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Das Schwarze Auge 5 — Rohals Erben — Werkstattbericht

Fred Ericson, der mit dem Heldenwerk Im Namen der Schlange sein Debüt als DSA-Autor gab, aber auch schon für diverse Quellenbücher wie das Transmutarium, das Animatorium oder das Kamaluq-Vademecum die virtuelle Schreibfeder schwang und regelmäßig für den Aventurischen Boten schreibt, ist einer der Autoren der Spielhilfe Rohals Erben. Im folgenden Werkstattbericht berichtet er über das Meisterpersonenkapitel „Rang & Namen“.







»Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinzipien!«

—Oscar Wilde



Nichtspielercharaktere sind für mich das Wichtigste an einer fantastischen Welt, denn sie machen sie im wahrsten Wortsinne ansprechend. Durch sie interagieren Helden am unmittelbarsten mit der Spielwelt und werden idealerweise emotional – im Guten wie im Schlechten – an das Schicksal dieser Personen gebunden. Erinnerungswürdige Antagonisten und Verbündete können gute Plots zu hervorragenden Geschichten werden lassen, an die wir noch Jahre später gerne zurückdenken.

So war meine Freude riesig, als ich bei der Textverteilung der Spielhilfe Rohals Erben das Kapitel Rang & Namen ergattern konnte. Ich habe dieses Kapitel zuerst geschrieben, dabei aber immer wieder kleinere Anpassungen im späteren Verlauf vorgenommen, wenn ich durch das Schreiben an meinen anderen Texten Ideen für eine Quervernetzung oder ähnliches hatte.



Der Anfang ist der schwerste Teil

Die größte Hürde war es, eine vernünftige Auswahl zu treffen. Einige Namen waren ob ihrer Bedeutung für die Welt der Gildenmagie gesetzt, beispielsweise Saldor Foslarin, der Convocatus Primus der Weißen Gilde und Großmeister des Ordens der Pfeile des Lichts.







Um die verbliebenen Slots kämpfte eine Schar Zauberkundiger, deren Anzahl mit Sicherheit die kritische Essenz überschritten hätte. Dass die Auserwählten eine bunte Mischung von Gildenlosen und Magiern aller drei Gilden darstellen und dabei auch eine geographische wie akademische Bandbreite bieten sollten, war klar, aber half nun auch nicht wirklich bei der Eingrenzung. Weiter kamen wir, als wir festlegten, dass wir keine reine Reproduktion bereits in der Fünften Edition beschriebener NSC haben wollten. Wenn eine Magierin erneut auftaucht, dann sollte deren Charakterisierung dem geneigten Fan auch Neues liefern. Völlig neu sind auch eine Handvoll NSC wie Ugo von Uspiaunen, ein Visitator der Schwarzen Gilde, der so gar nicht dem archetypischen Schwarzmagier entspricht, oder Okandu Nachtschatten, ein Magierphilosoph und Beherrscher, der jüngst das Erbe der Nachtschattendynastie antrat. Das Alte zu bewahren und weiterzuentwickeln nahm jedoch mehr Raum ein. Beispielhaft sei Yppolita von Gareth, die Schwester Kaiserin Rohajas, erwähnt. Aber auch zwielichtige Gestalten wie Niam von Bosparan, die Vinsalter Verbrecherkönigin, oder der Saurologe Hilbert von Puspereiken haben ihren Weg in dieses Kapitel gefunden.







Ymra …

Nach dem Auswählen folgte die Recherche. Satinavs Tochter Ymra, die die Vergangenheit im Logbuch des Schiffes der Zeit festhält, muss einen Haufen Tinte für die Gildenmagier verbraucht haben! Es ist UN-FASS-BAR auf wie viele Werke sich die Informationen verteilen. Das ist wohl Fluch und Segen der reichhaltigen Geschichte von Das Schwarze Auge. Da das Atmen dieser Geschichte für mich den Reiz Aventuriens ausmacht, kann ich jedoch nicht verleugnen, meine nandusgefällige Freude an dieser Aufgabe gefunden zu haben. Das ein oder andere Problem trat dennoch auf. So leidet der als Spektabilität des gildenübergreifenden Instituts der Arkanen Analysen gesetzte Rhayodan de Porcupino schon seit mehr als 20 Jahren an der Schlafkrankheit. Schwer zu glauben, dass er so auch in den nächsten Jahren seinen Posten ausfüllen kann. Also machte ich aus der Not einen Plothook und schrieb eine Lösung des Problems, mit der die geneigte Spielleiterin etwas am Spieltisch anfangen kann.







… und Fatas

Erforderte das Wandeln auf Ymras Pfaden vor allem Fleiß und ein Gespür dafür, ein für Spielleiterinnen nützliches Destillat aus den vielfältigen Informationen zu den NSC zu gewinnen, so forderte das Beschreiten von Fatas Pfaden – also der zukünftigen Entwicklung, denn Satinavs Tochter Fatas legt die Wünsche und Hoffnungen der Aventurier im Logbuch des Schiffes der Zeit nieder – vor allem Fingerspitzengefühl. Dass hier eine enge Absprache mit Niko notwendig war, dürfte selbsterklärend sein. Das betraf Fragen wie: Auf welche Weise haben die Ereignisse der Donnerwachtkampagne Ariana Melethaniem verändert? Und wohin geht ihre Entwicklung? Aber auch manch offene Geheimnisse haben nun mehr Fleisch auf den Rippen. Ein Beispiel? Wer die Geschichte um Hasrabal von Gorien und seine Enkelin Madra saba Yakuban kennt, der weiß um die Prophezeiung des Sechsten Sohnes des Sechsten Sohnes. Natürlich haben wir uns auch Gedanken um diese elementare Frage gemacht.







Rohals Erben, das sind die Magier und Magierinnen Aventuriens und ich hoffe, ihr bekommt beim Lesen derer mit Rang & Namen Lust, sie in euer Spiel einzubinden, sie zu unterstützen, zu bekämpfen, zu lieben und zu verfluchen. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Euer Fred



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Der Beitrag Das Schwarze Auge 5 — Rohals Erben — Werkstattbericht erschien zuerst auf Ulisses Spiele.

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