Skar schrieb:
Ja so meinte ich das. Ich wollte zum einen darauf hinaus, ob ihr euren Chars gleich die guten Waffen mitgebt (Flammenschwert & Co.), oder ob sie sich diese erst verdienen müssen.
Gabrieliten:
Das Flammenschwert ist KEIN Ausrüstungsgegenstand oder "bloß eine Waffe", sondern die andere Häfte der Seele des Gabrieliten. Die Gabrieliten erwachen im Himmel in Nürnberg auf Erden gleich mit ihrer Seele, dem Flammenschwert, in Händen in der Halle des Erwachens (siehe Gabrieliten-OB). Sie müssen sich das nicht erst "verdienen". Vor dem Flug zur Engelsweihe werden Gabrieliten jedoch an einer ganzen Vielzahl an Waffen ausgebildet, so daß sie mit allen gängigen Waffen in der Angelitischen Kirche vertraut sind. Bei ihrer richtigen Weihe in Nürnberg haben sie wohl nur ihre Flammenschwerter dabei. Wenn es dann zur pro forma Weihe nach Roma Aeterna geht, werden sie wohl noch andere Waffen mit einpacken (aber das ist stets eine Frage, ob der Gabrielit daran denkt und dies möchte). Wenn sie denn geweiht sind und auf ihre erste Mission entsandt werden, so hängt Ausmaß und Art der Bewaffnung sicherlich von den Anforderungen der Mission ab (z.B. für Angriffe auf Ketzerstädte oftmals Granaten oder Kanister mit Napalm). Gabrieliten tendieren jedoch dazu, lieber eine Waffe zuviel als zuwenig mitzunehmen.
Gabrieliten erhalten bereits im Himmel in Nürnberg ihren Schulterpanzer, der wesentlich massiver und kampftechnisch wesentlich stärker absorbierend gebaut ist, als die Schulterpanzer aller anderen Orden. Solch ein Schulterpanzer ist stets aus Kompositmaterial aufgebaut, nicht nur aus einem einzigen Werkstoff. Hier gibt es tatsächlich unterschiedlich aufwendige bzw. seltenere Materialien, die zu tragen sich ein Gabrielit wohl verdienen muss. Von einfachen Schulterpanzern aus Stahl und Leder bis zu High-Tech-Keramik- und auch Polymer-Schulterpanzern gibt es eine Fülle an Varianten. Allen gemein ist jedoch weniger eine symbolische Bedeutung denn der konkrete Nutzen im Kampf.
Urieliten:
(Ohne das wohl gerade herauskommende Urieliten-OB zu kennen: ) Die Urieliten haben auf alle Fälle ihren Urieliten-Bogen und ausreichend Pfeile dabei (ich würde sagen so zwei Dutzend - das ist bei "Fire-and-Forget"-Bewaffnung nicht einmal viel). Solch ein Bogen der lt. Hiob-Trilogie Bd.1 aus Kevlar, Fiberglas und anderen High-Tech-Materialien ist, wird nicht so einfach überall zu beschaffen sein (siehe vorsintflutliche Technologien), sondern wohl von spezialisierten Handwerkern mit Zugang zu den Materialien und Maschinen hergestellt werden. (Hier gibt es eine im F&S-Forum geäußerte differierende Auffassung von O.Graute, nach der er der Meinung ist, daß sich Urieliten-Engel ihre Pfeile und ihre Bögen stets selbst bauen. Wer sich mit Bogenschießen auch nur so oberflächlich auskennt, wie es bei mir der Fall ist - das wird sich dieses Jahr noch deutlich vertiefen

- der weiß, welch Unfug das ist. Hier sind Handwerks-Experten gefordert um einen High-Tech-Hochleistungsbogen herzustellen und nicht angelernte Engel-Nesthäkchen, die sich einen Flitzbogen selbst basteln. Aber ich merke gerade, wie in mir der Zorn hochkocht. H - E - U - W - Ä - G - E - L - C - H - E - N So, wieder zum Thema: )
Selbst rein im Botendienst fliegende Urieliten haben ihren Bogen dabei. Ob der Bogen ein Teil der Seele des Urieliten ist, glaube ich zwar nicht, aber ein Teil ihres Selbstverständnisse wird er auf alle Fälle sein. Da die Ausbilder der Urieliten ja nicht dumm sind und eben auch nicht wollen, daß ihre Zöglinge im Nahkampf unterliegen, werden Urieliten an Nahkampfwaffen ebenfalls ausgebildet und die meisten haben Nahkampfwaffen auch schon zur Weihe in Roma Aeterna dabei (immerhin fliegen sie ja die längste Strecke von allen Orden und das auch noch Non-Stop, so daß möglicherweise auch mit Angriffen von Traumsaat unterwegs zu rechnen ist). Häufig sieht man Urieliten mit Doppel-Kurzwaffen wie Doppel-Kurzschwertern, Doppel-Kurzsäbeln, oder Schwert und Dolch auftreten, da diese Waffen eine höhere Koordinationsfähigkeit vom Benutzer erfordern, als Einzelwaffen, was aber genau dem Naturell der Urieliten entspricht. Nach der Weihe erhalten sie auch abhängig von der Mission spezielle Bewaffnung bzw. Botenbehältnisse zum Transport von Gegenständen bzw. Schriftstücken, wenn sie im Botendienst fliegen.
Urieliten werden einen Bogner-Unterarmschutz am linken Arm tragen, der verhindert, daß die weiterschnellende Sehne nach einem Schuß ihnen die Sehnen im linken Unterarm prellt. Dieser kann aus unterschiedlichsten Materialien sein. Wahrscheinlich ist Leder, oder Leder mit Holz bzw. Leder mit Metall.
Wegen der Armfreiheit, die ein Urielit braucht, wird wohl kein Schulterpanzer von Urieliten im Einsatz getragen werden. Ob sie einen zu Repräsentationszwecken haben halte ich auch für nicht so wahrscheinlich, kann aber mal sein. Auf jeden Fall wird dieser mehr symbolischen Charakter haben und nicht wie der Gabrieliten-Schulterpanzer kampftauglich sein. Zur Mission kann der Urielit den nämlich beim Bogenschießen nicht nur nicht gebrauchen - er behindert sogar.
Michaeliten:
Die Michaeliten sind nach den Gabrieliten die zweitbestausgebildeten Nahkämpfer. Hier ist die Bewaffnung jedoch sehr unterschiedlich. Die meisten Michaeliten werden wohl mit einem Langschwert daherkommen. Für ihre Missionen tragen sie auch öfters eine Lanze, auch wenn die eigentliche Michaelis-Lanze ja eher ein Symbol für den Oberbefehl über eine ganze Menge an Scharen in Schlachten darstellt - im Sinne eines Feldzeichens, einer Standarte. Die Michaelis-Lanze ist auch keinen Deut "besser" als eine beliebige Lanze, jedoch reichlich mit Votivbändern umwickelt und handwerklich perfekt gearbeitet (aber ohne High-Tech-Effekt wie bei der Raguelis-Lanze).
Die Schulterpanzer der Michaeliten sind auch alle von der leichten Sorte, doch tragen die Michaeliten diese mit besonderem Stolz. Sie haben in ihrer künstlerischen Ausbildung im Himmel diese meist selbst kunstvoll nach unterschiedlichsten Techniken verziert und zeigen sie als Statussymbole. Diese Michaeliten-Schulterpanzer verdient man sich auch nicht, sondern man macht sie sich selbst auf der Basis eines unverzierten Schulterpanzers aus der Rüstkammer.
Ramieliten:
Diese führen ja bekanntlich eher die Feder als das Schwert, doch haben alle mindestens einen schweren Dolch oder ein Kurzschwert als Nahkampfwaffe, denn man kann Ramieliten viel nachsagen, jedoch gehört Dummheit nicht dazu. Sie kommen aus dem östlichsten Himmel nach Roma Aeterna und sind die langsamsten Flieger, weshalb sie am längsten mit der Strecke zu kämpfen haben. Dabei ist der Osten alles andere als befriedet, so daß es dumm wäre, nur mit Schreibzeug, aber ohne Waffen nach Roma Aeterna zu fliegen. Außerdem wird ja jedem Ramieliten zumindest der Umgang mit leichten Einhandwaffen vermittelt, denn sie gehören ja allen einem kämpfenden(!) Orden an. (Wobei auch ein Ramielit mit einem Faible für alte Fechtbücher, der dann mit Rapier und Dolch die Schwachstellen der Gegner mit chirurgischer Präzision - und "Samsons Haar" natürlich - trifft, auch etwas hat. Nicht alle Ramieliten sind Bewegungs-Legastheniker!).
Zum Schreibzeug gehört alles mögliche an Kleinkram: Messer zum Anspitzen der Federkiele zum Schreiben, evtl. High-Tech-Schreibzeug (wie Kugelschreiber, Füllfederhalter, Bleistifte), Papier, Pergament, Bücher, Klemmbrett zum Schreiben/Zeichnen unterwegs, Karten- und Pergament-Behälter zur wasserdichten Aufbewahrung, usw. Vor der Weihe in Roma Aeterna wird der Ramielit wohl nicht ganz so viel mitgenommen haben, doch auf Missionen kommt da schon bisweilen etwas zusammen (insbesondere, wenn der Ramielit die Übernahme der Verantwortung für den Aufgabenbereich Raguels ernst meint

).
Ramieliten tragen meist einen sehr leichten oder auch oft gar keinen Schulterpanzer (wobei hier weniger die Behinderung wie bei den Urieliten der Grund ist, sondern die Fluggewichtsersparnis).
Raphaeliten:
Sie kommen mit leeren Händen auf dieser Welt an. Doch zur Weihe nach Roma Aeterna fliegen sie schon bewaffnet. Jedoch ist hier die Bewaffnung m.E. am individuellsten, da es Raphaeliten gibt, die selbst beinahe jegliche eigne Kampfaktivität ablehnen und statt selbst zu kämpfen ihren Schar-Mitgliedern den "Rücken" stärken - und natürlich auch die Arme ("Mein Leib" ist dein Freund!). Andere, die eher selbst kämpfen wollen, haben meist leichter Einhandwaffen wie Schwerter, Säbel (lange Messer) oder aber Speere im Einsatz. Ich kann mir bei Raphaeliten aber auch ungewöhnlichere Waffen wie Wurfseil (Lasso) oder Netze vorstellen. Eventuell sogar Blasrohre (insbesondere gegen menschliche Gegner, da ja Traumsaat gegen normale Gifte und Krankheiten immun zu sein scheint). Hier bin ich offener als bei anderen Orden (Michaeliten und Urieliten brauchen definitiv militärisch taugliche Waffen, keine Duellwaffen(!) oder gar Spielzeug wie Wurfseile! Wobei ein Urielit mit solchen chinesischen Waffen wie dem Seilpfeil, der Neun-Glieder-Peitsche etc. bestimmt cool rüberkäme, zumal er die Geschicklichkeit dafür haben sollte. Aber die Engel sind in erster Linie militärische Einheiten und nicht Kampfkünstler oder Duellisten.)
Auch viele Raphaeliten mögen nicht mit Schulterpanzern herumfliegen. Wenn sie es doch tun, dann mit den leichteren Varianten.
Je nach Zugehörigkeit zu Curern (Chirurgen, Wundärzte, ...) oder Mensern (Apothekern, Chemo-Therapeuten, ...) bzw. Spireren (Psychiatern, Verhaltenstherapeuten, ...) würde ich die Startausrüstung in den Vertiefungsrichtungen üppiger ausfallen lassen. Jeder Raphaelit braucht sicherlich eine Art "Erste Hilfe-Täschchen" am Gürtel. Die Curer haben weitaus mehr und vielfältigeres OP-Besteck dabei, die Menser ganze Reise-Apotheken mit Mittelchen, Pülverchen, Salben, Pillen, Tinkturen und natürlich Applikatoren und Injektoren. Die Spirer haben eventuell eine Auswahl an sonst nur selten zugänglichen Psychopharmaka oder eben keine zusätzliche Ausrüstung - sie heilen ja auch wenige das Körperliche, sondern die Seele ihrer Patienten. (Wenn es nach dem Raphaeliten-OB geht, haben die Raphaeliten auch jede Menge Werkzeuge zur Selbstverletzung, Selbstfolter, Kasteiung, Flagellation etc. dabei, da laut OB die Raphaeliten offiziell zu solche Praktiken tendieren. Die Begründung dafür im OB ist m.E. Unfug und stellt einen Bruch in der Art dar, wie bisher von und über Raphaeliten in anderen OB und im GRW berichtet wurde - man merkt den anderen Stil der Autoren. In meinen Runden sind Raphaelis-Ordensanhänger - Monachen, Beginen, Templer, Engel - KEINE Borderline-Erkrankten. Runden, die kanonisch spielen wollen, sollten jedoch für die nötigen Folterwerkzeuge zur Selbstverletzung bei ihren Raphaeliten sorgen.)