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Video Spiel Welt Lizenz für ein P&P erwerben

Dieses Thema im Forum "Selbstentwickelte Rollenspiele" wurde erstellt von QuickAndDirty, 8. September 2017.

  1. Hallo.
    Mal angenommen Ich oder ein Verlag oder &c. wollten ein Settingadaption oder ein komplettes Rollenspiel für die Spielwelt eines Computerspiels entwickeln und anbieten.
    Was kostet es so ungefähr oder beispielsweise?
    Gibt macht es einen Unterschied ob das "Produkt" frei oder kommerziell ist?
    Mit wem redet man in solchen Fällen. Und wie? Ich meine würde man ohne Verlag im Rücken überhaupt ernst genommen?
    Bekäme man Rechte, Grafiken in das Produkt mit reinzunehmen?

    Wie groß wäre so ein Unterfangen mal am Beispiel von Command&Conquer Tiberium Universum (und ohne C&C4 nur bis C&C3) ?

    Gäbe es evtl. sogar die Möglichkeit sich auf gegenseitigen Nutzen zu einigen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2017
  2. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    Es gibt Lizenzmessen, wo solche IPs gehandelt werden, aber natürlich kann man das auch einzeln schließen. Wobei es vermutlich schwer wird an die richtigen Leute heranzukommen.

    Manche - die die pen&paper kennen und lieben - sind dem ganzen wohl eher aufgeschlossen gegenüber und lassen bessere Deals zu.
     
  3. @Skar, kennst du Beispiele wo du erzählen kannst wie es da gelaufen ist?
    Sind Lizenzmessen etwas das online passiert?
     
  4. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Wirbel um Existenz

    OT: Brauchst Du den Titel um zu verkaufen? Ich denke das man Dich insbesondere nach Referenzen fragen wird, in die das Produkt eingebettet werden soll, also ob ein System existiert und warum es gut zueinander passt. Lizenznehmer sind normalerweise Verlage mit Manpower, die auch was stemmen und einen Veröffentlichungstermin abgeben können. Als Privatperson wirst Du wahrscheinlich nur milde belächelt ;)
     
  5. @harekrishnaharerama ja das habe ich mir schon gedacht. Aber es geht ja auch nur ums Prinzip. Was muss man tun um ne Lizenz zu bekommen. Und bei P&P fällt Manpower als Kriterium ja schon mal flach. Referenzen und Unterstützung durch einen Verlag der real Rollenspiele publiziert hat sind sicher ein notwendiges Kriterium.
    Aber wie geht es vor sich, wenn man so eine Lizenz erwirbt? Weist du das? Kennst jemand der das mal gemacht hat?

    @all
    Was weiß ich "The Witcher" z.B. was müsste man tun Konkret. Um die Lizenz für ein P&P zu bekommen?
    Oder "Starcraft2"...(Protoss ftw, das Koprulu Sektor Setting)
    Macht es einen Unterschied ob man einen US Verlag oder einen Deutschen Verlag im Rücken hat?

    Die Sache ist doch so, "Populäre" Lizenzen wie Star Wars und Star Trek verkaufen Rollenspiele. Und es ist für mich komisch das Verlage so selten darauf zurück greifen.

    Beispielsweise Haben meine "Gruppe" 2 Starwars Rollenspiele gekauft und Würfels sets und so weiter...
    Wir haben aber nur 5 mal gespielt. Aber das tut dem Verkauf ja nicht weh.

    Nun will unser Haupt SL unbedingt das Neue Star Trek von Modiphius kaufen und wir werden es wohl auch mindestens einmal spielen.
    Ich habe ihn dazu befragt. Er weiß nichts über 2D20 oder andere Produkte von Modiphius.
    Spielstil, Verlag, Qualität, &c. alles egal. Nur die Lizenz zählt.

    Wie genau kommen die Leute an Lizenzen?
     
  6. harekrishnaharerama

    harekrishnaharerama Wirbel um Existenz

    Es ist halt wichtig, inwiefern Du geschäftliches Interesse hast, weil Dich niemand daran hindern wird, eine Umsetzung von Witcher privat zu bauen. Ob Du Dir dafür eine Lizenz holen willst? Wahrscheinlich wird man Dir dann eine umsonst geben, es sei denn, Du hast ernsthafte Absichten, das zu veröffentlichen, dann könnte man über eine Lizenz nachdenken, die im privaten Bereich umsonst ist und im professionellen Bereich etwas kostet - wenn man dann mit den Verlagen darüber spricht. Du selber musst wahrscheinlich dann nichts zahlen, weil die Verlage das ja auch von der Steuer absetzen können.

    Oder reden wir von einer Lizenz als Geldanlage? Also die Rechte an etwas zu erwerben, um diese dann an dritte zu veräußern. Sowas ist nicht billig und ein ziemliches Risiko. Die großen Herausgeber, Medienverlage usw. haben alle Übung darin, solche Dinger zu umgehen und können auch warten, bis sie ihren Preis bekommen. Also wenn Du sowieso "kalte" Produktlinien erwerben willst, hast Du da wenig Chancen, Geld draus zu machen, wenn Du das nicht selber in die Hand nimmst.

    Außerdem kommst Du bei Witcher leider zu spät - soweit ich weiß - und das ist auch nicht verwunderlich
    https://www.the-witcher.de/comments--id-2001.html
    https://rtalsoriangames.wordpress.com/2016/03/03/witcher-dev-notes-1/
     
  7. Ich will weder das eine noch das andere.
    Ich will verstehen was z.b. Modiphius machen mussten. Und zwar ganz genau.
    Ich will verstehen warum das nicht mehr P&P Verlage tun!
    Ja es geht um den Kommerz! Ich fän es toll wenn P&P viel viel kommerzieller würde!
    Es gibt vielleicht sogar ein Harry Potter RPG. Die lizenz wäre aber z.B. auch was.
    Das underworld RPG usw.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2017
  8. mikyra

    mikyra Halbgott

    Ganz konkret zu Deiner Frage habe ich folgenden Link gefunden http://www.pcgames.de/The-Witcher-3...ig-kaufen-rollenspiel-cd-projekt-red-1229473/

    Allerdings dürfte es sich hierbei um einen Spezialfall handeln.
    Zum einen gab es hier zuerst eine Buchserie, deren Rechte bei ihrem Autor lagen, die erst später von einem Videospiel Unternehmen gekauft wurden.
    Zum anderen hat der Autor hier die Rechte vollständig abgetreten.

    Gerade bei erfolgreichen Titeln dürfte es in der Regel üblich sein, Lizenzen nur an einen bestimmten Einsatzzweck und an einen bestimmten Umfang gebunden zeitweilig zu verleihen.

    Laut http://diepresse.com/home/kultur/film/4889556/Star-Wars_Die-Macht-des-Merchandise
    verlängerte z.B. Disney die Star Wars Lizenzverträge mit der Firma Hasbro bis 2020 für 225 Millionen US-Dollar.

    Ein weiteres Beispiel für die zweckgebundene Aufteilung von Lizenzen am Beispiel von "Das schwarze Auge" findet sich unter folgendem Link http://de.wiki-aventurica.de/wiki/Lizenz.

    Noch einmal anders dürfte es im Falle von Videospielen aussehen, die nicht auf einem existierenden Werk beruhen, sondern eine neue Neuschöpfung darstellen.
    Auch hier liegt das Urheberrecht formal einzig bei den beteiligten Autoren, Künstlern und Programmierern.
    Mit diesen abgeschlossene Verträge sichern dem Hersteller aber entsprechende Nutzungsrechte, die beispielsweise die Übertragung von Lizenzen beinhalten.

    Ein wesentlicher Grund nicht auf bestehende Werke zurückzugreifen und entsprechende Lizenzen zu erwerben dürften vor allem in der von Dir gewünschten stärkeren Kommerzialisierung begründet liegen.

    Zum einen dürfte es für Verlage sehr viel günstiger sein Autoren mit der Erstellung von eigenem Material zu beschäftigen, als bestehendes Material teuer einzukaufen.
    Geliehene Lizenzen müssen nicht regelmäßig verlängert werden. Neue Lizenzen, wie etwa die zur Veröffentlichung eines weiteren Werkes müssen nicht hinzu gekauft werden.

    Zudem steht mit einem eigenen Werk für Verlage jederzeit die Möglichkeit offen, zukünftig nicht als Lizenznehmer mit laufenden Kosten am Bein zu agieren, sondern ganz im Gegenteil selbst als Rechteinhaber mit der Option selbst Lizenzen verkaufen und verleihen zu können in Aktion zu treten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2017
  9. Skar

    Skar Dr. Spiele Mitarbeiter Administrator

    Ich war noch nie auf einer, aber die finden schon offline statt.

    Hier findeste du noch was zum Thema Lizenzen im Bereich Manga. Lizenzmessen sind da auch genannt: https://www.kaze-online.de/faq/lizenzen/

    Ich weiß nicht ob cdprojekt die kompletten Rechte gekauft hat, aber wenn, dann stehen die einem pen&paper ja eher offen gegenüber?
    Das war ja schon mal im Gespräch, oder ist das sogar schon erschienen?

    Ansonsten kann ich dir gerne den Kontakt zu cdprojekt geben.
     
  10. Meinst so ne Star Trek lizenz für P&P rangiert in diesen luftigen Höhen? Ich hoffe das Modiphius die wesentlich billiger bekommen haben. Da wird doch sicher eine dynamische Komponente mit enthalten sein, oder?

    Ja, ich glaube auch dass die Verlage dass so sehen. Außerdem glaube ich, dass es ein Irrtum ist. Der Verlag geht ja davon aus, dass die Lizenz die kosten nicht wieder herein holt. Ich habe leider keine Erfahrung aus erster Hand, aber in Foren lehnen sich ja alle weit aus dem Fenster, von daher, für mich hört sich die Verlags "Rechnung" überspitzt so an: "Die im Markt erfolgreiche Marke und die professionell produzierte Welt oder Geschichte tragen garnicht soviel zum erfolg eines Rollenspiels bei. Viel günstiger kommen wir mit einer eigenen, zur Hälfte als Hobby entwickelten Spielwelt weg. Sowas wollen die Leute kaufen."

    Wenn das stimmt, dann begeht der Verlag einen logischen Fehler. Ich kann nicht unterstellen, dass meine Spielwelt als Lizenz Produkt einen Marktwert hat, also für andere Hersteller eine Sinnvolle Investition ist, und gleichzeitig ausschließen das selbst eine erfolgreiche Marke in Lizenz zu kaufen eine schlechte Investition gewesen wäre.
    OffTopic:
    Wieso wollen so viele Rollenspiel Verlage vertikal integrieren?



    Hm, ...ich muss erst gucken ob das gut ist...dann entscheide ich ob unsere Haupt-SL(=Witcher fanboy) davon etwas erfährt.

    Entschuldigung, ich meinte das nur als Beispiel. Ich wollte nicht wirklich diese Lizenz kaufen.
    Ist es aber am Ende so, dass man Kontakte recherchieren muss und jeder Lizenz Erwerb sich daher von anderen unterscheidet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2017
    mikyra gefällt das.
  11. mikyra

    mikyra Halbgott

    Richtig! Ganz so streng war der Einwand auch gar nicht gemeint. ;) Um den Punkt, auf den ich hinaus wollte, zu verdeutlichen, versuche ich mich noch einmal an einer alternativen Formulierung.

    Nicht! sagen wollte ich dass:
    • Eine Eigenproduktion in jedem Fall in dem Sinne einen Marktwert hat, dass sie sich als Investition für andere Hersteller lohnt. (A)
    • Die Investition in Lizenzen eines bestehenden Franchise, das einen gewissen Marktwert besitzt, immer eine schlechte sein muss. (B)
    Insbesondere hinsichtlich Punkt B) gibt es zahlreiche Beispiele, wie Star Treck, Star Wars, Diablo ,World of Warcraft, etc. in denen P&P Verlage ganz offensichtlich eine andere Einschätzungen getroffen haben und entsprechende Lizenzen eingekauft haben.

    Viel mehr ging es mir um die folgenden Überlegungen:
    • Das nötige Kapital ist bei einer Eigenproduktion sicher geringer, als bei einem Werk, das zusätzlich zu den Produktionskosten auch den Kauf entsprechender Lizenzen voraussetzt. (A)
    • Zusätzliche Kosten fallen bei einer Produktion in Lizenz sicher an. Bei einer Eigenproduktion sicher nicht. (B)
    • Damit sich eine Investition lohnt, muss der mit einem in Lizenz produzierten Werk erzielte Umsatz entsprechend höher ausfallen, als bei einer Eigenproduktion. (C)
    • Eine Eigenproduktion kann vielleicht so erfolgreich sein, dass sie zusätzliche Einnahmen durch die eigene Vergabe von Lizenzen generiert. (D)
    • Ein in Lizenz produziertes Werk kann solche zusätzlichen Einnahmen sicher nie generieren. (E)
    Insbesondere zu Punkt D) finden sich Beispiele, wie D&D, Magic, Warhammer, Shadowrun, Das schwarze Auge, etc., in denen in Eigenregie produzierte P&P Spiele zusätzlich in Form von Büchern, Videospielen und Filmen umgesetzt wurden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2017
    QuickAndDirty gefällt das.
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