Grundausbildung.de Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

Dieses Thema im Forum "Rund um Rollenspiele" wurde erstellt von Madpoet, 5. September 2010.

  1. Madpoet

    Madpoet Der Variable Posten in der Nahrungskette

    Krieg!

    Bella, horrida bella („Kriege, entsetzliche Kriege!“)
    - Publius Virgilius Maro, Römischer Dichter


    Erzählt mir vom Krieg,
    Erzählt mir von den Konflikten,
    Erzählt mir von den Schlachten,
    Erzählt mir von den Opfern,
    von Eroberungen, von Siegen, von Verlusten, von den Toten.

    Erzählt mir etwas vom Krieg im Rollenspiel.
    Vom Krieg in eurem Spielsystem...

    Von den großen Schlachten, Vom Massenkampf System, wie die Spieler daran teil haben, wie die Spielercharaktere überleben.
    Erzählt mir etwas darüber wie Mächtige Spieler, Adlige, Generäle Menschen und Mittel für den Krieg vorbereiten.
    Wie sie Hehre in Schlachten befehligen, wie sich verluste an Männern und Material auswirken.

    Erzählt mir von den kleinen Geschichten.
    Von dennen die nur überleben wollen.
    Von den Städten und Dörfern die verwüstet, besetzt oder geplündert werden….

    Erzählt mir wie man einen Krieg im Rollenspiel gestalltet, welche Möglichkeiten er für Geschichten gibt, welche Möglichkeiten er verhindert.

    Erzählt mir vom Krieg!
     
  2. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Ich kann hier auf meine zahlreichen Beiträge zu Necropolis, Weird Wars II und Engel verweisen. - Alle diese militärischen Rollenspiele habe ich lang und breit der Spielpraxis unterzogen. Meine Erfahrungen damit sind entsprechend dokumentiert. Ebenso im Fantasy-Umfeld der Evernight-Kampagne, über die ich hier öfters berichtet hatte.

    Sieh mir nach, daß ich nicht ALLES nochmal wiederholen möchte und auch nicht JEDEN einzelnen Link hier heraussuchen möchte. Die hiesige Suchfunktion ist gut und ich habe die meisten meiner neueren Beiträge mit Stichwort-Tags versehen.

    Weiters kann ich empfehlen die Spielberichte von Necropolis, Tour of Darkness, Weird Wars II Runden (gerade im Tanelorn gibt es da einige) zu lesen. Da sieht man schon sehr gut, was alles geht und wie es geht.
     
  3. Madpoet

    Madpoet Der Variable Posten in der Nahrungskette

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Es sei natürlich verziehen,
    das auf Zornhau verlass ist wenn es um die Kunst des Krieges geht ist ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
     
  4. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Ich spiele halt vornehmlich zwei Themenbereiche im Rollenspiel: Western und Militärisches Rollenspiel.

    Manchmal mischt sich das auch (wenn es im Western z.B. in einem Fort der Conföderierten zur Sache geht).

    Wenn Du wissen willst, wie man Krieg im Rollenspiel als Thema einbaut, wie man das Spiel gestalten kann, daß man einerseits Krieg und andererseits aber immer noch Rollenspiel mit dem Fokus auf Charakteren hat, dann kann ich Dir ganz unabhängig von jedem konkreten Regelsystem oder Setting eine sehr gute Empfehlung geben: Schau Dir KRIEGSFILME an!

    Dort siehst Du, was für Geschichten rund um den Krieg auch im Rollenspiel möglich sind.

    Beispiele:
    Stalingrad
    Apocalypse Now!
    Sharpe's Rifles
    Doktor Schiwago
    Lawrence von Arabien
    Inglourious Basterds
    Inglorious Bastards (das Original!)
    Henry V
    Das dreckige Dutzend
    Masada
    Gods and Generals
    Gettysburgh
    300
    Hornblower
    Wie ich den Krieg gewann...
    Das Boot
    Verdammt in alle Ewigkeit
    Der Längste Tag
    Birth of a Nation
    MASH
    Komm und sieh!
    Catch 22
    Band of Brothers
    The Pacific
    Die Brücke
    Saving Private Ryan
    Starship Troopers
    Khartoum
    Deer Hunters
    Space 2063
    Aelfred the Great
    Ran
    4 weiße Federn (alte wie neue Version)
    Merry Christmas, Mrs. Lawrence!
    1066
    Kagemusha
    Waterloo
    Zulu

    [video=youtube;pOV63yLPYEA]http://www.youtube.com/watch?v=pOV63yLPYEA[/video]

    Diese Liste könnte man LANGE fortsetzen.


    Was zeichnet Kriegsfilme aus?

    Sie enthalten Spannungselemente in großer Menge, es geht um Leben und Tod, und sie bringen die heile Welt der Charaktere gehörig durcheinander. Hier werden Fragen der Moral, des Überlebens, der Werte des Einzelnen und der höheren Ansprüche gestellt. Hier liegt Heldentum, Opferbereitschaft, Feigheit und Egoismus ganz nah beieinander.

    Es gibt in Kriegssituationen IMMER ganz starke Emotionslagen, eine unmittelbare Bedrohungslage, Verzweiflung, Hoffnung und alles sonst, was einem Rollenspieler das Charakterspielen richtig intensiv macht.

    Hier spielt man nicht in einer sicheren, satten, schläfrigen Umgebung, sondern die Charaktere UND DIE SPIELER sind hier voll aufmerksam!

    Ich empfinde militärisches Rollenspiel (was man auch zu Friedenszeiten in der Spielwelt spielen kann - Navy CIS, Eine Frage der Ehre, Pensacola, usw.) eine interessante Form des Rollenspiel, die aber NICHT FÜR JEDEN SPIELER GEEIGNET ist.

    Viele Spieler, die als Rollenspieler wenig auf dem Kasten haben und von der Anforderung mal eine Rolle zu spielen, in der sie sich nicht wie asoziale Einzelgänger benehmen können, überfordert sind, kommen nicht mit dem Spielen von Charakteren klar, die ganz eindeutig innerhalb eines recht rigiden sozialen Gefüges aufgehoben sind.

    Das ist eine militärische Organisation oder etwas paramilitärisches wie Polizeitruppen oder eine Söldnertruppe - OHNE DISZIPLIN der gespielten Charaktere geht da gar nichts!

    Und das können nicht viele Spieler im Spiel umsetzen.

    Meiner Erfahrung nach, können militärisches Rollenspiel nur eher wenige Spieler wirklich so spielen, daß man ähnlich gepackt ist, wie bei den Spielfilm- oder Serien-Vorlagen. - Meist reicht es auch nur einen in der Gruppe zu haben, der als SPIELER, also im wirklichen Leben, nicht in der Lage ist Anordnungen Folge zu leisten und Verantwortung zu übernehmen, und schon geht die gesamte Gruppe an SCs und die gesamte Spielrunde den Bach runter.

    Ich habe in unterschiedlichen Settings und mit unterschiedlichen Regelwerken in Con-Runden, in Vereins-Runden und in häuslichen Runden die Erfahrung gemacht, daß eine nach meinem Empfinden GUTE Spielrunde im militärischen Rollenspiel NUR mit ausgesprochen guten Charakterspielern möglich ist. Leuten, die in der Lage sind nicht nur "Aliens" wie "Dunkelelfen" oder "Monster" wie "Vampire", sondern MENSCHEN, glaubwürdige Menschen in militärischen Organisationen und in kriegerischen Konfliktsituationen zu spielen. Das ist schwerer, als mancher vielleicht meinen wird.

    Es reicht nämlich nicht einfach nur ein "Tabletop-Wargame-Taktiker" zu sein, wenn man nicht nur die Kampfszenen wie im Tabletop-Wargame spielen will, sondern eben ROLLENSPIEL betreiben will. Es hilft bei taktischen Problemstellungen sicher, aber meiner Erfahrung nach sind die psychischen Stress-Situationen und die moralischen Fragestellungen viel kritischer. Und hier versagt der Tabletopper und hier glänzt der Charakterspieler.

    Wenn man das Glück hat, eine Gruppe Spieler zu finden, die sich auf solch ein Spiel einlassen können UND in der Lage sind diese enorme rollenspielerische Herausforderung, die militärisches Rollenspiel an die Spieler stellt, zu bewältigen, dann bekommt man die BESTEN RUNDEN überhaupt!

    Da bekommt man Spielerlebnisse, die an Intensität Filmen wie Apocalypse Now! das Wasser reichen können.

    Wenn man hingegen nicht so gute Spieler hat, dann bekommt man Hogan's Heroes, Delta Force Teil 238 oder schlimmere Erlebnisse.

    Meine Empfehlung: Vor Konzeption einer solchen Runde mit seinen Spielern REDEN und sie gut auf Eignung abklopfen. Denn sonst versaut auch nur EIN "Untauglicher" allen anderen eine potentiell GENIALE Spielrunde.
     
    Supergerm und Navokha gefällt das.
  5. AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Prinzipiell, wenn alle Bock drauf haben, ist auch an so ner Spielweise nichts auszusetzen. Nur ist es dann eben eher reine Action und weniger ne Kriegsstory.

    Ich orientiere mich bzgl Krieg in Kontemporären oder Sci-Fi-Settings immer ganz gerne an Black Hawk Down (der OST dazu gibt bei soowas auch ne gute Hntergrundbeschallung ab), weil ich den Film sehr mag. Wenn es um explizite Unmenschlichkeit/Kriegsverbrechen geht, gibbet natürlich andere Vorbilder. Auch The Hurt Locker mag mal als Vorbild dienen, wenn es eher um den Alltag in ner Krisenzone geht.
    Tatsächlich neige ich dazu, sogar bei dafür eher unpassenden Settings den Krieg meist verhältnismäßig schmutzig und moralisch abstumpfend zu beschreiben (In meiner früheren StarWars Runde hatten meine Beschreibungen daher leider oft nicht soviel mit den Vorlagen von Lucas Arts gemeinsam). Erfolgsgefühle mag es geben. Das Gefühl, ein Held zu sein, kommt eher selten auf.

    Bei FantasySettings Orientiere ich mich natürlich lieber an sowas wie Königreich der Himmel oder LotR, wenn's um Krieg geht. Da wird im allgemeinen auch noch deutlicher in gut und böse unterschieden, meist auch außerhalb von DnD.
     
  6. Leronoth

    Leronoth Leronoth

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Da frag ich mal kurz und knapp was ihr von Cthulhus Vietnam 67 haltet.
     
  7. LushWoods

    LushWoods Guest

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Is ok, aber Tour of Darkness oder das etwas angestaubte Advanced Recon Deluxe sind besser.
     
  8. Madpoet

    Madpoet Der Variable Posten in der Nahrungskette

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Habt ihr Erfahrung mit Kampanknen in denen die Spieler nicht nur ausführen sondern auch entscheidende Befehlsgewalt und Ressourcen Verwaltung in ihrem bereich hatten?
    Also SC's als Kämpfender Adel, Söldnerführer oder sogar Generäle und Hochadel ?
     
  9. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Ja.

    Was willst Du wissen?

    Und: Schau Dir mal Gods&Generals zu dem Thema an.

    Oder Babylon 5 in der dritten und vierten Staffel.
     
  10. Madpoet

    Madpoet Der Variable Posten in der Nahrungskette

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    .

    Na ja die B5 Crew hat ihre Mittel mehr oder minder in den Ar... geblasen bekommen. Sheridan und die andern waren ja alle so cool das sie keine Truppen ausstellen mussten da sich alle anderen mehr oder minder freiwillig angeschlossen haben.

    Es geht darum wie man anfängt Truppen zu Sammeln, Soldaten aus zu bilden, sie zu bezahlen (oder zu ernähren) ihre Loyalität an sich zu binden, Feinde aus zu kundschaften. Stellungen zu befestigen, Burgen und Festungen zu errichten, Steuern zu kassieren, Söldner an zu werben, den richtigen Zeitpunkt zu wählen um einen Feldzug zu starten.

    Den Spielern nicht nur eine Mission geben sondern ein Land zu verwalten in die Hand zu drücken, es aus zu bauen, zu verteidigen und zu erweiterten.

    Die Kraft und die Mittel spürbar zu machen die es braucht um eine Armee auf zu bauen, Verluste und Verrat bitter spüren zu lassen, und den Sieg auf den Blutigen Leibern des Feindes zu feiern.
     
  11. Quasimodo

    Quasimodo Sethskind

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    ...Und wie man das in interresante Rollenspielabende Packt?
    Versteh ich die Frage richtig?
     
  12. Zornhau

    Zornhau Freßt NAPALM!

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Nachdem ich erst vor Kurzem wieder alle B5-Folgen gesehen habe, kann ich nur sagen: Du mußt das VERWECHSELN!

    NATÜRLICH wird das Schaffen von Bündnissen und dergleichen klar und ausführlich bei B5 thematisiert.

    B5 ist sogar ein MUSTERBEISPIEL dafür, wie man mit einer Charakter-Gruppe, die eigentlich nicht viel zu melden haben, die Befehlsempfänger sind, sich Verbündete sucht, sich selbständig macht, eigene Wege geht und sie konsequent bis ans Ende verfolgt.

    Das ist ein klassisches Beispiel für eine epische Kampagne, die aus einem reinen low-level-Militär-Setting erwächst.

    Das sieht mehr nach SIMULATION als nach Charakterspielen aus.

    Und es riecht nach Pferdemist = Fantasy.

    In einem Kriegssetting wie Vietnam-Krieg wirst Du solche seltsamen Tätigkeiten NICHT auf Spielerseite haben! - Außerdem: Wozu gibt es Wehrpflicht?

    Und diejenigen, die solche Kriege wie den 1., 2., den Korea-, Vietnam-, Irak-, usw. Krieg zu verantworten haben, sind eh KEINE Militärs, sondern Politiker.

    In modernen Kriegen aber auch schon in der Antike - also ÜBERALL, wo es um mehr geht, als um ungehobelte Horden, die am Waschtag der Gegenseite in deren Fluß pissen kommen, hat man effektiv KEINE Beteiligung der ENTSCHEIDER an den eigentlichen Kampfhandlungen.

    Daher ist es EGAL, ob und wie man als einzelner Charakter mitten in einer Phalanx vorrücken muß, während man rechts und links die Steine an den Kopf geworfen bekommt. - Es ist EGAL, welches EINZELSCHICKSAL man als SOLDAT hat, denn das wird alles "wegabstrahiert", wenn sich das Spiel NUR um die Politiker dreht.

    Du möchtest also nicht nur ROLLENSPIEL spielen, sondern auch "Civilisation" oder so etwas?

    Dann schau mal in den AD&D 1st Ed. Dungeon Masters Guide. Da ist nämlich genau das für alle Charaktere ab Name-Level die ÜBLICHE Art, wie das Spiel weiter geht: Kaum noch irgendwelches Dungeon-Gekrabbel, sondern POLITISCHES Spiel! Das ist klassisches AD&D. - Erst mit der 3E kamen dann die doofen Dungeons auch bis in die höchsten Level als die Normalform des Spielens auf. Davor hatte man anders gespielt.
     
  13. AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    In einer DnD Birthright Runde haben wir uns ein eigenes Provinz-Verwaltungssystem erstellt. Die SCs waren allesamt Adlige, die eine eigene Provinz zur Verfügung hatten (meiner später 2, nachdem er ne Ehe zu einer anderen Adligen arangiert hatte).
    Es wurden Truppen ausgehoben, Tempel und andere Institutionen aufgebaut, Wehranlagen erichtet, etc. Hatte dahingehend schon ein bissl was von nem Strategie-PC-Spiel.
    Das war alles in sofern aber sehr einfach, da man in dem Setting als Mitglied einer göttlichen Blutlinie sehr prädestiniert ist, für solcherlei Aufgaben. Natürlich galt es dennoch, dem Volk ein offenes Ohr für dessen Nöte zu schenken (da wir allesamt guter Gesinnung waren, war das eh Ehrensache), die Feinde (wir hatten jüngst zurückeroberte Kolonieprovinzen nahe von feindlichen Landen zur Verwaltung gestellt bekommen) im Auge zu behalten und sich für einen heraufziehenden Krieg zu rüsten. Dann waren da noch die Handelswege von Piraten zu befreihen und sicher zu stellen, das die Verbündeten auch solche blieben (was unter anderem durch kulturelle und handwerkliche Austauschprogramme bewerkstelligt wurde).

    In einer Exalted-Runde hat unsere Solaren-Gruppe im großen Stil Sklaven befreit und ihnen statt simpler Freiheit (mit etwas Startgeld) das Leben in einer neu gegründeten Stadt (um 2 mächtige Mansen herum gebaut) angeboten. Später kamen Bündnisse mit lokalen Spirits, rekrutierte abtrünnige Dynasten, ein angesiedelter Babarenstamm mit ein Paar Lunaren, ehemalige Dragonblooded-Söldner und sogar eine resozialisierte Solare (Lyta, ausm Dawn-Castebook) dazu. Aber Solare sind ja letztlich fürs herschen noch prädestinierter, als durchblutete bei Birthright.
    So wurden dann auch nach ein paar Generationen zunehmend Soldaten ausgehoben um die Sicherheit der massiv gewachsenen Siedlung zu sichern, Es wurde Krieg gegen eine Invasierende FairFolk-Streitmacht geführt und man gab sich dem geschwächten Reich offen zu erkennen.

    In einer Mechwarrior-Kampagne hatten wir ne Söldner-Gruppe, die am Anfang nur aus den SCs bestand. Der SL stellte uns dazu noch ein Dropship (war für den Plot günstiger). Ich wollte ursprünglich nen Kundschafter bauen, war aber nach ein paar günstigen Eventrolls bei der Chargen ein weithin berühmter Colonel mit nem Prototypen eines überschweren Sternenbund-Mechs im Besitz. Darauf aufbauend war das rekrutieren neuer Einheitsmitglieder (Servicepersonal, Shiffcrew, etc) nicht schwer und da wir recht erfolgreich vorgingen, war die Kampftruppe ziemlich schnell auf eine Kompanie angewachsen.
    Später kam noch ein interner Sicherheitsdienst/ Spec Force hinzu, es wurde eine planetare Basis mit fortschrittlichem Hospital gebaut (auch, wenn wir IP praktisch nie da waren) und Powerarmor Trupps für den Schutz der Schiffe und Landezonen wurden eingerichtet. Am Ende der Kampagne war der Einheitsgründer für seine Dienste von 2 Nachfolgestaaten hoch dekoriert worden, in der ganzen Diaspora bekannt und Die Einheitsgröße war massiv in Qunantität, Qualität und Diversität gewachsen. Allerdings war er auf halbem Weg dahin zum NSC geworden, weil ich einen etwas einfacheren Grunt spielen wollte (ok Sen. Lt. und Leiter der Spec Ops ist jetzt auch nicht einfacher Soldat, aber schon etwas bodenständiger).

    Die einzige andere militärisch geprägte Kampagne ist eine in unserem hauseigenen Trans-Hooman Space Setting, wo wir Mitglieder einer Spezialabteilung der Friedenstruppen (nicht UN) im Sternensystem 61 Cygni spielen, welches seit 50 IP-jahren eine brodelnde Krisenzone ist. Eigendlich müsste es auch eher Befriedungstruppe heißen, denn das Ziel ist es, die Herschafft über die 4 Hauptmonde des braunen Zwergs Abyss (in unserer kampagne insbesondere der Mond Archeron) aus den Händen von diversen Diktatoren/Warlords Kulten, Priaten, etc zu reissen. Die einzige Rekrutierung, die wir in dem Setting diurchgeführt haben, war die Befreiung eines inhaftierten Hackers aus dem Gewarsam eines verbündeten Konzerns, um ihn zur Zusammenarbeit zu "überreden".

    Edit: Rechtschreibung
     
  14. Juhanito

    Juhanito Neugeborener

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Der Krieg im Rollenspiel beginnt bei mir für gewöhnlich mit dem Ausspielen seiner dunklen Vorboten, bei meinem Artesia Reign Crossover habe ich die Gruppe Ritter von Warwark spielen lassen und sie diverse Anzeichen für die kommende Bedrohung erleben lassen.

    Krieg ist bei mir grausam und dennoch immer erst einmal auf die Charaktere und ihre Ziele bezogen. Die Spieler müssen vor dem Ausbrechen der Konflikte oder während des Ausbrechens Motivationen bekommen, auch in den Krieg zu ziehen.

    Wenn die Gruppe durch die Vorgeplänkel zu einer Einheit verschmolzen ist, (und damit meine ich nicht Einheit im militärischen Sinne) lasse ich es losgehen. Der Gegner greift an und wird personifiziert, je nach Grundlage kann der Gegner gnadenlos sein, oder sogar höhere Moral-Standarts besitzen, als die Fraktion der Spieler.

    Die Spieler nehmen dann an den ersten Schlachten teil und versuchen wie in Reign üblich, ihre Company mit mehr Macht, Geld, Land, Souveränität oder Einfluss zu versorgen. Das bedeutet also das ich neben den Schlachten immer umfangreiche soziale Konflikte aufziehe, die auf den Hintergründen der Spieler, meinen C-Webs und den Timlines zur Steuerung der Kampagne basieren. Dabei können sie auch diverse Sachen ignorieren, die vorgehen, vielleicht kümmern sich ja andere Kriegsparteien darum, doch das ist nicht immer von Vorteil für die Gruppe.

    Für die verschiedenen Parteien des Krieges mache ich eine Diplomatie Tabelle, die ich nutze um zu sehen, bei was für Machtverhältnissen welche Parteien wie reagieren.

    Das ist also meine Handlungsmaschine für die Company Rolls, wie die C-Webs und R-Maps es für die Charaktere sind.

    Durch die Company Rolls in Reign hat man ein Spiel neben dem Spiel, durch das man ständig neue Impulse für das Spiel der Charaktere bekommen kann. Es geht nicht nur um Schlachten, auch die wirtschaftliche Entwicklung oder die Zufriedenheit des Volkes das man regiert sind wichtig, da man die Werte eventuell benötigt, um Gegner mit Werkzeugen wie Spionage, Intrigen, Hochzeiten oder Erpressung zu schwächen.

    Wenn die Company der Spieler mächtiger wird, bekommen sie mehr Zugriff auf die Politik und können aufkommende Aufgaben auch mal durch delegieren erledigen. (Ich weiß wo das magische Schwert ist, muss aber zur selben Zeit an Friedensverhandlungen teilnehmen? Kein Problem, ich schicke eine Einheit meiner Soldaten los um mir das Schwert zu besorgen, während ich verhandele)

    Beim Erreichen der größten Machtstufen herrschen die Spieler wie Reign üblich über Staaten und müssen in ihrem Spiel nicht nur taktische, sondern auch strategische Komponenten betrachten und sich immer vor Augen halten, dass Ihre Teilnahme an den Schlachten der absolut entscheidende Faktor für einen Sieg sein kann. Wenn die Gruppe übermütig eine Armee losschickt um ein Problem zu Regeln und die kleinere Gegnerische Armee hat, die sie unterstützen, dann kann so etwas in die Hose gehen. (muss es aber nicht)

    Wenn die Spieler also ihre Aktionen im Kampf, der Politik und anderen Sachen gemacht haben, dann kommen die Schlachten mit den Company Rolls. Ich lasse die Spieler inzwischen auch die Konflikte zwischen ihren Gegnern würfeln, damit sie einen guten Überblick über das aktuelle Machtgefüge und die Taten der Verbündeten und Gegner haben.

    Wie dreckig, die Kämpfe und Kampagnen sind kann ich nicht pauschal sagen, da diese Sache von der Art der Kampagne und Absprachen innerhalb der Gruppe abhängt. Ich bemühe mich aber das Verhalten der Gruppe zu spiegeln und ihnen so nichts angedeihen zu lassen, was sie nicht selber verwenden würden.

    Mein Krieg ist also eine Mischung aus Sex, persönlichen Drama, Schlachten, Politik und Gewalt, der sich immer an der Art der Kampagne orientiert.

    Mit SW bin ich noch nicht sicher genug um so etwas zu leiten, aber da würde ich sicher eher auf die Battel Map Variante umschalten um wie damals bei BT die Schlachten auf dem Feld zu entscheiden. Reign ist da ja eher abstrakt , was ich wirklich mag.
     
  15. LushWoods

    LushWoods Guest

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Allein dafür gibt's schon Applaus :)
     
  16. Juhanito

    Juhanito Neugeborener

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Danke, ich habe mein Lieblings Setting und mein Lieblingssystem zusammengebracht. Artesia liefert mit dem Regelwerk und dem Life Path System einen soliden Hintergrund, den man recht einfach an Reign anpassen kann.

    Die Comics liefern den Spielern genügend Fluff um die Welt zu verstehen und in Kombination mit dem Regelwerk kann man da tolle Kampagnen basteln, weil es noch viel Freiraum gibt, den man als SL ausfüllen kann.
     
  17. LushWoods

    LushWoods Guest

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Gibt's ne Möglichkeit an deine Conversion zu kommen?
     
  18. Juhanito

    Juhanito Neugeborener

  19. LushWoods

    LushWoods Guest

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Ah, das hab ich schon gesucht!
     
  20. Juhanito

    Juhanito Neugeborener

    AW: Erzählt mir vom Krieg! (Im Rollenspiel)

    Wobei ich gerade überlege wie man in den Anfängen der Welt (Vor dem Fall von Urüne Dyre) mit Fireborn arbeiten könnte. Das Ganze dann mit Zeitsprüngen zu kombinieren und eine Kampagne mit 2 Zeitlinien zu spielen.
     

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