Settingübergreifend Steigerungskosten für Attribute

Toa

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Nachdem ich nun endlich mal einige Bounty Points auszugeben habe (an dieser Stelle nochmals Dank an 5thMusketeer ;)), fällt mir mal wieder auf wie teuer es doch war den Würfeltyp eines Attributs zu steigern. Ich habe mir schon früher, als ich noch eine aktive Runde geleitet habe, darüber Gedanken gemacht die Kosten von x3 auf x2 zu senken. Sicher, der Würfeltyp ist einer der entscheidenden Punkte und sollte nicht zu billig sein, aber im Vergleich zu den anderen Erfahrungspunktekosten erschienen sie mir doch unverhältnismäßig hoch.

Wie sehen hier die Meinungen dazu aus?
 
AW: Steigerungskosten für Attribute

Man müsste das mal genau ausrechnen. Eigentlich müssten es ja verhältnismäßig immer teurer werden. Denn nicht nur die Steigerung kostet mehr, sie bringt auch weniger.

Also W4 auf W6 erhöht die Chance mehr als W10 auf W12, oder?
 
AW: Steigerungskosten für Attribute

Solche Fragen kann ich jetzt nicht beantworten, aber ich finde schon, dass es so teuer bleiben sollte, die Attribute zu steigern. Eine Steigerung auf W12 würde sonst 24 BP kosten. Das kann man in drei Abenteuern zusammenhaben. So schnell sollten Attribute nicht steigen.
 
AW: Steigerungskosten für Attribute

Dann habe ich aber drei Abenteuer auch nichts anderes gemacht als auf dieses Attribut zugearbeitet... und ich weiß nicht, aber effektiv 8XP pro Sesseion würde ich nicht unbedingt den Durchschnitt nennen.
 
AW: Steigerungskosten für Attribute

Also ich bin auch Ghuls Ansicht. Dass das Steigern von Attributen so teuer ist, halte ich für gerechtfertigt, und eigentlich auch nicht unfair bzw. zu teuer.
Wenn man das nämlich mal gemacht hat, dann stellt das imho schon eine nicht zu unterschätzende Verbesserung des Charakters dar.
Und ich denke, wenn der Char die erforderliche Summe dann nach 3-4 Sitzungen zusammen hat, dann hat er auch intime eine gewisse Zeit daran gearbeitet, so dass es auch intime Sinn machen würde, dass er sich in dieser oder jener Eigenschaft verbessert hat. Übung macht den Meister;)

Und man sollte sich halt gut überlegen, wofür man seine KGP's ausgibt. Wenn man eben so lange spart, um nur diese oder jene Eigenschaft zu steigern, dann ...man muss eben Prioritäten setzen.

Und 8 EPs pro Sitzung sind wahrlich kein Durchschnitt, könn(t)en aber bei mir theoretisch durch das Umwandeln von Chips in KGP während einer Sitzung erreicht werden.

Ergo: Ich werde vorerst bei dern normalen/offiziellen Steigerungsregel für Attribute bleiben.
 
AW: Steigerungskosten für Attribute

Toa schrieb:
Wie sehen hier die Meinungen dazu aus?
Die Kosten von 2*(neuen Multiplikator vor der Würfelgröße), also z.B. von 2d8 auf 3d8 für 6 Bounty-Points, sind durchaus gerechtfertigt niedriger als die Kosten von 3*(neue Würfelgröße), also von 2d8 auf 2d10 für 30 Bounty-Points.

Warum?

Weil z.B. bei Nimbleness/Gewandtheit 2d8 ein ganzer Haufen von Skills von xd8 auf xd10 hochschnellt, die Bewegungsweite von 8 auf 10 steigt und man auch noch eventuelle Proben auf die Charakteristik mit 2d10 leichter bestehen wird als mit 2d8. - Das ist ein ganzes Paket an Vorteilen.

Bei Spirit und Vigor gehen neben der Charakteristik (auf die bei Vigor auch recht oft gewürfelt wird) und Skills (gerade Guts/Mumm ist ja bei Deadlands überlebenswichtig) auch noch die Wind/Puste-Punkte hoch. - Auch hier ein ganzes Paket an Vorteilen.

Die Erhöhung der "Zählers" einer Charakteristik hat nur Auswirkungen, wenn diese Charakteristik direkt Gegenstand einer Probe ist. Das ist am häufigsten bei Quickness (jede Runde im Kampf zur Bestimmung der Menge an Action-Cards), bei Cognition (Wahrnehmung braucht man immer), und Strength (beim Nahkampfschaden) und Vigor (Konstitutionsproben hagelt es, wenn man mal verletzt wurde, bzw. beim natürlichen Heilen). - Hier ist oft eine Steigerung der Konzentration der Charakteristik ausreichend, um einen merklichen Effekt zu zeitigen. (siehe Beispiel von 2d8 auf 3d8 für nur 6 Bounty-Points)

Die Erhöhung des "Nenners" einer Charakteristik (der Würfelgröße) ist hingegen durch die breite Auswirkung auf ALLE darunter angeordneten Skills bei den mentalen Charakteristiken und den Geschicklichkeit/Gewandheit-Charakteristiken von hohem Effekt. Daher ist das auch so "teuer": im Beispiel von 2d8 auf 2d10 für 30 Bounty-Points - da hätte man von 2d8 auf 3d8 (6 Punkte), weiter auf 4d8 (8 Punkte), weiter auf 5d8 (10 Punkte) erhöhen können (und hätte noch 6 Punkte übrig). Mit 5d8 Reflexe/Quickness kann man schon ordentlich viel Action-Cards die Runde erwarten. - Daher ist DIES eben die BILLIGE Alternative zum teuren Erhöhen der Würfelgröße.

Somit besteht keine Notwendigkeit die Würfelgrößen-Erhöhung jetzt billiger anzubieten. Wer ein oder zwei Charakteristika mit xd4 hat, der kann die 18 Punkte für die Erhöhung auf xd6 schnell aufbringen. Da ein d4 aber leichter mal "explodiert" hatte sich in meinen Runden hier auch das Erhöhen der Konzentration durchaus bewährt.

Und dann gibt es ja noch die 2nd Ed. Regelung, daß alle Erhöhungen der Konzentration (also von Fertigkeiten wie von Charakteristiken) über 5dX hinaus eben STETS die DOPPELTE Punktezahl kosten (also von 5d8 auf 6d8 nicht 12, sondern 24d8!). Das ist auch ein regeltechnisches Mittel um zu verhindern, daß nach einer Handvoll Szenarien die Charaktere alle mit 8d12 in allen Charakteristiken und Skills herumspringen. In Deadlands sind Werte in Fertigkeiten von 5dX schon SEHR gut, von 6dX VERDAMMT gut, und von 7+dX schon LEGENDÄR. Das sollte man als Marshal beim Hausregeln der Lernregeln nie vergessen - sonst müßte man (sinnloserweise) die NSC-Gegner auch alle künstlich "aufrüsten", um eine gewisse gewünschte Überlebensfähigkeit der Gegner wiederherzustellen.

Wem an schnelleren, einfacheren Attributssteigerungen gelegen ist, der kann ja auf das Ende April erscheinende Savage Worlds basierte "Deadlands: Reloaded" warten. Da ist dann alles Steigern WESENTLICH einfacher und überschaubarer.
 
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