Belletristik Weltliteratur

AW: Weltliteratur

ich empfand den steppenwolf und homo faber ziehmlich gut. von thomas mann habe ich nur buddenbrooks gelesen und fand es zwar stilistisch gut geschrieben aber viiieeeel zu langatmig. das sterben wurde furchtbar langweilig. während ich am anfang noch identifikation mit dem einen oder anderem charakter aufbringen konnte, war es ab der hälfte einfach nur quälend. da ich es für die schule gelesen hatte hab ich mich aber durchgequält (und ne 2 für die buchvorstellung bekommen ;) )

das letzte mal tränen in den augen hatte ich bei "im westen nix neues". blos nicht mit den film(en) vergleichen, die zeigen nicht im ansatz die bedingungslose härte und die willkürlichkeit des todes wie das buch.

von eco hab ich das f. pendel gelesen. brillianter stil, aber auch zu langatmig gegen ende. ein autor der sich auch im ansatz mit physik beschäftigt pluspunkt. zur zeit habe ich mit den glossen und parodien angefangen. die ironie ist erfrischend, manchmal aber bisschen zu selbstverliebt in seinen satzbau, wobei ich aber nur die übersetzung lese.

ich mag bücher, in denen die charaktere mit ihren gedanken sehr reflektiert dargestellt werden. hat da noch jemand nen guten tipp? es sollte schon moderner sein. sputnik sweetheart von murakami, nem japanischen autor hat mich auch in seinen bann geschlagen. irgendwie habe ich aber kein lieblingsbuch. alle von mir genannten haben ein für mich nicht so ansprechendes ende, am ehesten noch der steppenwolf.
 
AW: Weltliteratur

also die Buddenbrooks sind ganz große Literatur - man muss sie nur in dem wissen lesen, dass alles sehr ironisch gemeint ist, dann ist es zum totlachen!
Übrigens hat auch Douglas Adams bei Th. Mann geklaut - Marvin hat doch diese Schmerzen in allen Dioden auf der linken Seite...

Tipp für dich, wegen Charakteren etc.: Antall Szerb "Reise im Mondlicht" (ist aber auch etwas älter) und Paul Auster "Mond über Manhattan"
 
AW: Weltliteratur

Die ganze New York Trilogie von Paul Auster ist nicht schlecht, wenn man sich denn Paul Auster nicht schon mit Moonpalace in der Schule verscherzt...
 
AW: Weltliteratur

der Mann heißt Jorge L. Borges und ist tatsächlich sehr gut, obwohl Charakterentwicklung (mit Gedanken etc.) bei ihm nicht besonders ausgiebig betrieben wird...
 
AW: Weltliteratur

König Lear. Ein sehr schönes Stück, dass durchaus auch in der Schule gelesen werden könnte - so ab der Mittelstufe.
 
AW: Weltliteratur

stimmt, auch wenn der Bodycount ziemlich hoch ist. Auch die meisten anderen Stücke von Shakespiere sind äußerst lesenswert, ebenso wie (fast) alles von Oscar Wilde und Jane Austen.
 
AW: Weltliteratur

Ein Kanon der Weltliteratur zusammenstellen ist von anfang an zum scheitern verurteilt. Es wird nie eine Einigung über die Kriterien geben, und die Masse wäre so groß, dass sie ein Mensch nie lesen könnte. Vor allem in den letzten 300 Jahren sind so viele Bücher erschienen in allen ecken der Welt.
Daher hier eine auswahl an Büchern die für mich wichtig waren. Und selbst dass sind so viele, dass auch ich nur eine Auswahl präsentiere.

- Die Illias und die Odysee
- Die göttliche Komödie
- Shogun
- House of God
- Catch22
- Afrikanisches Fieber
- Neuromancer
- Die Hornblower Bücher
- Dantons Tod
- Nathan der Weise
- Ulysses
- Schande
- Der Richter und sein Henker
- 635 Tage im Eis

Das sind jetzt nur einige wenige High-Lites. Jede Person hat ihre Eigenen Favoriten, die andere wiederum für minderwertig und schlecht halten. Am besten man nimmt das mit den "großen" Büchern einer Epoche, aller Zeiten oder sonstwas, nicht so ernst. Gibt auch viele Bücher die bei ihrem Erscheinen als Meilensteine und Ganz große Bücher gefeiert werden, die aber nach einem Jahr niemand mehr kennt. Und es gibt andere Bücher die sind unscheinbarer, und verbreiten sich durch Mund zu Mund Propaganda bis sie fast jeder kennt und dann auf einmal wird angefangen öffentlich darüber zu diskutieren.

Gruß Wingless
 
AW: Weltliteratur

Es ist wirklich höllisch schwer, eine Empfehlung zur Weltliteratur zu geben, also kann ich nur meine persönlichen Favoriten unter den ganz bekannten weiterreichen:

Goethe - Ein Muß
Hemingway - Für wahre Männer und solche, die es werden wollen
Gaddis - Niemand kann es komplizierter und satirischer
Roth - Ein Sprachkünstler
Satre - Herrlich unverständlich gut
Wilde - Der eleganteste. Bleibt einfach im Gedächtnis
Shakespeare - Mehr dahinter als man auf den ersten Blick vermutet
Joyce - Ein Muß
 
AW: Weltliteratur

bin ich weitgehend deiner Meinung!

außer Joyce - hab nichts von ihm gelesen aber selbst ausgemachte Literaturexperten tun sich meist schwer einem das zur Lektüre zu empfehlen - speziell ullyses. Was gefällt dir an ihm und welche Bücher?
 
AW: Weltliteratur

Vorausschicken muß ich, daß ich die Bücher der irischen Schriftsteller fast alle mag, gerade weil sie so herrlich von Guiness durchzogen sind.....

Also ich bin ein absoluter Fan von "Finnegans Wake" und halte daher "Ulyssess" für eher leichteren Stoff.... :D ....und an Wake fasziniert vor allem die Kunst der Sprache und wie Joyce mit ihr umgeht. Ich hab zwar keine Ahnung worum es genau geht, aber es klingt (Im Sinne von schwingen oder vom klingen von Tönen) einfach gut....vor allem, wenn man es laut liest.

...und ansonsten hat er mit "The Dead" ja noch einen weiteren Geniestreich verfaßt, der für jedermann lesbar ist.
 
Zurück
Oben Unten