Rezension Toras von Havena [B!-Rezi]

Caninus

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Toras von Havena


Christian Labesius [B!-Rezi]


Das Cover des 108 DSA-Romans zeigt einen dunkelrot gewandeten Magier mit Stab, welcher gerade Magie zu wirken scheint.

Toras von Havena ist Schwarzmagier aus Lowangen und gerade in Al'Anfa um dort ein Zweitstudium abzuschließen. Da er auf dem Weg in die Stadt schon ein gewisses Talent gezeigt hatte, wurde er von der Spektabilität als Lehrer eingesetzt. Ein weiterer Gast in der Stadt, Zachaban aus Fasar sieht in Toras bloß einen Barbaren aus dem Norden und versucht ihn deshalb von seinem Posten zu verdrängen. Da Toras dies nicht auf sich sitzen lässt, nimmt er ein von Zachaban ausgesprochene Aufforderung zu einem Magierduell an.
Durch einige clevere Vorüberlegungen und geschicktes Vorgehen gewinnt Toras das Duell und der Fasarer Magier verschwindet aus der Stadt. Leider nicht ohne Toras einige wertvolle Edelsteine zu entwenden.
Toras schwört Rache, schließt aber zunächst sein Zweitstudium ab und bricht erst dann nach Fasar auf.
Dort heuert er zunächst auf Anraten eines anderen Lehrers aus Al'Anfa einen Leibwächter an, der eine alte Schwertschule in Fasar besitzt. Nach weiterer Informationsbeschaffung beschließen sie zusammen, den dreisten Magier auf den zwischen den Häusern verlaufenden Wegen zu stellen und zu einem letzten Duell um die Ehre und die gestohlenen Steine zu fordern. Toras hat allerdings nicht damit gerechnet, dass Zachaban in der Zwischenzeit einen dämonischen Stein eines Vorfahren erlangt hat und auch gewillt ist, diesen einzusetzen...

Die erzählte Geschichte lässt sich sehr gut lesen und meist möchte man am Ende eines Kapitels wissen, was als nächstes passiert. Oft sind die Ereignisse mit einigen komischen Elementen durchsetzt, welche die Geschichte weiter auflockern.
Der Hintergrund des Hauptcharakters wird über einige Rückblendekapitel näher beleuchtet, und ist so zwar Teil des Buches, aber doch ein Stück eigenständig und nicht als eventuell langweilige Erzählung mit in die Hauptgeschichte verwickelt.
Die Motivation von Toras ist nachvollziehbar, und gerade weil er ein Abgänger einer schwarzen Akademie ist mal etwas anderes als der strahlende, gute Held, der sonst doch recht häufig die Hauptrolle einnimmt. Und trotz der ja im Grunde von allen als 'dunkel' angesehenen Gesinnung befolgt Toras schon Richtlinien in seinem Leben. Welche Vorurteile auch von anderen alleine auf dieser Tatsache beruhen zeigt besonders der letzte Abschnitt des Buches in dem er nach Hause zurückkehrt.

Fazit: Durchaus lesenswert und zwar nicht nur für Kenner der Materie, sondern auch für völlig aventurienfremde Leser, da zwar Figuren aus dem Hintergrund von DSA auftreten, aber diese deutlich genug beschrieben werden, als das auch neue Leser deren Handlungen nachvollziehen und so eine wunderbare Geschichte miterleben können.
4/5Den Artikel im Blog lesen
 
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