Cyberpunk 2020 Sicherheit bei Cyberpunk 2020 - Wie macht ihr es?

Dieses Thema im Forum "Cyberpunk" wurde erstellt von Arkam, 20. Dezember 2008.

  1. Arkam

    Arkam Welpe

    Hallo zusammen,

    wenn man sich anschaut mit welchen Sicherheitsmaßnahmen heute schon Orte gesichert werden fragt man sich ja ein wenig wie das heute 2020 aussehen wird.
    Wenn man sich jetzt überlegt wie solche Sicherungsmaßnahmen aussehen würden wenn man mit Streitkräften gegnerischer Konzernen und einer Untergrundbewegung zu tun hat.
    Wenn Spieler solche Überlegungen anstellen tut es gut wenn man ihnen für ihre Charaktere ein paar funktionierende Lösungen anbieten kann.
    Aber auch für den Spielleiter ist ja interessant wie denn wohl ein schnell improvisiertes Gebäude abgesichert ist.
    Hier will ich verschiedene Sicherheitsmaßnahmen mit ihrer Verbreitung, Gegenmaßnahmen und den Konsequenzen wenn sie greifen darstellen.

    Gruß Jochen


    ------- Automatische Beitragszusammenfassung -------​

    Arkam schrieb nach 31 Sekunden:

    Fingerabdrücke
    Die Klassiker der Forensik dürften auch 2020 noch aktuell sein.
    Fingerabdrücke sind ein Mal als Beweismittel und ein Mal zur Zugangskontrolle interessant. Als Methode zur Zugangskontrolle dürften sie 2020 eigentlich nur noch für Privatpersonen und kleine Firmen interessant sein.
    Denn die Schutzmaßnahmen sind einfach. Gegen das Beweismittel helfen entsprechende Handschuhe.
    Als Maßnahme zur Zugangskontrolle taugen sie nur noch bedingt. Denn 2020 kann man Fingerabdrücke tatsächlich dauerhaft ändern. Wirkliche Kriminelle ändern ihre Fingerabdrücke regelmäßig. Ein einfacher Wechsel kostet rund 2500 EB. Je nachdem in welche Datein die Fingerabdrücke kommen sollen und wie gut der ausgearbeitete Hintergrund der mit den Abdrücken verbundenen Hintergrundgeschichte ist können die Kosten schon Mal 10.000+ EB betragen.
    Da die Fingerabdrücke prominenter Personen schnell zu einem Sammelobjekt geworden sind und bald die ersten Verbrechen geschahen bei denen etwa die Fingerabdrücke des Polizeichefs hinterlassen wurden ist ihre Verläßlichkeit inzwischen gering.
     
  2. URPG

    URPG Blwargh!

    AW: Sicherheit bei Cyberpunk 2020 - Wie macht ihr es?

    Zungenabdruckscanner mit eingebautem Röster für den Fall, daß die identifizierung negativ ausfällt... oh. Warte. Das war nicht paranoide Sicherheit, das war Paranoia!

    Üblich sind wohl für die Zugangskontrolle:

    Fingerabdruck, Retina, verschlüsselte Chips + Datenbuchse, Stimmerkennung und in seltenen Fällen DNA und Atemanalyse, so wie ich das zusammenfassend sehen würde aus Büchern und Romanen.
     
  3. TheOzz

    TheOzz His Evilness of Doom

    AW: Sicherheit bei Cyberpunk 2020 - Wie macht ihr es?

    PLUS: Die universal einsetzbare blaue, rote, gelbe, weiße etc. Sicherheitskarte(!).

    Einfach weil es KULT ist.
     
  4. Darkwalker

    Darkwalker Kainskind

    AW: Sicherheit bei Cyberpunk 2020 - Wie macht ihr es?

    Sicherheit ist immer ein Abwägen zwischen "Was ist zu schützen", "Wer braucht Zugang" und "Wie teuer".

    Chipkarte

    Chipkarten in ihren diversen Formen (Magnetkarte, Chip, RFID etc) sind die Standard-Sicherheit für viele Anlagen. Nicht weil sie besonders gut sind sondern weil sie besonders bequem und billig sind. Überall da wo ich grössere Personenmengen schnell in/aus einer Sicherheitszone bekommen muss sind die Karten erste Wahl. Darüber hinaus haben sie den Vorteil eine gute "Basis" für erweiterte Massnahmen zu bilden. Auf der Karte kodiert sind wichtige Grunddaten (Name, Personalnummer, Foto) und wenn es noch eine richtige Karte ist (etwa EC-Karten gross) dann wird auch ein Foto drauf sein und das Ding ist als "Badge" sichtbar zu tragen.

    Je nach Aufbau der Anlage liegen auch die Daten über die betretbaren Bereiche der Anlage auf der Karte. Vorteil ist das die Schlösser dann keine Abfragen an den Rechner stellen müssen, sie fragen nur die Karte. Nachteil ist eine leichtere Manipulierbarkeit.

    Solche Karten existieren IRL. Durch die seit den späten 90ern verfügbare "SmartCard" Technologie sind die Dinger sogar eigene Kleincomputer (siehe etwa JavaCards, Signaturkarten etc)

    Karte und Code

    Wie oben aber zusätzlich wird noch ein Code verlangt und gegen die Karte geprüft. Der Code ist auf der Karte nur im Schlüsseltext gespeichert (ähnlich UNIX Passwd/Shadow-Dateien) und nicht entschlüsselbar (Der passwd-Algorithmus ist ein "Fleischwolf") es wird also immer die Eingabe verschlüsselt und Schlüsseltext zu Schlüsseltext verglichen. Dies ist ein Sicherheitssystem für Zugänge mit regelmässiger aber kleiner Benutzerzahl da hier Zeitaufwand entsteht. Das System hat eine Berührungskomponente (unhygienisch, ggf. Spuren auslesbar). Der Scanner kann eigenständig sein (Test vs. Karte) oder vernetzt sein.

    Retina-Scanner

    Die nächste Stufe der Sicherheit und eigentlich immer mit einem Kartenleser kombiniert. Retinascanner sind relativ schnell und schwer zu täuschen (CP Cyberaugen haben IIRC ein für jeden eindeutiges Muster), eine "Lebensprüfung" sorgt dafür das der "Demolition Man" Trick NICHT funktioniert (Können die Geräte IRL schon). Retina-Scanner eignen sich für alle Gebiete mit regelmässigem Zugang aber beschränkter Personenzahl. Robuste, erprobte Technik die ausserdem den Vorteil hat das man auch hier wieder den Scanner eigenständig betreiben kann. Dann stehen die Daten auf der Smartcard und der Scanner vergleicht "Ist" mit "Karte". Ein weiterer Vorteil der Scanner ist das sie berührungsfrei (= hygienisch, keine abnehmbaren Abdrücke) und z.T. "Distanztauglich" sind

    DNA-Scanner

    Sind IMHO völlige Exoten für extremste Bereiche mit sehr geringem Verkehr. Die Analyse dauert einige Zeit, erfordert die Entnahme von Körperzellen hat also massive hygienische Probleme und ist z.T. manipulierbar, gerade in einer Welt von Cyborgs (RealSkin fällt einem ein oder geklonte Hautpatches die ja ruhig schnell absterben dürfen). Diese Dinger funktionieren IMHO nur in Kombination mit einem Wachposten der sicher stellt, das wirklich die richtige DNA entnommen wird

    Vernetzte Sicherheit

    In der Basisstufe sind die einzelnen Schlösser autark und prüfen nur gegen die Daten auf der Karte. Der Vorteil ist eine schnelle Nachrüstbarkeit der Schlösser und wenig Verkabelung (Kabel sind immer ein Angriffspunkt!) Der Nachteil ist das man sich ganz auf die Sicherheit eines Objektes verlassen muss das regelmässig das Gebäude verlässt (Die Karte)

    In der zweiten Stufe sind die Schlösser mit einem Computer verbunden. Hoffentlich einem der NICHT! von Aussen erreichbar ist! Das hat den Vorteil das man die Daten gegen welche geprüft wird auf einem relativ sicheren System speichert. Bei jedem Zugriff prüft erst mal das Schloss die Daten der Karte gegen den Sicherheitsrechner und dann die Daten des Benutzers gegen die Karte (oder den Rechner, ggf. Zufällig mal so, mal so). Ein weiterer Vorteil ist das sich durch die Schlösser automatisch ein Bewegungsmuster ergibt da ich alle "Ging um xx:yy Uhr durch Tür z" Daten zentral habe.

    Kartentracker und Berührungslose Karten

    Es ist durchaus möglich auf einer Karte mehr als einen Chip unter zu bringen. Der zweite Chip arbeitet dann vergleichbar einem RFID Tag und gibt auf Anfrage eine sehr begrenzte Datenmenge (etwa Mitarbeiter-Nummer) von sich. Durch im Gebäude verteilte Scanner wird nun jede Karte angefunkt und gibt ihre Daten zurück. Diese Technik macht nur bei vernetzter Sicherheit einen Sinn. Sie erlaubt es zum einen festzustellen wo sich eine Person gerade befindet und zum anderen das Erkennen von "geklonten" Chips sobald Original und Clon gleichzeitig im Gebäude sind.

    Kameras und KI

    KI ist bei Cyberpunk ja nur eine Frage des Geldes. Und bereits mit IRL Expertensystemen kann man Bewegungsmuster analysieren bzw. über Musteranalyse potentiell verdächtige Personen ausmachen. Hohe Sicherheit bei CP wird Kameras beinhalten die neben sichbarem Licht auch IR-Komponenten haben und deren Bilder von Experten-Systemen/KI's auf ungewöhnliche Muster wie "Versucht in Sichtdeckung zu bleiben", "Hat erhöhte Temperatur" etc. analysiert werden. Wenn solche Muster auftreten wird die Sicherheit alarmiert und beobachtet genauer

    Die Klassiker

    Lichtschranken, Belastungsmelder, Vibrationsmelder, Geräuschmelder, CO2-Schnüffler, Ammoniak-Schnüffler und CH4-Schnüffler werden in Sicherheitsbereichen immer anzutreffen sein. Gerade in einem klimatisierten Gebäude kann man mit den Gasschüfflern Menschen erkennen die dort nicht sein sollten
     
  5. yennico

    yennico John B!ender

    AW: Sicherheit bei Cyberpunk 2020 - Wie macht ihr es?

    Darkwalkers Ausführungen ist wenig hinzuzufügen.
    Ein Unternehmen muss auch bei der Sicherheit den Wirtschaftlichkeitsfaktor anlegen.

    Schon im Mittelalter wussten sich die Baumeister durch den Einbau von Fehlern in ihren Plänen gegen Diebstahl zu schützen. Heutige Wissenschaftler können ähnlich handeln und auch z.B. nicht alle wichtigen Informationen zu ihren Forschungen im Firmennetzwerk speichern.

    Wichtig ist auch, dass die Sicherheitsanlagen durch ein von der Matrix unabhängiges Computersystem gesteuert werden.

    Etwas über Sicherheitsmaßnahmen findet man im Buch Stormfront.
     
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