Schwarzen Loch sein müßte, das man mit so 90+X% der Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein müßte damit eine Stunde 7 Jahre sind.
Möglich, aber es müßte dann anderes ausschauen. Auch wäre der Planet wohl so nahe am Schwarzen Loch, das er von den Gravitationskräften zerwirbelt würde.

Das Sci-Fi an der Geschichte ist aber nur so interessant wie die Funktionsweise einer Mikrowelle.

Interessanter sind die Themen:
  • Beziehungen und Gefühle zwischen Eltern und Kindern.
  • Überlebenswille und in Kauf nahme Schadens für Dritte dadurch
  • Vorenthalten von Informationen damit eine gemeinsame Sache nicht Schaden nimmt
  • Hoffnung
Die ersten 10 Jahre hab ich Science Fiction wegen der technischen Details gelesen und des "Was wäre wenn, das damit verbunden ist."
Die letzten 28 Jahre hab ich Science Fiction gelesen weil es eine Interessante Spielwiese für das zwischenmenschliche ist. Das "Was wäre wenn" ist dann nur noch ein Faktor der die menschlichen Faktoren begünstigt und beeinflußt.

Gerade die Gefühle machen den Film zu einem guten Film. Ohne sie wäre es ein kleines Machwerk.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Jo, die Robots sind gut gemacht und haben mich an "Der Flug der Libelle" erinnert, ein Hard-Sci-Fi Buch wo man zu einem Nachbarplaneten mit Sonnenwild und massig spiegeln hinkatapultiert wird.
 
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