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Rezension Thousand Years of Night

Dieses Thema im Forum "WoD 2: Vampire: Requiem" wurde erstellt von Sethnacht, 22. Juni 2017.

Moderatoren: RockyRaccoon
  1. Sethnacht

    Sethnacht Halbgott

    Mit Thousand Years of Night ist gestern der zweite Erweiterungsband für Vampire: The Requiem 2nd Edition erschienen, dieses Mal mit Schwerpunkt auf Ahnen und Altvorderen – und das vor allem im Hinblick auf solche als reguläre Spielercharaktere. Gegliedert ist das Ganze in fünf Kapitel zzgl. einem Appendix für neue Conditions auf insgesamt 139 Seiten. Zur Zeit ist das ganze noch ein sogenanntes Advance-PDF, d.h. Nicht alle Tippfehler sind ausgemerzt und es sind noch kleinere Änderungen möglich.

    Was das Buch im Hinblick auf die Regeln bietet hier im ganz kurzen Abriss:

    1) Charaktererstellungsregeln für Ahnencharaktere inklusive Schnellschablonen, besonders nützlich für flotte NPC-Erstellung.

    2) Neue Charaktereigenschaften exklusiv für Ahnen (Anachronismen als ritualisierte Spleens aus der Lebzeit des Ahnen dienen als eine zusätzliche Willpower-Quelle. Außerdem intensivieren sich die Clansflüche ab einer Menschlichkeit von weniger als 4 und machen Vampire allgemein noch fremdartiger)

    3) Neue (bzw. in-universe alte) Clane:
    Die Akhud (überarbeitete Neuauflage aus dem Buch VII, inklusive der Praestantia-Disziplin), die leeren Mekhet (alternative Clansschwäche), die Julii aus Requiem for Rome mit neuer Clansschwäche und Dominate, Resilience und Vigor als Disziplinen sowie die Pijavica. Letztere haben die Clansdisziplinen der Gangrel, sind aber der merkwürdigste Clan bisher – ein Parasit aus schleimiger Vitae, der tote Körper befällt. So ein Salut an Tzimisce, wie es scheint. Auf jeden Fall der erste Clan, der andere Clane per Verquickung infizieren kann.

    4) Mit dem Pakt des Zerberus tritt ein neuer exklusiver Bund von Ahnen auf, der sich dem Studium und der Bekämpfung der Strix verschrieben hat.

    5) Tipps für Rückblenden als Chronikelemente, mit 25 Beispielszenarien.

    6) Regeln für Fertigkeiten auf Stufe 6 oder höher.

    7) Ein Haufen mächtiger Verquickungen für Ahnen, mal subtil, mal flashy. Unter anderem die Fähigkeit über Kilometer Besitz von allen Tieren einer bestimmten Art zu ergreifen, durch ihre Sinne wahrzunehmen und sie über die Distanz vollständig zu kontrollieren, die Fähigkeit andere Wesen durch Berührung in Brand zu stecken und Telekinese, um Objekte und Person zu greifen, schleudern oder zu zerschmettern. Insgesamt sehr mächtig, das dargelegte Repertoire.

    8) Jeweils drei Rituale für Cruac und Thebanische Hexenkunst, die nur für Ahnen verständlich sind. Jüngere Vampire müssen mehr Blut und Willpower dafür aufwenden als normal.

    9) Ein neues Mysterium des Drachen, das absurde Macht über die eigene Domäne gewährt - sogar über Feuer, das darin ausbricht. Und diese Macht über Feuer gilt selbst gegen magisch erzeugtes, erlaubt also effektiv das Countern von Feuerzaubern und -gaben der Magier und Werwölfe. Und diese Macht kann sogar auf alle Vampire in der Domäne ausgeweitet werden. Uff.

    10) Neue Invictus-Eide und ein Carthianisches Gesetz, welches das "Gleichheitsprinzip" der Carthianer sofort zugunsten der Ahnen aushebelt. Öhm... Okay? Das finde ich etwas fragwürdig, aber gut.

    11) Die Ghule eines Ahnen erhalten einen Powerboost (u.a. 4 Disziplinspunkte bei Ghulung statt 2)

    12) Eine Menge neuer (und neu interpretierter) Antagonisten, u.a. Inamorata (Quasi die Mina Harker aus Dracula), Draugr und Söhne des Phobos.

    13) Regeln für Crossover (außer mit Werwölfen, aus unerfindlichen Gründen...), vor allem ohne dass die Regeln der anderen Splats benötigt würden. Ist aber nicht so umfangreich, dass man ohne Kenntnis des Originalspiels was damit anfangen könnte, d.h. man könnte einfach auch gleich wieder mit dessen Regeln arbeiten.

    14) Und natürlich neue Conditions. Man liebt sie oder hasst sie... :D

    Ich muss sagen, dass ich von kleinen Schnitzern hier und da abgesehen sehr zufrieden mit dem Band und auf ein baldiges Ahnenspiel gehyped bin. Auch wenn man nicht gerade eine Ahnenchronik plant ist das Buch eine hervorragende Ressource für Ahnen als NPCs, als Antagonistenkompendium und allgemein als Einblick in Requiems neues Setting.
     
    Supergerm gefällt das.
  2. Also Vampir Ahnen X-Overn mit Magus Anfängern?
    Und Vampir Anfänger X-Overn mit Werwolf Anfängern?
    So vom Powerlevel her?
     
  3. Kalanni

    Kalanni Drachentochter

    Ich bin zwar 99% OWoD, habe es aber gelesen und fand es nicht übel, aber nein, ich würde sagen, junge Mage oder junge Werwölfe, da würde ich auch junge Vampire dazu tun.

    Das Gefälle musste ich bei Maskerade machen, aber hier ist es aus gewogener, junge Mage oder Werwölfe, wären nur Kanonenfutter und das will man bei einer gemischten Gruppe nicht
     
  4. Sethnacht

    Sethnacht Halbgott

    Chronicles of Darkness 2nd edition sollte man allgemein nicht mehr für Crossover nutzen. Völlig egal, welche Splats man mischen will - OPP hat da keinerlei Maß mehr für Balance.
     
  5. wegen der Demons?
    Die haben doch nen ganzen X-over band rausgebracht , oder war das 1st edition?
     
  6. Sethnacht

    Sethnacht Halbgott

    Nein, nicht speziell wegen der Dämonen - die sind nur Teil des Problems. Die Splats allgemein sind im Crossover einfach zu unausgeglichen, was Stärken und Schwächen angeht - zumindest sofern man alle mit ihren jeweils eigenen Regelsystemen nutzt. Was zum nächsten Problem führt, dass diese nämlich in der 2nd Edition leider auch in einigen Ecken sehr stark voneinander abweichen. Wenn man NPCs aus einem anderen Splat in einer Vampire-Chronik haben will (oder einer Werwolf/Mage/Whatever), sollte man diese besser im Rahmen der Regeln des bespielten Splats "nachbauen", d.h. Magiern in einer Vampire-Chronik eben Auspex + Theban Sorcery zu geben statt die Magie der Erwachten. Andernfalls kämpfst du dich stundenlang durch die verschiedenen Subsysteme und hast im Endeffekt nur das Ergebnis, dass manche Splats eben gnadenlos overpowered sind (Magier/Mumien/Dämonen) und andere praktisch chancenlos dastehen, weil die OP-Splats sie praktisch überall ausstechen.
    Bzgl. des Powerlevels kommt es sonst halt immer darauf an, wie man die einander zum Teil widersprechenden bzw. uneindeutigen Regeln auslegt. Problematisch wird es vor allem eben bei gemischten Gruppen von Spielercharakteren, da Magier/Dämonen und Mumien eben allen anderen die Schau stehlen.

    Ich vermute, du meinst mit dem X-Overband "Beast: The Primordial"? Um mich über das Buch jetzt nicht in Rage zu schreiben, fasse ich es mal so zusammen: Das ist der Inbegriff dessen, was bei Onyx Path in Sachen Crossoververständnis nicht stimmt. ;)
     
Moderatoren: RockyRaccoon
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