[17.05.06]Vollversammlung

AW: [17.05.06]Vollversammlung

Ariel sah Justify lange und prüfend an: "Nein... nein, ganz bestimmt nicht.", antwortete der Engel mit fester Stimme:
"...und ich werde die Burg eher mit meinen eigenen Händen niederbrennen als zu dulden, dass sich dieser Götzendiener in meinem Heim ausbreitet."
Sie rümpfte ihre feine Nase.
Ariel war kein Vampir. Sie teilte ihren Fluch, aber wie könnte Sie sich zu dieser Gattung zählen wenn sie nie ein Mensch gewesen war?
"Die Machtgelüste eines kleinen Vampirfürsten bedeuten mir nichts, Papa...", antwortete der Engel nüchtern: "Ich unterlag nie einer anderen Gerichtsbarkeit als der des einzigen und wahren Gottes...", wieder stockte Sie: "Als ich...", für einen Moment schien sie den Faden zu verlieren:
"...gefallen... bin...", Ariel schauderte es, aber sie führ traurig fort:"...in der Nacht in der ich meine Augen aufschlug und so schmerzlich feststellte, dass ich aus der silbernen Stadt verbannt und von der Gnade der Allgegenwärtigkeit verlassen war... haben mir eure Vorfahren ein Heim und Zuflucht geboten und ich dankte es ihnen wie es würdig war."

Ariels wandte ihren Kopf ruckartig zu Melissa, trat dann aber einen Schritt zurück und sah Justify unverwandt in die Augen:
"Ich frage dich Papa Justify... was hat Buchet verdient? Was wäre die würdige Art meinen Dank auszudrücken?"
 
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Interessante Reaktion...

Justify legte auch die Hände auf seinen Blindenstock zusammen und beugte sich auf den Stuhl etwas vor, damit ihn jeder sehen konnte.
Justify wusste, dass es nicht riskieren konnte sich weit aus dem Fenster zu lehnen, wo doch alle Anwesenden bereits ihre Entscheidung getroffen haben. Die, die unschlüssig waren, wussten nur noch nicht, wie sie sich entschieden haben.

Es dauerte noch einen Moment bevor er sprach. Er setzte mehrmals an, aber schließlich fand er die Worte, die er brauchte.

"Eure Wortwahl ist interessant, werte Ariel.

Ich glaube ja, dass kein Wort jemals ohne Grund gesagt wird und das jedem gesprochenen Wort eine unbeschreibliche Macht zugesprochen werden kann.

Ihr, werte Ariel, werdet mir als die, die einst das Wort Gottes vernahm, da sicher zustimmen. Als Bokkor weiß ich selbst von der Wirkung dieser Worte, da auch ich ständiger Zuflüsterung unterworfen bin, die mich beizeiten vergessen lassen den rechten Weg zu zeichnen.

Ihr habt gesagt, Ihr danktet es unseren Vorfahren wie es würdig war, dass sie Euch in ihr Haus aufnahmen. Ihr verwendet also bewusst die Vergangenheit in diesen Satz, während Ihr mich im nächstens Satz fragt, was Buchet verdiene.
Ich lege dieser Frage somit einen rein rheorischen Wert nah, da Ihr euch schon selbst eine Meinung gebildet habt, was eurer Ansicht nach eine würdige Art einen Dank auszudrücken war. Es ist somit gleich, was ich als eine würdige Art ansehe oder als Antwort gebe - die Würfel sind gefallen und die Räder drehen sich bereits.

Ihr sagtet weiter, dass es an uns ist, denjenigen die mit der Gabe bedacht sind, unsere Entscheidung frei zu wählen.
Und in der Tat - einige haben... andere werden ihre Entscheidung noch treffen, doch möchte ich euch etwas aufzeigen:
Die Entscheidung des Dienen willens fällt auch der Diener allein..."

Nach einer Pause wendet er sich mehr an alle, auch wenn bei einigen Sätzen sich einige Anwesenden zunehmend mit angesprochen gefühlen haben sollte.

"Es tut mir Leid. Ich antworte deshalb nicht auf eure Frage, werte Ariel. Über meine Lippen wird kein Wort gelangen, das sich anmaßt die Entscheidung der Anwesenden hier zu bestimmen oder zu beeinflussen.
In dieser Entscheidung steht jeder allein - nicht vor seinem Gott oder seinen Göttern, sondern vor sich selbst..."

Justify ist inzwischen in eine bequeme Position auf dem Stuhl zurückgekehrt und ließ den anderen Platz für Worte.
 
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Ariel lächelte den Malkavianer beinahe liebevoll an. Vorsichtig trat Sie einen Schritt vor und streichelte dem alten Mann zärtlich über die Wange.
Ihre Haut war warm, wärmer als die eines Vampires: "Es freut mich, dass Du verstanden hast, alter Freund..."

Obwohl Justify die Welt auf eine andere Weise sah hatte Sie immer ein besonderes Band mit dem Malkavianer verbunden.
Sie wandte sich wieder an die Versammlung:"Justify hat Recht. Es ist mein Weg und er steht fest. Jeder der ihn mit mir gehen will ist mir von ganzem Herzen willkommen, aber ich weiss, dass es ein steiniger Weg sein wird. Ohne Zweifel ist es leichter sich dem Joch zu beugen und ich werde gewiss niemanden dafür verurteilen wenn er die Sicherheit wählt die Buchet ihm anbietet...es ist mein Weg, nicht eurer."
 
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Hell hörte relativ ruhig zu was Ariel und Justify sich zu sagen hatte.
Dann brach es aus ihm heraus.
PUMPITZ! Unsinn. Pah, verzeiht ehrwürdiger Primogen Justify, aber wir reden hier von der Kapitualtion der Stadt. Ich möchjte von jedem einzelnen hier genau wissen wo er steht. Von jedem!
Wer auch immer sich für Buchet entscheidet, liegt falsch! Ich gehe kämpfend unter und jeder der zu Buchet gehen will sollte gehen, bevor ich das Elysium verlassen habe. Denn auch wenn ich den Frieden hier anders als Buchets Lakeien hier nicht stören will, so möchte ich doch gleichezeitig nicht dafür garantieren den nächstbesten Verräter vor den Toren der Burg zu vernichten!
Jeder sollte hier und jetzt seine Entscheidung nennen. Ich denke, dass selbst die Finstertaler hier
Er deutete auf Rene, Carola und nach kurzem Nachdenken auch auf Ian. uns wenigstens die Information schuldig sind. Sobald uns also die Verräter weg von hier sind will ich mit den übrigen einen Schlachtplan.
Hell richtete sich zu seiner recht beeindruckenden Masse aus. Wie immer wenn man die Wut in seinen Augen lodern sah, konnte kaum einer umhin zu bemerken wieviel besser doch dem Klischee des Brujah entsprochen hätte.
Buchet wird sterben! Und ihr könnt von mir die Garantie haben, dass jeder von euch der sich mir dabei in den Weg stellt sein Ende erleben wird.
Und du Ariel, wirst dir deine Finger schmutzig machen müssen. Ich verstehe nichts von Gott, nichts von Jesus und dem ganzen Quatsch. Aber ich weiß das es schon früher heilige Kriege gab und das andere Engel auch ihre Waffen erhoben haben.
Justify, ihr anderen... Ich lasse keine Enthaltung gelten.
PUNKT!

Hell schaffte es tatsächlich vor Wut leicht zu grunzen bevor er sich wieder setzte.
 
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Justify zuckte leicht zurück als Ariel ihn anfasste, aber nahm es anteilnahmslos hin. Ariel war immer etwas... theatralisch gewesen.

So interessant Ariels Reaktion war, so berechenbar war Hells.

Er wendete sich an den Primogen Hell, nachdem er einen Moment die Hand ans Kinn legte.

"Verzeiht, ehrwürdiger Primogen Hell!
Aber das war keineswegs eine Enthaltung. Ich habe eine Meinung, was unsere Situation angeht, auch wenn sie Ihnen zu entgehen schien.
Und im Gegensatz zu Ihnen verlange ich von niemanden, dass er sich hier und jetzt zu einer unter Umständen voreiligen Entscheidung hinreizen lässt.
So genießt zum Beispiel Mr. Cave meine Gastfreundschaft und wird diese auch in Zukunft genießen können gleich dem, was hier beschlossen wird.

Vielleicht werdet Ihr es nicht einsehen, aber...
...so wichtig die Entscheidung Ihnen im Angesicht unserer Situation und der Androhung des Todes der Verräter auch erscheinen, so unwichtig ist sie in Wirklichkeit.
Oder meint ihr jemand der Anwesenden steht auf und gibt offenkundig zu seinen Prinzen zu verraten?
Seid lieber froh darüber, ehrwürdiger Primogen Hell, dass, wenn Ihr heute das Elysium verlasst, Ihr sicher sein könnt, jeden auf 'dem Schlachtfeld' - so unterschiedlich es in den einzelnen Fällen aussehen mag und so wenig der Begriff auch zuweilen zutreffen wird - wiederseht."

Justify war sich im Klaren darüber, dass sobald jemand wirklich zugibt Buchet in Zukunft zur Seite zu stehen, würde Hell sich im Recht fühlen und das Wort verlangen.
 
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Ian konnte es auf den Tot nicht lassen.
Er lehnte sich etwas zur Seite, damit ihn die beiden Ventrue hören konnten.

"Hört ihr! Ich bin Gast!" Er schüttelte sich etwas, bevor das ein breites Grinsen auf seinen Gesicht erschien. "....Ist ein klasse Gefühl!"
 
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Schaffenberg drehte sich um. Der schon wieder.

"Schön für sie. Ist mir aber herzlich egal wo sie sich herumtreiben. Aber vielleicht interessiert sich ja jemand aus Finstertal dafür."
 
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Kurt hatte Ian draußen einfach ignoriert und hatte sich dann schnell auf den Weg zurück in den Burgsaal gemacht. Sein Weg führte ihn zu dem Platz, an dem er sonst neben seinem Erzeuger gesessen hatte. Ungeachtet irgendwelcher Blicke ließ er sich dort nieder und strich sich einmal durch die Haare, bevor er die Ellbogen auf den Tisch stützte und die Hände aneinander legte. Keine Reaktion war von dem Gesicht des jungen Toreador zu sehen als Ariel sprach. Lediglich ein kurzes, schmerzhaftes Zusammenzucken war von ihm zu sehen, als der Name seines Erzeugers und Liebhabers genannt wurde. Tief seufzte der Toreador...

Ehrenvolle Kapitulation... sicher... um dann in den Blutsband gezwungen zu werden? Um den Tremere Blut zu geben, damit sie mein Leben bestimmen können?

Ariel’s Weg stand also fest.. und als Kurt den Blick des Engels auf sich spürte, wusste auch er, WO sein Weg hinführte. Schweigend und ohne jegliche Bewegung lauschte der Toreador dem Gespräch zwischen Ariel und dem Malkavianer. Die Sicherheit die Buchet anbot, war sicherlich .. verlockend. Gerade, weil Buchet Toreador war. Aber hatte er nicht auch einen Ahnen seines Clans einfach so vernichtet? Wenn auch durch die Hand seines Gefolgsmannes? Wenn Buchet sich als Prinz beider Domänen sah, dann hatte er das alleinige Recht zur Vernichtung und damit hatte diese Vernichtung durch seine Hand stattgefunden. Wie sicher sollte sich da ein Toreador fühlen?

Kurt schnaubte kurz. Dann folgte der Ausbruch des Nosferatu. Hatte er nicht verstanden, was der Engel gesagt hatte? Wie sprach er überhaupt mit ihr? Was war er, diese dreckige, stinkende Kanalratte, dass er sich Ariel überhaupt so entgegenwarf? Und dann dieses widerliche Grunzen. Abartig! Er überlegte, ob er dafür sorgen sollte, das Hell ein wenig freundlicher war – aber irgendwie missfiel ihm der Gedanke, dass Hell dann auch IHN viel netter fand. Und auf eine Liebestragödie mit einem Nossi hatte Kurt so ü-ber-haupt keine Lust.

Also richtete er seinen Blick auf Ariel. Ich werde dir folgen. Egal wie hart dieser Weg ist. Egal, wohin er führt. Es waren nur seine Gedanken, er sprach es nicht aus – aber sein Blick sprach bände und wer wusste schon, ob Ariel nicht doch Gedankenlesen konnte.
 
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Hell blickte Justify wütend an. Sicher die Wut ging nicht wirklich an den Malkavianer sondern war eher an Buchet gerichtet. Leider war der nur nicht hier.

Seinen Prinzen verraten? Verzeiht mir meine Damen und Herren, aber ist jemand aufgefallen dass Balck Cloud an dieser Versammlung nicht teil nimmt? Wenn er nun durch diese Tür kommen sollte will ich nichts gesagt haben, aber solange er sich nciht beteiligt, geht es nicht um ihn. Es geht um Finsterburg als Domäne, um unsere Ehre, um... ach was weiß ich!
Ich bin kein großer Redenschwinger und will es auch nicht sein.
Ich für meinen Teil garantiere, dass jeder der zu Buchet will und jetzt nicht geht meinen Zorn als erster spüren wird. Andererseits garantiere ich jedem notfalls unter Einsatz meines Lebens freien Abzug wenn er JETZT geht.


Hell war vielleicht nicht immer ganz auf Höhe und sicherlich keine Leuchte, aber man sah ihm an, dass wer auch immer jetzt nicht endlich Fahne bekannte früher oder später seine Rache spüren würde.
 
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Hell wartet kurz und nickte dann.

Ich sollte wenn es so um Finsterburg steht wohl doch zur Emanuelle gehen...

Gut... keiner will jetzt etwas sagen. Ich werde sehen was sich ergeben wird. Ariel verzeiht meine Unhöflichkeit, aber was mich angeht ist dieses Treffen beendet.

Hell stand auf und verbeugte sich leicht.
Danach verließ er mit schnellen Schritten die Burg.
Es gab noch Dinge zu regeln.
 
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Melissa schaute ein wenig verblüfft rein als Hell die Versammlung verlies. SOllte sie etwa doch um eine Stellungnahme herumkommen? Ihr Blick war gen Ariel gerichtet.
 
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Das war eine Einladung für Ian von Rene.

"Uhhh... der Hai kann zubeißen! Meiste dir glaubt noch jemand? Ha..." effte er rum.

Doch das Gemurmel aus der Ecke der Finstertale verstummte spätestens als Hell aufsprang und ging.
Sicher folgten in diesem Moment sämtliche Köpfe, bevor sie auf Ariel ruhten.
 
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Der Engel sah Hell mit traurigen Augen hinterher. Sie ahnte was passieren würde, aber sie konnte ihn nicht aufhalten... vielleicht wollte Sie es auch nicht- vielleicht war es dem Nosferatu gegeben den Lauf der Dinge zu ändern und das was kommen würde abzuwenden.
"Ich werde alles daran setzen für die, welche bleiben wollen- egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, da zu sein wie ich es immer für euch war. Was ihr morgen auch tun werdet wird euer Ansehen in meinen Augen nicht schmälern. Verlasst die Stadt oder beugt euer Knie, ganz wie es euch beliebt... aber gebt ihnen keinen Grund weiter unter uns zu wüten." Manch einer mochte sich fragen, warum diese Mahnung erst jetzt ausgesprochen wurde, nachdem Hell den Raum verlassen hatte, aber Ariel schien über den Ausbruch zwar betrübt, aber keinesfalls überrascht gewesen zu sein.
Mehr und mehr mochte dem einen oder anderen klar werden was hier geschah. Die Schlacht mochte verloren sein, aber weitere Tage würden folgen und die Geschichte stand erst an ihrem Anfang- die Städte waren vereinigt.
 
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Melissa nickte nur. Für sie schien diese Angelegenheit damit beendet. Sie hatte nun in aller Ruhe mit ihren Kindern zu reden.

Wir sollten uns nun zurückziehen um in aller Ruhe unsere Entscheidungen zu treffen.

Sie erhob sich.
Rene, Carola, Kurt, ihr seid herzlich eingeladen mir Gesellschaft zu leisten.
Damit verlies auch die Harpyie den Saal.
 
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Justify nahm Hells eiliges Verlassen der Versammlung hin.

Er hatte Recht behalten. Niemand ist aufgesprungen und hat zugegeben opportunistisch, wie er war, morgen nicht mehr in Finstertal zu verweilen.

Und als die Harpyie den Saal verlassen hatte, wusste Justify wo ihn sein Weg hinführen würde. Die Stadteile waren vereint und vielleicht wurde es Zeit in etwas gänzlich neuen aufzugehen - vielleicht.

Er wendete sich zu Ariel.
"Wir werden sie so schnell nicht wiedersehen."
 
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Ariel sah lange die Tür an durch die Hell und Melissa verschwunden waren:"Doch...", sagte Sie traurig:"...sehr bald sogar..."



Sie wandte Sich wieder an die Versammlung:"Das Elysium ist erloschen. Ich werde euch nun alleine lassen. Entscheidet weise...", dann verblasste der Engel



Out of Character
...zumindest für alle unter Auspex 4
 
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Carola und Schaffenberg folgten schliesslich Melissa als der Engel verschwand.

Die beiden würden Schweigen bis sie Melissa an einen Ort gebracht hatte an dem sie sich ungehört fühlten um dann zu sprechen:
"Wie geht es nun weiter?"
 
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Auch Kurt war den Ventrue in gebührendem Abstand gefolgt und kratzte sich nun, als Schaffenberg sprach, nachdenklich am Hinterkopf. Ja, wie ging es nun eigentlich weiter?
 
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Auch Carola war Melissa gefolgt. Sie war froh nicht mehr in Ians Nähe zu sein. Wäre dies nicht ein Elysium, dann hätte sie mit ihrem Pflock in der tasche sicher noch einiges angerichtet.

Nun schaute sie auch erstmal fragend aus der Wäsche. So hatte sie sich das ganze nicht vorgestellt.
 
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Melissa ging mit den dreinen abseits. Ob Ariel in der Nähe war konnte sie nicht sagen, der Engel war so unberechenbar. Aber zumindest die anderen wollte sie erst später davon unterrichten.
Die anderen sprachen es bereits an. Wir müssen uns entscheiden. Und seien wir ehrlich, eine Wahl haben wir eigentlich gar nicht. Natürlich können wir von hier wegziehen, dem allem hier den Rücken kehren, aber wollen wir das?
Ich wußte bereits vor ein paar Stunden, dass Black Cloud nicht mehr anzutreffen ist. Der Krieg ist verloren. Das haben nicht wir entschieden. Black Cloud hat uns die entscheidung aus der Hand genommen. Nicht wir sind ihm untreu geworden, sondern er uns. Wenn es nach mir gegangen wäre, so hätte ich weitergekämpft. Aber ohne einen Prinzen für den ich kämpfen kann, kann ich nicht kämpfen. Ich hätte kein Ziel.
Demnach habe ich mich mit Buchet in Kontakt gesetzt. Er bot mir den Posten der Primogen der Ventrue an. Scheinbar hat zumindest die Demonstration meiner Kräfte gestern Wirkung gezeigt.
Es stimmt mich traurig, dass es so gekommen ist, aber es lässt sich einfach nicht ändern.

Kurt, da du noch ein Küken bist und ich die Verantwortung für dich trage, würdest du mich normalerweise selbstverständlich begleiten. Allerdings will ich nicht einfach über deinen Kopf hinweg entscheiden. Du sagtest selber, vielleicht ist es bald an der Zeit dich freizusprechen. Auch wenn ich dich nicht freispreche, so mag ich dir zumindest das zugestehn. Wenn du gehn willst, mag ich dafür sorgen, dass jemand anders in einer anderen Stadt sich dir annimmt.
Wenn du hierbleiben willst, werde ich zumindest dafür sorge, dass du in meiner Obhut bleibst. Ich will dir nicht zumuten als Kind des Mannes zu gelten, der für den Tod deines Erzeugers verantwortlich ist.

Liebevoll schaute Melissa Kurt an. Sie würde für ihn sorgen, so er denn wollte. Ihm würde an nichts fehlen.

Sie wandte sich den Ventrue zu.
Das Buchet uns dieses Angebot der Kapitulation geschickt hat, heißt auch, dass ihr ohne Furcht nach Finsterburg zurückkehren könnt. Ich werde dafür sorgen, dass ihr keine Strafe zu Fürchten habt. Als Primogen, werde ich mich natürlich meines Clans annehmen und ihn beschützen. Solltet ihr nun also mittkommen wollen, so wird sich im Clan sicher einiges ändern.Ashton wird nicht mehr den Vorsitz haben und uns so in den Dreck ziehen wie es die Ventrue gewiss nicht verdient haben.
Auch ihr habt natürlich die Wahl und ich werde euch nicht zwingen. Auch für euch würde ich einen Platz in einer anderen Domäne finden, sollte es nötig sein.

Ihr müsst nicht jetzt entscheiden, aber wenn ich morgen zum treffen der Primogene fahresollte ich eine Antwort haben.


Erwartungsvoll schaute Melissa in die Runde. Sie hoffte die drei würden es ihr nicht übel nehmen, dass sie ihre Konsequenzen so gezogen hatte. Sie wäre wirklich traurig sollte es so sein.
 
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