Schwarze Spiralen/ Sternenträumer

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Die Frage ist doch warum man überhaupt Spass daran haben sollte einen Blackspiral Dancer zu spielen, nun ich denke es ist mal die Möglichkeit die Seite zu wechseln und den Antihelden zu spielen, alles andere wäre grundlose Unterstellung. Das Problem ist, das die Natur der BSD es nicht zu lässt Antihelden, in einer Weise gloreich erscheinen zu lassen, Vergewaltigung, Mord und Folterungen sind nun mal kein Spass, darum gab es auch nie ein "Players Guide to Nephandi". Mag sein das sich einige den nötigen Abstand zu trauen, dann wage ich allerdings mal anzuzweifeln das die BSD dann noch so gespielt werden wie sie seien sollten.
 
Mag sein das sich einige den nötigen Abstand zu trauen, dann wage ich allerdings mal anzuzweifeln das die BSD dann noch so gespielt werden wie sie seien sollten.

Ich hoffe mal, dass du damit Recht hast!
 
Hallo? Man kann doch intime keine Frauen und Kinder vergewaltigen und sie vor oder nachher grausam umbringen und dann die Würfel zur Seite legen und sagen: So, ist ja nur ein Spiel.

Offen gestanden habe ich vor 20 Minuten die Tastatur aus der Hand gelegt und gesagt "So, C&C ist ja nur ein Spiel"...
Es ist in der Tat noch ein gewisser Spalt dazwischen, aber einen dreckigen Krieg zu führen und die von dir genannten Gräueltaten zu begehen hat schon gewisse Parallellen.
Ich gehe mit dir insoweit konform, als dass ich, obwohl ich auch sehr zu dunklen Charakterkonzepten tendiere, mir nicht vorstellen könnte, sowas zu spielen. Wo ich jedoch anderer Meinung bin, ist bei anderen Personen, die dies tun: ich kenne ihre Psyche nicht, ich werde mir also nicht ein derartiges Urteil erlauben, denn ich weiß, dass ich persönlich auch nicht aus Machtgier jemanden rituell opfern würde, was jedoch mindestens 2 meiner Charaktere bereits getan haben. Solange ich das Gefühl habe, dass derjenige auch die Sensibilität der anderen Spieler mit einbezogen hat (gerade bei Vergewaltigung kann das sehr nach hinten losgehen) habe ich Outtime kein allzu großes Problem mit ihm.

Bevor das ganze jetzt falsch rüberkommt: Dies ist keine Verurteilung deiner Meinung oder ein Versuch, dich gewaltsam von ihr abzubringen, sondern nur die Darstellung der meinigen.
 
Wyrmfoe schrieb:
Doch, meiner Meinung nach heisst es genau das!

Hallo? Man kann doch intime keine Frauen und Kinder vergewaltigen und sie vor oder nachher grausam umbringen und dann die Würfel zur Seite legen und sagen: So, ist ja nur ein Spiel.

Tut mir leid, aber irgendwo hört es mit der"Distanz" auf, Horror!

Und mit der Toleranz für sowas auch!

also, ich sehe nicht so den unterschied zwischen töten von unschuldigen und dem perversen kram. wenn man nen mörder spielt, kann man genausogut nen vergewaltiger spielen.

ich sehe es vielmehr so, dass du dich da hineinsteigerst. es IST auch fanatisch, alles, was ein bisschen nach wyrm riecht umzunatzen, schonmal überlegt? du spielst als werwolf auch ne killermaschiene. und ich werde lieber vergewaltigt als getötet (dann kann ich mich immer noch rächen ;) )

es ist ein spiel. wenn du es nicht magst, die bösen zu spielen ist es o.k. und nachvollziehbar, aber andere als krank zu erklären, nur weil sie es tun würden, ist intollerant. du regst dich doch auch nicht auf, wenn jemand einen zweiten weltkriegssimulator spielt, oder?

nun ja, aber du könntest vermutlich nicht den nötigen abstand aufbringen und es wäre dir auch nicht zu empfehlen (ich habe es im übrigen auch noch nicht getan, aber, wenn man entsprechende dinge vorher klärt, und die anderen spieler es wollen, würde ich es tun, bei meinen spielern weis ich, die könnten den abstand und verstand aufbauen, es zu tun, ohne psychische schäden davonzutragen....)
 
Ich finde die Einstellung, dass Leute die soetwas spielen Geisteskrank oder pervers sein sollen absolut puritanisch und einfältig.

Man spielt doch Rollenspiele um seiner Fantasy freien Lauf zu lassen und absurde Dinge auszuspielen. Wenn es jemanden freut einen Tänzer der schwarzen Spirale zu spielen und die Runde das akzeptiert, dann soll er das doch tun. Für mich macht es keine Unterschied ob jemand einen Massenmörder spielt, der im Namen an gute Götter oder das Gute, Menschen und andere Wesen verstümmelt, foltert und tötet oder ob jemand ein bösartiges Wesen spielt, dass im Namen der Bosheit anderen Wesen Abscheusslichkeiten antut. Ich würde mich weder mit dem einen Vergleichen noch mit dem anderen. Ich bin auch nicht der Meinung das irgendein Aspekt der Charaktere die ich spiele mich beschreibt.

Für mich gibt es keinen logischen Schritt von :
Spieler eines bösen oder verrückten Charakter = Mensch der Böse oder Verrückt ist!

Wer das nicht erkennt, ist vielleicht zu tief in seinem Rollenspiel! Der sollte mal seine Haltung und Einstellung zu dieser Art von Spielen nochmals überdenken. Was man beim spielen tut, sagt nichts über den Menschen aus der man selbst ist.
 
Ich finde trotzdem das man gewisse sadistische Adern braucht um das glaubwürdig zu spielen, und alles andere als glaubwürdig spielen ist kinderkacke, dann macht mans nur um sich toll zu fühlen und groß und mächtig und auch mal böse ... was viel kränker sein kann.
 
Sehe ich überhaupt nicht so:
Ich muss kein Sadist sein um einen Sadisten zu spielen. Ich brauche nur eine grosse Vorstellungskraft um mir Vorzustellen wie ein Sadist wohl wäre. Wenn ich ein Sadist bin und einen Sadisten spiele, ist das nicht Rollenspiel sondern der Ausdruck von Seiten meiner Persöhnlichkeit. Aber das ist für mich nicht Rollenspiel, sondern die Erlaubniss Dinge auszuleben die ich normalerweise niemals tun dürfte. Wer aber aus diesem Ansatz heraus Rollenspiele spielt, der hat dann die Bedeutung des Spieles sowieso nicht verstanden und hat ein Ego Problem...

Das hat aber nichts damit zu tun ob jemand einen guten oder einen bösn Charakter spielt....
 
es kann auch die motivation sein, das böse besser zu verstehen. es geht nicht immer um ausleben und konsum!

wer die dunkle seite besser versteht hat auch in der hellen was davon.
(es scheint ja für einige nötig zu sein, dies so einfach/verständlich wie möglich darzustellen... :rolleyes: )

jeder hat eine dunkle seite, wer es nicht glaubt der soll sich mal mit entsprechenden herrausforderungen stellen, die einem wirklich wehtun, dann wird man sehen, wieviel von dem idael, welches man sein gewissen nannte noch übrig geblieben ist. (dies aber nur nebenbei, würde in einem filosofieforum vetieft werden können...)

es gehört disziplin dazu so etwas spielen zu können.
NATÜRLICH muss man wissen, das man spielt und die erfahrungen ausreichend selbstreflektieren. wer angst, panik oder ähnliches verspürt, wenn man mit beschreibungen ins detail geht, der SOLLTE auf keinen fall so etwas auch nur spielen...

im übrigen, nur um keine missverständnisse aufkommen zu lassen, die einzig sinnvolle art es zu spielen, wäre, wenn die ganze gruppe "böse" ist, alles ander macht keinen sinn.
 
Doomguard schrieb:
im übrigen, nur um keine missverständnisse aufkommen zu lassen, die einzig sinnvolle art es zu spielen, wäre, wenn die ganze gruppe "böse" ist, alles ander macht keinen sinn.

Bei Werewolf und auch vielen anderen Spielen stimme ich da absolut mit dir überein, aber es gibt auch Spiele in denen es nicht so sein muss. ;)
 
Hm ...

Also ich denke, dass ist eine Grundsatzdiskussion die in dieser Form eigentlich zu nichts führt (nicht führen kann). In dieser Beziehung hat nunmal jeder seine eigene Meinung.

Persönlich glaube ich, dass auch ein Rollenspiel seine Grenzen haben sollte. Genauso wie auch *hier irgendein öffentliches Medium einfügen* gewisse Grenzen nicht überschreiten sollte.

Vor einiger Zeit war ich ebenfalls davon überzeugt, dass man, solange das für die Gruppe im generellen OK war, im Rollenspiel eigentlich alles machen/spielen darf.

Nun ja, bis zu dem Zeitpunkt, als sich einer unserer Spielleiter (mittlerweile aus unserer Gruppe entfernt) sich das Recht rausgenommen hat, eine Vergewaltigung an einem weiblichen Gruppenmitglied sehr genau beschrieben und ohne die Einwilligung oder etwaige Einwände zu hören an Ihrem Charakter "durchgeführt" X( . Natürlich war vorher "eigentlich" klar, dass wir mit sowas umgehen können. Dennoch war es einfach ... nicht angemessen ... ich weiss nicht wie ich es anders ausdrücken soll.

Nach dieser Aktion hat unsere Mitspielerin die Runde verlassen und seitdem Ihr Interesse an Rollenspielen gänzlich verloren :/

Vielleicht eine Überreaktion gänzlich aufzuhören, aber auf jeden Fall nachvollziehbar.

Der Spielleiter wurde von uns dann aus der Runde entfernt, und fast die gesamte Gruppe hat jeden Kontakt abgebrochen. Eventuell auch eine Überreaktion ... aber genauso nachvollziehbar wie ich finde.

Lange Rede, kurzer Sinn,

Runden bei denen sowas "erlaubt" ist (wir gingen im allgemeinen davon aus, dass jeder aus der Gruppe mit soetwas Leben könnte, und auch die nötige Distanz besitzt um Inplay/Offplay voneinander zu trennen) können ganz schnell über das eigentlich gewollte Ziel (Stimmung/Atmosphäre, der Reiz mal etwas Böses zu spielen) hinausschiessen.

Ich stimme Euch voll und ganz zu! Es ist nicht mehr als ein "SPIEL" !!!
Dennoch sollte man immer Pro/Contra bedenken und sich seeeeehr gut überlegen, ob man eine Gruppe hat, in der man soetwas bedenkenlos zulassen kann.

just my 2 cents


Gruß

Barak
 
@khalam,
klar, aber hier geht es in erster lienie um ww ;)

im übrigen, ich sage ehrlich und offen, ich glaube nicht, das es für mich vor einigen jahren sinnvol oder auch nur gut gewesen wäre, so etwas zu tun, da war ich einfach noch nicht reif genug dafür...
wenn die jüngeren von uns sich nicht irrsinnig viel schneller entwickeln als ich (was ich aber nicht ausschliessen will) dann würde ich es für jemanden unter z.b. 25 nicht empfehlen...
 
@barak,

wie hier schon oft daraufhingewiesen wurde, muss VORHER abgesprochen werden, was erlaubt ist, und was nicht. hättest ihr vorher kommuniziert, hätte sie bestimmt gesagt, dass sie es NICHT möchte. dann darf man so etwas natürlich auch nicht beschreiben...

besonders bei gewalt muss auf den schwächsten/jüngsten in der runde rücksicht genommen werden. wenn das nicht geht, sollte die runde so nicht weiterspielen.
 
Da pauschalisierst du aber sehr @ Doomguard


Ich kenne durchaus Leute (und Ihr sicherlich auch ;)) die mit 16/18 weiter von der geistigen/moralischen Entwicklung her waren als, als so mancher 25 - 30 jähriger.

Das ist mMn sehr Einzelfallabhängig.

Gruß

Barak
 
Wie du schon erwähnt hast Barak geht es darum ob man Intime und Offplay trennen kann. Darin liegt in meinen Augen das Problem bei dieser Diskussion.

Ich glaube wirklich das es zuviele "Rollenspieler" gibt die sich mit ihren Charakteren vergleichen und wenn sie ihn lang genung gespielt haben, oft sicherlich auf unbewusst, der Meinung sind, dass der Charakter sie selbst in einer "optimierten" Form darstellt. Dies führt sicherlich zu Problemen, aber in jedem Bereich des Spieles.

Die Grenze des Zumutbaren unterscheidet sich natürlich auch von Mensch zu Mensch, aber weil jemand "extremer" spielt, ist er in meinen Augen immer noch nicht abnormal.

Ahja und ein Spielleiter der den Charakter einer weiblichen Mitspielerin vergwaltigt, ist von seiner Persöhnlichkeitsentwicklung nicht besonders weit oder weiss einfach nicht welche Grenzen er damit, besonders bei einem weiblichen Mitspieler, überschreiten kann. Soetwas ist nicht zu entschuldigen.
 
es gibt immer ausnahmen, aber allgemein denke ich schon das ich mit meiner tendenz richtig liege.
 
Wir kannten/kennen uns alle seit mehren Jahren und waren eine feste Gruppe, die seit mindestens 5 Jahren fest zusammen spielte und gingen fest davon aus, uns gut genug einschätzen zu können. nette, aufgeklärte und offene jugendliche Rollenspieler halt.

Unser Fehler war einen neuen Spieler als SL einzusetzen (wenn sich so eine freiwillige SL anbietet, schlägt man gerne zu). Ein Rollenspieler 6 oder 7 Jahre, ich weiss es nicht mehr genau, über unserem Alter lag. Also knapp Ende 30. Von daher geht man eigentlich davon aus, dass so jemand, mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein an die Sache geht.

Wie gesagt, bin ich der Meinung, dass auch Rollenspiel seine Grenzen hat. Doch wenn Ihr anderer Meinung seid, dann beneide ich Euch nicht, denn ich kann mich von einer solchen Rolle nicht soweit distanzieren, und all dies nach der Sitzung von mir abperlen zu lassen. Und ich schätze mich eigentlich als ziemlich abgehärtet in dieser Richtung ein.

Aber irgendwann hört der "Spass am Spiel" einfach auf. Es gibt Barrieren und Grenzen die man nicht überschreiten sollte, wenn man sich nicht 200% sicher ist, dass jeder in der Runde damit umgehen kann.

Gruß

Barak

P.S.: Das ist natürlich alles nicht Böse oder vorwurfsvoll gemeint, sondern höchstens eine einfache Kritik (wenn auch ernstgemeint) an Leuten, die sich darüber einfach zu wenig Gedanken machen.

In dem Sinne :)
 
Barak schrieb:
P.S.: Das ist natürlich alles nicht Böse oder vorwurfsvoll gemeint, sondern höchstens eine einfache Kritik (wenn auch ernstgemeint) an Leuten, die sich darüber einfach zu wenig Gedanken machen.

In dem Sinne :)

nun, dies trifft auf khalam, horror oder mich nicht zu.
in diesem sinne :) :prost:
 
Fein ;)

Freut mich dass man hier so schön wertungsfrei diskutieren kann, ohne dass gleich das Niveau ein paar Etagen absinkt :prost: .

Das hab ich auf diversen Boards schon ganz anders erlebt :rolleyes:

Gruß

Barak
 
ich versuch mit eiserner hand zu vermeiden, dass niveaulosigkeit entsteht *g*. die fahne der blutschwerter soll mit freundlichkeit und kompetenz (und dem blut einiger unfähigen feinde..;) ) getränkt sein. von den mods hier bin ich aber noch einer der "rauhbeinigsten" *g*
 
Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen, sicher reicht Vorstellungskraft alleine um sich vor zu stellen Sadist zu spielen, die Frage ist aber nur, warum sollte ich versuchen mir vor zu stellen ich wäre einer wenn ich das gar nicht wollte, darum meine ein Hang dazu muss vorhanden sein, sonst will man keine BSD spielen, nur um die dunkle Seite zu verstehen *gg* mach ich das bestimmt nicht, ausserdem muss die ganze Gruppe das wollen und die ganze Gruppe geistig reif genug sein. Ich gebs ja zu ich würde bei Vampire auch lieber den sadistischen Toreador antitribu spielen der sich aus der Haut seiner Feinde einen Mantel macht, aber in der Gruppe in der ich grade bin gibt es keine Spieler die das mitmachen würden und auch der Spieleiter, ein Neuling grade von mir angelernt ;), wäre damit völlig überfordert.

Das Beispiel der wenn auch "nur" gespielten Vergewaltigung an einer Mitspielerin zeigt sehr deutlich wie schnell man sich auch bei Leuten die man ein wenig kennt verschätzt, weshalb ich niemals eine BSD zu leiten mir zu mindest jetzt, nicht vorstellen könnte. Was ich mir aber unter keinen Umständen vorstellen könte wäre eine BSD Splatter Runde, das wäre absolute Perversion von Rollenspiel, wen gewalt dan so dargestellt das man mit den Opfern leiden kann, also als Spieler, was aber sehr schwer ist.
 
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