Rezension Konsequenzen (Bücher der Magie #4)

Nepharite

Erstgeborener
Carla Jablonski - Konsequenzen - Bücher der Magie 4


[User-Rezi] von Nepharite


Die Romanreihe "Die Bücher der Magie" basiert auf einer von Neil Gaiman & John Bolton kreierten Comicvorlage des US-amerikanischen DC-Verlags.

Timothy ist entschlossen, seiner Freundin in spe, Molly, endlich anzuvertrauen, dass er ein "großer" Magier ist, der allerdings immer noch nicht so richtig weiß, wie seine Magie funktioniert. Auf dem Weg zu ihr macht er auf einem alten Fabrikgelände eine erstaunliche Entdeckung: Narle! Kleine, gutmütige Holzwesen, die ihm in seiner Kindheit imaginäre Freunde waren und die scheinbar durch seine Magie zum Leben erweckt wurden.

Währenddessen macht sich Daniel, ein Junge aus dem "Freien Land", auf den Weg nach London, um Rache zu üben, weil er glaubt, Timothy habe ihm seine große Liebe, Marya, ausgespannt (siehe: Band 3: Der Kinderkreuzzug). In den Tunneln unter der Stadt trifft er auf den sinisteren Reverend Slaggingham, der mittels einer fantastischen Maschine, den oberirdischen Menschen die Glückseligkeit absaugen will und dessen Hass auf Timothy ungleich größer ist, denn eines von Timothys Wesen, ein gewisser D.Fekt, sabotiert ständig seine geliebten Automaten. Also gehen Daniel und der Reverend eine unheilige Allianz ein, um Timothy zu vernichten.

Um es vorweg zu nehmen: Konsequenzen ist mit Abstand der beste der bisher erschienenen "Timothy Hunter"-Romane. Auch wenn Jablonskis eigener Beitrag nach wie vor eher gering zu bewerten ist, so entsteht beim Lesen erstmalig das Gefühl, es handelt sich nicht nur um ein Buch zu einem Comic, sondern um etwas Eigenständiges.
Authentizität der Hauptprotagonisten, ihre nachvollziehbaren Emotionen und Handlungsweisen in einer düsteren, realen Welt gepaart mit der Skurrilität und Absurdität des Phantastischen in Form der putzigen Narle, dem tragisch-bösen, unmenschlichen Reverend Slaggingham oder einem Einhorn, welches munter durch Londons Straßen stolziert, kennzeichnen die Geschichte.
Es gelingt der Autorin Jablonski -stärker noch als Rowling in ihren Harry Potter-Büchern- "ihre" phantastische Geschichte im Hier und Jetzt zu verankern, indem sie beiläufig Begriffe wie "Recycling", "Skateboard" oder "Cyborg" einstreut oder die streitbare Molly Jungen dahin treten lässt, wo es "gemeinhin am wehsten tut". Durch das Eindringen der Magie in unsere Wirklichkeit entsteht eine Spannung, die das Lesen dieses Buches nicht nur für Jugendliche zu einer fesselnden, kurzweiligen Angelegenheit macht.

Fazit: Glaubwürdige sowie äußerst skurrile Charaktere, ein Feuerwerk an Ideen, Humor und ein Hauch von "Charles Dickens" machen Konsequenzen zu einem empfehlenswerten Roman.Den Artikel im Blog lesen
 
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