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Serie [Serie] Berlin Station

Dieses Thema im Forum "Film & Fernsehen" wurde erstellt von Kowalski, 2. August 2017.

Schlagworte:
  1. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Season 1 thematisiert die Jagd auf einen Whistleblower.
    Wikileaks, Snowden und einige Verwicklungen daraus sind schön eingewoben.

    S1 Ep1: Station to Station
    S1 Ep2: Lights Don't Run on Loyalty

    Nicht schlecht nicht gut, habe so meine Probleme mit der Motivation der Charaktere.
    Ich fand, auf den ersten Blick, die Pro- und die Antagonisten seltsam gewählt, zu eindeutig klischeehaft.
    ABER, schon in der nächsten Folge hat mich die Serie überrascht und einige meiner Vorurteile (gegen die Serie) über den Haufen geworfen.

    Schau ich mir weiter an.
    Muss mir wohl aber auch die Originalversion anschauen, die Übersetzung ist zwar nicht schlecht, aber einiges an Wortwitz fehlt.

     
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  2. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Zerstreut und ehrlich

    habe ich auch schon auf dem Stapel - kann aber dauern, bis ich mich dazu aufraffe.
     
  3. RockyRaccoon

    RockyRaccoon Social Justice Warrior First Class Mitarbeiter

    Als Berliner irritiert mich die Verwendung der Örtlichkeiten sehr. In der ersten Folge gibt es diese Szene als Mycroft Holmes aus dem Schwulenclub kommt (sieht ungefähr nach Kotti aus) und dann von seinem Lover vefolgt wird und mit ihm quatscht, während sie Unter den Linden langlaufen. Das ist zu Fuß ein Sprung von wenigstens 30 Minuten. Entweder sind das zwei sehr ungeschickt geschnittene Szenen, oder es ist eine Szene mit mit Riss im Raum/Zeit-Kontinuum. Irritierend. Und am Ende der Folge treffen sie sich konspirativ im Morgengrauen auf dem Teufelsberg. Was unnötig kompliziert ist, weil es echt anstrengend ist, da raufzuklettern. Nicht zuletzt, da das Areal eigentlich nicht öffentlich zugänglich ist und man da erstmal über nen Zaun klettern muss. Und den ganzen Berg und die ganze Abhörstation hoch. Wenn ich mich mit nem Kontakt treffen wollte, würden mir gleich mehrere bessere und einfacher zugängliche Orte einfallen.
    Das gibt ne kognitive Dissonanz, die ich nicht so ohne weiteres ignorieren kann. Und das sind Probleme, die so einfach zu vermeiden gewesen wären. :/
     
  4. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Zerstreut und ehrlich

    Das passiert ziemlich häufig mit realen Orten, die in einer Geschichte vorkommen - auch im Rollenspiel hatte ich als Berliner schonmal die Gruppe richtig auf Trab gehalten, weil die sich nicht auskannten. Umgekehrt ist es mir schonmal in einem Frankfurter Szenario so gegangen, dass ein Einheimischer sich besser auskannte.

    Mit Büchern verhält es sich ähnlich. Wenn Leute die Szenarien besser kennen, als man selber, kommt es sicherlich zu ein paar Unstimmigkeiten.

    Kann ich abschalten, wenn ich das will. Ärgerlich ist es manchmal dennoch. Kommt darauf an, wie hoch man die Latte ansetzt. Wenn ich eine nachgestellte Historie verfilme, dann will ich auch realistische Umstände haben und keine Vereinfachungen, um der Geschichte mehr Dynamik zu verleihen.
     
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  5. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Dir als Berliner fällt das auf.
    Dem Rest der Menschheit, nö.

    Skript, Schnitt und Szenen die einfach aufzunehmen sind.
    Es ist ziemlich schwierig wenn du andauernd Gaffer aus dem Bild retuschieren musst....
    Tu so als wäre das in Seattle, dann kennst Du dich da nicht aus (ich auch nicht) oder in SF, da kenne ich ein paar der Fleckschen, könnte Dir aber auch nicht genau sagen wie lange Du von A nach B brauchst.

    Oder wenn eine Szene angeblich wie in Patriot in Luxemburg sein soll die Aufnahmen aber in Prag gemacht wurden...
    Das betrifft aber wenige Menschen die sich pro Serie dran stören. Also verschmerzbar.

    Es sind auch Orte gesucht und gefunden worden die auch nicht-Berlinern aus der einen oder anderen Reportage bekannt sind.
    Teufelsberg ist super einleuchtend, wegen der ehemaligen NSA Einrichtung da. Auch wenn es für einen echten Spion NULL Sinn macht.

    Die Serie wäre halt super unspannend wenn 80% der Action im Sichten irgendwelcher Emails und Chatprotokolle bestünde.
     
    Taysal gefällt das.
  6. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    S1. Ep4.: Rly?
    Es gibt so kleine Sachen wo man sich denkt, warum hat da laut Story die CIA ein Problem mit?
    Das z.B. einer ihrer Kontakte/Agenten Geld an eine Organisation spendet die humanitär zu sein vorgibt aber auch Familien von Terrorattentätern unterstützt (also das hier Sippenhaft propagiert wird ist seltsam, als würden die Väter und Mütter ihre Kinder dafür erziehen.....)
    Und das man in Berlin eine Pelzmütze anzieht o_O
    Gut hat der eine halt von einer anderen Station mitgebracht
    [​IMG]
     
  7. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    S1 Ep 5: Ok, Tables turned
    Hab immer noch mit einigen der Elemente so meine Problemchen aber die Story ist spannend
    Hmm. Wer sind die "bösen"?
    Schwierig, und wahrscheinlich noch nicht mal auflösbar.
    Hat zumindest meine Vorurteile torpediert.
    (y)
     
  8. RockyRaccoon

    RockyRaccoon Social Justice Warrior First Class Mitarbeiter

    Na haste mir ja super erklärt. Danke. Jetzt find ich die Serie bombe.
     
  9. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    S1 Ep 8. WHAT? Überraschend und gar nicht dumm gemacht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. August 2017
  10. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Ok. Season 1 angeschaut.
    Werde mir Season 2 auch anschauen.

    8 von 10 Spannungsbögen
    7 von 10 Realismussternen (Es gibt Action, die ist aber absolut Gritty und realistisch. Leute werden verletzt und sterben)
    8 von 10 Schauspielleistungen. Bei einem Gutteil der Besetzung ist die Schauspielleistung super. Nicht-Amis sind auch in der Regel mit Europäischen Schauspielern besetzt.
    9 von 10 Verwirrknäueln

    Während Patriot sehr von der Absurdität lebt, schöpft Berlin Station mehr aus der Realität. Ich mag beide.


    Daniela Ziegler hat mir z.b. als Golda Friedman sehr gut gefallen.
    (omg ist deren Domäne alt...., kennt einer noch Lycos und I.E 5.0????)


    Erst gegen Ende der Season 1 werden die Charaktere endlich einigermaßen verständlich.
    Eine Ebene der Konstellationen wurde ersichtlich.
    Es gibt einen Konflikt/unterschiedliche Sichtweisen/Verbindungen und Verpflichtungen zwischen

    CIA Berlin Station und den deutschen Geheimdiensten
    CIA Berlin Station und der Zentrale in Langley
    CIA und Mossad
    CIA und rumänischem Geheimdienst

    Deutscher Presse und den Geheimdiensten

    Den Pro- und Antagonisten untereinander.

    Zusätzlich zu der Jagd auf den Whistleblower der einzelne Machenschaften publik macht
     
  11. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Zerstreut und ehrlich

    Handwerklich gut, aber irgendwie nicht mein Fall bislang. Zu viele oberflächliche, funktionale Charaktere - Bürokraten mit Knarre, die echt kein Leben haben.
     
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  12. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Naja, alle tragen am Anfang eine Maske.
    Erst under Druck kriegt die Risse.
    Das kommt erst später.
    Am Anfang dachte ich auch die Serie ist schwach.
    Aber spätestens mit Episode 5 hat die mich gehabt.

    Ich weiss, das ist spät, aber erst dann wird klar das es vielschichtiger ist als man glaubt.
     
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  13. Scathach

    Scathach BOOM!

    Auch wenn Serien und Filme genau deshalb auf ortsfremdes Publikum hoffen, ists bei realen Schauplätzen halt so ne Sache, und kann für Leute der betreffenden Ecke wirklich störend sein.
    Ging mir beim Salzgitter Tatort so.

    "Dafuq, warum fahren die einfach nur in Dauerschleife die Berliner Straße hoch und runter? Sie sind jetzt zum dritten Mal an der Shishabar vorbeigefahren."
    "War ja klar, zeigen nur die 'kiezigen' Ecken von Lebenstedt. Das Verbrechen findet halt nie nen Weg nach Bleckenstedt und co, Spießerhölle".

    Lässt sich für mich auch schlecht ausblenden, und je schlechter an dem Punkt gemacht, umso schwieriger.
     
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  14. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Zerstreut und ehrlich

    Da ich noch der Generation LP/Kassette bin, ist für mich das Gehörte wichtiger. Das Optische dient eher der Unterstreichung oder Vertiefung des Gehörten. Es wird aber um Klassen besser, wenn die Komposition stimmt.
     
    MalfeanZ gefällt das.
  15. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Beim Film muss das schnell/schnell gehen.
    Wenn man einigermaßen unbekannte Schauspieler hat kann man sogar Aufnahmen mit einer kleinen Kamera ohne Absperrungen für Fußgänger und Fahrzeuge machen.
    Du willst die "ikonischen" Bilder die der Touri kennt.
    Wenn es eine Stadt mit wenig Tourismus ist dann schert es wirklich wenige wie "realistisch" die Film-Topographie ist.

    Und selbst wenn man die Topographie kennt, dann nimmt man die gleiche Straße am gleichen Tag um Ausschnitte für mehrere Folgen zu drehen.

    Durch die vielen Störelemente (vorbeifliegende Flieger, Sirenen, Schaulustige, Leute die gerade in die Kamera stieren) die Außenaufnahmen in der Öffentlichkeit haben wird man die zu reduzieren versuchen ohne das zu einer reinen Studioaufnahme verkommen zu lassen.

    Aber ich kenn mich in Berlin nicht aus, insofern fällt mir vieles nicht auf. (Auch wenn ich berufsbedingt drei vier Jahre lang immer zwischen Projekt und Wohnung in der Woche getigert bin).

    tl;dr:

    Unwissenheit ist ein SEGEN


    P.S.: Ich glaube immer noch das die Menge an Berlinern unter den potentiellen Zuschauern nicht so ins Gewicht fällt.
     
  16. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Zerstreut und ehrlich

    Vor allen Dingen, weil es für den englischen Markt produziert wurde
     
  17. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Globalen.
    Und selbst für uns Deutsche.
    Vom Ambiente her ist es zumindest nicht die 08/15 CSI oder Monk Serie.
    Man merkt auch das die Kamera auffällig lange an den Berliner Möbeln/Häusern und den Unterschieden zu den USA verweilt.
    Das soll, klar, durchaus auch den Flair für die Amis ausmachen, aber es zeigt das auch das eben die Unterschiede zelebriert werden.
    Deswegen die Treffen in alten Villen oder Altbauwohnungen. Ikea-Look will man da nicht sondern den Charme vergangener Epochen.
    Dabei hilft es das Sachen die 100 Jahre alt sind in den USA schon "Antik" sind.
    Trotzdem sind Schnitt, Actionanteil, Kameraführung, auch die Sprüche der Akteure untereinander unterkühlt europäisch und nicht das überschwengliche aber durchaus im Teil seichte was man so in den US-Serien findet.

    Der Fokus wandert von US-zentrisch zu einer globalen Vermarktung.
    Ist bei Movies neuerdings so, ist bei Computerspielen schon lange so.
    Bei Consolengames auch, und da ist der Fokus zum Teil sogar mehr auf Japan und Korea.

    Netflix wächst im Ausland stärker als in den USA. Die haben 100 Millionen Abonnenten.
    50 Millionen in den USA. 50 Millionen zusätzlich in der Welt.
    Falls der Trend anhält hätte Netflix 2022 65-70 Millionen in den USA und 110-120 Millionen zusätzlich weltweit.

    Während das Wachstum in den USA sich verlangsamt, beschleunigt es im Moment außerhalb der USA für Netflix.
    Ähnlich wird das auch für Amazon gelten. Ist ein Markt erst gesättigt stagniert der Umsatz da.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. August 2017
    harekrishnaharerama gefällt das.
  18. RockyRaccoon

    RockyRaccoon Social Justice Warrior First Class Mitarbeiter

    Ich frage mich, wie das bei Leuten aus New York oder LA ist.

    Wobei hier eben noch dieser eklige kulturimperialistische Aspekt dazukommt, dass die Amis bei uns ne Serie drehen und sich nicht mal die Mühe machen, nen Einheimischen zu fragen, ob das alles so einigermaßen plausibel ist. Mit ihren eigenen Städten können die das von mir aus machen.
     
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  19. Kowalski

    Kowalski Böser, alter, weißer Sack!

    Naja, Olen Steinhauer kennt Leipzig und wohl auch Berlin.
    Ist natürlich kein Einheimischer.
    Sagen wir mal so, ich, als nicht Berliner der in Berlin ein paar mal war hatte vermutet das die Szenen nicht immer räumlich passend waren, wusste es aber nicht mit Gewissheit.
    Und so wird es 99% der Abonennten von Netflix und Co. auch gehen.

    Das macht es nicht besser, aber wenn ich mir die X-hundert Male anschaue wie man im Fernsehen Einbrüche in Computersysteme visualisiert dann krieg ich in der Regel pantomimische Herpes nur vom zuschauen.
    Und das obwohl ich NUR weiss wie man sonst mit Kommandozeilen und Systemen umgeht.

    Mr Robot macht das gut, ansonsten ist es einfach interessant mit welch einfachen Mitteln hier etwas vorgegaukelt wird was so nicht existiert.
    So wie die explodierenden Hollywood Autos.
     
    RockyRaccoon gefällt das.
  20. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Zerstreut und ehrlich

    Ich habe - nachdem ich beim ersten Mal zugeben musste, irgendwann entsetzt aufgewacht zu sein und garnicht richtig zu wissen, was eigentlich Tango ist - jetzt nochmal mit der ersten Folge begonnen und hatte diesmal meine volle Aufmerksamkeit auf das Teil gerichtet. UND ES WAR ein Desaster. Die Schnitte sind übelste Kanone, die Dialoge - falls es welche gibt - entweder redundant oder daneben. Ich frage mich wirklich, wer dieses Screenbook genehmigt hatte. Nach jedem Schnitt muss sich der Zuschauer neu einsehen, keine Überblenden in irgendeiner Weise. Man fragt sich nur, WAS ZUM HIMMELDONNERWETTER WOLLT IHR MIR MITTEILEN? UND WO ZUM GEIER SIND WIR HIER GELANDET UND WARUM???

    Ich bin raus. DAS sollte besser sein als Homeland??? Beim ersten Mal wurde das Ding wohl vom Netflixhype verblendet, sodass ich nicht erkennen wollte, wie schlecht das ist.

    Also da sehe ich lieber noch einen Tatort...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2019
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