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Gestaltwandel

Hallo,
Ich hatte mir ein paar Fragen zum Gestaltwandel gestellt.
First things first (but not necessarily in that order): Ja, ich hab den Thread dazu schon gelesen, würde jedoch zwei Jahre später die Frage gerne nochtmal stellen.

Wie handhabt ihr das Annehmen der durchlaufenden Gestalten beim Würfeln und wie bei Zorneinsatz/Wechsel in Geburtsgestalt?
Also, dass die durchlaufenden Gestalten voll angenommen werden, halte ich persönlich für unwahrscheinlich, da es theoretisch möglich ist, vier Gestalten in einer Runde zu wechseln (5 Erfolge).
Wichtiger ist mir allerdings wie das (vermutlich) in den anderen zwei Fällen läuft, weil man bei einer Flucht ja doch schon mal in Lupus wechseln möchte und es von Vorteil wäre, wenn man dann nicht gleich seinen Ausweis in einem Haufen zerrissener Kleidung zurücklassen müsste. :D

cheers
Justin
 

Nightwind

Erzketzer
AW: Gestaltwandel

Anmerkung zum letzteren.. wenn deine Kleidung nicht angeeignet ist, geht sie auch in Lupus nicht mit.. d.h. wenn deine Kleidung nicht zerreisst, hast du einen Wolf in Kleidung der nicht so schnell flüchten kann wie er gern möchte - und auch dann müsste er seinen Ausweis zurücklassen. ;)

Ansonsten hatte ich es so in Erinnerung, dass Wandeln ohne Zorn einen alle dazwischenliegenden Gestalten durchlaufen lässt und mit Zorn direkt zur gewünschten Gestalt 'springen'. Kann aber eine Hausregel sein.
 

hchkrebs

Adren
AW: Gestaltwandel

Ist keine Hausregel, aber der Punkt ist, dass das was gewürfelt wird und das was in der Spielwelt passiert zwei unterschiedliche Dinge sind.

Der SPIELER würfelt Widerstand + Instinkte. Die Schwierigkeit ist abhängig davon, was der Spieler seinen Charakter erreichen lassen möchte (6 für Homid, Crinos, Lupus, 7 für Glabro und Hispo). Dann zählt der Spieler die Erfolge und danach richtet sich, was in der Spielwelt passiert.
War er in Homidform und wollte in Hispo, so müsste er 3 Erfolge gegen die 7 haben. 7 weil für Hispo die eben die 7 zählt. 3 Erfolge, weil man einen braucht um Glabro zu erreichen, einen um Crinos zu erreichen und einen um Hispo zu erreichen.

Wenn das geklappt hat, verwandelt sich der Charakter in der Spielwelt in Hispo.
Hat er nur zwei Erfolge, verwandelt er sich in der Spielwelt in Crinos (in der nächsten Handlung kann er erneut würfeln und brauch nur noch einen Erfolg gegen 7).

Soweit die Regeln. Es steht nirgends, dass in der Spielwelt ein Charakter der vom Homid in Lupus wandeln möchte Zwichendurch (also während des wandelns) die Crinosform annimmt. Es steht nur in den Regeln, dass wenn er die dafür nötigen Erfolge nicht erreicht, er eben nur soweit kommt, wie er Erfolge hat. Aber solange er die vier Erfolge hat, die er bräuchte um von von Homid direkt in Lupusform zu wandeln, wird er auch zwischendurch keine andere Form annehmen.

Ausnahmen sind natürlich Charaktere die
a) in ihre Geburtsform zurück wechseln. Dies können sie aus jeder Form immer als eine Handlung, ohne Wurf und auch ohne irgendwelche anderen Formen anzunehmen.
b) Charaktere die den Vorteil "Metamorph" haben. Sie können jede Form annehmen, ohne Wurf, und ohne Zwischenformen anzunehmen.
c) Charaktere die Zorn ausgeben (1 Punkt) können sofort jede beliebige Form annehmen, ohne Wurf, und ohne in Zwischenformen zu wechseln.

Ansonsten hat Nachtwind recht. Wenn die Kleidung nicht angeeignet ist, dann ist man, selbst wenn man es schafft direkt in den Wolfskörper zu wechseln, ziemlich sicher in Klamotten verheddert, die eben nicht für einen Vierbeiner gemacht sind. Der Ritus der Talismananeignung (Grundbuch) schafft Abhilfe. Das Limit wie viele Gegenstände man aneignen kann, ist in der revised iirc etwas aufgeweicht. Ältere Romane (Wyrm Wolf, Breath Deeply) beschreiben dagegen gewöhnlich, dass die Werwölfe sich teilweise entkleiden, ehe sie Formwandeln, einfach weil sie keine angeeignete Kleidung haben.
 
AW: Gestaltwandel

Der SPIELER würfelt Widerstand + Instinkte. Die Schwierigkeit ist abhängig davon, was der Spieler seinen Charakter erreichen lassen möchte (6 für Homid, Crinos, Lupus, 7 für Glabro und Hispo). Dann zählt der Spieler die Erfolge und danach richtet sich, was in der Spielwelt passiert.
War er in Homidform und wollte in Hispo, so müsste er 3 Erfolge gegen die 7 haben. 7 weil für Hispo die eben die 7 zählt. 3 Erfolge, weil man einen braucht um Glabro zu erreichen, einen um Crinos zu erreichen und einen um Hispo zu erreichen.

Ich sag es ungern, aber das ist falsch. oO

Man würfelt Widerstand+Instinkte, soweit korrekt.
Die Schwierigkeit ist allerdings die Startform.
Die Anzahl der Erfolge hingegen sind die Anzahl der zuüberspringenden Formen+1.

Dein Beispiel:
Homid -> Hispo
Schwierigkeit ist 6, da die Startform Homid ist.
Anzahl der nötigen Erfolge ist 4.
Ein Erfolg um die Verwandlung zu starten, einen um Glabro zu erreichen, einen um Crinos zu erreichen, einen um Hispo zu erreichen.

GRW 3te Edition, Seite 203, englisch.

Es steht nirgends, dass in der Spielwelt ein Charakter der vom Homid in Lupus wandeln möchte Zwichendurch (also während des wandelns) die Crinosform annimmt. Es steht nur in den Regeln, dass wenn er die dafür nötigen Erfolge nicht erreicht, er eben nur soweit kommt, wie er Erfolge hat. Aber solange er die vier Erfolge hat, die er bräuchte um von von Homid direkt in Lupusform zu wandeln, wird er auch zwischendurch keine andere Form annehmen.

Hm, das hat mich überzeugt, klingt plausibel und ist regelkonform.

Zu der Sache mit der Kleidung meinte ich eher, dass wenn man von Homid->Lupus, Crinos zwischenzeitlich annehmen würde, die Kleidung zereissen würde, und man nicht "mal eben" die Jacke mit der Geldbörse ins Maul nehmen und flüchten könnte, sondern die erst in einem Haufen zerrissener Kleidung suchen müsste. Die Tatsache, dass man so widerrum Zeit braucht sich aus den Klamotten zu befreien, habe ich nicht bedacht. Das ist natürlich richtig.

Aber deine Argumentation gefällt mir gut.
Danke, =)
 

Vision

caitiff par excellence
AW: Gestaltwandel

Ritual der Talismananeignung sollte eigentlich jeder erfahrene Theurg im Caern können. Ein Satz kleidung braucht in der Revised Edition nur einen der Gnosis Slots auf.

Und dann ist es vielleicht noch ratsam ein Punkt auf Fetisch zu setzen und diesen Tollen "Taschen"-Fetisch zu besorgen oder als erstes im Spiel zu schaffen. Die sind nicht schwer zu bekommen und man kann damit eine Taschebeliebiger größe (von der Aktentasche bis zum Seesack) in einen Behälter verwandeln in dem man alles lager kann außer Komplexen Weaver geräten. (Also waffen oder sowas) Dann klappt das auch mit der Brieftasche. Denn nur die Kleidung an sich zu binden würde die Brieftasche und Auto-/Hausschlüssel nicht mitwandeln.
 

hchkrebs

Adren
AW: Gestaltwandel

Denn nur die Kleidung an sich zu binden würde die Brieftasche und Auto-/Hausschlüssel nicht mitwandeln.
Ja, irgendwie ist der Ritus da etwas sinnfrei. Zum einen sind in der Revised mögliche Größenanpassungen der Kleidung (weil man ja nicht unbedingt nackt in Glabro da stehen möchte, oder weil der Gurt mit dem man die Schwertscheide auf den Rücken schnallt vielleicht mit wachsen sollte in Crinosform und nicht einfach verschwinden) bei dem Ritus nicht mehr vorgesehen (dazu gibt's dann einen eigenen Ritus im Kinder Gaias Revised Stammesbuch). Zum anderen war der Ritus schon immer etwas fragwürdig. Generell sollte durch den Ritus oder Probleme beim Seitwärtswechseln/Formwandeln nicht eine Schwierigkeit entstehen, die so nicht gewollt ist.

Es ist einfach blödsinnig wenn man jedes mal Wechselgeld neu aneignen müsste oder wenn man sich eine Packung Kaugummi kauft diese dann nicht mit in die Umbra wechselt, etc.
Klar, Spieler sollten es nicht ausnützen wenn der Spielleiter da einige Freiräume lässt, aber auf der anderen Seite sollten Spielleiter auch nicht Erbsenzähler sein und so Probleme generieren die die Spieler davon abhalten der Story nachzugehen.
 

Vision

caitiff par excellence
AW: Gestaltwandel

Es ist einfach blödsinnig wenn man jedes mal Wechselgeld neu aneignen müsste oder wenn man sich eine Packung Kaugummi kauft diese dann nicht mit in die Umbra wechselt, etc.

Ich habs mir schon lang angewöhnt dieser Fetisch mit dem Endlos Geld herzustellen. Da einen Silberdollar reingelegt und schon sind die Geldsorgen beseitigt. Unendlich 5 Dollar. Oder wenn man in Europa spielt macht man das ganze mit einem 2 Euro Stück.

Klar, Spieler sollten es nicht ausnützen wenn der Spielleiter da einige Freiräume lässt, aber auf der anderen Seite sollten Spielleiter auch nicht Erbsenzähler sein und so Probleme generieren die die Spieler davon abhalten der Story nachzugehen.

Meine Erfahrung zeigt leider das, so wie man einmal 5 Gerade sein lässt, aufeinmal die Schleusen offen sind. (Ja wieso, diese Holdout Pistole ist kleiner als das Handy das ich letzte Woche mitwandeln konnte?! Und weniger Technik ist in ihr auch!)

Wenns um dieses Ritual der Bindung geht muss ich ehrlich sagen das ich da recht streng bin und stattdessen den Spielern erleichtere diesen Taschenfetisch zu besorgen. Dann muss nur noch das Handy gebunden werden.
 

hchkrebs

Adren
AW: Gestaltwandel

Ich habs mir schon lang angewöhnt dieser Fetisch mit dem Endlos Geld herzustellen. Da einen Silberdollar reingelegt und schon sind die Geldsorgen beseitigt. Unendlich 5 Dollar. Oder wenn man in Europa spielt macht man das ganze mit einem 2 Euro Stück.
Klar. Geht halt mit unter dem Prinzip das Fetisch relativ selten sind entgegen. Von weiteren praktischen Erwägungen mal abgesehen ist es auch so, dass ein Fetisch zu bauen Zeit braucht. Storyteller's Handbook (1st) und Hammer & Klaive haben da ja ein stark ausgearbeitetes System für. Das ist auch Zeit, die sich die meisten SCs nur nehmen können, wenn Downtime ansteht. Und es darf halt nicht unbedingt missbraucht werden. Es steht bei der Gabe "Pfennige vom Himmel" (Glaswandler Stammesbuch 1st), dass einfach erschaffenes Geld, wenn es zu oft passiert, Organisationen auf dem Plan ruft, die sich mit Geld beschäftigen. Allen voran, das Syndikat.

Es ist auch nicht das selbe, ob ich als Spielleiter Charakteren gestatte ihr Wechselgeld mit in die Umbra zu nehmen (oder es mit verschwinden lassen, beim Gastaltwandel), oder ob ich ihnen eine Möglichkeit zugestehen, immer an neues Geld zu kommen (und damit die Möglichkeit gebe, einfach auf Wechselgeld zu verzichten). Mal abgesehen davon, dass die Kaugummis oder Zigaretten die sie gekauft haben, ja auch nicht durch den Todesgürtel kommen (oder sich mit verwandeln).


Meine Erfahrung zeigt leider das, so wie man einmal 5 Gerade sein lässt, auf einmal die Schleusen offen sind. (Ja wieso, diese Holdout Pistole ist kleiner als das Handy das ich letzte Woche mit wandeln konnte?! Und weniger Technik ist in ihr auch!)
Ja, es kommt halt drauf an, wie man es macht und was man macht.

Offensichtlich sagt White Wolf, dass eine Satz Kleidung zusammengefasst werden kann. Es ist nicht so, dass jeder Schuh einzeln gezählt wird, jede Socke, am besten jeder Schnürsenkel einzeln. Auf die gleiche Weise kann man die Pistole zerlegen (Magazin, Pistole, jede Kugel einzeln) oder da Handy (Gerät, Akku, Akkuverschlusskappe). Aber die Fassen wir dem gesunden Menschenverstand nach, ja auch zusammen.

So, die Frage ist also, was sinnvollerweise zu einem anderen Gegenstand dazugehört. Und da ist eben meine Auffassung, dass ein gebundener Geldbeutel sinnvoller weise Ausweispapiere, Geld und Kreditkarten enthält, weil das eben Dinge sind, die in einen Geldbeutel gehören. Eine Pistole umfasst sinnvollerweise ein Magazin und Kugeln und die sind nicht separat anzueignen.
Wie weit ich gehe, wenn ich zulasse, was zu etwas anderem gehört, kann ich selbst entscheiden. Und von mir aus, gehört eine Packung Taschentücher und mindestens ein Tampon sinnvoller Weise zu einer Handtasche.
Ein Handy oder eine Pistole sind aber auf einer fundamentalen Ebene nicht was sinnvoller oder normalerweise in einer Handtasche dabei ist. Ergo, scheitert hier das mitnehmen, oder formwandeln.

Ich denke auch, dass die Prüfung ob es plausibel ist oder Teil eines größeren Gesamtobjektes ein wesentlich besserer Weg ist, zu entscheiden ob etwas angeeignet werden muss oder nicht. Größe, Gewicht, Komplexität eines Gegenstandes sind doch für die spirituelle Magie der Garou bei weitem nicht so wichtig, wie Funktion oder die Identität eines Objektes im metaphysischen Sinn.

Wenns um dieses Ritual der Bindung geht muss ich ehrlich sagen das ich da recht streng bin und stattdessen den Spielern erleichtere diesen Taschenfetisch zu besorgen. Dann muss nur noch das Handy gebunden werden.
Ich kann mich im Moment nicht an einen Taschenfetisch erinnern, aus welchem Buch ist der, oder ist der in der revised Edition neu im GRW ?

Das Aneigenen von Handy oder Pistole sind übrigens mit Rufverlust verbunden. Allein schon deshalb ist es nicht sinnvoll so was dabei zu haben.
 

Doomguard

wiedergeboren
AW: Gestaltwandel

"So, die Frage ist also, was sinnvollerweise zu einem anderen Gegenstand dazugehört. Und da ist eben meine Auffassung, dass ein gebundener Geldbeutel sinnvoller weise Ausweispapiere, Geld und Kreditkarten enthält, weil das eben Dinge sind, die in einen Geldbeutel gehören. Eine Pistole umfasst sinnvollerweise ein Magazin und Kugeln und die sind nicht separat anzueignen.
Wie weit ich gehe, wenn ich zulasse, was zu etwas anderem gehört, kann ich selbst entscheiden. Und von mir aus, gehört eine Packung Taschentücher und mindestens ein Tampon sinnvoller Weise zu einer Handtasche.
Ein Handy oder eine Pistole sind aber auf einer fundamentalen Ebene nicht was sinnvoller oder normalerweise in einer Handtasche dabei ist. Ergo, scheitert hier das mitnehmen, oder formwandeln."


so handhabe ich es auch.
 

Vision

caitiff par excellence
AW: Gestaltwandel

Ich kann mich im Moment nicht an einen Taschenfetisch erinnern, aus welchem Buch ist der, oder ist der in der revised Edition neu im GRW ?

Nee, ist im Revised Players Guide... im Players Guide to the Garou auf seite 144, nennt sich Magpie's Swag und ist ein Stufe 1 Fetisch.

Ich gebe dir recht das Fetische etwas besonderes sein sollten, jedoch gehe ich bei dieser Einschätzung von 3 Faktoren aus:

1) Wie steht der Tribe zu Fetischen (Stargazer haben z.b. extrem selten überhaupt Fetische, währen Utenka oder Shadowlords sehr oft welche haben)
2) Welche Stufe ist der Fetisch (Stufe 1 Fetische sind bei mir Massenware und leicht zu bekommen, während Stufe 3 schon eine Ehre sind und Stufe 5 Legendenstatus besitzen und meist nur 1 oder 2 davon existieren)
3) Was für einen Geist braucht man für den Fetisch? Ein Mousespirit zur Zusammenarbeit zu bekommen ist wesentlich einfacher als ein Warspirit.

Das Aneigenen von Handy oder Pistole sind übrigens mit Rufverlust verbunden. Allein schon deshalb ist es nicht sinnvoll so was dabei zu haben.

Das kommt auf deinen Tribe an. Glasswalker haben sogar Fetisch Pistolen, darüber hinaus halte ich eine solche Regel für nicht zeitgemäß. Als wir im Jahr 2000 gespielt haben, ja.. da sehe ich ein das alte Garou die Nase über Handys Rümpfen, aber 2006 oder 2009 (sofern man die Apokalypse außeracht lässt oder das Datum versetzt) sind Handies eine Notwendigkeit der sich auch Garou nicht entziehen können wenn sie mit und unter den Menschen leben wollen ohne aufzufallen. Noch dazu... bring mal einem Teeni bei das er nun aufeinmal kein Handy mehr benutzten darf weil ein paar alte Garou mit den Nasen Rümpfen.

Feuerwaffen... ich als Spieler rümpfe da die Nase, das passt nicht für mich ins Bild der Garou, aber ich muss auch eingestehen das es schon seit dem Wilden Westen Feuerwaffen Fetische gibt, entsprechend muss ich auch annehmen das es kein Tabu ist, weder für Garou noch für Spirits, die sich ja schließlich entscheiden ob sie in einen Fetisch wollen oder nicht. Entsprechend entscheidet für mich die Grundstimmung im Caern darüber wie sie auf Feuerwaffen und Handies reagieren. Ein Caern mit einem starken Hardliner Anteil wird anders reagieren als ein gemäßigtes oder gar ein Glasswalker dominiertes Caern. Und wie das Caern drauf ist würde ich daran fest machen was die Spieler Mehrheitlich wollen.
 

hchkrebs

Adren
AW: Gestaltwandel

Das kommt auf deinen Tribe an. Glasswalker haben sogar Fetisch Pistolen...
Stimmt. Die Frage ist, aber in welcher Umgebung leben die Spielercharaktere. Wenn sie in einer Septe leben die eine Glaswandlerstammeskultur pflegt mag man auch mit so was durchkommen. Aber selbst ein Glaswandler, der in eine traditionellere Umgebung kommt, mag in dieser Umgebung Rufverlust erleiden, weil er sich eben nicht den lokalen Sitten entsprechend verhält.

...darüber hinaus halte ich eine solche Regel für nicht zeitgemäß. Als wir im Jahr 2000 gespielt haben, ja.. da sehe ich ein das alte Garou die Nase über Handys Rümpfen, aber 2006 oder 2009 (sofern man die Apokalypse außeracht lässt oder das Datum versetzt) sind Handies eine Notwendigkeit der sich auch Garou nicht entziehen können wenn sie mit und unter den Menschen leben wollen ohne aufzufallen.
Ja, es mag sein, dass Werwolf und grundsätzlich die World of Darkness etwas von der Zeit überholt wurde. Das heißt, wenn man davon ausgeht, dass die World of Darkness den Technologiestand unserer Welt hat.

Abgesehen davon halte ich das "Leben mit Menschen" im Bezug auf den Fluch eben für nicht möglich und auch für Garou nicht anstrebenswert. Die Gemeinschaft im Rudel ist alle Geborgenheit die sie wirklich brauchen und so ziemlich die einzige, die sie auch Aufrecht erhalten können. Aber der Fluch war ja schon in einem anderen Thema besprochen.

Noch dazu... bring mal einem Teeni bei das er nun auf einmal kein Handy mehr benutzten darf weil ein paar alte Garou mit den Nasen Rümpfen.
Die Mehrheit der Welpen sollte bei Blutsverwandten aufgewachsen sein, und ggf. schon lange vor ihrer ersten Verwandlung gewusst haben, dass es Garou gibt, wie deren Religion funktioniert und dass sie als wahr geborene etwas besonderes sind. Verlorene Welpen, die nur einen Garou-Kultur Crashkurs haben, ehe sie den ersten Ritus ablegen, sind laut Regelwerk eine größer werdende Gruppe unter den Garou, aber das ist ein dehnbarer Begriff. Ein Anstieg von 10% über 50 Jahre ist auch ansteigend. Wenn nur 10% der Welpen verlorene Welpen sind und diese Menge um 10% anstieg, sind es jetzt auch nur 11%.

Doch selbst bei den "verlorenen Welpen" spielen völlig normale Mechanismen wie Gruppenzwang, Identifikationswunsch mit der neuen Umgebung etc. eine starke Rolle. Garouausbildung ist auch Gehirnwäsche, immerhin bringt man Teens bei, Monster zu erschlagen und Morde zu begehen, Terroristen zu sein, wenn man es genau nimmt. Da ist das "und benutze keinen Weberkram" nicht so weit her geholt. Immerhin ist es die Welt der Dunkelheit und als Teil der menschlichen Masse waren solche Welpen zumeist nicht glücklich (so wie die Mehrheit der Menschen latent deprimiert ist, um den Gothik Punk Status aufrecht zu erhalten). Ihre Instinkte und ihr wölfisches Wesen haben sich nach der Freiheit von diesen Beklemmungen der Menschen gesehnt. Wenn sie diese Freiheit dann erfahren und zu einer Septe kommen, die eben ohne all diesen Technikmüll auskommt, warum sollten sie dann nicht mitziehen.

Davon abgesehen, sind die Zeltplätze und Waldhütten die ich zum Werwolf Live spielen besuche alle bei weitem nicht so abgelegen wie ein Caern es sein müsste. Dennoch ist die Netzabdeckung dort quasi nicht gegeben. Damit verschwindet dann auch ein Teil des praktischen Nutzen des Mobiltelefons.

Feuerwaffen... ich als Spieler rümpfe da die Nase, das passt nicht für mich ins Bild der Garou, aber ich muss auch eingestehen das es schon seit dem Wilden Westen Feuerwaffen Fetische gibt, entsprechend muss ich auch annehmen das es kein Tabu ist, weder für Garou noch für Spirits, die sich ja schließlich entscheiden ob sie in einen Fetisch wollen oder nicht.
Ja, was für Geister in den Waffen sind ist wieder so eine Frage. Ich meine rein von den Regeln her, verbietet keiner den "Ritus des Geisterwachens" auf einen Revolver zu wirken und den dabei erwachten Geist, dann in den selben Revolver hinein zubinden, durch den Ritus des Fetischbaus. Wie wissen ja auch, dass es abstrakte Geister, wie Kriegsgeister, gibt, genauso wie die Kinder von "Clashing Boom Boom", der ja alle Arten von Waffen abdeckt.

Nichts desto trotz, ist der Wilde Westen etwas, dass eben in der Kultur in Europa nicht vor kam. Bei einem Spiel in Amerika mag daher die Mentalität der Garou auch anders sein, als die der Garou bei einem Spiel in Europa.

Entsprechend entscheidet für mich die Grundstimmung im Caern darüber wie sie auf Feuerwaffen und Handies reagieren. Ein Caern mit einem starken Hardliner Anteil wird anders reagieren als ein gemäßigtes oder gar ein Glasswalker dominiertes Caern. Und wie das Caern drauf ist würde ich daran fest machen was die Spieler Mehrheitlich wollen.
Ich mache es mehr davon abhängig, welche Stimmung ich in dem Spiel haben möchte, dass ich leite.
 

Vision

caitiff par excellence
AW: Gestaltwandel

Abgesehen davon halte ich das "Leben mit Menschen" im Bezug auf den Fluch eben für nicht möglich und auch für Garou nicht anstrebenswert.

Mit Leben mit und unter den Menschen meine ich nicht mit ihnen auf die selbe Arbeitsstelle zu gehen. Sondern ich meine damit einfache Dinge wie: "Wenn du was siehst ruf' mich an", wenn der Satz mit einem "ich bin Montags bis Freitags ab 18uhr bis 20uhr unter dieser und dieser Festnetznummer zu erreichen" dann sieht einen heute schon jeder queer an. Genauso sieht es aus wenn der Umweltschützer zu dem garou meint und sagt: "Pentex, klar kennen wir die, wir schicken euch nen Infopacket als Email" darauf hin sagt der Garou "Ähhh, ne lassmal stecken, habt ihr keine Flyer oder sowas?"

Die Gemeinschaft im Rudel ist alle Geborgenheit die sie wirklich brauchen

In den USA ist es möglich sie Hillbilly mäßig auf dem Land zu verstecken, das funktioniert in Europa nicht. Da haben auch junge Garou bei den Kin, gefälligst in eine Schule zu gehen.

Spätestens da machen diese Kinder dann bekanntschaft mit dem Konsum und Marken zwang, bzw. werden ausgegrenzt wenn sie keine Handies und co haben.

Und ob Heimunterricht in den USA für den Caern und seinen Nachwuchs in Frage kommt halte ich mal, je nach Tribe für Fragwürdig. Gerade die Tribes die Wissens oder Erfolgsorientiert sind werden vielleicht nicht gerade auf das Bildungssystem verzichten und ihre Kinder alleine Unterrichten. Einzige Alternative die ich dazu sehen würde wäre ein Garou Internat in dem dann alle Kinder der Garou in den USA zur Schule gehen. Wie schlau sowas ist (Ballung des Nachwuchses auf einem Raum), sei mal dahin gestellt.

Das die Garou sich in den letzten Jahren noch mehr "Abgekapselt" haben, widerspricht bei meinem Dafürhalten jedoch ebenso ihrer Natur als Vermittler zwischen Menschen und Geistern.

Nichts desto trotz, ist der Wilde Westen etwas, dass eben in der Kultur in Europa nicht vor kam. Bei einem Spiel in Amerika mag daher die Mentalität der Garou auch anders sein, als die der Garou bei einem Spiel in Europa.

In Europa gibt es auch wenige Berufe bei denen man legal eine Feuerwaffe tragen darf ;) Schon allein aufgrund der Gesetzeslage ist das tragen einer solchen nicht so schlau.

Ich mache es mehr davon abhängig, welche Stimmung ich in dem Spiel haben möchte, dass ich leite.

Nun, ich rede mit meinen Spielern vor dem Spiel und frage sie was sie erwarten und was sie wollen. Kombiniert mit den Unterhaltungen zu ihren Charakteren kommt dabei dann ein Gesamtbild raus. Aber das gehört nicht hier her.
 

hchkrebs

Adren
AW: Gestaltwandel

In den USA ist es möglich sie Hillbilly mäßig auf dem Land zu verstecken, das funktioniert in Europa nicht. Da haben auch junge Garou bei den Kin, gefälligst in eine Schule zu gehen.
In den meisten Ländern der EU gibt es auch die Möglichkeiten zu hause unterrichtet zu werden, bzw. Internate. Gerade auch aufgrund der Gefahr für den Schleier werden mit unter einige der Garoukinder diese Option erleben.

Staatliche Zulassung der Schule ist ja nicht so sehr das Problem. Aber selbst wenn das nicht der Fall ist, so wohnen doch einige der Garoukinder und deren Blutsverwandte in entlegeneren Dörfern und haben oft weite Schulwege zu dann auch nur mittelgroßen Schulen. Angesichts der Tatsache, dass die menschlichen Mitschüler sie eh nicht ab können und dass gewöhnlich nur direkt vor und nach dem Unterricht Busse fahren, ist Interaktion mit den anderen stark reduziert.

Spätestens da machen diese Kinder dann bekanntschaft mit dem Konsum und Marken zwang, bzw. werden ausgegrenzt wenn sie keine Handies und co haben.
Wie gesagt, dass werden sie durch den Fluch eh. Auf der anderen Seite sind sie durch die Familie bereits einiger maßen geprägt, bis sie Grundschulalter erreichen. Die Anti-Technik Haltung der Eltern übernehmen die Kinder bis dahin auch, wenn die Eltern sie ihnen plausibel erklärt haben.

Und ob Heimunterricht in den USA für den Caern und seinen Nachwuchs in Frage kommt halte ich mal, je nach Tribe für Fragwürdig. Gerade die Tribes die Wissens oder Erfolgsorientiert sind werden vielleicht nicht gerade auf das Bildungssystem verzichten und ihre Kinder alleine Unterrichten. Einzige Alternative die ich dazu sehen würde wäre ein Garou Internat in dem dann alle Kinder der Garou in den USA zur Schule gehen. Wie schlau sowas ist (Ballung des Nachwuchses auf einem Raum), sei mal dahin gestellt.
Es können mehrere Internate sein. Abgesehen davon, lässt sich über die Qualität der US-Bildung streiten. Immerhin sind in vielen Bundesstaaten weite Teile des Lehrplans kommunal geregelt. Das heißt jedes Dorf kann für seine High School den Lehrplan anpassen. Am Ende sind aber nur die Punkte für den College Eignungstest relevant. Der ist für die Garou aber egal, weil sie ja wegen des Fluchs nicht auf das College gehen werden. Ihre erste Verwandlung ist bis zum Collegeeintrittsalter auch schon durch, dass heißt sie sind dann Voll-Garou und müssen entsprechend handeln. Heimunterricht ist in den USA (iirc) noch weniger problematisch als in Deutschland.

Das die Garou sich in den letzten Jahren noch mehr "Abgekapselt" haben, widerspricht bei meinem Dafürhalten jedoch ebenso ihrer Natur als Vermittler zwischen Menschen und Geistern.
Die Frage ist, ob man als aufgeklärter Garou auf die nicht aufgeklärten Menschen zugeht und sie unterrichtet, Gaia wieder näher zu sein, oder ob man seine Kinder der gezielten Beeinflussung durch den falschen Lebensweg der Menschen aussetzt, in einem Alter, in dem sie noch beeinflussbar sind.

Dies ist sicherlich unterschiedlich, je nach Region. In einem Gebiet wo eine Septe von Garou angesiedelt ist, ist meist auch eine geringere Bevölkerungsdichte, weil Caerns zumeist in ländlichen und abgelegenen Regionen zu finden sind. Septen und Caerns sind zumeist auch alt. Wenn jetzt nicht gerade eine Septe gerade von einem anderen Stamm übernommen wurde, gibt es sicherlich auch viele Blutsverwandte in der Region. Immerhin sind 90% der Kinder der Garou Blutsverwandte und Garou sind jetzt nicht wirklich angehalten nur 2,3 Kinder zu zeugen. Die Blutsverwandten haben ihrerseits Kinder. Damit sollte eine Septe in einem ländlichen Raum es hin bekommen in Gemeinderäten, Elternbeiräten und ähnlichen Institutionen, für die man keine spezielle Ausbildung braucht, gut vertreten zu sein und einigermaßen Einfluss zu nehmen. Zum Wohle Gaias.

In Europa gibt es auch wenige Berufe bei denen man legal eine Feuerwaffe tragen darf ;) Schon allein aufgrund der Gesetzeslage ist das tragen einer solchen nicht so schlau.
Das ist wahr. Ist in den USA aber auch nicht anders. Der Besitz von Waffen und bedingt der Transport sind zumeist legal, weil man ja sein Heim und Hof verteidigen muss. Das Tragen von Waffen (Hand- und Faustfeuerwaffen) in der Öffentlichkeit ist aber zumeist verboten, denn es erfordert eine separate Genehmigung und die erhalten eben eigentlich nur Personenschützer, Wachleute, Privatdetektive etc.
 
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