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Roll20 Erfahrungen mit dem RPG Online-Spiel

Niedertracht

Lebensretter
Ja, absolut. Aber ich kann auch nur von meinen Erfahrungen sprechen, wie der Threadtitel dezent suggeriert.
Ich meinte damit eher, dass wenn dir das Spielen am Tisch mehr Spaß macht, dass du das ja (mit) in der Hand hast.

Ich will das Spielen online auch gar nicht über den Klee loben. Demnächst fahre ich durch die ganze Republik, um mit Freunden am Tisch zu sitzen, obwohl ich mit exakt der gleichen Gruppe auch online spiele. Mir ist es die Zeit, die die Fahrt verschlingt, aber einfach wert (, weil es natürlich auch nicht ausschließlich ums Spielen geht).

Allerdings wohne ich im Norden unseren Landes und zwei meiner Freunde im Süden (München und in der Nähe von Stuttgart). Da ist das einfach nicht möglich, wie früher jeden Freitag im Gartenhäuschen zu spielen. Das hat sich auf zwei bis drei Wochenenden im Jahr reduziert. Und da bin ich einfach froh, dass wir es seit Corona hinbekommen, ein Mal im Monat online zu spielen. Mit das einzig Gute - neben dem Ausfall des Schützenfestes vor meiner Haustür.

Zurzeit spiele ich unter anderem D&D5 Fertigabenteuer, was meinst du, wie da ein Spielabend aussieht?
Wahrscheinlich ein Kampfencounter mit Battlemap und Tokens schieben? So sahen unsere Runden am Anfang auch aus - allerdings habe ich es auch als "Diablo meets DnD" angekündigt. Dann hat ein Kumpel den SL übernommen und wir haben uns da (langsam) herangetastet. Es gibt auch genügend Encounter, die man ohne Battlemap spielen kann (zumindest, wenn man Encounter nicht auf den Kampf reduziert).
 

Colamann

Gott
#StandWithUkraine
Man kann das Onlinespiel auch gut ergänzend nutzen. Meine Gruppe tut sich schwer mit der Terminfindung. Zudem bin ich mittlerweile ans andere Ende von NRW gezogen. Für nach Corona haben wir uns darauf geeinigt, einmal im Monat Samstags vor Ort lange zu spielen, damit sich die Anreise für mich lohnt. Dazwischen packen wir dann noch ergänzende Onlinesessions. Dadurch kann ich, trotz 2,5h Distanz, auch einfach mal Wochentags drei, vier Stunden spielen.
 

BoyScout

Dhampir
Ich würde euch in jedem Punkt zustimmen. Als Ergänzung ist Onlinespiel absolut wunderbar und die Vorteile kann man voll auskosten.
Und Onlinespiel hat ja auch ein paar (wenige) Vorteile, wie die meisten schon sagten. Die können dann halt notwendig, belanglos oder absolut crippling sein.

Als Beispiel:
kann man sich nicht treffen wegen An- und Abreise, kann Onlinespiel die einzige Möglichkeit sein, also notwendig. Aber es kann ja trotzdem eine Notlösung sein. An/Abreise ist ja keine Qualität guten Rollenspiels.

Für mich z.B. ist die angebliche Ortsunbestimmtheit vollkommen belanglos. Mein Spiel-PC ist nämlich nicht dort, wo ich am Spieltag meistens bin. Da heißt für mich zufällierweise sogar, ich habe kilometer- und zeitmäßig DIESELBE ANREISE zu meinem PC, den ich zum Spielort hätte. An dem kann ich mich dann alleine vorhocken und habe danach - wenn du so richtig im Arsch bist nach dem Onlinespielen - auch DIESELBE ABREISE an demselben Abend wieder, inklusive Klamotten packen. Was bitte soll mir das Onlinespiel da als Vorteil bringen?



Ich betreibe Tisch-RPG ja hobbymäßig. Würde für eine Tischrunde mit Freunden sicher auch 1-2 mal im Jahr durch Deutschland fahren, doch das würde ich nicht als "RPG Hobby betreiben" bezeichnen. Hobbymäßig heißt für mich mindestens alle 3 Wochen spielen, mit Auge zu je nach Aufwand alle 4. Das ist ja kein Himalaya besteigen oder 'ne Amerikareise. Da muss man kaum was vorbereiten. Wenn sich Mitspieler nur 4 mal im Jahr aufraffen können zum RPG spielen - sorry - aber dann sind das für mich keine Hobbyrollenspieler (spielen kann man ja trotzdem).

Zumal muss ja auch die Bereitschaft da sein. Man kann sich ja Leute zum Offline-/Online spielen suchen. Ich bin da auch eingeschränkter. Meine Spielrunden spielen je nach Mitspieler zwischen 10-20 Jahre zusammen und möchte gar nicht mit anderen spielen, Und wenn da ein Großteil noch die Coronakarte zieht, um beim Onlinespielen zu bleiben, dann findet halt Offline nicht statt. Manche SL-Kollegen haben auch schon ihre gesamte RPG Kampagne, inklusive RPG Sheet, interaktiven Karten, Makros selbst schreiben und VTT-Abo in die Cloud gehievt, die können/wollen gar nicht mehr so leicht zurück an den Tisch.


Intensiv online zu spielen ist für mich ein Stück weit ein anderes Hobby, aber da fehlt mir noch die langfristige Beurteilung um da ein Urteil zu fällen. Es frisst auf jeden Fall mehr Energie als es entspannt und das ist für mich nicht Sinn der Sache.
 

Marduk

Blutgott
Ich finde online sogar entspannter, da die elende Fahrerei wegfällt.

Es ist übrigens eine total falsche Annahme, dass man online nur Figuren schiebt. Ich benutze oft nur Theater of Mind Combat und benutze den virtuellen Spieltisch nur, um mal ein Bild zu zeigen und auf den Tisch zu legen und um zu würfeln (wobei ich persönlich es den Spielern freistelle, ob sie online oder einfach mit echten Würfeln würfeln wollen)
 

Marduk

Blutgott
Ich finde das übrigens eine verdammt priviligierte Anmaßung, wenn so auf das Online-Spiel heruntergeschaut wird. Nicht jeder hat die Möglichkeit vor Ort zu spielen. Wenn ich von meiner Position hier urteile, ist Tischrollenspiel dem Online-Spiel zum Beispiel um Welten überlegen, weil Tischrollenspiel ist (hier) doch eh nur Railroading mit Highlord-SL!
Nur weil man es in der eigenen Online-Runde erlebt hat, dass es Püppchenschieben mit Railroad ist, ist das noch lange nicht universell gültig. Meine Runden, die ich online leite sind oft genauso ergebnissoffen, wie ich sie auch am Tisch geleitet hatte.
 

KingAlbrecht

Halbgott
Beides hat seine Vor- und Nachteile und man muss selbst abwägen was einem besser taugt.
Ich war anfangs von Online Rollenspiel total überfordert. Gerade die ganzen Funktionen von Roll20 und die Zeit, die es bei mir gefressen hat, weil ich jede Funktion nutzen wollte, so Alla wenn man sie schon hat warum dann nicht verwenden.
Naja wenn man viel Zeit hat und die aus dem Fenster rauswerfen will, dann geht das recht schnell aber es gibt einfach Dinge, die habe ich schnell sein gelassen (dynamic Lighning) und die passenden Battlemaps zu suchen. Tokens erstelle ich gerne und verwende sie gerne bei den Spielen, wo sie gebraucht werden und habe anfangs auch nur gedacht, dass online Spiel gut für D&D, Pathfinder und andere Battlemap Spiele ist aber da war ich wirklich sehr kurzsichtig. Nach einem guten One Shot mit einem narrativen Spiel, habe ich dann R20 halt eher für die Handoutfunktionen genutzt und für die Würfel.
Ich habe paar Dinge online gemacht, die wären offline wahrscheinlich nie so gegangen. Eine gewaltige Schlacht mit mehreren Flottillen und deren Tokens. Karten, die auf mehreren Layern liegen, wodurch man als SL mehr sehen kann, als die Spieler, zudem mag ich die Funktion Spielern auf verschiedene Karten zu setzen.

Klar hat es auch Nachteile.
Aber ich finde hier werden Dinge schon sehr weit hergeholt und finde sie nicht nachvollziehbar.
Ich persönlich finde Kamara eigentlich ein muss aber das ist wohl wirklich Geschmackssache.
 

Hoffi

🔥Hüter des Feuers🔥
Teammitglied
Administrator
#StandWithUkraine
Blutschwert
alpha
Ich denke es spielt hier auch noch viel mehr rein.

Ein Grund warum ich P&P spiele, ist das physische Treffen. Im Job spreche ich jeden Tag ein paar Stunden in die Kamera, da ist Online Spielen keine Abwechslung oder Entspannung von der Arbeit. Daher ist die motivation Online zu spielen auch eher gering. Ich habs gemacht solange es nötig war, um die Freunde zumindest auf dem Monitor zu sehen, aber es ist für eine physische Gruppe nur eine Notlösung.

Das tägliche Umfeld hat auch einen enormen Einfluß wie man das wahrnimmt.

Roll20 wäre wohl nicht so erfolgreich, wenn keiner das will. ;)
 

BoyScout

Dhampir
Ich finde das übrigens eine verdammt priviligierte Anmaßung, wenn so auf das Online-Spiel heruntergeschaut wird. Nicht jeder hat die Möglichkeit vor Ort zu spielen.
Niemand maßt sich was an. Im Gegenteil betont jeder, dass es Vor- und Nachteile gibt. Und eben jene bekommen mehr Gewichtung, wenn der Betrieb in die eine oder andere Richtung schwingt. Ich hätte sogar gerne einige der Online-Vorteile in meinen Tischrunden, das wäre technologisch sogar problemlos möglich, aber es fehlt eben das professionelle Umfeld für diese Produkte.
Darunter sind aber Eigenschaften, die ein Onlinespiel physikalisch niemals wird leisten können, z. B. sich zu treffen. Wenn jemandem das so wichtig ist, dann ist Onlinespiel auf Dauer eben keine Alternative, egal in welcher Situation du dich gerade befindest.

Es wäre mal interessant zu erfahren, wie die Gewichtung zurzeit so aussieht, gibt es mittlerweile mehr Onlinerunden als Tischrunden? Ich vermute ja. Machts für Tischrollenspieler nicht leichter.
 
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