Rund um Bücher "Die Bibel - In gerechter Sprache"

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Also ist die gerecht übersetzte Bibel kein Glaubenbuch mehr, sondern nur noch eine nette Geschichte?

ich glaube vielmehr das man den Begriff des Propheten rausgenommen und geändert hat um sich von anderen Religionen abzugrenzen
 
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WArum denn abgrenzen?
Ich weiß doch das ich richtig glaube und die anderen in die Hölle kommen.
Da können sie noch soviele Begriffe von mir benutzen. ;)
 
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Also ist die gerecht übersetzte Bibel kein Glaubenbuch mehr, sondern nur noch eine nette Geschichte?

Was zeichnet denn -bitte- ein Glauben(s)buch aus?
Sicher doch die Botschaft(en), der Entwurf eines Glaubenssystems? Stellt sich also die Frage, ob und wo die gerechte Bibel sich in ihrer Botschaft, dem Grundkonzept von dem alten Quark unterscheidet und ob diese Unterschiede sozusagen am Fundament der Bibel rütteln. Wenn es tatsächlich von entscheidender Bedeutung ist, ob man "Propheten" oder "Menschen mit prophetischen Fähigkeiten" sagt, dann ist diese Fundament des Glaubens IMO nicht sonderlich stark.

Zudem halte ich den Anspruch, den historischen Kontext der Quellen, aber auch der dargestellten Szenarien, bei der Übersetzung zu berücksichtigen, für durchaus erfreulich (nicht, dass ich die Bibel dewesegen lesen würde. Gibt wirklich interessantere Geschichtensammlungen). Die Argumente jedenfalls, die in dem verlinkten Interview von Janssen für die dort in Frage gestellten Begriffe angeführt werden, halte ich für schlüssiger als sämtliche Anti-Feministinnen-Polemik.

btW: der Unterschied von "dass" und "das" besteht nicht nur in einem "s" :D
 
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Was zeichnet denn -bitte- ein Glauben(s)buch aus?
Sicher doch die Botschaft(en), der Entwurf eines Glaubenssystems?
Richtig und bei einer so freien interpretierenden Übersetzung wie der Bibel mit gerechter Sprache ist es doch kritsch, dass nicht der Sinngehalt verfälscht wurde...
Daher ist es ratsam, wenn man eine Stelle wirklich verstehen möchte sie in mehreren Übersetzungen, oder falls möglich im Orginal zu lesen, um einen eindrück zu bekommen, was da wirklich steht...
 
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Propheten sind auserwählte Sprecher Gottes, die den Auftrag erhielten ihr von Gott empfangenes Wissen weiterzugeben( das geschieht z.B durch Visionen) und dem auch nachgingen. Das Ganze ist dann ein feststehender Begriff.

...aha.
Nur was hat das z.B. mit Katholizismus oder Judentum zu tun?

Grüße,
Hasran

P.S.: Das war eine rhetorische Frage.
 
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Daher ist es ratsam, wenn man eine Stelle wirklich verstehen möchte sie in mehreren Übersetzungen, oder falls möglich im Orginal zu lesen, um einen eindrück zu bekommen, was da wirklich steht...

Mal ganz abgesehen davon, sich ein Bild von der Zeit zu machen, in der die Bibel geschrieben wurde. In sofern finde ich eine Bibel in gerechter Sprache garnicht dumm.
 
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Mir ist bewusst, dass das eine ernste Diskussion ist, aber ich will die Aufmerksamkeit mal hierauf lenken: http://www.thebricktestament.com/
So blödsinnig es auch sein mag, sowas liest liest/sieht man sich viel lieber an, weil es eine interessante Adaption in ein kreativ-innovatives Modell ist.
 
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Mir ist bewusst, dass das eine ernste Diskussion ist, aber ich will die Aufmerksamkeit mal hierauf lenken: http://www.thebricktestament.com/
So blödsinnig es auch sein mag, sowas liest liest/sieht man sich viel lieber an, weil es eine interessante Adaption in ein kreativ-innovatives Modell ist.

Mag sein, dass man sich olle Kamellen lieber andrehen lässt, wenn sie schön bunt verpackt sind, allerdings sehe ich nicht so ganz, was daran innteressant sein soll, lediglich die Verpackung zu ändern, den Inhalt aber letztlich nicht in Frage zu stellen.

Kazuja schrieb:
Was ist an "gute Nachricht" und "Hoffnung für alle" so schlecht?

Ich, als Bibel-Ignorant, hab -ehrlich gesagt- keine Ahnung auf welche Bibelfassung (falls überhaupt) du dich gerade beziehst und bin daher nicht in der Lage, diese Frage -außerhalb dieses Kontextes- richtig zu interpretieren.
 
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Ich, als Bibel-Ignorant, hab -ehrlich gesagt- keine Ahnung auf welche Bibelfassung (falls überhaupt) du dich gerade beziehst und bin daher nicht in der Lage, diese Frage -außerhalb dieses Kontextes- richtig zu interpretieren.
Es sind zwei Bibelübersetzung, die versuchen den Sinngehalt des Urtextes zu transportieren ohne ihn - wie meines Erachtens bei der Bibel in gerechter Sprache geschehen - zu ignorieren...
Das ist eigentlich auch schon alles, war gar nichts zum Interpretieren, aber um richtig vergleichen zu können, müsstest du sie natürlich kennen...
 
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Aber was spielt es überhaupt für eine Rolle? Theologie ist nicht umsonst eine "Wissenschaft", in der weder Fakten noch Logik eine Rolle spielen.

So, guten Rutsch, wir lesen uns nächstes Jahr wieder...
 
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Theologie ist nicht umsonst eine "Wissenschaft", in der weder Fakten noch Logik eine Rolle spielen.
Das ist haarsträubend dumm, dass es sich eigentlich nur um Provokation handeln kann...
 
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Nepharite, halts Maul und versuch wenigstens zu denken, auch wenn es schmerzt.
Wenn es eine Wissenschaft gibt die nur vorliegenden Fakten und Logik betrieben werden kann, dann ist das Theologie.
Man hat die Bibel und darauf wendet man Logik an.
Stabiler als die Naturwissenschaften ist es alle Mal.
 
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Stabiler als die Naturwissenschaften ist es alle Mal.

Das wiederum finde ich eine außerst gewagte und ziemlich haltlose Behauptung, Burncrow.
Aber weg von so einer Grundsatzdiskussion darüber:
Ich finde diese "gerechte" Sprache sehr gewöhnungsbedürftig und von den ganzen Gutmenschen und Gerechtigkeitsfanatikern völlig übertrieben. Sollen doch lieber mal nen Obdachlosen zu Weihnachten einladen, als Zeit, Geld und Energie auf so einen Schund zu verschwenden, das schafft mehr von dem, was ich unter "Gerechtigkeit" verstehe.
 
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Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen gerecht ist hier im Sinne von angemessen und nicht von Gerechtigkeit gemeint.
 
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Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen gerecht ist hier im Sinne von angemessen und nicht von Gerechtigkeit gemeint.

Dann hätten die Autoren auch "angemessen" oder ein ähnlich klares Wort wählen können. Natürlich werden sich die Autoren beider Bedeutungen des Wortes "gerecht" bewusst sein und auch genau diese beiden meinen (IMO).

Die neue Bibel berücksichtig den historischen Kontext und die Quellenlage in angemessener Weise und wird dadurch gleichzeitig "fairer", insbesondere natürlich gegenüber den Frauen, sicher aber auch-und das ist nur eine Spekulation meinerseits- gegenüber einigen historischen Persönlichkeiten.
 
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so, um mich auchmal zu wort zu melden:
ich find diese Übersetzung (zumindestens das was ich jetzt davon gelesen habe) auch nicht gerade sehr gelungen.
1. das mit den namen die für Gott alle verwendet werden finde ich sowieso schon mal irgendwie schwachsinnig. Wenn man schon extra nicht sagen will, dass Gott männlich ist, wieso sagt man dann z.B. "Die Ewige" oder "die Lebendige" und somit, dass Gott weiblich ist?! wieso nennt man Gott dann nicht einfach immer nur Gott ohne einen artikel zu benutzen der ihn/sie/es dann wieder männlich oder weiblich machen würden?! ich finde das würde das ganze um einiges vereinfachen und Feministinnen müssten sich nicht beschweren, dass Gott immer nur männlich dargestellt wird.
2. und dieses "Die Schlange hatte weniger an, aber mehr drauf als alle anderen Tiere des Feldes."ist jawohl irgendwie...kA...ich find das passt nicht wirklich von der sprache her, da läuft es mir gleich kalt den rücken herunter...ich würd schon fast behaupten dass das richtig....bäh! ist. und ich denk mal sowas kommt bestimmt auch öfters in dieser "gerechten Bibel" vor. und das find ich...komisch

gruß,
n.V
 
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Dann hätten die Autoren auch "angemessen" oder ein ähnlich klares Wort wählen können. Natürlich werden sich die Autoren beider Bedeutungen des Wortes "gerecht" bewusst sein und auch genau diese beiden meinen (IMO).

Sicher hätten sie können, aber der Theologe ist sich häufig der Missverständlichkeit solcher Äußerungen gar nicht bewußt und versteht die Probleme der Laien mit manchem Vokabular gar nicht.
Gerade die Exegeten, die an dieser Übersetzung maßgeblich beteiligt waren, beziehen die inzwischen in der Gesellschaft verbreitete Bibelunkenntnis nicht in ihre Überlegungen ein - eigene Erfahrung im Studium.
Das Problem bei solchen Themen ist es nämlich, das es dem Autor schwer fällt sich in den Adressaten hineinzuversetzen. Viele theologisch - wissenschaftlichen Aspekte, ja Burncrow hat Recht, es ist eine Wissenschaft, sind uns aus unserer Schulzeit nie vermittelt worden - ich verweise auf die Trennung in Religions- und Ethikstunden, außerdem war es zumindest bei mir so, daß Religion häufig von fachfremden Lehrkräften vermittelt wurde entsprechend war dann auch das Niveau des Lehrstoffs.
Entsprechend ist laut meiner Beobachtung das notwendige Fundament zur Auseinandersetzung mit diesen Themen bei vielen Leuten nicht vorhanden.
Da hilft es auch nicht die Bibel komplett gelesen zu haben und in der Schule und bei der Predigt fleissig aufgepasst zu haben.
Um diese Aspekte wirklich beurteilen zu können gehören sehr gute historische und altsprachliche Kenntnisse, sowie das Verständnis für das wissenschaftliche Handwerkszeug eines Theologen, die bei mir wie bei den meisten hier im Forum nicht in diesem Umfang vorhanden sein werden, das gilt übrigens auch für die Autoren der diversen Artikel die hier zur Bibelübersetzung angeführt wurden, bei denen sich ein sehr säkularer Umgang mit dem Thema und vor allem der Quelle zeigt, die aber sich in keinster Weise auf einer wissenschaftlichen Ebene mt der Publikation auseinandersetzen können oder wollen.
Außerdem kann ich nicht umhin den Eindruck zu gewinnen, daß eine absolut oberflächlicher Umgang im Bereich der Religions- und Gotteskritik gesellschaftlich modern ist.
Jeder der auf diese Art mit Philosophen wie Sartre, Camus, Kant oder Plato umgehen würde, den würde man wohl sehr schnell als "Schwätzer" bezeichnenen, nur bei der Bibel glauben aus einem mir unerfindlichen Grund alle Experten zu sein.
 
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