AW: vorzeichen

Ich denke man kann nicht am Vorzeichen festmachen, wer der Alpha-Wolf im Rudel ist. Das muss individuell ausgeknobelt werden. Der Alpha muss in (fast) allen Belangen seine Überlegenheit beweisen. Auch ein Ragabash kann ein Alpha sein.

Richtig ist jedoch (IMHO), dass je nach Einsatzzweck des Rudels, bestimmte Vorzeichen überlegen bzw. besser geeignet sind.
 
AW: vorzeichen

Naja, spiel du mal aus, wie du eine passende Geschichte während einer Moot oder ähnlichen Versammlung erzählst. Im LARP, ist das kein Streß, aber der Spielleiter kann im Pen&Paper nicht so einfach die Rolle von mehreren dutzend anderer anwesender Garou übernehmen und deren Verhaltensbeschreiben ohne die dynamtik der Geschichte kaputt zu machen.
Abgesehen davon hat White Wolf zwar nette Introgeschickten fabriziert und nette Anthologies publiziert aber als die lehrreichen, aufbauenden, mahnenden oder anheizenden Geschichten die ein Galliard erzählt bzw. parat haben sollte, eignene sie sich ehr selten. Und Lieder sind schon mal garnet da.

Aus diesem Grund würde ich von Neuspielern nicht erwarten, dass sie Geschichten erzählen im P&P ausspielen.


Ansonsten hat der Philodox als Counsellor und Mediator (Berater und Vermittler) Empathie genauso häufig und ausgeprägt wie der Galliard. Damit ist er genauso geeignet und befähigt den Zusammenhalt des Rudels zu sichern, wie der Gallaird.


Das die Führerschaft dem Ahroun traditionell zufiele kann ich nicht bestätigt finden. Hast du da eine genaue Begründung für ?
 
AW: vorzeichen

auch haben wir wohl ein anders verständniß vonb moraloffizier... der philodox mag ja meistens recht haben, aber so eint man kein rudel.. während der galliard eben die finger am puls des rudels, nämlich der stimmung hat... er weiß wann sie kurz vorm austicken sind, und wann sie kurz vorm heulen stehen..

Das sehe ich nicht unbedingt so. Hab in unserer Live-Chronik nen Philodox. Und die ist es, die viel auf die Leute eingeht und sich in ihre Lage versetzt, zumindest unter den Welpen tut sie das. Zusammen mit nem Theurge sorgt sie für den Zusammenhalt der Welpen.
Zudem ist der Philodox nicht nur als Richter etc. bezeichnet sondern trägt auch zurecht den beinamen Schlichter, er hat also nicht nur meistens Recht, sondern scheint auch sein Wissen so anbringen zu können, dass Situationen nicht eskalieren. Ich sehe die Funktion der Galliards nicht in der Stimmung des Rudels, sondern eher da, die Moral für bestimmte Anlässe zu manipulieren und nicht generell.
 
AW: vorzeichen

ich spiel derzeitig einen fianna, homid, galliard, und musste gerade das erst vor einiger zeit machen...

also ich würde es schon von meinen spielern verlangen dass sie eine geschichte auch erzählen.. klar kann die sl da nicht andauernd unterbrechen um die stimmung bei allen wider zu geben, aber ab und an geht schon und im anschluss daran, kann man ja noch eine reaktion abgeben.. zumal die zuhörer ja "still" sind, sofern es sich um eine gute geschichte handelt, die spannend erzählt ist... und das hat ja dann auch nichts damit zu tun, was white wolf mal irgendwie veröffentlicht hat, das wäre ja ziemlich arm, wenn man nur daraus inspiration ziehen kann.. was man da von einem neuen spieler erwartet oder nicht ist dahin gestellt, aber wenn er sich einen galliard bastelt, sollte er sich auch mit der rolle vertraut machen.. du spielst ja auch keinen theurg, wenn du vom umbra keine ahnung hast, bzw dich noch nicht mal ein wenig einlesen magst...

die sache mit den ahroun hab ich aus dem 2. GRW glaub.. das geht aus der alten zeit hervor, dass die krieger meißt die alpha waren.. z.B. ist es bei den silverfang noch immer so, aber es ist keine feste regel oder ähnliches..
vom verständniß her kann ich es, zumindest von reellen wolfsrudeln nachvollziehen,
das alpha muss die gruppe repräsentieren, gegen freund und feind. und da muss es vor allem stärke und entschlossenheit ausdrücken.. dass es sich in umbra angelegenheiten vom theurgen beraten lässt, und auch weiß das er recht hat, ist damit nicht in frage gestellt...

klar hat der philodox all diese aufgaben, und ich bin ebenfalls der meinung das philodox gute packleader ausmachen, aber die logik und die rechtschaffenheit die dahinter steckt ist meiner meinung nach nicht immer das was ein rudel braucht um effektiv zu funktionieren... aber es mag auch daran liegen, dass ich bisher noch keinen überzeugenden philodox spieler kennengelernt habe..

um mal wieder einen neuen punkt zu eröffnen... fast noch wichtiger als das vorzeichen finde ich die geburtsform... in einem rudel von 4 homid und einem Lupus ist es sehr schlecht wenn der lupus alpha ist. (zumindest sofern die chronik in einer stadt spielt..)
 
AW: vorzeichen

Solltest du für neue Themen nicht neue THemen eröffnen.

Was die Fähigkeit der Representation des Rudels angeht, so ist der Ahroun klassisch nicht der der mit Etikette glänzt um sich den Ältesten oder busher unbekannten Stämmen gegenüber angemessen zu verhalten. Und wie in anderem Thema angeschnitten, ist es nicht so sehr Stärke im körperlichen Sinne die einen Garou darstellt sondern Stärke des Blutes, also Reinrassigkeit.

Auch sehe ich den Philodox nicht unbedingt als rechtschaffend an. Besonders nicht im Sinne einer D&D Philosophie. Klar, er ist dem Ehrenkodex, wie er im GRW erwähnt wird verpflichtet, sein Ruf ist ja davon abhängig, aber das hat stößt auch sehr schnell an seine Grenzen.
Auch Logik ist einem Philodox nicht unbedingt zu eigen. Man kann Philodox auch sehr gut mit Instinkte und Empathie spielen und auf Intelligenz und Geistesschärfe verzichten.
 
AW: vorzeichen

welches enue thema?

also ich orientiere mich da sehr gerne an der struktur eines wolfsrudels... und da ist ettikette mal eben gar nicht wichtig, eher sogar eine eigenschaft die einem wolf ziemlich fremd ist.. das sich der ahroun dann nicht gleich mit dem septen führer balgen muss ist logisch, aber das heißt nicht das dieser ihn, nur weil er das besteck in der falschen reihenfolge benutzt, nicht als rudelalpha anerkennt...
und reinrassigkeit... klar ist das ein zeichen für gute herkunft, aber der ruf eines garou ist dann doch wichtiger... nehmen wir z.B. einen Metis, ihm gegenüber hat jeder reinrassigkeit 5... aber trotzdem kann ihn respekt gezollt werden, wenn seine taten das begründen.

die rechtschaffenheit war jetzt nicht im d&d sinne... es ist schwer das zu beschreiben.. nehmen wir an es gibt einen streit zwischen dem ahroun und dem ragabash des rudels.. dieser führt auf einige schnippische bemerkungen des ragabash zurück, die widerrum auf aktionen des ahrun zurück zu fühhren ist. die situation eskaliert.
der philodox würde nun wohl auf irgendeine art und weise versuchen recht zu sprechen und den streit zu schlichten. damit wäre das problem zu erst gelöst, aber die spannung bleibt zwischen den beiden erhalten.
der galliard kann das vielleicht nicht so leicht, aber er könnte die stimmung an sich lockern (es gibt genug wege..) damit wäre der streit zwar nicht von dannen, die grundaggression aber gemindert, so dass danach ein freundlicheres klima herrscht.

aber wie gesagt: optimalerweise geschieht beides...
 
AW: vorzeichen

Glaub mir je nach fall, kann auch ein Galliard nichts ausrichten. Ich finde eher der Galliard kann die SAche womöglich überspielen, aber das GRundproblem ist damit nicht gelöst. wenn es zwischen den beiden ein ernstes Problem gibt, was durchaus vorkommen kann und auch tut, dann brauchst du einen der gut vermitteln kann, weil einfach ne tolle Grundstimmung nicht eitlen Sonnenschein herbeizaubert. Zumindest sehe ich das so. wenn sich beide im Recht fühlen, kann das eskalieren und dann hilft da kein so tolles Lied und keine noch so gute Party, weil die beiden sich einfach ignorieren werden oder ähnliches.
 
AW: vorzeichen

Das neue Thema bezog sich auf die Bruten und deren Verteilung in einem Rudel. Du hattest das angeschnitten.

Ich denke du siehtst Etikette viel zu menschlich. Auch bei Wölfen gibt es im Rudel Etikette die man einhalten muss. Wie man den Kopf hebt wenn man den Alphas gegenüber tritt, wie lange man heult. Das die Alphas zuerst fressen usw. Das alles ist Wölfen und vielleicht auch Garou instinktiv bewusst.

Aber der vergleich zu dem Wölfen hinkt an einer Stelle. Ein Wolfsrudel interagiert nicht mit anderen Wolfsrudeln. Sie interagieren vielleicht mal mit einem einsamen Wolf, aber der wird dann auch meist verjagt.

Garou dagegen müssen ja mit anderen Garou interagieren, auch außerhalb ihres Rudels. Da lohnt es dann schon, wenn man die Gepflogenheiten anderer Septen kennt (denn die haben selbst im eigenen Stamm manchmal Traditionen die man net kennt). Diverse Geschichten und die Romane erwähnen da am Rande einige sehr gelungen (IMHO) Aspekte von Garoutraditionen.


Was den klassischen Streit Ahroun/Ragabash angeht, so sehe ich das ganz anders. Der Galliard kann mit seiner Manipulation der Stimmung den Sachverhalt (das die beiden einen Groll haben) nur unterdrücken/aufschieben. Wenns ne Nichtigkeit war, vergessen die beiden das wieder, aber wenn net, dann hat der Galliard nichts bewirkt. Stimmungsmanipulation ist hier nicht ausreichend. Wenn der Galliard mit lehrreichen Geschichten, mit Bezug auf die Auseinandersetzung zwischen Ragabash und Ahroun aufwarten kann, gut, dann kann er nämlich was bewirken. Aber hier steht dann der Spieler vor dem Problem, dass er aus dem Stehgreif eine solche Geschichte erfinden muss, denn er halt ja nicht den Vorrat an Geschichten und Legenden den sein Charakter haben müsste, wenn er jeden Monat auf ner Moot ist und auch zwischendurch ordentlich ausgebildet wurde.

Der Philodox dagegen schlichtet. Wenn er das richtig macht, ist der Groll danach auch beseitigt. Wobei das auch sehr unterschiedlich aussehen kann. Ich meine von einer Prügelei oder einer Verfolgungsjagd bei der der Philodox nur aufpasst, dass niemand ernsthaft verletzt wird über ein klärendes Gespräch bis hin zu kreativem auseinandersetzen mit dem Problem, kann der Philodox alles machen um den Groll zu beseitigen. Wenn er die entsprechende Mentalität hat, haut er auch einfach Ahroun und Ragabash fest auf den Kopf, damit sie Ruhe geben.


Mal abgesehen davon, dass der Ragabash wenn er richtig funktioniert ja den Ahroun nur auf seine Fehler/Schwächen hingewiesen hat und demnach unbequem ist, aber recht hat.
 
AW: vorzeichen

das verhalten von wölfen untereinander würde ich aber eher mit instinkt und tierkunde abhandeln als mit ettikette... immerhin kriegt man im lupus - 3 auf manipulation.. und für die erfahrungen mit anderen septen / Rudeln gibt es zum glück keinen skill, das ist eben erfahrung... natürlich sehe ich ettikette menschlich, es ist ja auch eine menschliche eigenart.. und das ist für einen lupus nicht gerade leich zu verstehen..

und ja, der spieler muss entweder eine geschichte kennen, oder sich eine ausdenken.. aber nehmen wir einen homid galliard, der hat ja nicht nur garou legenden im repertoire, sondern auch mehr als genug fabeln aus der sterblichen welt (nehmen wir die sagen der antiken griechen als beispiel..) aus denen er eine lehre zitieren / aufzeigen kann..
allerdings muss es ja nicht immer der weg sein.. vielleicht langt es ja auch, wenn der galliard z.b. weiß das beide eine ziemliche abneigung gegen modern talking haben, eine cd von ihnen einlegen, und somit den frust, der beiden umlenken.. darüber hinaus haben beide eine gemeinsamkeit wieder entdeckt, und vielleicht sogar etwas gemeinsam getan (den galliard, sowie die cd aus dem zimmer verjagt) und sind sich wieder ein stück näher gekommen (jetzt nicht intim...). natürlich kann das auch jedes andere vorzeichen, aber meiner meinung nach wäre diese problemlösung galliard typisch, da er die emotionen erkannt, benutzt und somit neue erschaffen hat..

hach ja, aber ehrlich gesagt bin ichs langsam leid über das thema zu fachsimpeln... *g* belassen wirs doch einfach bei der goldenen regel...
 
AW: vorzeichen

Die Red Talon Novel beschreibt sehr schön wie sich Kommunikation in Lupusform gibt. Es gibt wenn man auf Körpersprache und Gerüche zurückgreift eben keine Halbwahrheiten und Höflichkeiten. Das macht Etikette um so wichtiger. Jeder muss wissen, was er tut und muss es ehrlich meinen, denn täuschende Gesten oder halbherzige sind eben schwierig.
Grade für Garou ist es unter Wölfen sicher net einfach, denn ihre Instinkte sagen ihnen, dass sie die Alphas des Rudels (Alphamännchen oder Aphaweibchen) sein können, sie könnten es in Hispo sicher mit dem ganzen Rudel aufnehmen. Um aber bei dem Rudel bleiben zu können oder mit dem Rudel zu interagieren, müssen sie wissen wie Wolfsrudel funktionieren. Tierkunde wäre eine Möglichkeit

Was den Umgang mit anderen Septen und Rudeln angeht, gibt es sehr wohl einen Sklll, er heißt Etikette.

Was die Geschichten angeht. Wie viele Geschichten, LEgenden, Mythen kennst du, die du als Galliard wirklich anbringen kannst und die zu erzählen IT wirklich SInn macht....?
 
AW: vorzeichen

Zudem würde ich nicht behaupten, dass jeder Charakter wirklich Fabeln oder sinnvolle Geschichten kennt. Das muss er ja nicht gelernt haben.
Klar Galliards werden darauf vorbereitet oder es liegt ihnen Blut, aber warum muss ein Galliard denn nur lehrreiches lesen oder erzählen? Es ist schwer zu sagen, was ein Galliard kann und was nicht...einfach wegen der Ausbildung und auch von seinem Hintergrund her. Ein Beißer Galliard der als Straßenkind großgeworden ist, wird wohl kaum die Fabeln kennen.
 
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