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Gildenhaus [17.5.08] Sie will nicht, aber sie muss

Regine

Tremere
Anna sah ihr Handy an. Sie las noch mal. Der Inhalt änderte sich nicht. Sie hatte keine Reaktion erwartet. Vor allem hatte sie keine solche Reaktion erwartet. Wann war das passiert. Und wie? Weshalb verdammt noch mal?

Nach den Ereignissen des heutigen Abends stand sie jetzt unter einem kleinen Schock. Es war einfach zu viel. War dem hier zu trauen? Was sollte das? Sie konnten unmöglich auf Grund einer solchen SMS der Schwester der Regentin.... aber sie nicht beachten konnte sich als genau so fataler Fehler erweisen.

Der Gang zu Grimms zimmer war ihr nie schwerer gefallen. Nach ihrem Verhalten vorhin sollte sie sich hämisch freuen. Das wäre passend. Aber das tat Anna nicht. Ihr Weltbild war heute ziemlich erschüttert worden. Sie wusste nicht mehr, was sie glauben sollte, glauben konnte.

Als sie hinein gebeten wurde, verneigte Anna sich.

"Ich bitte die Störung zu entschuldigen, Herr Grimm. Mir wurde eben zu getragen, Herr Aetherius sei zum Kind degradiert worden und dürfe das Gildenhaus nicht mehr ohne Begleitung verlassen. Der Quelle ist nicht zwingend zu trauen und es war ein inoffizieller Kanal."

Unter normalen Umständen hätte sie dafür nicht einmal einen Ahn belästigt. So eine Nachricht hatte nicht an sie zu gehen. Natürlich ahnte sie, warum sie die Empfängerin war. Sie riet dem Ahn nicht, in der Akademie anzurufen und sich zu versichern. Das hier, die Art der Übermittlung, war ein Skandal und eine Frechheit! Es sei denn natürlich, Alexander wusste bereits von seiner Degradierung und hatte 'nur versäumt' es den anderen mit zu teilen.

So sehr sie auch an Alexanders Handeln zweifelte: So etwas hatte er nicht verdient!
 

J.H.Grimm

Ahn der Pyramide
Grimm saß in seinem neuen Zimmer und war in Gedanken.Dinge wie das Anschaffen einer einer neuen Garderobe und das Rekapitulieren der Pflichten die Josef ihm abgenommen hatte spukten in seinem Kopf herum. Er brauchte dri ngend einen neuen Gefolgsmann, aber woher nehmen?
Auch die Ereignisse der Nacht hatten sich noch nicht gesetzt...letztlich war der Prozeß bis auf Buchets Absetzung so verlaufen wie geplant. Durch Maliks Nichterscheinen und das Misstrauen der Toreador war keine einige Front entstanden und Buchets Thron war verloren, auch weil der schleimige Nosferatu eine unheilige Allianz mit den Brujah und Ventreu gegen Buchet geschmiedet und Lena Cruiz zum Verrat aufgestachelt hatte. Aber für die hatte Oliver Buchet selbst gebürgt, dieser Lapsus ging auf das Konto des Toreador. Haus und Clan hatte seine Versprechen eingehalten, nun blieb nur zu hoffen das der langfristige Plan das Bild und damit letztlich auch Zieglowski nach Warschau zu Johardo brachte.
Die Gedanken schweiften weiter zu Caitlin McKinney. Was sollte der der Angriff auf sein Hab und Gut? Grimm wusste aus Caitlins Akte das sie wie jedes Mitglied im Gildehaus mit seinen Kopien aus dem Manual über das Bild nichts hätte anfangen können, für sie wäre es vollkommen unverständliches Gekritzel gewesen, selbst die Schrift war für jemanden der diese Sprache nicht beherrschte kaum als solche zu erkennen. Außerdem, woher hatte sie davon gewusst, niemand hatte ihn den Text kopieren sehen, er hatte ihn imer verborgen gehalten...obwohl, als er nach dem Fiasko mit dem Geisterschutz die Blätter ansich genommen hatte, da waren Aetherius und die Reeben zugegen gewesen...hatten die etwas bemerkt?
Nun wanderten die Gedanken des Ahns weiter zu Alexander. Wenn er nicht vollkommen verrückt war, und sein Verhalten lies dergleichen nicht selten vermuten, hatte er heute Nacht Loyalität bewiesen, aber wem und warum? Gleichwohl hatte der Ahn bisher nichts gesehen was Caitlins Festsetzung auf Dauer rechtfertigen würde, aber eine Anklage wie Alexander sie vorgebracht hatte machte es zwingend notwendig sie festzusetzen. Wenn man es nicht getan hätte wäre es einem als Fahrlässigkeit ausgelegt worden. Trotzdem wurde Grimm aus Alexander nicht schlau, aufmüpfig, arrogant, fast lernresistent kam der ihm vor und mit einer Hybris gesegnet die ihres gleichen suchte, aber angeblich der einzige der aufmerksam genug gewesen war einen Verdacht zu haben für die Ereignisse der vergangenen Nacht.
Grimm hoffte das Cailin Maria nicht konditioniert hatte...sonst würde die Befragung der Dienerin grausam und blutig werden. Er wollte das alles morgen Nacht ordentlich ablief, deshalb sollten alle Tremere in Finstertal an der Sache mittun und deshalb war er auch bereit denen einen Anteil an Urteil und Straffindung teilhaben zu lassen, niemand sollte hinterher sagen können es sei nicht gerecht zugegangen.
Als Anna anklopfte erlaubte Grimm ihr auf die für ihn üblich barsche Art einzutreten.
"Wie bitte? Ein Ancilla wird zum Kind degradiert? Was hat der Unglückswurm denn diesmal angestellt...wie auch immer, damit beschäftigen wir uns wenn morgen die Verhandlung vorbei ist...sofern es dann noch notwendig ist. Danke und eine angenehme Tagruhe Frau Reeben."
 

Regine

Tremere
So... wenn die Verhandlung vorbei ist... Der Ahn wollte Alexander nicht als Kind in der Verhandlung sitzen haben. Das war... verständlich. Das Pfählen der Regentin mit dem Status als Kind. Die Handlung, die jetzt schon entsetzlich war, bekam damit noch ein anderes Kaliber. Die Anklage hätte ein ganz anderes Gewicht. So sehr die Tremere auch nicht an einen Trug der Schwester der Regentin glaubte, so genau wusste sie auch, dass diese Information erst durch die Akademie oder Alexander selbst verifiziert werden musste, bevor es wirklich verwendet werden konnte.

Nach ihrer letzten Erfahrung in der Akademie scheute sie deutlich davor zurück dort selbst anzurufen und zu fragen - vor allem, weil sie nicht wirklich auskunftsberechtigt war. So verneigte sich die Tremere lediglich und war froh, dass der Ahn nicht nach ihrer konkreten Quelle gefragt hatte. As vermied weitere Komplikationen. "Der gewünschte Bericht.", kommentierte sie noch das überreichen eines Einseiters. Wie verlangt dokumentierte er das 'Befinden' der Tremere in Bezug auf den Malkavianer. Der Großteil des Textes war mit dem Datum von gestern versehen und rekapitulierte ihr Erlebnis ohne Erinnerung des 'Wie' gemeinsam mit Alexander in der Burg aufgewacht zu sein. Wie immer war ihr Bericht präzise und ziemlich vollständig mit den selben Informationen, die auch die Regentin mündlich erhalten hatte. Er wirkte nicht, als würde etwas fehlen obwohl mit Sicherheit nicht ein Sterbenswörtchen von ihrem Sex mit Alex drin stand. Für heute stand dort lediglich ein schlichter Satz: Keine wahrgenommene Auffälligkeit. "Angenehme Tagruhe, Herr Grimm." Damit verdünnisierte sich die Tremere auch schon wieder aus seinem Raum. Wenn irgend wann mal die Zeit kam, in der sie ihn nicht wegen irgend welchen Unannehmlichkeiten aufsuchen musste, würde sie es genießen.
 
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