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Rezension van Richten´s Guide to Ravenloft

Torgo

Gott
Van Richten´s Guide to Ravenloft ist in diesem Monat erschienen und ich habe mir einen Eindruck verschaffen können.

Für die Leute die Ravenloft nicht kennen. Ravenloft ist das klassische D&D Horrorsetting und handelt davon, dass in einer Region die sich die Domains of Dread nennt, die mysteriösen Dark Powers ganze Länder erschaffen bzw. hinter magischen Nebeln verbergen um besonders bösartige Figuren, die Darklords und jeden der das Pech hat sich zufällig im selben Land aufzuhalten einzukerkern.

Diese Miniwelten hängen loose miteinander verbunden in den Nebeln. Siebzehn von Ihnen werden in den notwendigen Details beschrieben, so dass der geneigte Spielleiter hier ohne großen Aufwand sein Horrorszenario stricken kann. Dazu kommen 22 Minibeschreibungen, die hier eher als Anregung für eine eigene Dömäne angesehen werden sollten. Alle sind sehr gut und stimmig beschrieben, wenn auch teilweise nur extrem wenig vom ursprünglichen Szenario übrigblieb und ein Dark Lord mit dem Holzhammer angepasst wurde.

Gut ein Drittel des Buches beschäftigt sich außerdem mit der Erschaffung von Horrorcharakteren, der Frage wie man ein gutes Horrorszenario leitet, der Beschreibung verschiedener Horrorgenres und der Frage wie man das alles in seine eigene Schreckensdomäne einbauen und seinen eigenen Darklord erschaffen kann.

Dazu kommt noch eine Sammlung von sog. Dunklen Gaben, spielerische Vorteile, die jedoch einen Preis haben und die obligatorische, jedoch sehr zum Thema passende Monstersammlung.

Das ist alles sehr gut geschrieben und auch so formuliert, dass DMs die Horror noch nicht geleitet haben, mit dem Thema umgehen können.

Für Ravenloft-Fans, die die Domains of Dread noch als Kontinent mit Inseln kennen, dürften die Settingbeschreibungen jedoch ein Schock sein. Die einzelnen Länder sind nun durch die Nebel voneinander isoliert, haben keine gemeinsamen Grenzen und sind wie erwähnt, im Vergleich zur Vergangenheit teilweise extrem umgeschrieben worden.

Dafür fühlt sich die Welt jedoch auch weniger künstlich als die alten Domains of Dread an und die einzelnen Länder wirken in sich stimmiger.

Allerdings liegt der Fokus von Ravenloft auch weniger in einer Beschreibung von Orten als einer Beschreibung von Szenarien und wie man verschiedene Horrorgenres in diese einbauen kann.

Die Settings im Buch sind hierzu ein möglicher Startpunkt, aber am Ende auch nicht mehr. Man kann, muss sie aber nicht verwenden und kann genauso gut alte Szenarien in das bestehende Setting einbauen.

Letztendlich kann in den Nebel schließlich alles lauern.

Das bedeutet nicht das alles toll ist, vor allem hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr Mut gewünscht, ein neues Szenario auch als neues Szenario zu präsentieren anstatt es mit alten Namen zu versehen.

Auch halte ich einige Ziele und Flüche der Darklords für etwas sehr vage formuliert, aber insgesamt ist van Richten´s Guide to Ravenloft eine schöne Ergänzung für Gruppen, die gerne ein Horrorszenario mit D&D spielen wollen.
 
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