Gildenhaus [14.05.] Guess who's back...

Maria

"Oh, Mrs. Kiera ist grade raus. Ich habe sie noch gesehen. Ihr Handy hat aber grade geklingelt, also ist sie vielleicht noch nicht weit gekommen. Sputen Sie sich, junger Mann, vielleicht erwischen Sie die Dame noch." riet Maria ihm und zwinkerte. Dann rief sie ihm noch hinterher: "und wenn Sie sie verpasen, kann ich Ihnen auch gerne ihre Adresse geben. Es ist die gleiche wie die der Regentin und die ist hier hinterlegt." Sie lächelte belustigt über den armen Kerl. Er hatte wohl wirklich gedacht, er stecke in Schwierigkeiten. Eine Nachricht für mrs. Kiera? und nicht von der Regentin? Seltsam eigentlich...
na, wird schon seinen Grund haben.

Für´s erste vergaß sie die Geschichte und machte sich auf ihre Arbeit zu tun. Sie störrte die Anwesenden im Kaminzimmer nur kurz und war schnell verschwunden, es sei denn jemand würde das Wort an sie richten.
 
Rudolf sah kurz Katharinas Prügelknaben hinterher und sagte dann zu ihr: "Wenn er das nicht schafft kann ich ihnen gerne die Addresse geben, die sie mir gegeben hat." Netter kleiner Gefallen, so nebenbei kassiert. Aber er nahm an sie würde sich auch ohne ihn zu helfen wissen.

Er wartete dann ab, bis Maria die Blumen ausgetauscht hatte und nickte ihr freundlich zu, falls sie die Anwesenden grüßte.

"Nein. Aber da ein direkter Kampfeinsatz Verschwendung wäre und wir mit der Nodsferatusache ein etwas direkteres Problem haben, wundert mich das auch nicht sonderlich. Ich kann mir produktiveres vorstellen, als da draußen darauf zu warten, plötzlich mit zwei oder drei Kanalratten allein auf weiter Flur zu sein."

Dann wandte er sich wieder an Katharina: "Nun, wir sicherlich. Aber Grimm würde es bestimmt als eine Art ... Test unserer Fähigkeiten betrachten. Wer nicht selbst auf sich aufpassen kann ... Und so weiter." Jeder Lehrling durfte schon die eine oder andere Entschuldigung eines Ahnen gehört haben, warum er in Gefahr gebracht worden war. Es gab natürlich noch weitere und viel wahrhaftiger Gründe, warum man den Nachwuchs in solche Situationen brachte. Die Spreu vom Weizen trennen, unerwünschte Mäuler loswerden, zukünftige Konkurrenten entsorgen. Und dergleichen mehr.
 
"Nett von ihnen, aber wenn er nicht mal das schafft, braucht er gar nicht erst wiederzukommen. Er weiß das und deshalb wird er nicht versagen."
Zumindest hoffte sie das, immerhin war er ja inzwischen ganz brauchbar, wenn an von ein paar Kleinigkeiten absah.

"Das ist Ansichtssache. Immerhin gibt es auch für solche Einsätze Spezialisten und Regent Grimm dürfte wissen, was dabei herauskommt, wenn man einfach so einem Wissenschaftler ein Gewehr in die Hand gibt und den Soldaten in einen Hörsaal mit Mathematikstudenten stellt, denen er höhere Algebra erklären soll. Russisch Roulette mit einer leeren Kammer wäre eine gute Metapher dafür. Schön wenn jemand einigermaßen durchkommt, aber per se davon ausgehen, daß das der Fall ist, wäre doch gewagt."

Rudolf hatte natürlich Recht. Wenn einer von ihnen Grimm einen Grund gegeben hatte etwas zu suchen, mit dem das zu rechtfertigen war, steckte derjenige ziemlich im Dreck. Fakt war aber auch, daß sie hier zumindest im Moment jeden brauchen konnten und jeder Fehlbestand die Waagschalen ungünstig kippen konnte. Oder zumindest hätte sie keine Probleme damit, wenn das Fakt wäre.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Vielen Dank, Maria !"

Mit diesen Worten huschte er direkt los, um Kiera einzuholen, was dann auch wegen des Anrufs nicht sonderlich schwierig war.
Schweigend und wieder zu Atem kommend wartete er darauf, daß dasGespräch endete.
 
Der Atem war für jemanden mit ihren erhöhten Sinnen nicht zu überhören. Kiera drehte sich also um und lächelte den Mann an.
"Warte mal eine Sekunde, Eashid", sagte sie ins Telefon und sah dann den Guhl aufmunternd an.
"Wie kann ich ihnen denn helfen, ist etwas nicht in Ordnung?"

Vermutlich war er keine freundlichen Worte gewöhnt, aber diese Vampirin schien freundlich zu sein und das sogar ehrlich freundlich.
 
"Geht schon." meinte Calvin dazu.

"Ich soll ihnen diese Botschaft mit den besten Wünschen des Regenten übergeben."
Er reichte Kiera den Umschlag mit dem Siegel des Regenten.
 
"Das hoffe, ich doch, es wäre schlimm, wenn ihnen etwas fehlen würde", erwiderte Kiera und nahm dann den Umschlag entgegen.
"Ich danke ihnen und auch dem ..." Sie zögerte eine Sekunde. "Dem Regenten und richten sie ihrer Chefin meine besten Grüsse aus."
 
"Werde ich, danke sehr..." antwortete er. "Haben sie auch eine Kontaktadresse oder sowas ? Wenn ich sie hier nicht noch erwischt hätte, hätte ich ziemlich alt ausgesehen, denke ich..."

Er war ehrlich genug, das unumwunden zuzugeben. Darauf, daß ihm ständig solche Zufälle passierten, konnte er ja eher nicht hoffen. Oder sollte das zumindest nicht.
 
"Ja, warten sie, ich gebe ihnen meine Karte, dann sparen sie sich den Blick ins Telefonbuch", erwiderte Kiera und fischte eine kleine Karte aus ihrer Tasche. "Hier, das ist meine Praxis und meine Handynummer. Und nehmen sie es nicht so schwer und sagen sie sich, nur der Dumme hält Ordnung, das Genie beherrscht auch das Chaos."

Gut, wenn jemand gut genug war, würde ihm die Karte was sagen können, doch die Eindrücke waren vermutlich nur sehr schwach.
 
"Vielen Dank, Frau McKinney !"

Er nahm die Karte entgegen und verbeugte sich artig.
Telefonbuch ?????

"Auch das größte Genie hat mal nen schwachen Tag und dann ist Essig." seufzte er. "Aber gut, dann einen schönen Abend noch !"
 
Rudolf zog eine Braue hoch und schien ein wenig irritiert. Ihm kam die Reaktion von Katharina ein wenig heftig vor. Hatte sie ein impulsiveres Wesen, als er es vermutete und der äußere Anschein nahe legte?

"Natürlich stimme ich ihnen bei ihren plastischen Beispielen zu. Aber möglicherweise gehen sie von der falschen Prämisse aus. Wissen sie mit Sicherheit, warum sie in dieser Stadt sind und das ihre Talente der Grund dafür sind?" Er lächelte dünn. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Lehrling sich einen Ahn zum Feind gemacht hätte, nicht einmal wissentlich, um dann an einen äußerst unfreundliche Ort abgeschoben zu werden. In seinem Fall konnte er sich sogar ein Gesicht vorstellen, welches äußerst zufrieden auf die Nachricht seines Ablebens reagiert hätte. Und möglicherweise war dies der Grund, warum er in diesem Hexenkessel von einer Stadt gelandet war.

"Der Gesandte wird tun, womit man ihn beauftragt hat. Und wer er ein paar Lehrlinge opfern muss, um irgendeinen Etappensieg einzufahren, wie sich die Anerkennung oder die Schuld eines Mitspielers zu erwerben, dann wird er das tun."
 
"Ja, richtig, ihnen auch noch einen schönen Abend", erwiderte Kiera und telefonierte dann weiter, während sie in Richtung ihres Hauses ging.
 
"Man wird ja wohl noch träumen dürfen." antwortete Katharina trocken. Klar war jeder von ihnen im Zweifelsfall Kanonenfutter, aber deshalb mußte ihr das noch lange nicht gefallen !

Der Strom ihrer weiteren Ansichten zu diesem Thema kam aus dem Konzeptstadium nicht hinaus, da der Ghul das Kaminzimmer betrat und ihr die Karte überreichte.
'Mit freundlichen Grüßen von Frau McKinney !'

Katharina nahm die Karte, las sie kurz durch und reichte sie Calvin wieder zurück.

"Tun sie sie zu den anderen, ich übertrage sie dann später." damit war der Diener - vorerst - wieder entlassen und durfte sich entfernen, was er auch prompt tat.

"Ich werde aus dieser McKinney einfach nicht schlau... Warum wollte sie eigentlich wissen, ob sie schon nachgeschlagen haben, was eine Mambo ist ?"
 
Grimms Büro:

Caitlin erwiderte das Lächeln, sie war glatt erstaunt, wie gut gesonnen Grimm ihr schien. Misstrauisch witterte sie sofort eine Finte, denn sein Ziel war es schließlich, Ziege nach Wien zu bringen und wenn sie nicht mitspielen würde, sie abzusägen. Aber genau das war es, er wusste nicht, wie sie darüber dachte und prompt verbannte sie jeden Gedanken daran aus ihrem Geist. „Aber ja, auch wenn es natürlich ein arbeitsreicher Abend wird.“ antwortete sie auf seine erste Frage.

Dann lauschte sie seiner Information dem Buch und dem Bild betreffend. Eines folgerte sie sehr schnell: Er konnte das Buch lesen? Und hatte es auch – zumindest teilweise – getan? Und trotzdem war das Buch bereits in den Händen von Wien?! Wie war das möglich. Sie konnte die Schrift nicht lesen, noch nicht einmal ansatzweise. Aber eines wusste sie von dieser Sprache: Es las sich nicht unbedingt flüssig. Man musste kombinieren, Worte ergaben sich erst auf den zweiten Blick und ganze Passagen änderten mit einem anders gesetzten Wort ihre Bedeutung. Wie konnte Grimm sich das Wissen bei einem flüchtigen Überfliegen angeeignet haben? Gar nicht.

„Die Vermutung liegt nahe, dass sich das Bild bei Lord Johardo in Warschau befindet. Die Primogena Meyye berichtete vor wenigen Wochen, dass sie gegen ein Ungeheuer gekämpft hat, als sie das Bild aus dem Kellerlabyrinth unter der Akkademie bergen wollte. Nicht nur, dass es durch viele Fallen gesichert war, die offenbar eine Verbindung von Kunst und Magie waren, die Beschreibung des Ungeheuers klang für mich eindeutig nach Gargyl. Und ich habe viele Hinweise im hier Gildehaus gefunden, dass der Lord über einen derartigen Helfer verfügte.“ klärte sie Grimm auf. „Generell halte ich die Information, dass das Mojo zu vernichten ist, für sehr bedeutend. Wenn wir nicht mehr auf Ziegelowskie angewiesen sein würden, wäre das ein Segen. Dieser Kerl ist mehr als widerlich und des ewigen Lebens nicht würdig.“ Kein Hinweis darauf, dass sie erkannt hatte, was seine Aussage implizierte. Sollte er sie für oberflächig halten, er würde bald eines besseren belehrt werden.

„Natürlich wäre es sehr hilfreich, wenn Sie mir Ihre Fähigkeiten offenlegen würden. Über die meinen sind Sie bereits informiert, nehme ich an? Meine Akte dürfte Ihnen vorliegen. Aber ich stimme Ihnen zu, dass die unteren Ränge darüber im Unklaren gelassen werden sollten.“ meinte Caitlin nachdenklich nickend. Es hatte nur Nachteile und machte sie beide angreifbar bei denjenigen, die in der Pyramide den Weg nach oben suchten. Schon sein Angebot hatte sie nicht erwartet und sie wartete ab, ob er dem wirklich nachkommen würde.
 
Grimm lächelte Caitlin weiter freundlich zu und bat ihr mit einer Geste sowohl Platz als auch Vitae an. "Interessant, das würde ja bedeuten das Johardo weiss wo das Bild ist und es uns mit Absicht verheimlicht. Ich denke es wird Zeit das sich die Alastoren und der Rat einmal direkt mit Lord Johardo unterhalten, eine Einladung nach Wien ist doch immer etwas schönes, geradezu als ob man Heim käme." Nur ob man je wieder weg kommt ist fraglich. Die Vorstellung einer Vorladung Johardos nach Wien schien Grimm zu gefallen, sein Lächeln bekam etwas wölfisches.
"Außerdem legt Ihre Beschreibung nahe das Buchet auch an der Angelegenheit beteiligt war - wenn man es richtig kombiniert entsteht der Eindruck das der Prinz und Johardo über Ziege mit dem Koldunen konspiriert haben - ein schweres Verbrechen. Was denken Sie, ist Magdalena Buchet auch an dieser Verschwörung beteiligt? Ich habe auch gehört das sie an den Prinzen blutgebunden ist, meinen sie das Lady Noir dieses Blutband gerne wieder los wäre?"
 
Caitlin nahm Platz. Sie zuckte mit der Schulter und antwortete auf Grimms Aussage: "Die Vermutung liegt nahe, zumindest wenn Lord Johardo den Gargyl tatsächlich kontrolliert."

"Und wer sollte es sonst tun. Es ist nicht meine Aufgabe, Johardos Arsch zu retten, das soll er mal schön selbst tun. Wer mich mit den Informationen so im Regen stehen läßt, muss damit rechnen, dass die naheliegenden Schlussfolgerungen ausgesprochen werden!" dachte sie dabei.

Die Regentin legte den Kopf leicht schief, bei der Erinnerung an Wien. Ja, schöne.... Berge. Sie entschied für sich, dass die schottische Landschaft viel schöner war und sie einen großen Bogen um Wien machen wollte. Aber Grimm schien sehr zufrieden mit seiner Erkenntnis zu sein. Das bewies ihr, dass sie mit der vermuteten Animosität zwischen den Beiden richtig lag. Das sollte doch irgendwie zu nutzen sein. Nur auf welche Seite sollte sie sich schlagen? Eigentlich waren beide gleich schlecht für Finstertal. Arg...

"Buchet scheint in der Tat in diese Geschichte verwickelt zu sein. Es wurden einige Beweise entdeckt, u.a. in seinen Tagebüchern, die uns dies bekannt machen. Dies ist in Finstertal bei den Primogenen bekannt. In wieweit dieses Wissen in die unteren Ränge getragen wurde, ist unterschiedlich. Fakt ist, dass es der charismatische Buchet schwer haben wird, sich in Finstertal erneut zu behaupten, Lord Johardo - als Unsympath -wird nur Hass entgegen schlagen. Dennoch ist meine Meinung, dass wir keine geeignetere Führung als Buchet in Finstertal haben; denn Enio Pareto ist leider noch nicht soweit, er muss noch viel auf dem Diplomatischen Parkett lernen, wenngleich die anderen Primogene weitestgehend hinter ihm stehen würden. Nun, insofern er überhaupt zurück kommt.

Was Magdalena Buchet angeht, sie steht hinter dem ehemaligen Prinzen und wird um und für ihn kämpfen, da bin ich sicher. Als Toreador sind ihr ihre Gefühle sehr wichtig und sie ist der tiefsten Überzeugung, dass ihre Liebe echt ist und erwidert wird. Blutband hin oder her. Nein, ich vermute, dass wird kein Köder für sie sein. Allerdings bin ich grade dabei, meinen Kontakt zu ihr auszubauen, denn sollte meine Vermutung, dass Buchet wieder den Prinzentron übernimmt, richtig sein, ist sie die Frau hinter dem Mann und damit ganz nah an seinem Ohr.
Bei der kommenden Verhandlung werde ich Lena Buchet zur Seite stehen, oder sehen Sie eine andere Entwicklung für die Stadtführung von Finstertal vorraus?" fragte Caitlin Grimm. Er sollte in den letzten Tagen einiges an Eindruck von den Bürgern Finstertals bekommen haben und seine Erfahrung war ihrer einiges Vorraus. Seinen Rat würde Caitlin durchaus bei Ihrer Meinungsbildung berücksichtigen. Gespannt wartete sie auf Antwort, danach wollte sie das Gespräch wenn möglich zurück zur Tagesordnung lenken, denn die Zeit drängte.
 
"Sie vergessen den großen Zusammenhang Regentin McKinney. Was denken Sie über die Bedeutung von Finstertal im Bezug auf das Machtgefüge zwischen den hohen Clans innerhalb der Camarilla?"
 
"Finstertal war und ist seit eh und je eine Toreadorhochburg und es gibt bindende Verträge, das ist mir bewußt. Ich nehme an, dass liegt nicht nur an dem Sitz der Kunstakademie in Finstertal, auch dier vielen alten und architektonisch interessanten Bauten faszinieren die Rosen. Warum aber grade Finstertal jetzt deswesen in Toreadorhand bleiben soll, ist mir zwar ein Rätsel, aber ich sehe, dass sie um diese Stadt auf höchster Ebene kämpfen werden. Wenngleich aus meiner Erfahrung Madame Guils Wort und Zusage eher wankelmütig ist und man nicht auf ihre Aussagen bauen sollte, aber ich gebe offen zu, meine Erfahrung ist in diesem Fall gering. Mehr als einen einmaligen Briefkontakt hatte ich mit ihr bisher nicht.
Auf die lokale Ebene heruntergebrochen sehe ich aber große Schwierigkeiten für die Toreador diese Stadt zu halten. Sie können nicht alle Einwohner aus der Stadt jagen, wenn sich kein Toreador als Prinzenfähig entpuppt. Und mit Verlaub gesagt, ich denke, dass sich Stadtneulinge hier die Zähne ausbeißen. Aber das ist meine persönliche Meinung und wird die Camarillaführung nicht im Mindesten interessieren." Caitlin lächelte jetzt. "Wenn Sie mir nähere Hintergründe über die Position Finstertals im Gefüge der Camarilla erläutern würden, wäre ich Ihnen allerdings dankbar. Ich muss sagen, dass die fragwürdige Taktik von Lord Johardo, mich über nahezu alles im Unklaren zu lassen, größte Probleme verursacht hat." Die ich nun ausbügeln darf, wärend er sich nach Warschau verzogen hat. Ungesagt klang es mit.
 
"Bezeichnender Weise ist es vor allem im Sinne der Ventrue das Finstertal in den Händen der Toreador bleiben soll. Deutschland ist schon seit vor der Gründung der Camarilla das Herzstück im machtbereich der Ventrue, so wie Wien für uns und Frankreich für die Toreador. Heute gibt es in Deutschland viele Domänen die für die ventrue unverzichtbar sind, vor allem Frankfurt mit seiner Börse und seinem Finanzzentrum und Berlin als Hauptstadt. In Berlin wurden die Verhältnisse erst vor kurzem wieder stabilisiert und Frankfurt ist durch Prinz Friedrich merkwürdigen Rückzug aus der vampirischen Gesellschaft nicht gerade stabil. Die Ventrue fürchten das der Verlust von Finstertal einige einflussreiche Toreador dazu bringen könnte sich in die Politik dieser beiden Kronjuwelen der Ventrue - Domänen einzumischen, deshalb wollen sie unbedingt die Toreador weiter an Finstertals Prinzenthron binden. Deshalb haben die Ventrue gewiss auch Mme. d´Auvergne entsprechend instruiert und diese versucht nun auf mehreren Hochzeiten zu tanzen, es ist ganz sicher das Ziel der Archonten Olivier Buchet wieder zum Prinzen von Finstertal zu machen, dazu gehört auch seiner stärksten Unterstützerin Helena O´Niell zu der Person zu machen, die die Stimme des neugegründeten Clan Caitiff unter den Ahnen vertritt und auch Ihr Rang als Primogena Honourable mit seiner zusätzlichen Stimme dient diesem Zweck - die Ventrue rechnen uns in ihrem Lager was das angeht."
 
"Also ist Finstertal eine Art Faustpfand, eine Geisel, die den Toreador verschafft wird, damit sie die wertvollen Städte in Ruhe lassen. Warum ist Finstertal den Toreador so viel wert? Ich kann einfach nicht verstehen, dass ein Haufen alter Steine wie die Akademie sie von Berlin fernhalten kann. Ich war einmal in der Hauptstadt. Unglaublich welch vielfältige Baustile aus den unterschiedlichen Epochen dort zu finden sind. Allesamt fantastisch erhalten, trotz Bombenhagels. Irgendwie habe ich im Gefühl, dass hier noch etwas anderes zu finden sein muss, dass dem Clan der Rosen so viel wert ist, dass sie stillhalten. Meinen Sie nicht?" äußerte Caitlin. Vielleicht war sie zu sehr Wissenschaftlerin, um das zu verstehen. Sie empfand ja noch nicht einmal ihre eigene Magie als Kunst, nur eine höchstkomplizierte Abfolge logischen Handelns durch ihr präzies geschliffenes Handwerkszeug - ihren Geist.
 
"Es ist ja nicht so dass irgendjemand den Ventrue einfach mal so eine Domäne wie Berlin wegnehmen würde, besonders nicht mit einem Gustav Breidenstein als Prinz, der Mann hat einmal unseren damaligen Justicar Karl Schreckt gepfählt im Sarg per Luftpost ans Wiener Gildehaus verschickt weil Schreckt ihn geärgert hat. Dem Mann nimmt man das Prinzenamt nicht einfach so weg, immerhin hat er auch die Macht behalten als er durch den Bau der Berliner Mauer und einige unserer Rituale in deren Grundmauern in Ostberlin festsaß und sein eigenes Kind sich zum Prinzen von Westberlin ausrief - nun Breidenstein ist wieder Prinz von ganz Berlin, glauben Sie das man diesem Mann vom Clan der Rose so einfach seinen Thron wegnimmt? Nein, aber die Toreador könnten den Ventrue mehr Ärger machen als Finstertal eigentlich für die Königlichen Wert ist.
Aber die Kontrolle über eine Domäne ist für einen Toreador wohl etwas anderes als für Sie und mich. Der Clan bindet sich stärker als wir an eine Domäne und interagiert dabei wesentlich stärker mit den Sterblichen dieser Domäne, sie drücken der Domäne quasi einen Stempel auf - die Kunstakademie ist ein solches Beispiel - und wer sich emotional an etwas bindet dem fällt es schwer wieder loszulassen. Deshalb ist auch die Zahl der Vampire die freiwillig in die Sonne gehen bei den Toreador fast ebenso hoch wie bei den Malkavianer - sie sind emotionale Wesen, das macht sie in vielen Dingen schwach, aber darin liegt auch eine Stärke die Leuten wie mir fehlt wie ich sehr wohl weiss.
Ich würde Ihnen raten nicht nach dem Sinn hinter der Besessenheit der Rosen bezüglich Finstertal zu fragen, behalten Sie einfach im Hinterkopf das sie da ist."
 
Zurück
Oben Unten