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Weird Wars [Weird War I] In Vino Veritas

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Ich habe demnächst vor, die Weird War I-Kampagne "In Vino Veritas" anzubieten, in der die Spieler deutsche Soldaten der 14. Infanteriebrigade verkörpern.

Hat schon mal jemand Erfahrung mit dieser Kampagne oder allgemein mit Weird War I (inbsbesondere auf Seiten der Mittelmächte) gemacht?

Würdet ihr in dieser Kampagne einen weiblichen Charakter (z. B. eine Krankenschwester) zulassen, falls jemand unbedingt einen solchen verkörpern will (kleinere Anpassungen wären meines Erachtens dann auf jeden Fall notwendig)?
 
Zuletzt bearbeitet:

Zornhau

Freßt NAPALM!
Weibliche Charaktere sind bei Weird War One ausgesprochen unpassend. Auch Krankenschwestern wurden nicht soweit vorne an der Front eingesetzt.

Weird War One ist ein eher schludriger Copy&Paste-Job aus Weird War II. Pinnacle macht sich bei seinen neuen Settings immer weniger Arbeit und das spürt man leider deutlich.

Auch wenn Shane Hensley selbst Militärhistoriker ist, so sind militärhistorische Produkte aus seinem Haus oft inhaltlich schludrig - besonders Weird War Rome. Das ist schade, aber man kann ja selbst recherchieren und Arbeit reinstecken, um etwas draus zu machen. Nur unglücklich, daß einem diese Arbeit nicht abgenommen wird.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Ein paar Dinge sind mir auch aufgefallen, und zwar nicht nur die Freikorpsrekrutierungsplakate (die ja eigentlich aus der (wenn auch unmittelbaren) Nachkriegszeit sind) und daß es Sandhurst noch nicht gegeben hat (die britische Militärakademie war in Woolwich). Vielleicht schreibe ich demnächst mal auf, was korrigiert werden müßte.
 

Kardohan

Gelehrter des Hoenir & Schreiber des Qedeshet
verstorben
Weibliche Charaktere sind in diesem Setting so passend wie du sie eben willst. Die verrückte amerikanische Reporterin etwa oder eine Spionin die zwischen den Linien arbeitet. Da gibt es immer was, denn dies ist keine Simulation sondern eine dramatisierte Darstellung des ersten Weltkriegs.
Und die Geschichte von Sandhurst würde auch nochmal durchlesen, denn dort gab es auch vor dem Ersten Weltkrieg Ausbildungsstäteten der Armee, wenn du auch Recht hast, das die Woolwich noch Vorrang hatte.
Aber das ist Kinderkram denn von die Spieler bekommen sowieso nur einen kleinen Teil der Details mit und sind in den wenigsten Fällen Historiker. Es ist ein Spiel und da macht man passend, was passend gemacht werden müsste - sofern es von spielmechanischer Relevanz ist.

Das man bei den Weird Wars Sachen viel Potenzial vergeben hat, ist Fakt und hätte mit etwas Sorgfalt und längerer Nachbearbeitungszeit verhinder werden können. Vieles davon ist der Kickstarter-Manie Pinnacles zuzuschreiben, wo sie das Zeug mit einer "nach mir die Sinnflut"-Attitüde auf den Markt werfen und dann vergessen. Wäre es ein Setting, das über Monate und Jahre publiziert worden wären, wäre einiges daran anders.

Nebenbei Shane hatte zwar seine Finger in WW1, aber geschrieben wurde es von anderen.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Oh ja, Sandhurst und Woolwich haben parallel existiert und waren für verschiedene Truppengattungen zuständig. :oops:

Meine Forumlierung im vorherigen Beitrag klingt auch ein bißchen dramatisch. Die meisten Fehler im Detail haben auch keine Auswirkungen auf die Spielmechanik, aber es sollte normalerweise auch nicht schaden, sie auszubügeln. Den Major Hauptmann (ich vermute, daß dann eigentlich der zuvor erwähnte Hauptmann Plotz gemeint ist) aus der Kampagne finde ich sogar amüsant.

Beförderungen innerhalb der eigenen Dienstgradgruppe sind mit der Tabelle zwar etwas häufiger möglich, als es in der Realität zumindest auf deutscher Seite selbst bei Trägern höchster Auszeichnungen der Fall war (von Richthofen wurde z. B. während des Krieges nur einmal befördert; Ernst Jünger wurde nicht vom Leutnant zum Oberleutnant befördert, obwohl er den Pour le Mérite erhalten hat), aber einen schnelleren Aufstieg kann man wohl verschmerzen, wenn Vampire/Werwölfe und ähnliche auftauchen. Und vielleicht leite ich nach der Kampagne noch weiter, und dann sind größere Zeitsprünge zwischen den Abenteuern möglich.

Da ich mich ohnehin auch sonst für den 1. Weltkrieg und die Zeit danach interessiere, stören mich hier eventuell zusätzlich notwendige Recherchen außerdem nicht so sehr.

Noch zu Frauen als SC:
In anderen Konstellationen hätte ich auch kaum Probleme mit weiblichen Charakteren, etwa bei Frauen mit arkanem Hintergrund, wenn die Spieler bereits einer Abteilung für Übernatürliches angehören. Aber konkret bei In Vino Veritas fallen mir als Begründung für weibliche Spielercharaktere wirklich nur unvorsichtige Journalistinnen und Krankenschwestern ein. Im ersten Abenteuer könnte man eine Frau vielleicht noch dadurch erklären, daß sie
sich bei Kriegsausbruch in Belgien aufgehalten hat und dann wegen ihrer Staatsangehörigkeit oder sonstigem Verdacht auf Spionage oder nur Sympathie für die Mittelmächte in der Festung eingesperrt wurde und gerade entkommen ist oder gleich am Anfang befreit werden kann.

Die meisten aus meinem Bekanntenkreis, die grundsätzlich bereit wären, mitzuspielen, würden höchstwahrscheinlich ohnehin Männer spielen, aber vielleicht gibt es doch jemanden, der unbedingt eine Frau verkörpern möchte.
 

Kardohan

Gelehrter des Hoenir & Schreiber des Qedeshet
verstorben
Vielleicht haben die Spieler ja selber unterhaltsame Ideen wie sie sich die Rolle einer Frau im Abenteuer vorstellen können. Muss ja nicht historisch akkurat sein.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Sich als Mann ausgeben (hat ca. 100 Jahre früher immerhin geklappt) fiele mir noch ein.

Edit: Im 1. Weltkrieg ist es sogar auch noch vorgekommen. Bei einer der verkleideten Frauen wird außerdem die Tätigkeit als Kriegsmalerin erwähnt, wodurch sie ebenfalls an die Front kam.

Edit 2: Für die späte Kriegsphase (ab Ende 1917) sind Frauen auf deutscher Seite noch im Bereich Vaterländischer Unterricht denkbar (Klara Marie Faßbinder, eine spätere Friedensaktivistin, hat z. B. solchen nahe der Front erteilt).
 
Zuletzt bearbeitet:

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Dr. Elsbeth Schragmüller war im Ersten Weltkrieg in leitender Position im Nachrichtendienst der Obersten Heeresleitung (sie hat unter anderem Mata Hari geführt). Die historische Figur wäre als NSC interessant (z. B. als Auftraggeberin). So wie sie in verschiedenen Filmen dargestellt wurde (als Spionin im Feindesland unterwegs, sehr verführerisch) kann sie auch als Vorlage für einen Charakter oder als Gegnerin herhalten.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Für weitere weibliche Charakterkonzepte in Weird War I noch ein Link zum Katalog einer kleinen Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs über Frauen im Ersten Weltkrieg: https://www.gda.bayern.de/fileadmin/user_upload/Kl-Katalog-53-Frauen-Krieg4oM.pdf

Aus S. 10 (S. 11 in der Pdf-Zählung) sind zwei uniformierte Kraftfahrerinnen (auch aus der Spätphase des Krieges) abgebildet. Leider nicht mit drin ist eine Abbildung von freiwilligen Ärztinnen in feldgrauer Uniform aus dem Jahre 1915.
 
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