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Midgard 1880 Spielmaterial von der Midgard 1880-Webseite

Dieses Thema im Forum "Midgard" wurde erstellt von RSS-Midgard, 25. Juni 2017.

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  1. RSS-Midgard

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    Ein Abenteuer von Steffen Schütte, Mark Brandenburg, Dezember 1887.

    In einem Gymasium spielt ein Professor mit eiszeitlicher Magie herum, die ihm Macht über die Söhne bedeutender Familien verleihen soll. Die Trennlinie zwischen Homo sapiens und Tier wird dabei verwischt, und archaische Wildheit überkommt die Gymnasiasten. Als 15-jährige Schüler können die Abenteurer dem Magier entgegentreten und die Verrohung der Menschheit verhindern. Das Abenteuer enthält Regeln zum Erschaffen jugendlicher Spielfiguren.

    [​IMG]PDF, 29 Seiten, 155 KB



    Dieses Abenteuer ist noch nach den alten Regeln von 1994 geschrieben und bislang nicht konvertiert worden. Die notwendigen Änderungen für das Spielen mit den neuen Regelnsind allerdings gering.

    Reaktionswert und Handgemengewert werden gestrichen. Ist der Reaktionswert höher als die Gewandtheit, kann nach Ermessen der Spielleiterin der alte Reaktionswert zum neuen Wert für Gewandtheit werden. Zu den Kampfesfertigkeiten tritt die angeborene Fertigkeit Raufen, deren Erfolgswert aus (St+Gw)/20 (zzgl. +1 bzw. +2 bei Gs 81-95 bzw. 96-100) bestimmt wird; Grundschaden ist 1W6-4. Durch den Tausch könnte sich der Wert für Ausweichen (oder Abwehr, falls der frühere RW Gw ersetzt) ändern!

    Eidetik+12 sollte zu Eidetik+4 korrigiert werden (das war schon in den alten Regeln ein Fehler). Aus Schießen zu Pferd wird Schießen in Bewegung; der Regeltext bleibt jeweils gleich. Aus Balancieren wird Körperbeherrschung; die Fertigkeit ermöglicht jetzt auch schnellere Fortbewegung in schwierigem Gelände sowie das Durchqueren eines gegnerischen Kontrollbereiches. Bei einigen Fertigkeiten (Beredsamkeit, Kampf zu Pferd, Schießen in Bewegung) haben sich die Mindesteigenschaftswerte geändert. Sofern dies überhaupt ein Problem ist, sollte man es bei der Konvertierung ignorieren.

    Wenn für eine Nichtspielerfigur eine der neuen Fertigkeiten nötig wird oder von Interesse ist, sollte diese einfach ergänzt werden. Wichtigen Nichtspielerfiguren können zudem Schicksalsgunst-Punkte zugestanden werden (je 1 Punkt SG pro 5 Punkten Ruhm oder Ruch).

    Der Wert für psychische Belastbarkeit sollte „rückwirkend“ mit W% ausgewürfelt werden, sofern er für das Abenteuer eine Rolle spielt. Die Resistenz hat einen Startwert von +12 mit einem persönlichen Bonus aufgrund der pB gemäß der Tabelle. Der Startwert für Geistige Ausdauer liegt bei 3W6-3 + Bonus gemäß der Tabelle. Das Zulassen höherer Werte im Rahmen der Konvertierung liegt im Ermessen der Spielleiterin.

    Die Spieldaten von Tieren in Abenteuern sind aufgrund der Regeländerungen anzupassen. Die vollständige Tabelle findet sich in der Datei „Die neuen Regeln“ bzw. auf Seite 99 des neuen Regelbuchs.



    Der Beitrag Wintermärchen erschien zuerst auf Midgard-1880.

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  2. RSS-Midgard

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    Actae M – Unterwegs im Auftrag des Herren

    Eine Kampagne für Abenteuer 1880

    In der Welt von MIDGARD 1880 existiert das Übersinnliche, das Böse wirklich. Dies ist auch einer der ältesten bestehenden Organisationen der Welt, der katholischen Kirche, nicht verborgen geblieben. Nach außen hin wird zwar die Existenz okkulter Mächte geheimgehalten, sowohl um die Bevölkerung nicht unnötig in Angst und Schrecken zu versetzen, als auch um es den dunklen Mächten zu erschweren, Anhänger ihrer Kulte zu rekrutieren. Im Geheimen verfolgt die Kirche jedoch das Böse unerbittlich. Actae M ist ein Kampagnenhintergrund, in dem die Spieler in die Rolle solcher geheimen kirchlichen Streiter gegen das Böse schlüpfen.



    Acteae M geht davon aus, dass der Vatikan in der Welt von Abenteuer 1880 bereits seit Jahrhunderten einen guten und vor allem unauffällig funktionierenden Geheimdienst besitzt: das Dipartimento M. Offiziell existiert diese Institution natürlich nicht.



    Zweck des Actae M – Hintergrundes ist es, den Spielern (und Autoren) einen festen Ausgangspunkt für Abenteuer zu bieten. Damit soll es erleichtert werden, Spiele außerhalb einer regelrechten Kampagne zu spielen und dennoch einen gewissen „roten Faden“ zu bewahren. Die lästige Mühe, ständig neue annehmbare Auftragsgeber zu erfinden, entfällt, und die Möglichkeit, die Gruppe aus einer begrenzten Auswahl vielseitiger, aber dennoch charakteristischen Spielfiguren zusammenzustellen, sollte es erleichtern, auch mal zwischendurch zu spielen. Entscheidet man sich für diese Möglichkeit, so beginnt das eigentliche Abenteuer im Besprechungszimmer von Monsignore M.



    Actae M ist für „normale“ MIDGARD-Spieler gedacht, die auch mal 1880 spielen wollen. Daher muss eine solcher Hintergrund Spielern und Spielleitern so viel Arbeit wie möglich abnehmen: spielbereit ausgearbeitete, erfahrene Spielfiguren und kurze, möglichst in ein oder zwei Abenden spielbare Abenteuer. Der Hintergrund von Actae M soll es den Spielern, die über wenig Kenntnisse der Welt von 1880 haben, erlaubten ihre Charaktere an die ihnen vertrauteren Vorbilder aus Horror- und Spionagefilmen anzulehnen. So erinnert das Hauptquartier im Vatikan, das Dipartimento M, an den britischen Geheimdienst in den James Bond-Filmen und einige Spielfiguren an andere aus Büchern oder Filmen bekannte Archetypen.



    Die Spieler treten nun in den Dienst einer weltumspannenden Organisation, deren Interessen sehr vielfältig sind. Es können dies die Verfolgung bestimmter sozialer und politischer Ziele, die Ergründung paranormaler Phänomene, Beweis bzw. Widerlegung von Wundern oder gar die Entdeckung oder Vertuschung uralter Geheimnisse sein. Man sollte bedenken, dass die Heilige Mutter Kirche nicht nur den Globus abdeckend auftritt, sondern schon seit Jahrhunderten, zum Teil auch in beträchtlichen Machtpositionen, tätig war.



    Es wird vorausgesetzt, dass der Vatikan seit Jahrhunderten einen gut und unauffällig (!) funktionierenden Geheimdienst besitzt. Seine Existenz wird weder dementiert noch bestätigt, seine Wirksamkeit aber gerade von Kirchengegnern oftmals betont. Seine Heiligkeit der Papst, z. Z. Leo XIII. (1878-1903), nimmt von den alltäglichen Aktivitäten keine Detailkenntnisse; es ist ein halboffenes Geheimnis, dass ein hoher Kurienkardinal (oder gar Kardinäle) die oberste Leitung innehat bzw haben.



    Man muss zudem noch bedenken, dass das – ja noch recht junge – italienische Königreich den Kirchenstaat unlängst überrannt und seine Gebiete annektiert hat. Der Kirchenstaat besteht vom Abzug der französichen Schutztruppen im September 1870 bis 1929 NICHT! Erst Mussolini wird die Herrschaft über die Vatikanstadt und Castel Gandolfo an den Vatikan als souveränen Staat zurückgeben, in der Zwischenzeit bekämpfen sich aber das Königreich und der Papst. In den fünf Jahrzehnten hält sich der amtierende Papst nur innerhalb der Vatikanstadt auf (Pius IX. [1846-78] erklärt sich zum „Gefangenen des Vatikans“), die der italienische Staat anderseits de facto in Ruhe lässt und nicht betritt.



    Werden die Spieler zu einem Auftrag herangezogen, so werden sie in ein geräumiges Hinterzimmer, tief in den Eingeweiden des Vatikankomplexes, geführt. Das spartanische, zweckdienliche Möbilär steht in einem gewissen Gegensatz zu dem verblassenden Renaissancefresco an der Decke, welches ein biblisches Motiv darstellt (z.B.: Rückkehr der Späher mit den Riesenweintrauben aus Kanaan).



    Dort empfängt der Leiter dieser Ermittlungsabteilung, von allen nur respektvoll mit seinem Titel, Monsignore, angesprochen, die Abenteurer und legt ihnen die anstehende Aufgabe dar. Seine Sprachgewandheit ist hinreichend, um nach all den Jahren im Vatikan wie ein typischer Römer zu klingen – selbst auf Latein! -, aber er ist keiner Nation eindeutig zu zuordnen.



    Monsignore M kennt (möglicherweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes) Gott und die Welt, er kann bei jeder Unterweisung örtliche Kontaktpersonen oder Informationsquellen nennen. Dies sind zumeist Sympathisanten der katholischen Sache, aber auch Menschen in geeigneten Positionen anderer Kirchen und Glaubensrichtungen. Er kann den Spielerfiguren somit direkt das Anfangsende des roten Fadens in den Hand geben. Mitunter wird er es auch für notwendig halten, darauf hinzuweisen, dass besondere Diskretion angebracht ist, obwohl dies für eine Organisation, die es offiziell gar nicht gibt, ohnehin selbstverständlich ist.



    Jedes Abenteuer sollte in Monsignore Ms Besprechungszimmer beginnen. M schildert den Spielfiguren den Auftrag. Dann sucht sich jeder Spieler eine der vorgefertigten Spielfiguren aus, die er in diesem Abenteuer gerne spielen möchte. Es gibt also keine „festen“ Figuren, sondern es ist den Spielern freigestellt, in jedem Abenteuer in eine neue Rolle zu schlüpfen. Dies ist sinnvoll, da unterschiedliche Abenteuer ja Charaktere mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten erfordern können. Zusätzlich zu den Spielerfiguren wird es noch einige „Gruppenfiguren“, eine Art wichtiger, immer wieder auftauchender Nichtspielerfiguren, die von der Gruppe gemeinsam geführt werden können, geben.



    In Ms Vorzimmer sitzt Sora Perpetua, eine junge Nonne, die den meisten Fragen unzugänglich ist, aber heimlich – und selbstverständlich keusch – für einen der männlichen Abenteurer schwärmt. Verlangt der Monsignore aber nach irgendwelchen Akten oder ähnlichem oder weist er sie an, den Abenteurern bestimmte Informationen zu besorgen, so geschieht dies effizient und äußerst rasch.



    Der Archivar Fra‘ Abbondio ist oft eine der ersten Anlaufstellen, zu der die Spielerfiguren auf der Suche nach Informationen und mitunter auch einem ersten Hinweis gehen. Die Archive der vatikanischen Bibliothek sind ebenso geheimnisumwittert wie umfangreich: Eine der ältesten bestehenden Sammlungen der Christenheit, die seit Jahrhunderten gewissenhaft gepflegt wird. Schon vor Jahrhunderten konnte die mächtige und reiche Kirche Schriften erstehen und bewahren, die Privatleuten unzugänglich gewesen oder in den Zeitläufen abhanden gekommen wären. Man munkelt durch die Jahrhunderte, dass hier auch aufschlussreiche Schriften unter Verschluss gehalten werden, da die Heilige Mutter Kirche es ihren Schäfchen nicht zumuten will, sich mit Problemen zu belasten.



    Über die Jahrhunderte zusammengetragen, sind die Archive die weltweit größte Sammlung des Okkulten. Hier gibt es alles: vom Original des Necronomicons über diverse „unheilige“ Reliquien, die vollständigen Akten des Templerprozesses bis hin zum ausgestopften Werwolf. Solche Dinge werden natürlich streng unter Verschluss gehalten.



    Die beiden neuen Fertigkeiten Exorzismus und Zweites Gesicht werden am Ende der Seite beschrieben.









    Die Spielerfiguren und neue Fertigkeiten

    Actae M – Unterwegs im Auftrag des Herren



    Urs Böndli

    Größe: 186 cm, Gewicht: 83 kg – 27 Jahre – Schweizer – Ruhm: 12/8 – SG 3



    St 91, Gs 81, Gw 96, Ko 90, In 68, mT 48, Wk 70, Sb 47, pA 82, Au 97, pB 74

    17 LP, 37 AP, 18 GA – B 25 – SchB+3



    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+10, Sechster Sinn+2



    Waffenfertigkeiten: Degen+8 (1W6+3), Dolch+10 (1W6+2), Hellebarde+12 (1W6+3 stechend, 2W6+2 schlagend), Pistole+12 (1W6+2), waffenloser Kampf+12 (1W6+1), Wurfmesser+10 (1W6-1); Raufen+10 (1W6-1) – Abwehr+16, Ausweichen+16, Resistenz+15



    Bergsteigen+12, Einbrechen+15, Fingerfertigkeit+9, Gassenwissen+14, Klettern+16, Meucheln+12, Schleichen+9, Schwimmen+12, Spielen+8, Tarnen+9, Verbergen+6, Verführen+12, Verkleiden+10, Werfen+10



    Sprechen/Schreiben: Deutsch +10/+10, Französisch +10/+10, Italienisch +16/+16, Latein +8/+8



    Böndli hat in seiner kräftigen Gestalt viel mehr Talente schlummern, als nur den jungenhaften Naturburschencharme, den man unter der Oberfläche vermutet. Der Bauernsohn aus dem Berner Oberland fügte sich nur widerwillig dem Wunsch seines Vaters in die Schweizer Garde einzutreten. Er träumte von Reichtum, Abenteuern und fremden Ländern. Als man ihn dabei ertappte, wie er mit großem Wagemut und Geschick eine illegale Lotterie unter den Angestellten des Vatikans organisierte, schien seine Karriere als Gardist beendet. Nicht ganz zufällig bekam Monsignore M von dieser Sache Wind und Böndlis Versetzung zur Dipartimento M rettete ihn vor seiner unehrenhaften Entlassung. In Monsignore Ms Truppe hat er hinreichende Gelegenheit seine zahlreichen – und keineswegs zur Standardausbildung der Schweizergarde gehörenden – Talente zum Wohle der Kirche zu verwenden.



    Wenn es darum geht, Kontakte zu Gestalten der Halbwelt oder Unterwelt, Dienstboten oder ähnlichen herzustellen, ist er der richtige Mann. Ebenso verhält es sich mit dem Öffnen verschlossener Türen und Fenstern, nicht immer nur bei Tageslicht. Seine Schwächen wie sein Hang zu Glücksspielen und schönen Frauen („Mein Name ist Böndli, Urs Böndli.“) führen ihn mehr als einmal in den Beichtstuhl, aber sein Charme und seine vielseitigen Fähigkeiten haben ihm bislang immer noch das Wohlwollen von Monsignore M bewahrt.





    Ferdinand Maria von Schwartzbach OT

    Größe: 190 cm, Gewicht: 88 kg – 31 Jahre – Österreicher – Ruhm: 11/5 – SG 3



    St 100, Gs 78, Gw 92, Ko 99, In 73, mT 39, Wk 44, Sb 63, pA 64, Au 88, pB 82

    19 LP, 46 AP, 38 GA – B 24 – SchB+4



    Sehen+8, Hören+4, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+1



    Waffenfertigkeiten: Bajonett+10 (1W6+4), Degen+12 (1W6+4), Gewehr+ 13 (2W6+1), Pistole+15 (1W6+2), Schrotflinte+9 (2W6+1); Raufen+10 (1W6) – Abwehr+17, Ausweichen+17, Resistenz+16



    Allgemeinbildung+9, Athletik+12, Erste Hilfe+8, Fechten+12, Kampftaktik+13, Maschinenwissen+15, Mechanik+12, Reiten+14, Schwimmen+14, Sprengmeisterschaft+14, Tanzen+12, Telegrafieren+8



    Sprechen/Schreiben: Deutsch +18/+18, Italienisch +15/+15, Latein +10/+15, Serbokroatisch +12/0, Ungarisch +12/+12, Tschechisch +10/0



    Die Ritter des Deutschen Ordens sind schon seit den Kreuzzügen Streiter im Namen Gottes. Die Templerritter wurden noch im Mittelalter unter skandalösen Umständen aufgelöst, den Johannitern ausschließlich karitative Tätigkeiten zugewiesen, der Deutsche Orden wurde zum Großteile protestantisch, aber der katholische Kern des Deutschen Orden behielt einen Schatten seiner militärischen Vergangenheit im Rahmen des österreichischen Infanterieregiments Nr.4 Hoch- und Deutschmeister bei. Seit Jahrhunderten dient nun ein ausgesuchter Angehöriger des Ordensregiments in der Dipartimento M.



    Die Abkommandierung zu einer streng vertraulichen Tätigkeit in Rom erweckte Hauptmann von Schwartzbachs Interesse, die seltene Kombination von militärischen und Ingenieursfertigkeiten des Pionieroffiziers wiederum das Interesse der Dipartimento M. Von Schwartzbach ist trotz des etwas irreführenden wienerischen Dialekts ein sehr gewissenhafter und korrekter Mensch, mitunter „päpstlicher als der Papst“ und sich jederzeit dessen bewusst, dass er in die Fußstapfen unzähliger Ordensbrüder getreten ist.





    Don Fabrizio Scarpelli

    Größe: 175 cm, Gewicht: 85 kg – 52 Jahre – Italiener – Ruhm: 18/9 – SG 4



    St 88, Gs 82, Gw 74, Ko 85, In 63, mT 69, Wk 78, Sb 33, pA 46, Au 37, pB 76

    17 LP, 35 AP, 34 GA – B 23 – SchB+3



    Sehen+6, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+10, Tasten+8, Sechster Sinn+3



    Waffenfertigkeiten: Boxen+16 (1W6-1), Schrotflinte+11 (2W6+1); Raufen+8 (1W6-1) – Abwehr+16, Ausweichen+15, Resistenz+16



    Allgemeinbildung+9, Athletik+12, Beredsamkeit+16, Geschäftstüchtigkeit+7, Menschenkenntnis+17, Pflanzenkunde+8, Schauspielern+11, Schleichen+10, Spielen+10, Tanzen+13, Tierkunde+8, Zeichensprache+16



    Sprechen/Schreiben: Griechisch 0/+12, Hebräisch 0/+9, Italienisch +18/+18, Latein +12/+12



    Ein einfacher Landpfarrer im Dipartimento M? Viele Fälle führen die Ermittler aufs flache Land, wo intellektuelle Städter sehr oft keinen Zugang zu den hinterwäldlerischen Bauern finden. Anders Don Fabrizio. Der bullige Neapolitaner hat lange genug eine Landgemeinde geführt, um genau zu wissen, was die Bauern denken und wie man sie zum Reden bringt.



    Der leidenschaftliche Jäger war zu seiner Zeit am Priesterseminar Boxchampion und ist auch heute noch ein Freund einer „handfesten“ Diskussion. Der Bischof von Neapel war über seine Überstellung an den Vatikan wohl mindestens ebenso froh wie der garibaldistische Bürgermeister seiner Gemeinde, mit dem er allzu oft aneinander geraten war.





    Valentin Maximilian Hallhuber SJ

    Größe: 172 cm, Gewicht: 79 kg – 57 Jahre – Bayer – Ruhm: 24/11 – SG 5



    St 44, Gs 38, Gw 63, Ko 49, In 95, mT 70, Wk 84, Sb 93, pA 54, Au 39, pB 81

    12 LP, 22 AP, 31 GA – B 22 – SchB+0



    Sehen+3 (mit Brille+6), Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+3



    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+5 (1W6-4) – Abwehr+12, Ausweichen+12, Resistenz+13



    Allgemeinbildung+17, Archivwissen+12, Beredsamkeit+11, Buchführung+10, Chemie+16, Fotografieren+12, Konversation+16, Kryptografie+8, Kunstverständnis+12, Naturkunde+10, Okkultismus+10



    Sprechen/Schreiben: Deutsch +19/+19, Englisch +10/+10, Französisch +14/+14, Griechisch 0/+18, Hebräisch 0/+12, Italienisch +18/+18, Latein +18/+18



    Hinter der bairisch-derben Stirn Hallhubers verbirgt sich ein messerscharfer Verstand. Jahrelange Erfahrung und exzellente Schulung haben ihn zu einem gebildeten, weltgewandten Menschen mit großem Organisationstalent gemacht. Eine seiner größten Stärken ist es, Menschen zu beurteilen, für sich einzunehmen und dann gemäß ihrer Stärken und Schwächen für sich einzusetzen. Er ist schon seit langen Jahren für den Vatikan tätig und an vielen Orten in Europa mit Land und Leuten vertraut.



    Als Stellvertreter von Monsignore M ist der Jesuit Hallhuber der zweitwichtigste Angehörige des Dipartimento M und sehr oft Anführer eines Ermittlungsteams. Hallhuber verwahrt die Generalvollmacht des Papstes: „Dem Inhaber dieses Schreibens ist volle und bedingungslose Unterstützung zu gewähren. Was geschieht, geschieht in meinem Namen. – Gez. Leo XIII“. Doch weiß er, dass er diesen „Reserveschirm“ nur äußerst selten benutzen darf: Eine Organisation, welche es offiziell gar nicht gibt, wird sich bemühen auch die nächsten Jahrhunderte unentdeckt zu bleiben. Gelegentlich ist es auch dringend angeraten, auf keinen Fall im Namen der Kirche aufzutreten, sei es, dass der gute Ruf der Kirche geschützt werden muss oder dass die kirchenfeindliche Umgebung abweisend bis feindselig reagieren könnte. Aber dieses Schreiben sichert in vielen Fällen die Unterstützung katholischer Kreise, insbesondere natürlich von Priestern und Ordensleuten.





    Pater Martyn O’Rourke OFM

    Größe: 188 cm, Gewicht: 86 kg – 48 Jahre – Ire – Ruhm: 7/14 – SG 5



    St 76, Gs 57, Gw 74, Ko 88, In 81, mT 92, Wk 100, Sb 93, pA 84, Au 68, pB 97

    15 LP, 29 AP, 43 GA – B 25 – SchB+1



    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+4



    Waffenfertigkeiten: Säbel+10 (1W6+1), Gewehr+8 (2W6+1), Pistole+10 (1W6+2); Raufen+7 (1W6-3) – Abwehr+15, Ausweichen+15, Resistenz+16



    Allgemeinbildung+12, Anthropologie+14, Exorzismus+15, Geschichte+12, Hypnose+15, Menschenkenntnis+12, Nachtsicht+6, Okkultismus+17



    Sprechen/Schreiben: Englisch +19/+19, Französisch +10/+10, Griechisch 0/+12, Hebräisch 0/+12, Hindi +10/0, Irisch-Gälisch +12/+12, Italienisch +18/+18, Latein +16/+16, Urdu +10/0



    Erfahrene und unerschrockene Exorzisten waren zu allen Zeiten Mangelware, ganz besonders in solch modernen und aufgeklärten Zeiten wie um 1880. Seinen ersten Kontakt mit dem Übersinnlichen hatte Pater O’Rourke bereits vor zwanzig Jahren in seiner Zeit als Armeegeistlicher in Indien. Er deutet mitunter an, dass er dort Dinge gesehen hat, die ihm kein anständiger Christenmensch ohne Weiteres glauben würde. In vielen okkulten Fällen beruft er sich darauf, dies schon einmal so ähnlich in Indien gesehen zu haben.



    Sein Ordensgelübde verpflichtet den Franziskaner zu Armut und Bescheidenheit, wobei die letztere Tugend dem Iren nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde.





    Dottore Arcangelo Barzanti OP

    Größe: 164 cm, Gewicht: 62 kg – 44 Jahre – Italiener – Ruhm: 52/13 – SG 10



    St 63, Gs 77, Gw 79, Ko 68, In 87, mT 09, Wk 75, Sb 85, pA 74, Au 35, pB 48

    14 LP, 18 AP, 15 GA – B 24 – SchB+2



    Sehen+4 (mit Brille+6), Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+0



    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+7 (1W6-2) – Abwehr+12, Ausweichen+12, Resistenz+12



    Allgemeinbildung+14, Archivwesen+11, Beschatten+10, Buchführung+6, Fingerfertigkeit+12, Gassenwissen+10, Gesetzeskunde+15, Schleichen+11, Spurensuche+13, Suchen+10, Verbergen+8, Verhören+14



    Sprechen/Schreiben: Englisch +12/+12, Französisch +12/+12, Griechisch 0/+14, Hebräisch 0/+12, Italienisch +19/+19, Latein +18/+18



    Nach außen hin ist der hagere Karrierejurist Barzanti das prominenteste Mitglied des Dipartimento M, denn er war schon in zwei Heiligsprechungsverfahren als Advocatus Diaboli tätig. Dabei hat er sich als äußerst scharfdenkender Jurist gezeigt, der sein Ziel mit Brillianz, Hartnäckigkeit und allen erlaubten Mittel verfolgt. Als Skeptiker glaubt der Dominikaner auch in den haarsträubendsten Situationen immer noch an eine menschliche oder natürliche Erklärung und sucht mit detektivischem Ehrgeiz nach dem dahintersteckenden „Trick“.



    Dem Dominikanerorden untersteht auch heute noch die Inquisition. Wenn es auch 1880 keine Ketzer mehr zu verbrennen gilt, so gibt es immer noch genügend Irrglauben um Barzanti vollauf zu beschäftigen.





    Frans Verbruggen OSB

    Größe: 181 cm, Gewicht: 90 kg – 62 Jahre – Belgier – Ruhm: 6/2 – SG 2



    St 40, Gs 65, Gw 55, Ko 68, In 92, mT 58, Wk 52, Sb 84, pA 34, Au 28, pB 64

    11 LP, 20 AP, 19 GA – B 24 – SchB+0



    Sehen+6, Hören+5, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+2



    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+4 (1W6-4) – Abwehr+12, Ausweichen+12, Resistenz+13



    Archäologie+14, Archivwesen+18, Eidetik+4, Fälschen+16, Geschichte+15, Konversation+12, Kryptografie+12, Kunstverständnis+15, Linguistik+9



    Sprechen/Schreiben: Aramäisch 0/+14, Flämisch +18/+18, Französisch +14/+14, Griechisch 0/+18, Hebräisch 0/+18, Italienisch +16/+16, Latein +18/+18



    Der Benediktiner ist offensichtlich wie viele seiner Landsleute nicht davon abgeneigt, sich mit Speis und Trank zu verwöhnen. Eine gute Küche scheint er schon drei Meilen gegen den Wind zu wittern und seine Gefährten dorthin zu führen. Gemäß des Ordensmotto „Ora et Labora“ verhält er sich aber bei aller Frömmigkeit und Lebenslust auch als beharrlich stetiger Arbeiter, der sich im Laufe seines Lebens ein gewaltiges Wissen angeeignet hat. Mit seiner Fähigkeit, sich akribisch selbst noch an die kleinsten Details zu erinnern, ist er ein wandelndes Lexikon, bei dem seine Gefährten mit jeder Frage auf eine geduldige Antwort hoffen können – vorzugsweise bei einem guten Essen oder einem guten Tropfen.





    Michele Aveline Dasseur

    Größe: 161 cm, Gewicht: 50 kg – 32 Jahre – Französin – Ruhm: 15/6 – SG 3



    St 42, Gs 85, Gw 87, Ko 38, In 72, mT 48, Wk 57, Sb 68, pA 94, Au 88, pB 89

    12 LP, 29 AP, 47 GA – B 25 – SchB+1



    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+2



    Waffenfertigkeiten: Dolch+6 (1W6), Pistole+8 (1W6+2); Raufen+6 (1W6-3) – Abwehr+13, Ausweichen+14, Resistenz+14



    Allgemeinbildung+12, Erste Hilfe+16, Gerichtsmedizin+14, Medizin+14, Menschenkenntnis+10, Pharmakologie+9, Robustheit+9, Tanzen+12, Verführen+15, Verkleiden+12



    Sprechen/Schreiben: Deutsch +8/0, Englisch +10/+10, Französisch +18/+18, Italienisch +14/+14, Latein +12/+12



    Michelle Dasseur ist eine attraktive, temperamentvolle Frau, die ihre Ansicht zwar mit reichlich Charme, in jedem Falle aber mit Feuer vertritt. Sie war während des Deutsch-Französichen Kriegs von 1870/71 Krankenschwester im belagerten Paris. Frisch verwitwet, wuchs in ihr der Wunsch, dem Wüten des Krieges Einhalt zu gebieten. Während der Kriegswirren in Paris kam sie mit einem Ermittlungsteam der Dipartimento M zusammen, das einige rätselhafte Vorkommnisse in der Kanalisation untersuchte. Michele erwies sich als wertvolle Verbündete und wurde so zur Mitarbeiterin der Dipartimento M. Ihre lebensfrohe Art verschafft ihr leicht Zugang zu Menschen, die sich den zum Teil doch schon gesetzteren Herren des Dipartimento M verschließen würden. Ihre vielseitigen Sprachkenntnisse und ihre Künste, sich zu verkleiden, machen sie zu einer guten Kundschafterin in Dienst des Vatikans.





    Brigitta Szadlowska

    Größe: 164 cm, Gewicht: 47 kg – 24 Jahre – Amerikanerin poln. Abstammung – Ruhm: 6/15 – SG 3



    St 31, Gs 74, Gw 80, Ko 20, In 79, mT 100, Wk 87, Sb 47, pA 76, Au 93, pB 33

    9 LP, 29 AP, 17 GA – B 24 – SchB+0



    Sehen+8, Hören+10, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+5



    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+6 (1W6-4) – Abwehr+12, Ausweichen+12, Resistenz+12



    Allgemeinbildung+11. Erste Hilfe+10, Konversation+14, Menschenkenntnis+14, Zweites Gesicht+12



    Sprechen/Schreiben: Englisch +16/+16, Französisch +10/+10, Italienisch +12/+12, Latein +12/+12, Polnisch +16/+16



    Schon die Mutter und Großmutter von Brigitta Szadlowska hatten die gleiche, starke übersinnliche Begabung. Bereits während ihrer strengen katholischen Erziehung in einer Klosterschule wurde diese Begabung bei der Kirche aktenkundig. Seit zwei Jahren ist die junge Frau nun zur Freude ihrer Eltern, die natürlich nichts von ihrer genauen Tätigkeit wissen, für Monsignore Ms Abteilung tätig. Nach anfänglichen Anpassungschwierigkeiten legt sie jetzt allmählich ihre Scheu und Zurückhaltung ab und beginnt, etwas von der Weltgewandtheit der anderen Mitarbeiter des Dipartimento M anzunehmen.







    Neue Fertigkeiten

    Exorzismus

    Wk 81, mT 61 – nur von Kirchenleuten erlernbar – sozial, schwer

    Erfolgswert +4



    Exorzismus ist die Fähigkeit, eine von einem übersinnlichen Wesen besessene Person beziehungsweise einen besessenen Gegenstand von diesem besitzergreifenden Wesen (üblicherweise Dämon genannt) zu befreien. Exorzismus gehört wie Hypnose zu den schweren sozialen Fertigkeiten und kann – von Kirchenleuten – zu den gleichen Kosten wie die Hypnose erlernt und gesteigert werden.



    Wie lange der Exorzist für eine Austreibung braucht, und wie anstrengend dies für ihn ist, hängt von der Willenskraft des Dämons ab. So dauert ein Versuch (Wk des Dämons/10) Stunden und kostet den Exorzisten (Wk des Dämons/10) W6 an AP. Übersteigt dies die augenblicklichen AP des Exorzisten, so verliert er zusätzlich 1W6 LP. Der Austreibungsversuch ist gescheitert, der Exorzist kann aber nach frühestens (Wk des Dämons/10) Tagen einen erneuten Versuch unternehmen.



    Hat der Exorzist genügend AP für eine Austreibungsversuch, so muß er nun einen EW: Exorzismus mit den unten aufgeführten Modifikationen machen. [Scheitert der EW:Exorzismus, so kann der Exorzist den Besessenen nicht von dem Dämon befreien, bei einem kritischen Fehler gelingt es dem Dämon sogar, vom Exorzisten Besitz zu ergreifen.] Ist dieser Wurf erfolgreich, so wird wie in ein Zauberduell darüber entschieden, ob der Dämon den Besessenen auch wirklich verlässt. Verliert der Exorzist dieses Duell, so kann er sofort einen neuen Austreibungsversuch starten.

    • -2 der Exorzist hat kein geweihtes religiöses Symbol zur Verfügung
    • -2 der Exorzist hat kein Weihwasser zur Verfügung
    • -4 der Exorzist hat den Dämon bereits früher schon einmal vergeblich versucht auszutreiben
    • +1 für jeden Gläubigen, der mit dem Exorzisten für den Besessenen betet (bis zu +4)
    • +2 der Exorzist kennt den Namen des Dämons
    • +4 der Exorzist hat den Dämon bereits früher schon einmal erfolgreich ausgetrieben



    Zweites Gesicht

    mT 91 – angeboren

    Erfolgswert zwischen +5 und +15 – nicht steigerbar



    Die über den „normalen“ sechsten Sinn hinausgehenden Fähigkeiten der Wahrnehmung übersinnlicher Phänomene wird als zweites Gesicht bezeichnet. Diese Fertigkeit kann nicht erlernt werden, sie ist angeboren und in den meisten Fällen ererbt. Das zweite Gesicht kann auf zwei verschiedene Arten benutzt werden: die unterbewusste Anwendung, die der Wahrnehmung ähnelt, und die bewusste, zauberähnliche Anwendung.



    An Orten oder bei Personen und Gegenständen mit starkem okkulten Potential erhält die Spielerfigur, auch ohne sich darauf zu konzentrieren, bei einem verdeckten EW:Zweites Gesicht mehr oder weniger genaue Informationen über Ort, Person oder Gegenstand. Diese können, je nach Situation, von vagen Ahnungen bis hin zu Visionen, Alpträumen und Erscheinungen reichen.



    In der bewussten Anwendung ähnelt das zweite Gesicht dem Zauber Hören der Geister (MIDGARD-Arkanum), insbesondere kostet die Anwendung dieser Fertigkeit 4 AP. Im Gegensatz zu dem Zauber kann der Kontakt mit der Geisterwelt jedoch nicht nur am Sterbeort, sondern auch durch eine Séance hergestellt werden. Um den Kontakt zum gewünschten Geist zu erlangen, ist die als Medium fungierende Spielerfigur mit dem zweiten Gesicht meist auf einen ihr bekannten Hilfsgeist angewiesen.



    Die Séance sollte nach Einbruch der Dunkelheit in einem nur von wenigen Kerzen erhellten Raum durchgeführt werden. Ein EW:Zweites Gesicht entscheidet, ob sich das Medium in Trance versetzen und Kontakt zur Geisterwelt herstellen kann. Anders als beim Zauber, wo der Geist gezwungen wird, die Fragen des Zauberers zu beantworten, kann mittels zweitem Gesicht kein Kontakt erzwungen werden; das Medium ist auf das Wohlwollen des zu befragenden Geistes angewiesen.

    Der Beitrag Actae M erschien zuerst auf Midgard-1880.

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    Spielerfiguren für Abenteuer 1880

    Spieler, die erst einmal keine eigenen Figuren auswürfeln wollen, können in die Rolle von Mitgliedern des Jason-Bundes schlüpfen. Diese Abenteurer entsprechen in der hier vorliegenden Form im Wesentlichen Figuren, die am Anfang ihrer Karriere stehen, sind aber etwas großzügig mit Sprachkenntnissen und mit einigen wenigen Spezialfertigkeiten ausgestattet. Der Jason-Bund, zu dem auch Nichtspielerfiguren stoßen können, bildet ein Band zwischen den Figuren der Spieler, das die Spielleiterin der Sorge enthebt, warum gerade diese Personen gemeinsam Abenteuer bestehen.

    Der Jason-Bund wurde 1875 von vier Berliner Studenten der Burschenschaft Alemannia gegründet: Ferdinand Jacobi (gegenwärtig als Völkerkundler an der Friedrich-Wilhelms-Universität tätig), Wilhelm Prätorius (Ingenieur bei Siemens), Paul-Otto von Billroth (nach abgebrochenem Ingenieur-Studium jetzt Offiziersanwärter bei einer Pionierabteilung der Armee) und Louis Büchner (Landarzt in der Nähe von Kassel). Unter dem Motto FürZivilisation und Fortschritt haben die vier sich geschworen, ihre Fähigkeiten für das Wohl der Menschheit einzusetzen und stets einander beizustehen. Der Name ihres Bundes leitet sich von Jason und seinen Argonauten her.

    In den Folgejahren wurden als Mitglieder aufgenommen: Johannes Graetz, ein Jugendfreund von Louis Büchner aus Darmstadt, der sich als Handlanger bei Entdeckungsreisen nützlich gemacht hat; Hannah Milner-Gibson, eine vielseitig begabte amerikanische Erbin und Weltenbummlerin, die Ferdinand Jacobi während eines Forschungsaufenthaltes in Mexiko kennengelernt hat; und Thomas Trollope, Korrespondent der Times in Berlin, den die Jason-Bündler bei einer ihrer ersten gemeinsamen Unternehmungen kennen und schätzen gelernt haben.

    Solange die Handlung in Deutschland spielt, gibt es keine Probleme, die Mitglieder des Jason-Bundes am geeigneten Ort zusammenzuführen. Auch Prätorius und Billroth, die am stärksten in ihre Firma bzw. in das Heer eingebunden sind, können zeitweise Urlaub bekommen.

    Bei Reisen in ferne Länder muß der Spielleiter sich aber schon etwas einfallen lassen, zum Beispiel: Jacobi wird von seinem Institut auf eine Reise nach Westafrika geschickt. Graetz und Trollope begleiten ihn als bezahlter Expeditionsleiter bzw. als Berichterstatter für seine Zeitung. Milner-Gibson kommt aus Abenteuerlust mit, während sich Büchner auf Bitte eines protestantischen Laienzirkels anschließt, um die Möglichkeit zum Aufbau einer Missions- und Krankenstation zu erkunden. Billroth reist in Zivil mit, ohne einen Grund dafür anzugeben – der Spieler hat mit dem Spielleiter vereinbart, dass er im Auftrag seiner Vorgesetzten vor Ort herausfinden soll, ob dort in Konkurrenz zu den französischen Aktivitäten eine Kolonie für das Deutsche Reich zu holen ist und wie es mit den Transportmöglichkeiten aussieht. Prätorius kann seinen Arbeitgeber überzeugen, dass das Funktionieren verschiedener elektrischer Geräte unter Tropenbedingungen für zukünftige Exportaufträge unbedingt überprüft werden muss, und meldet sich freiwillig für diese Aufgabe.



    Die auf die dritte Auflage der Regeln umgearbeiteten Figuren können unter dem folgenen Link heruntergeladen werden. Sie sind im Layout des neuen Regelwerks gehalten und illustriert.

    Vorgefertigte Abenteurer nach den Regeln der Drittauflage (PDF, 2,7 MB)

    Die Figuren nach den Regeln der Zweitauflage finden sich weiter unten direkt auf dieser Seite.



    Paul-Otto von Billroth, Soldat

    Größe: 173 cm, Gewicht: 81 kg, rechtshändig – 27 Jahre – Ruhmespunkte: 2/1 – GS 1

    F: 80 Mk., Mietwohnung

    St 97, Gs 73, Gw 92, Ko 78, In 77, mT 33, Wk 63, Sb 36, pA 52, Au 8

    12 LP, 24 AP – B 23 – SchB+3 – Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Degen+7 (1W6+1), Dolch+6 (1W6+2), Gewehr+6 (2W6+1), Pistole+6 (1W6+2); Raufen+9 (1W6-1) – Abwehr+13, Ausweichen+13

    Allgemeinbildung+8, Athletik+10, Eidetik+4, Gespann fahren+14, Mechanik+6, Reiten+15, Scharfschießen+6 (Gewehr), Schleichen+9, Schwimmen+13, Spielen+8, Sprengmeisterschaft+6

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +18/+18, Latein 0/+9



    Louis Büchner, Arzt

    Größe: 165 cm, Gewicht: 71 kg, linkshändig – 26 Jahre – Ruhmespunkte: 5/1 – SG 1

    G: 100 Mk., eigenes kleines Haus

    St 89, Gs 87, Gw 86, Ko 89, In 100, mT 30, Wk 90, Sb 89, pA 67, Au 51

    13 LP, 20 AP – B 23 – SchB+3 – Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Degen+6 (1W6+3), Pistole+6 (1W6+2); Raufen+9 (1W6-1) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+12, Beredsamkeit+10, Bergsteigen+13, Buchführung+6, Erste Hilfe+9, Gerichtsmedizin+8, Gespann fahren+13, Hypnose+6, Medizin+8, Menschenkenntnis+12, Reiten+13, Tanzen+13, Überleben+10 – Sehen+10

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +20/+20, Französisch +16/+16, Latein +8/+11, Russisch +8/0



    Johannes Graetz, Entdecker

    Größe: 175 cm, Gewicht: 77 kg, rechtshändig – 24 Jahre – Ruhmespunkte: 4/2 – SG 1

    F: 80 Mk., Mietwohnung

    St 63, Gs 93, Gw 73, Ko 70, In 33, mT 99, Wk 53, Sb 41, pA 74, Au 42

    13 LP, 28 AP – B 27 – SchB+3 – Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Gewehr+7 (2W6+1), waffenloser Kampf+6 (1W6-1); Raufen+7 (1W6-1) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+10, Buchführung+4, Erste Hilfe+9, Gespann fahren+15, Klettern+14, Okkultismus+8, Reiten+14 – Riechen+10

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +14/+14, Englisch +9/+9, Spanisch +9/0



    Ferdinand Jacobi, Völkerkundler

    Größe: 175 cm, Gewicht: 77 kg, rechtshändig – 24 Jahre – Ruhmespunkte: 7/1 – SG 2

    G: 100 Mk., große Mietwohnung

    St 70, Gs 65, Gw 80, Ko 82, In 95, mT 24, Wk 85, Sb 50, pA 100, Au 76

    14 LP, 24 AP – B 24 – SchB+2 – Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Degen+5 (1W6+2), Dolch+5 (1W+1), Gewehr+6 (2W6+1), Pistole+5 (1W6+2); Raufen+7 (1W6-2) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+9, Anthropologie+7, Archivwesen+11, Gassenwissen+11, Gespann fahren+14, Kryptografie+5, Linguistik+7, Reiten+12, Sprachbegabung+6, Überleben+11, Zeichensprache+9

    Sprechen/Schreiben: Arabisch +10/+10, Deutsch +19/+19, Englisch +15/+15, Französisch +9/0, Griechisch +9/+9, Koptisch 0/+10, Latein 0/+15, Spanisch +10/0



    Hannah Milner-Gibson, Weltenbummlerin

    Größe: 163 cm, Gewicht: 54 kg, linkshändig – 27 Jahre – Ruhmespunkte: 9/6 – SG 2

    J: 500 Mk., 4-Zimmer-Suite in Hotel

    St 15, Gs 96, Gw 72, Ko 60, In 87, mT 73, Wk 79, Sb 82, pA 91, Au 80

    11 LP, 12 AP – B 25 – SchB+0 – Sechster Sinn+3

    Waffenfertigkeiten: Pistole+7 (1W6+2); Raufen+6 (1W6-4) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Erste Hilfe+8, Gassenwissen+11, Konversation+11, Kunstverständnis+9, Menschenkenntnis+11, Okkultismus+11, Pflanzenkunde+5, Reiten+12, Schauspielern+9, Suchen+7, Tarnen+6, Verführen+11, Verkleiden+12 – Schmecken+4

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +15/+15, Englisch +18/+18, Spanisch +10/+10



    Wilhelm Prätorius, Ingenieur

    Größe: 169 cm, Gewicht: 78 kg, beidhändig – 26 Jahre – Ruhmespunkte: 4/2 – SG 1

    H: 150 Mk., eigenes Stadthaus

    St 57, Gs 86, Gw 64, Ko 42, In 75, mT 93, Wk 70, Sb 35, pA 82, Au 71

    14 LP, 14 AP – B 23 – SchB+1 – Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Degen+5 (1W6+1); Raufen+7 (1W6-3) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+8, Ballon fahren+14, Chemie+6, Fingerfertigkeit+9, Gute Reflexe+9, Kunstverständnis+8, Maschinenwesen+6, Mechanik+9, Musizieren+7, Reiten+12, Schauspielern+9, Schwimmen+12, Sprengmeisterschaft+7, Tanzen+12, Verführen+9

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +18/+18, Latein 0/+9, Spanisch +9/0



    Thomas Trollope, Journalist

    Größe: 169 cm, Gewicht: 81 kg, rechtshändig – 26 Jahre – Ruhmespunkte: 6/1 – SG 2

    G: 100 Mk., Mietwohnung

    St 56, Gs 86, Gw 61, Ko 87, In 73, mT 94, Wk 74, Sb 68, pA 79, Au 55

    17 LP, 18 AP – B 28 – SchB+1 – Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Boxen+5 (1W6-3), Pistole+6 (1W6+2); Raufen+6 (1W6-3) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+8, Archivwesen+10, Beschatten+8, Gassenwissen+10, Geschichte+4, Konversation+10, Laufen+9, Menschenkenntnis+10, Reiten+12, Richtungssinnü12, Spurensuche+4, Tanzen+12, Tarnen+8, Telegrafieren+10 – Sehen+4 (mit Brille Sehen+6)

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +14/+14, Englisch +18/+18, Französisch +9/+9, Italienisch +6/0

    Der Beitrag Der Jason-Bund erschien zuerst auf Midgard-1880.

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    Jack the Ripper

    Frank Sanderson stammt aus Cambridge. Er ist der Sohn des bekannten Medizinprofessors Graham Sanderson und profitiert von dessen Ruf und Einkommen. Er überwarf sich vor längerem mit seinem Vater und zog es vor, in London zu studieren, wo er seinem Vater beweisen wollte, dass er es auch ohne dessen Protektion zu einem guten Arzt bringen kann. Er hat dunkelblaue Augen, glatte schwarze Haare und einen blassen Teint. Der schlanke Mann hat ein gepflegtes Aussehen.

    [​IMG]Sanderson wohnt in der Hanbury Road 22, zusammen mit einem russischen Kommilitonen, Vassilij Konowalkow, der Verbindungen zu okkulten Gesellschaften in Rußland unterhält und das außergewöhnliche mediale Talent Franks erkannte. Er überzeugte Frank, in Hypnosesitzungen sein Talent zu entwickeln.

    Im Laufe der Monate gelang es Vassilij, die Fähigkeit desZwingenden Blicks bei Frank zu entwickeln, doch durch die Sitzungen wurde Franks ohnehin schon labiler Geist zerrüttet, ohne dass sein Partner es bemerkte. Frank entwickelte nach außen hin ein großes Selbstbewußtsein und setzte seinen Willen durch, wann und wie es ihm beliebte. Er entwarf sogar eine medizinische Theorie, wonach man Lepra mit dem Blut frisch Verstorbener heilen könne. Diese Theorie stellte er seinem Professor schließlich als Examensarbeit vor. Die Theorie wurde als lächerlich abgeschmettert – und Frank fiel durch sein Examen.

    Diese Demütigung vor seinem Vater ertrug Frank nicht. Er gab vor, weiterhin zu studieren, war aber fortan von dem Gedanken besessen, seine Theorie zu beweisen. Als Vassilij zu einem Besuch nach Paris reiste, hielt Frank die Zeit für gekommen, seine Morde zu begehen. Er nahm den Tarnnamen Jack The Ripper an und verübte zwischen dem 7. August und dem 9./10. November 1888 fünf sicher belegte und bis zu neun weitere Morde, mit denen man ihn in Zusammenhang brachte: Alle Opfer waren Frauen aus den untersten sozialen Schichten. Man fand sie, die Kehle mit einem langen Messer durchtrennt und verschieden stark verstümmelt.

    Frank benutzte die Fähigkeit des Zwingenden Blicks, um seine Opfer handlungsunfähig zu machen, dann schnitt er ihnen von hinten die Kehle durch (beim EW:Meucheln haben Jacks Opfer keine Abwehrmöglichkeit, solange sie unter dem Einfluss des Zwingenden Blicks stehen!).

    Es bildete sich in London während der Morde eine regelrechte Ripper-Hysterie, zumal die Polizei vollständig im Dunkeln tappte. Da man sich nicht vorstellen konnte, dass der Täter ein gebildeter Brite war, suchte man im falschen Umfeld. Dies machte Jack so sicher, dass er dazu überging, seine Morde vorher anzukündigen.

    Einen Eindruck vom Charakter Franks gibt der folgende Brief, den der Ripper zusammen mit einer halben menschlichen Niere am 29. September 1888 an den Sicherheitsausschuss von Whitechapel sandte:

    „Aus der Hölle, Mister Lusk, Sir, sende ich Ihnen die Hälfte der Niere, die ich einer Frau entnahm; ich konservierte sie für Sie, das andere Stück habe ich gebraten und gegessen; war recht gut. Vielleicht schicke ich Ihnen auch das blutige Messer, mit dem ich die Niere für Sie herausgeschnitten habe, wenn Sie nur ein wenig noch warten. Denn ich werde am ersten und zweiten um zwölf Uhr Mitternacht in den Minories am Werk sein. Diesmal ein Doppelereignis. Nummer eins lasse ich ein wenig quieken, dafür werde ich ihr die Ohren abschneiden.

    Alter Boss, haben Sie gesehen, wie der Teufel mit Mikroskop und Skalpell eine Niere auf dem Objektträger anguckte?

    Ihr ergebener

    Jack the Ripper

    Jack the Ripper (Arzt)

    Größe: 178 cm, Gewicht: 70 kg, rechtshändig – 28 Jahre – Ruhm: 12/6 [als Ripper: 16/82] – SG 3 [als Ripper: 17]

    Einkommen: E

    St 46, Ge 100, Gw 93, Ko 19, In 98, mT 99, Au 82, pA 62, Sb 69, Wk 65

    6 LP, 16 AP – B 25 – SchB+2 – Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Dolch+10 (1W6+1), Pistole+6 (1W6+2); Raufen+6 (1W6-2) – Abwehr+13, Ausweichen+13

    Allgemeinbildung+10, Erste Hilfe+8, Fingerfertigkeit+12, Gassenwissen+8, Gerichtsmedizin+12, Hypnose+14 (diese Fertigkeit ist auf Sandersons besonderes mediales Talent zurückzuführen), Medizin+12, Meucherln+16 (auf Grund des mT),Schauspielern+8, Schreiben+15, Verbergen+10, Verführen+8, Verkleiden+12

    Zwingender Blick

    Sprechen/Schreiben: Englisch +20/+20, Latein 0/+9, Russisch +12/0

    Auftreten und Besonderheiten: Ein junger, gepflegter Herr mit glatten, schwarzen Haaren und blassem Teint. Der Blick seiner dunkelblaue Augen ist allerdings unangenehm stechend. Seine Kleidung zeugt von Wohlstand und guter Erziehung. Er versteht es, gepflegte Konversation zu führen und spielt den freundlichen, an Morden lediglich fachlich interessierten Medizinstudenten. Letztlich lässt er aber nur seine eigene Meinung gelten und kanzelt Leute, die ihm widersprechen, mit einem unangenehmen, zynischen Humor ab. Bevor ein Streit jedoch eskaliert, wird er wieder ganz ruhig und freundlich (er betrachtet den Anderen bereits als potentielles Opfer für die kommende Nacht). Frank Sanderson trägt, nicht untypisch für diese Zeit, eine leichte, zweiteilige Reisetasche mit Berufsutensilien bei sich.

    Ausrüstung: Reisetasche mit Arztutensilien, Taschenuhr, Schirm und Melone

    Bringt man Frank in Bedrängnis, so wird er zu einem der gefährlichsten Menschen Englands: Der Zwingende Blick stellt eine einzigartige Fähigkeit Franks dar, eine besondere Art von Hypnose, die es seinem Opfer unmöglich macht, sich zu bewegen oder zu sprechen, solange Blickkontakt zwischen ihm und Frank besteht. Für den Zwingenden Blick führt Frank einen EW:Hypnose durch. Er kann daraufhin den Zwingenden Blick bis zu einer Minute lang aufrechterhalten.

    [​IMG]



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    Missionar

    Frank Stans (gesprochen: Frangkch Ssstahhns) ist ein Mönch aus Leidenschaft und ein freundlicher junger Mensch, mit Reisekleidung und einem Kreuz um den Hals. Er hat blonde Haare, blaue Augen, ist etwa 1,74 m groß (je nach Absätzen) und wiegt eigenen Aussagen zufolge 80 kg. Auffällig sind die samtene, melodische Singstimme und der ungewöhnliche Dialekt. Frank ist 25 Jahre und hat schon einen leichten Bauchansatz vorzuweisen. Er wurde im Jahre 1861 in Grütli, Kanton Uri (Schweiz), geboren. Sein Vater und seine Mutter waren Alphornbauer. Er lebte in einem kleinen Bergdorf hoch droben in den Alpen, ganz nah an und in der Natur.

    Schon immer liebte Frank die Ferne. Seine Eltern, die einmal in ihrem Leben bis Bern gekommen waren, konnten nicht verstehen, dass der kleine Frank sich nicht mit dem Bergdorf Grütli und seinen 38 Einwohnern zufrieden gab. Sehnsuchtsvoll hörte er den Erzählungen des Dorflehrers von weiten Meeren, unerforschten Dschungeln und heißen Wüsten zu und überraschte seine Mutter tags darauf mit der kühnen Vermutung, dass es Völker geben müsse, die noch nie den Klang eines Alphorns im Schein der untergehenden Sonne gehört hätten.

    Der entscheidende Augenblick in Franks Leben war im Sommer 1868. Als er von einer einsamen Bergtour zurückkehrte, fragte ihn ein entgegenkommender Fremder nach dem Weg Richtung Mailand. Franks Augen begannen zu leuchten, und im Gespräch erfuhr er, daß der Fremde Missionar war und in Rom erfahren würde, welchem Volk als nächstes die Glück verheißende Lehre durch seinen Mund zuteil werden solle. Frank war vollkommen begeistert, als er hörte, dass die Kirche ihre Missionare auf eigene Kosten in die entferntesten Ecken der Welt sandte. Er verabschiedete sich von dem Priester und blickte ihm noch lange nach. Nachts lag er wach und träumte von langen Reisen zu den entferntesten Winkeln der Welt. Er stellte sich Gruppen von wilden Stämmen vor, die ihn begrüßten und seine weisen Lehren begeistert aufnahmen. Wie wenig die Schweiz dem Urwald glich, wurde ihm schon am nächsten Tage klar – denn seine Eltern nahmen seine Visionen weniger begeistert auf, als die Wilden im Traum seine Lehren. Vergeblich versuchte sein Vater, ihm klarzumachen, dass eine Karriere als Alphornbauer, Holzfäller oder gar Schreiner die Zukunft Grütlis entscheidend verändern könne. Er geriet mit Frank in großen Streit, der darin gipfelte, daß der Jungmissionar sein Bündel packte und gen Süden zog. Drei Tagesreisen weiter südlich lag eine Benediktinerabtei, in der Frank eigentlich nur nächtigen wollte.

    Als er dem Abt, Bruder Johannes, aber von seinem Gefühl erzählte, er müsse unbedingt nach Rom, um dort Missionar zu werden, sah dieser Frank vor der untergehenden Sonne, deren Strahlen ihn wie eine Korona umhüllten. Er war überzeugt, dass dies ein Zeichen sei (überliefert ist sein begeisterter Ruf: „Siehst Du dieses Licht?“). Spontan bot er Frank an, in den Orden einzutreten und von ihm persönlich zum Missionar ausgebildet zu werden. Franks mit vollem Mund geäußerte, schwer verständliche Antwort nahm er als klares „Ja“ auf.

    Eineinhalb Jahre später war Frank im Besitz der Lehre, einer Bibel und gründlicher Geographiekenntnisse. Er wusste, in welchen Winkeln der Erde sich die noch Ungläubigen aufhielten. Seine erste Missionsreise ging jedoch nicht nach Afrika, in die Wüste oder in andere heiße Gegenden. Er wurde von seiner neuen, heiligen Mutter Kirche insNordwestterritorium Kanadas gesandt, zu den letzten, noch ungläubigen Eskimos. Doch das störte Frank nicht, denn er verkündete die Lehre mit heißem Herzen und dem Feuer der Begeisterung, und nach einem Jahr in der eisigen Wildnis konnten viele Eskimostämme das Vaterunser mit Schwytzer Akzent aufsagen. Sein Projekt einer Kirche aus Eis im hohen Norden, möglichst nahe am (noch unerforschten) Nordpol ließ den heiligen Stuhl jedoch kalt. Er wurde zurückbeordert und ist nun auf Wanderschaft im wilden Süden Bayerns, wo er den letzten, von der Zivilisation noch weitgehend unberührten Bergstämmen das Licht der Wahrheit bringt.

    Bei seinem Heimatorden, den Benediktinern, ist Frank eine kleine Berühmtheit. Man nennt ihn scherzhaft Der auf dünnem Eis tanzt. Beim heiligen Stuhl ist er allerdings eher berüchtigt, da er regelmäßig Schreiben verschickt, mit dem Tenor „Habt ihr schon daran gedacht, den Xingu-Indianern im westlichen Amazonasbecken das Vaterunser beizubringen?“ oder „Was hält der Heilige Vater von einer Kirche auf Piaúi im Südpazifik?“

    Hier im Süden Bayerns ist Bruder Frank sozusagen in Wartestellung, er brennt darauf, irgendwohin zu neuen Missionsreisen aufzubrechen. Bietet jemand ihm an, eine Reise irgendwohin zu machen, die er nicht selber finanzieren muss, so ist er sofort dabei, ohne erst in Rom nachzufragen. Er hat ausgezeichnete geograpische Kenntnisse, insbesondere über den Norden, beherrscht die Sprache mancher Dschungelvölker in Bruchstücken und kann das Vaterunser in 14 Sprachen aufsagen (jedesmal mit Grütlier Dialekt).

    Frank ist davon überzeugt, daß die Welt gerettet wird, wenn erst alle Menschen das Vaterunser (Grütli-Dialekt) können. Er ist ein zuverlässiger Begleiter, der so manchen Abenteurer in den Schatten stellt, da er nicht so leicht einzuschüchtern ist und über profunde Glaubens-, Orts- und Sprachkenntnisse verfügt. Zumal hat er eine große Überzeugungskraft, da er an das, was er predigt, aus vollem Herzen glaubt und unbewusst sein mediales Talent einsetzt, um die richtigen Worte zu finden.

    Er hat seine urgemütliche Schwytzer Ruhe behalten, seine Reaktionen sind nicht die allerschnellsten. Er ist aber mit einer schönen Stimme gesegnet, die sowohl kirchliche wie auch weltliche Lieder zum Besten geben kann. Sein Gesang: „Glauhahaubeht miihhirr, vehhrtrrrauuuuuuut auf Goooottttt!“ ist bei den Eskimos berühmt. Trotz seiner religiösen Gebundenheit ist Frank liberal eingestellt und übersieht viele Unzulänglichkeiten bei seinen Begleitern. Er betet erstaunlich selten, hat aber meist das Glück, aus brenzligen Situationen schnell zu entwischen.



    Frank Stans (Kirchenmann)

    Größe: 174 cm, Gewicht: 80 kg, rechtshändig – 25 Jahre – Ruhmespunkte: 15/4 – SG 3

    St 74, Ge 68, Gw 84, Ko 77, In 91, mT 87, Au 55, pA 93, Sb 81, Wk 83

    13 LP, 20 AP – B 19 – SchB+2 – Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Schrotflinte+6 (2W6+1); Raufen+7 (1W6-2) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+10, Beredsamkeit+14, Erste Hilfe+8, Gesetzeskunde+13, Kunstverständnis+6 (bei Alphörnern +13), Linguistik+12, Naturkunde+5, Okkultismus+11, Überleben+8, Zeichensprache+10

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +11/+11, Englisch +6/+6, Inuinnaqtun +6/0, Italienisch +19/+19, Latein +6/+12, Schwytzerdeutsch +19/+19

    Der Beitrag Frank Stans erschien zuerst auf Midgard-1880.

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    Archäologe

    Hjalmar R. Holand (das „R.“ steht für „Ragnarsson“) wurde 1844 in Milwaukee, Wisconsin als Sohn isländischer Einwanderer der dritten Generation geboren. Schon in früher Kindheit erweckten die Erzählungen seines Großvaters sein Interesse an den alten Mythen und Sagen seiner isländischen Vorfahren, insbesondere der Wikinger. So überraschte es nicht, dass er an der University of Wisconsin in Milwaukee Geschichte und Philologie studierte und sich auf Nordeuropa sowie die germanischen Sprachen spezialisierte. Ein Stipendium (nicht schwer zu erhalten, da in den USA der von ihm belegte Sudiengang kaum ausgebildet war und eigentlich nur in Milwaukee angeboten wurde) ermöglichte ihm einen zweijährigen Aufenthalt in Island und Norwegen. Er erhielt das Stipendium, da er nachweisen konnte, neue Erkenntnisse der Reisen der Wikinger nach Amerika, damalsVínland genannt, gewinnen zu können. Aus diesem Grund gelang es ihm auch, von der Universität Rejkjavik einen Forschungsaufenthalt genehmigt zu bekommen, da es im Interesse der Nordeuropäer war, die Vorstellungen, Columbus sei der erste Europäer in Amerika gewesen, zu unterlaufen.

    Hjalmar befasste sich in Europa eingehend mit den einschlägigen Sagas (insbesondere derGrænlendinga Saga und Eiríks Saga), doch die erhoffte neue Erkenntnis blieb aus. Zwar veröffentlichte er eine Schrift, die Vínland ins nördliche Amerika, nördlich des Hudson Rivers, verlegte, doch konnte sich diese Ansicht ebenso wenig wirklich durchsetzen wie diverse andere, die zu diesem Zeitpunkt kursierten. Allerdings flossen die Forschungsgelder sowohl aus Milwaukee als auch aus Rejkjavik weiter. In die USA zurückgekehrt, verlegte er sich auf den Nachweis von Zeugnissen der Anwesenheit der Wikinger, zuerst an der Küste, dann später auf dem Festland. Der Turm von Newport (auf Rhode Island), der seit etwa 200 Jahren in Manuskripten belegt war, bot sich zwar an, doch konnte Hjalmar, genauso wenig wie andere Forscher vor ihm, das genaue Alter sowie die Abkunft des Turms bestimmen. Da sich keine weiteren Anknüpfungspunkte für seine Thesen anboten, schien seine Forschung in eine Sackgasse geraten zu sein.

    Dann aber kam ihm die Idee: Er wusste ja ausreichend über die Ereignisse um das Jahr 1000, die in den Sagas beschrieben wurden, Bescheid, und Phantasie hatte er im Übermaß. Warum also nicht einen authentischen Beleg erstellen, der so aussah, als wäre er echt? Im Prinzip war er das ja auch, denn Hjalmar würde nur das, was er ohnehin wusste, in eine auch dem Rest der Fachwelt mundende Form umsetzen. Also vertiefte er sich nochmals in seine Quellen sowie die ihm zur Verfügung stehenden Texte über altnordische Runen. Am Ende seiner Forschungen stand ein anderthalb Meter hoher, oben abgerundeter Stein, den er nach gründlichem Studium der bekannten Funde möglichst genau an einen der in Island gefundenen Runensteine anlehnte. Nachdem er sich eine plausible Geschichte der weiteren Besiedlung Nordamerikas durch die Wikinger ausgedacht hatte, ritzte er schließlich in wochenlanger Arbeit eine umlaufende Runenschriftreihe entlang der Ränder des Steins:

    „Acht Schweden und zweiundzwanzig Norweger auf Erkundungsfahrt von Vínland aus nach Westen. Wir lagerten bei zwei Felseninseln eine Tagesreise nördlich dieses Steins. Eines Tages fuhren wir auf Fischfang. Als wir zurückkehrten, fanden wir zehn Männer rot mit Blut und tot. A V M beschütze uns vor dem Bösen. Wir haben zehn Männer am Meer, um nach unseren Schiffen zu sehen, die zwei Wochen von dieser Insel entfernt sind. Jahr 1392.“

    Die Runen hatte Hjalmar sorgfältig durchdacht: Zwar glichen sie im großen und ganzen den bekannten Futhork-Runen der Wikinger, doch hatte er auch einige Veränderungen einarbeitet, die sich im Lauf von vier Jahrhunderten zwangsweise ergeben mußten. Durch das „A V M“ (= „Ave Virgo Maria“) bezog er auch gleich die Tatsache ein, dass die Vínland-Siedler vermutlich bereits christianisiert aus Grönland kamen. Der Eintrag bezüglich der Jahreszahl war natürlich der wichtigste, „bewies“ er doch, dass die Wikinger im Jahr 1392 noch auf dem amerikanischen Festland waren. Nachdem die Runen fertiggestellt waren, benutzte Hjalmar seine rudimentären chemischen Kenntnisse, um den Stein künstlich zu altern, damit man ihm das angegebene Jahr auch abnehmen würde. Als auch dies erfolgreich geschehen war, überlegte er sich, wo genau denn der Stein gefunden werden sollte. Nach reiflicher Überlegung entschied er sich schließlich für Kensington, Minnesota: Der Ort war weit genug von der Küste entfernt, um von beachtlichen Aktivitäten der Wikinger zu künden, aber nicht zu weit, um unglaubwürdig zu wirken. Und so transportierte Hjalmar den Stein im Herbst des Jahres 1877 heimlich in die Nähe von Kensington und vergrub ihn.

    Im Frühjahr des Jahres 1878 sorgte Hjalmar schließlich dafür, dass der Stein „gefunden“ wurde. Er tat dies nicht selbst, sondern streute geschickt Gerüchte über Gold und Schätze aus, die einige Schatzsucher auf den Plan riefen. Einer von diesen fand schließlich den Stein und informierte die Stadtverwaltung, wohl in der Hoffnung, dafür Geld zu erhalten. Der Stein war voller sonderbarer Runen, und da Hjalmar im Mittleren Westen der USA dieAutorität für Runen war, wurde er schon bald an den Fundort gebeten. Hjalmar ließ sich Zeit mit der „Untersuchung“ und präsentierte nach zwei Monaten schließlich die obige „Übersetzung“. Direkt danach gab er den Stein für die Untersuchung anderer Kollegen frei, war dabei allerdings tunlichst darauf bedacht, niemanden aus Europa einzuladen, da er befürchtete, dass Wissenschaftler von dort ihn durchschauen könnten.

    Der Stein war die erwartete Sensation: Nachdem Hjalmar ihn für echt erklärt hatte, schlossen sich sämtliche Archäologen und Historiker der USA, die sich den Stein ansahen, dieser Ansicht an. Hjalmars Ruhm stieg ins Unermessliche, und die Erlöse aus Veröffentlichungen und Vorträgen ließen ihn zu einem wohlhabenden Mann werden. In ganz Amerika war er als Redner gern gesehen. Sein Buch über den „Kensington-Stein“ (The Kensington Stone, Wisconsin 1878) wurde rasch ein Bestseller nicht nur in Fachkreisen, sondern auch in der nicht-wissenschaftlichen Bevölkerung und legte den Grundstein für eine ganze Reihe von (spekulativen) Werken und gar Romanen zur Besiedlung Amerikas durch die Wikinger. Hjalmar genoss den um ihn betriebenen Rummel und veröffentlichte ab und an ergänzende Werke, die den von ihm begründeten Mythos weiter vertieften und ausbauten.

    Im Frühjahr 1879 kündigten sich die ersten Wissenschaftler aus Island und Norwegen an, gefolgt von Gelehrten aus England und Deutschland. Obwohl Hjalmar anfänglich Besorgnis verspürte, gelang es ihm doch, alle Bedenken zu zerstreuen, Bedenken, die sich hauptsächlich gegen die verwendeten Runen richteten. Da es ihm nun auch gelungen war, die in Wikinger-Angelegenheiten weitaus erfahreneren Europäer zu täuschen, wähnte Hjalmar sich am Ziel seiner Wünsche. Leider hatte er die Rechnung ohne den sehr gründlichen deutschen Philologen Erik Moltke gemacht, der im Herbst 1879 nach Milwaukee kam und sich dem folgenden Winter über eingehend mit dem Kensington-Stein befaßte. Moltke, eine Autorität auf dem Gebiet der altgermanischen Runen, gelang es schließlich, aufgrund der Spuren der von Hjalmar benutzten Werkzeuge im Vergleich zu denen, die den Wikingern wohl zur Verfügung gestanden hatten, ihm eine Fälschung anzudichten, die zu diesem Zeitpunkt zwar nicht zu beweisen war, aber dennoch stark am strahlenden Stern des amerikanischen Wissenschaftlers zehrte. Die vernichtenden Worte Moltkes in Studia scandinavistica vom Frühjahr 1880 leiteten den Anfang vom Ende des Ruhms des Hjalmar R. Holand ein:

    „Niemals zuvor stand ein trüglicher ‚Beweis‘ auf so tönernden Füßen und verriet sich selbst so eindeutig. Dass er sich überhaupt so lange hat halten können, liegt einzig daran, dass er sich geschickt jeder Art von wahrer wissenschaftlicher Untersuchung entziehen konnte.“

    Während Hjalmar und Moltke sich in den Fachpublikationen noch erbitterte Diskussionen lieferten, schalteten sich von dem emsigen Deutschen beauftragte Chemiker in den Streit ein. Ihnen gelang es im Sommer 1880 innerhalb weniger Wochen, den künstlichen Alterungsprozeß des Steins nachzuweisen und Hjalmar tatsächlich als Schwindler zu entlarven. Während Moltke und seine Gefolgsleute, in erster Linie der Norweger Johannes Brønsted, genüßlich und sehr effektiv seine Fälschung öffentlich zerlegten, machte sich Hjalmar hastig auf den Weg nach England, kurz bevor ihm Stellung, Gehalt und Privilegien der Universität Milwaukee entzogen wurden. Den Großteil seiner Geldes konnte er mit sich nehmen, doch seine wissenschaftliche Karriere auf dem Gebiet der Altnordistik war, aller seiner profunden Kenntnise zum Trotz, am Ende. Es gelang ihm gerade noch, sein zweites Buch, Westward from Vinland, bei einem New Yorker Verleger unterzubringen, bevor er das Schiff nach England bestieg.

    Seit Herbst 1880 befindet sich Hjalmar in England und ist auf der Suche nach neuen Stoßrichtungen, in die er seine Interessen und immer noch beträchtlichen Geldmittel lenken kann – Ägypten sieht da ganz gut aus… Zwar hat Hjalmar nicht die geringste Ahnung von Ägyptologie, doch ist er wohlhabend und auch charismatisch genug, um sich an einer Ausgrabungsstätte (oder an jedem anderen Ort, solange er nicht gerade in Nordeuropa oder dem Mittleren Westen der USA liegt) gut darstellen und die besten Hilfskräfte einstellen zu können. Da sich seine Veröffentlichungen trotz (oder gerade wegen?) des akademischen Banns in halbwissenschaftlichen Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreuen (der Kensington-Stein war bereits Thema dreier auf dem amerikanischen Buchmarkt erschienener Romanzen), ist ihm ein ständiges Einkommen geblieben, das ihm von seinen diversen Verlegern quartalsweise zugeschickt wird. Aufgrund dieses Systems der Geldbeschaffung kann es durchaus möglich sein, dass Hjalmar nicht in jeder Situation über ausreichende Geldmittel verfügt. Sollten vor Ort Ausgaben notwendig werden, deren Wert 1.000 US-Dollar überschreitet, wird er mit etwas kleinlichem Gesichtsausdruck davon Abstand nehmen und seinen „unzuverlässigen Verleger“ beschimpfen, der wieder einmal nicht in der Lage gewesen war, ihm sein hart erarbeitetes Geld rechtzeitig zukommen zu lassen.

    Hjalmar ist derzeit bemüht, sich in Europa eine neue Heimat und einen neuen Ruf als wohltätiger Mäzen der Wissenschaften aufzubauen. Dies versucht er in erster Linie durch Finanzierung von und Teilnahme an wissenschaftlichen Expeditionen und Entdeckungsreisen, vorzugsweise weit weg von Nordeuropa. Er ist immer makellos und wertvoll gekleidet, lässt allerdings manchmal ein wenig den dezenten Geschmack vermissen und übertreibt etwas. Er ist sehr freundlich, aber gleichzeitig bestimmend und ein wenig überheblich; außerdem schwingt eine für begüterte Amerikaner nicht untypische Mischung aus Jovialität und Besserwisserei in seinen Äußerungen mit. Obwohl er beinahe fließend Deutsch und Isländisch spricht, kultiviert er in beiden Sprachen einen wahrnehmbaren amerikanischen Akzent. Sobald er sich außerhalb seines angestammten Fachgebiets befindet, behilft er sich mit der Einstellung, dass Halbwissen und viel Geld eine solide Grundlage für den Weg zum Erfolg sind.

    Hjalmar ist stets bemüht, sich den europäischen Sitten, so wie er sie sieht, anzupassen; so besteht er strikt auf der Einnahme des englischen Fünf-Uhr-Tees, ungeachtet seiner Umgebung und der Situation, obwohl er kein großer Teetrinker ist und die Feinheiten der verschiedenen Teesorten nicht auseinander halten kann. Nimmt er an Expeditionen teil, verfügt er in der Regel über die bestmögliche Ausrüstung und versucht, die besten und erfahrensten Kräfte anzuheuern. Seine neue Taktik besteht darin, die gefundenen Erkenntnisse nicht als die seinen auszugeben, aber deutlich werden zu lassen, dass sie ohne seine Hilfe und seine großzügige, selbstlose finanzielle Unterstützung nicht zustande gekommen wären.



    Hjalmar R. Holand (Archäologe)

    Größe: 179 cm, Gewicht: 82 kg, rechtshändig – 36 Jahre – Ruhm 6/6 – SG 2

    Einkommen G

    St 43, Ge 74, Gw 72, Ko 56, In 88, mT 29, Au 85, pA 98, Sb 90, Wk 65

    15 LP, 21 AP – B 25 – SchB+1 – Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Pistole+6 (1W6+2); Raufen+5 (1W6-3) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+11, Chemie+5, Fotografieren+8, Geschichte+7, Kunstverständnis+9, Linguistik+7, Reiten+14, Sprachbegabung+6

    Sprechen/Schreiben: Deutsch+15/+15, Englisch+19/+19, Isländisch+15/+15

    Ausrüstung: Hjalmars Ausrüstung ist der jeweiligen Situation angemessen, in der er sich befindet; der Spielleiter kann davon ausgehen, dass er die bestmögliche Kleidung trägt und alle Ausrüstungsgegenstände, die ihm für eine Expedition notwendig erscheinen, mit sich führt.

    Auf jeden Fall hat er eine wertvolle Taschenuhr, eine Lesebrille (weniger, weil er sie bräuchte, sondern um distinguiert auszusehen) und ein Monokel (je nach Situation wahlweise einsetzbar). Aus gleichem Grund trägt er eine Pfeife mit mehreren Tabaksorten, obwohl er eigentlich gar kein Raucher ist. In der Regel hat er die Entsprechung von 500 US-Dollar in Landeswährung in seiner Brieftasche, dazu Reiseführer, Stadtpläne und was immer er bei der Vorbereitung noch des Einkaufens für notwendig erachtete. Seine Devise lautet: Im Zweifelsfall lieber zuviel als zuwenig einkaufen!

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    Händler

    Ronald O’Harley gilt – wohl nicht zu Unrecht – als einer der reichsten Männer der Welt. Sein unheimliches Vermögen, verdient er als Teilhaber zahlreicher afrikanischer Diamantminen und dem Handel mir orientalischen Kräutern.

    Geboren wurde er am 27. März 1823 in Coveloom, einem kleinen irischen Dorf. Dort wuchs er zwischen Schafen und Kühen auf, fernab jeglicher Zivilisation. Die Dorfbewohner gehörten zu jenem Menschenschlag, die sich kaum Gedanken darüber machen, wie groß die Welt ist. So wuchs Ronald auf, ohne zu wissen, dass hinter den Hügeln, die das Dorf umgaben, mehr lag, als die nächstgrößere Stadt.

    Und er wäre wohl auch für den Rest seines Leben Viehzüchter gewesen, wenn nicht der Bruder seines Großvaters, Stringer Wellesley, gestorben wäre, der seinem Großneffen Ronald sein Unternehmen, die Wellesley Mines Company, vererbte. Die einzige Voraussetzung war, dass der kleine Bauernsohn Ronald (er war damals gerade acht Jahre alt) sich unverzüglich nach Dublin begeben sollte, um dort, natürlich auf die Kosten seines verstorbenen Großonkels, das beste Internat besuchen und dann Wirtschaft studieren sollte. Seine Eltern musste damals nicht lange darüber nachdenken und ließen ihn ziehen.

    Für den Jungen vom Lande war Dublin ein Kulturschock, und es sollte beinahe ein Jahr dauern, bis er sich darin zurechtfand. Danach dauerte es noch einmal die doppelte Zeit, seine Eltern zu vergessen, denn er hatte sich eigentlich mit Händen und Füßen gegen das Studium gewehrt. Dazu kam noch, dass er sich in dem Internat sowohl von Schülern als auch von Lehrern hochnäsig behandelt wurde. Ein jeder fand es lachhaft, dass der „Kleine aus dem Unterholz“ eines der am besten laufenden Unternehmen Irland erben sollte. So wuchs in dem Jungen der Wille, es all jenen zu zeigen, die ihn verachteten. Aus ihm wurde ein zurückgezogener Mann, der ständig hinter seinen Büchern saß. Als er die Schule vorzeitig mit einem exzellenten Abschluss beendete begab er sich unverzüglich zum Studium, wo er sich als besonders kluger und voraussichtiger Geschäftemacher hervortat.

    Inzwischen war er erpicht darauf, das Unternehmen zu leiten, das nun seid immerhin fünfzehn Jahren auf ihn wartete. Er erwartete eine größere Herausforderung, denn das Studium war ihm nach eigener Aussage „zu simpel“ gewesen, und er hatte es gehasst „mit Dilettanten über die einfachsten Fragen zu diskutieren“. So nahm er auch die Herausforderung an und holte sich alsbald einen Doktortitel für Wirtschaft. Das brachte seine letzten Kritiker zum Verstummen. Im Jahr 1848 konnte er endlich im Alter von 25 Jahren hinter den Schreibtisch seines Großonkels treten und musste feststellen, dass der Verwalter, William Skinner, das Unternehmen heruntergewirtschaftet hatte. Aber Ronald, der inzwischen zu einem Mann von Welt geworden war, setzte sich mit großer Motivation daran, das Handelsimperium seines Großonkels wieder zu altem Glanz zu führen. Seine erste Handlung bestand darin, die Wellesley Mines Company in Harley Diamnonds & More umzubenennen. Damit wollte er klarstellen, dass er sich die Ziele höher steckte, als der Vorbesitzer. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit fand er viele neue Minen und konnte wieder das Vertrauen der anderen Minenbesitzter und das der Gewürzkontore in Indien gewinnen.

    Kurz darauf heiratete er die Preußin Katja von Galen, entgegen aller Gerüchte aber tatsächlich nur aus Liebe und nicht aus geschäftlichen Gründen, wie es insbesondere derDaily Telegraph gerne darstellte.

    Heute lebt Ronald in seiner Villa am Champ-Elysées und genießt einen exzentrischen Lebensstil. Dieses zeigt sich vor allem in der indischen Einrichtung seins Hauses und daran, dass er nur indischen Tee trinkt und Wasserpfeife raucht. Das wäre für einen reichen Mann eigentlich nicht so ungewöhnlich. Seltsamere Eigenarten sind, dass er nur rote Kleider trägt und dass er in seinem Haus Gerüchte halber nie etwas anderes trägt als einen Bademantel.

    Besorgnis erregender ist seine Paranoia. Eine der skurrilsten Auswirkungen hiervon ist, dass er nur Kerzen benutzt, da er der Meinung ist, dass Petroleum viel gefährlicher ist. Sein ständiger Begleiter Richard Carey ist sein Vorkoster. Dies fußt auf der Überzeugung, dass die Engländer die HDM zerstören wollen – die Firma eines finanzkräftigen und einflussreichen Iren, die sicherlich eine Gefahr für sie sein muss! Auch glaubt er oft an Angriffe auf sein Leben. Deshalb ist er für einen Geschäftsmann ein unglaublicher Schütze. und seine Pistole mit Jadegriff ist inzwischen legendär.

    Sein ganzer Körper und sein Gesicht wirken sehr voluminös, wozu die kleine Nase und die eingefallenen Wangen nicht passen wollen. Sein Haupt schmücken schwarze Haare, elegant mit einigen silbernen Strähnen dazwischen. Allerdings beginnt das Haar sich oberhalb schon zu lichten. Er wirkt sehr kompetent und wenn er will auch ein wenig beängstigend. In einer entsprechenden Situation, zum Beispiel beim gemütlichen Verweilen, ist er aber auch sehr jovial und väterlich.

    Ronald träumt von einem weltweiten Eisenbahnimperium, insbesondere, um eine Direktverbindung von Europa nach Indien zu erzielen, die seine Geschäfte unabhängig vom Seehandel und der Fahrt durch den Sueskanal machen soll. Allerdings stellt die gebirgige Landschaft, die er ab dem Osmanischen Reich durchqueren müsste, derzeit noch ein unüberwindbares Hindernis dar. Nichtsdestotrotz investiert Ronald gerade sehr viel in die Entwicklung neuer und besserer Eisenbahnsysteme und -technologien. Derzeit sind allein drei Patente zur Verbesserung der erst vor wenigen Jahren eingeführten Schlafwägen in Arbeit.

    Als ersten Schritt in Richtung dieses Ziels hat sich Ronald mit der Errichtung einer ununterbrochenen Zugverbindung von Paris nach Konstantinopel mittels eines Luxuszugs zu beschäftigen begonnen. Er weiß, dass er in diesem Unterfangen nicht allein ist, und er befürchtet, den Wettbewerb mit der Compagnie Internationale des Wagon-Lits des Belgiers Georges Nagelmackers zu verlieren (die in der Tat ab 1883 den Orient-Express auf die Schiene bringen wird). Da ihm aber klar ist, dass die CIWL aus politischen und technischen Gründen (unterschiedliche Spurweiten) auf absehbare Zeit keine Direktverbindung schaffen kann, sondern nur diverser Einzelstrecken, die mittels Fähren verbunden werden und mehrere Zugwechsel beinhalten, sieht er sich noch gut im Rennen.

    Ronald O’Harley ist ein großzügiger und allerlei – auch innovativen – Ideen zum Thema „Zugverkehr“ aufgeschlossener Mensch, in dem entsprechend interessierte Abenteurer stets einen Auftraggeber und Mäzen finden werden. Seine zu diesem Zweck gegründete Firma,die Harley East Rails (HER) trägt als Symbol die Abkürzung des Namens in geschwungenen goldenen Buchstaben über einer ebenfalls goldenen Harfe auf einer Weltkugel.



    Dr. Ronald O’Harley (Händler)

    Größe: 193 cm, Gewicht: 107 kg, rechtshändig – 57 Jahre – Ruhm: 79/23 – SG 16

    St 54, Gs 45, Gw 38, Ko 83, In 100, mT 23, Au 42, pA 81, Sb 50, Wk 78

    16 LP, 16 AP – B 22 – Sechster Sinn+0

    Sinne: Sehen+8; Hören+8, Riechen+8; Schmecken+8; Schmecken+8; Tasten+8, Sprachbegabung+6

    Angriff: Pistole+16 (1W6+2); Raufen+4 (1W6-4) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+14, Beredsamkeit+10, Buchführung+18, Geschäftstüchtigkeit+17, Geschichte+8, Konversation+12, Menschenkenntnis+13, Schauspielern+10, Sprachbegabung+6, Verhören+15

    Sprechen/Schreiben: Arabisch+12/+12, Englisch+20/+20, Hindi+15/+13, Irisch-Gälisch+19/+19, Mandarin-Chinesisch+11/+0, Türkisch+17/+15

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    Baby-Farmerin

    Im Viktorianischen England gibt es viele Frauen, die wie Mrs. Pembroke unehelich geborene oder aus anderen Gründen unerwünschte Babys ”in Pflege nehmen” – für ein hübsches Sümmchen, versteht sich. Solche Leute nennt man Baby-Farmer. Während die im folgenenden vorgestellte Mrs. Vera Pembroke eine erfundene Gestalt ist, sei betont, dass es derartige Baby-Farmer aber tatsächlich gegeben hat.

    Hausmädchen, Prostituierte und sogar Damen aus gutem Hause geraten mitunter in Verlegenheit. Abtreibungen sind in mehr als nur einer Hinsicht ein großes Risiko, so dass viele Frauen das unerwünschte Kind austragen. Während der letzten Monate der Schwangerschaft verstecken sich die Frauen oft in billigen Absteigen oder ziehen sich ”zur Erholung” auf ein abgelegenes Landhaus zurück, um nicht ins Gerede zu kommen. Die Niederkunft erfolgt nur sehr selten in Krankenhäusern, da diese über Geburten Buch führen. Es gibt jedoch verständige Ärzte, die für ein Entgelt eine Totgeburt ins Register eintragen. Auf dem Lande gibt es eine Reihe diskreter ”Pensionen”, in denen die Schwangere zumindest den Beistand einer Amme erhält. Dennoch sterben manche dieser Frauen im Kindbett, weil die medizinische Versorgung unzureichend ist.

    Nach der Niederkunft wird das Neugeborene manchmal an der Waisenhauspforte oder auf der Kirchenschwelle ausgesetzt, meistens jedoch in Pflege gegeben. Es gibt durchaus redliche Agenturen und Vermittler, die versuchen, für die Säuglinge ein liebevolles oder doch pflichtbewusstes Heim zu finden. Die Mütter der Babys erfahren normalerweise nicht, wohin ihr Kind vermittelt wird, sie müssen sich mit der Auskunft zufrieden geben, das Kind werde stets gut zu essen haben und von anständigen Christen aufgezogen werden. Es ist üblich, dass die Pflegefamilien dafür, dass sie das Kind aufnehmen, eine einmalige Prämie oder aber regelmäßige Zahlungen erhalten. Es gibt Familien, die bis zu einem halben Dutzend solcher Kinder haben und praktisch ganz von diesem ”Geschäft” leben. Manche dieser Pflegeeltern halten ihren Teil der Abmachung ein und geben den Kindern ein gutes Zuhause, andere gestehen den Pfleglingen kaum das Allernötigste zu und haben daher einen gewissen ”Schwund”.

    Mrs. Pembroke ist jedoch eine besonders hartgesottene Frau. Die Babys, die ihr anvertraut werden, enden nicht in den Armen der versprochenen liebevollen Pflegeeltern, sondern werden irgendwann, wenn nicht mehr die Gefahr besteht, dass die unglückliche Mutter ihr Kind zurückhaben möchte, mit einem Kissen erstickt und im Keller oder Garten beerdigt. Mrs. Pembroke hat in ihrem Haus manchmal bis zu einem Dutzend Säuglinge. Die Babys machen einen verwahrlosten Eindruck, da Mrs. Pembroke nur unregelmäßig die Windeln wechselt. Viele Babys sind wund, krank und abgemagert. Sie erhalten in Gin getunkte Nuckel, damit sie durchschlafen und nicht so viel schreien.

    Um eventuellen Nachforschungen aus dem Wege zu gehen, wechselt Mrs. Pembroke gelegentlich Wohnsitz und Namen. London ist groß, da kann man leicht untertauchen und ein paar Straßen weiter neu anfangen. Viel Mobilar und Habseligkeiten besitzt Mrs. Pembroke nicht, höchstens eine Wagenfuhre voll. Wenn man sie nach einem ihrer Umzüge aufspüren will, empfiehlt es sich nach einem Haus mit Garten Ausschau zu halten, nicht weit entfernt vom nächsten Milchgeschäft (wo man sie schnell als gute Kundin kennt). Eventuell hat Mrs. Pembroke ja sogar Waschtag und hat viele frisch gewaschene Windeln im Garten auf der Leine hängen …

    Mrs. Pembroke sieht aus wie jemand, der sein ganzes Leben lang hart gearbeitet hat. Sie hat dünnes graues Haar, das zu einem strengen Knoten zusammengefaßt ist, graue Augen, runzlige Haut und große kräftige Hände. Sie ist groß und dünn, und geht immer mit leicht hochgezogenen Schultern. Seit dem Tod ihres Mannes vor fast 30 Jahren trägt sie stets nur schwarze Kleidung. Sie macht einen strengen, aber respektabelen Eindruck. Um den Hals trägt sie ein silbernes Kettchen mit Kruzifix, an der Hand einen schlichten Ehering.

    Mrs. Pembroke lebt nicht allein. Ihr Sohn Albert lebt bei ihr. Albert ist 36 Jahre alt, geistig jedoch zurückgeblieben. Sein geistiges Alter entspricht dem eines Vierjährigen. Albert ist dafür körperlich umso besser ausgestattet. Er ist fast zwei Meter groß, breitschultrig und stämmig. Sein dünnes blondes Haar lichtet sich schon. Er wird von seiner Mutter jeden Tag rasiert. Seine Gesichtsfarbe ist auffallend rosig. Glücklicherweise hat Albert trotz seines etwas einschüchternden Äußeren ein friedfertiges Gemüt. Außerdem gehorcht er stets seiner Mutter. Sollte er das Gefühl haben, dass man seine Mutter bedroht, wird er hingegen zu einem ernstzunehmenden Gegner.

    Albert redet nicht viel. Von den Babys spricht er – wenn überhaupt – nur als ”Puppen”, denn so nennt seine Mutter die Säuglinge. Tatsächlich hat Albert immer seine (echte) Puppe Mary bei sich. Albert begreift nicht im Geringsten, ”warum die anderen Puppen immer kaputtgehen”. Sollte seine Mutter verhaftet werden oder sterben, landet Albert mit Sicherheit in einem der schrecklichen Londoner Irrenhäuser.

    Mrs. Pembroke mag es nicht, wenn Albert das Haus verlässt. Seine Gegenwart hält die Nachbarn vom Schnüffeln ab. Außerdem hat er gelernt, den Babys die Nuckel fertig zu machen. Er kann also auf die Kinder aufpassen, während Mrs. Pembroke arbeitet oder einkauft

    Wenn man mit Mrs. Pembroke spricht, fällt einem an ihr eine gewisse Unnahbarkeit auf. Sie drückt sich in Gesprächen langsam, aber präzise aus. Dabei gibt sie sich keine Mühe, Sympathien zu erwecken. Sie hat starke Nerven und immer einen kühlen Kopf. Wenn sie das Gefühl hat, man ist ihr auf der Spur, täuscht sie Arglosigkeit vor, um dann bei Nacht und Nebel zu verschwinden.

    Mrs. Pembroke hat durch die Babys schon ein kleines Vermögen auf die Seite geschafft. Ein Teil des Geldes liegt auf der Bank, der Rest ist im Haus versteckt. In ein paar Jahren will sie sich auf dem Lande zur Ruhe setzen und mit ihrem Sohn von den Zinsen leben. Das Geld soll außerdem für Alberts Wohlergehen sorgen, wenn Mrs. Pembroke einmal nicht mehr ist. Mrs. Pembroke hat wenig Interessen, sie liest jedoch regelmäßig Tages- und Wochenzeitungen, und zwar von der ersten bis zu letzten Seite. Besonders berühmte oder berüchtigte Spielerfiguren könnten ihr daher durchaus bekannt sein. Außerdem kommt sie auch über Zeitungsanzeigen an die Babys heran; sie inseriert regelmäßig (unter Verwendung verschiedener Namen) in unterschiedlichen Zeitungen (Antwort: postlagernd).

    Mrs. Pembroke arbeitet gelegentlich aushilfsweise als Pflegerin oder Reinemachefrau in den Londoner Krankenhäusern. Dort kann sie die unglücklichen Mütter ansprechen.



    Szenariovorschläge

    1. Sarah Connor, ein verzweifeltes junges Mädchen, wendet sich an die Abenteuer (oder wird von ihnen daran gehindert, von der London Bridge zu springen): Sie hat vor 6 Monaten ihr uneheliches Baby in Pflege gegeben. Sie war Hausmädchen in einer angesehenen Familie, wurde jedoch, als der Sohn des Hauses sie schwängerte, heimlich mit einer Abfindung vor die Tür gesetzt. Nach der Geburt ihres Sohnes antwortete Sarah in ihrer Verzweifelung auf die Zeitungsannonce einer gewissen Mrs. Victoria Pendleton (Vera Pembroke). Die versprach das Kind, bei freundlichen Bauern in Pflege zu geben. Sarah gab der Frau alles Geld, das sie besaß, damit das Kind es bei den neuen Eltern gut haben sollte. Sarah hat inzwischen eine neue Stellung gefunden. Nun hat jedoch Sarahs ehemalige Brotherrin Mrs. Fortesciu-St.John vom Fehltritt ihres Sohnes erfahren. Sie sieht es als ihre Christenpflicht an, das Kind anständig aufziehen zu lassen, und hat daher Sarah aufspüren lassen. Sarahs Erklärungen über den Verbleib des Kindes haben Mrs. Fortesciu-St.John nicht befriedigt. Wenn Sarah nicht in den Verdacht geraten will, eine Kindesmörderin zu sein, muss sie bald Beweise für die Existenz der plötzlich nicht mehr auffindbaren Mrs. Pendleton herbeischaffen …

    2. Der Hund eines der Abenteurer fördert bei Grabungen im Nachbargarten eigenartige Knochen zu Tage. (Oder: Im Garten oder Keller einer der Spielerfiguren werden bei der Gartenarbeit oder beim Kellerausbau Knochen gefunden.) Bei näherer Untersuchung der Fundstelle lassen sich gut zwanzig Skelette menschlicher Säuglinge identifizieren. Unter den vielen ehemaligen Besitzern des Nachbarhauses befand sich auch eine gewisse Mrs. Pembroke …

    Hinweis an die Spielleiterin: Die Entlarvung der vielfachen Mörderin kann die Abenteurer über Nacht berühmt machen (2W6+2|3). Ein solcher Fall würde allenthalben Schlagzeilen machen, und in der Bevölkerung dürfte wenigstens ein paar Monate lang eine aufgebrachte Stimmung herrschen, die zu immer neuen Verdächtigungen anderer kinderreicher Leute führt.



    Mrs. Vera Pembroke

    Größe: 1,68 cm, Gewicht: 62 kg, rechtshändig – 54 Jahre – Ruhmespunkte: 7/5 – SG 2

    Einkommen: H

    St 95, Ge 88, Gw 68, Ko 74, In 92, mT 42, Au 54, pA 65, Sb 91, Wk 83

    15 LP, 21 AP – B 21 – SchB+3 – Sechster Sinn+2

    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+8 (1W6-1) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+12, Beredsamkeit+10, Erste Hilfe+9, Geschäftstüchtigkeit+9, Medizin+7, Menschenkenntnis+11, Pharmakologie+7, Schauspielern+8, Verkleiden+9

    Sprechen/Schreiben: Englisch +19/+19

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    Spielerfiguren für Abenteuer 1880

    Die folgende Liste ausgearbeiteter Figuren eignet sich besonders für Spielleiterinnen. Diese können aus dem vorhandenen Pool schnell erprobte Abenteurer auswählen, was beispielsweise für eine Spielrunde auf einem Con ideal ist. Für diesen Zweck wurden die folgenden Abenteuer nochmals in einer PDF-Datei zusammengefasst, deren Blätter man den Spielern einfach in die Hände drücken kann. Aber auch für Spieler, die sich erst einmal keine eigene Figuren auswürfeln wollen, kann die Liste zur Fundgrube werden. Da es sich um Figuren für Einführungsrunden handelt, fehlen die zu den Zusatzregeln gehörenden Werte für psychische Belastbarkeit.

    Die Spielerfiguren als PDF (65 KB)

    Dr. Rudolf Breitenstein

    Deutscher Arzt: Größe: 167 cm, Gewicht: 58 kg, linkshändig – 25 Jahre – Ruhmespunkte: 4/2 – SG 1

    G: 100 Mk.

    St 66, Gs 76, Gw 70, Ko 87, In 86, mT 100, Wk 83, Sb 75, pA 27, Au 42

    14 LP, 19 AP – B 21 – SchB+2

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+10, Sechster Sinn+5

    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+6 (1W6-2) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+10, Anthropologie+7, Ballon fahren+14, Erste Hilfe+9, Fahrrad fahren+12, Gerichtsmedizin+5, Medizin+8, Menschenkenntnis+11, Pflanzenkunde+7, Pharmakologie+7

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +19/+19, Englisch +15/+15, Französisch +5/0, Latein 0/+10

    Ausrüstung: Arztkoffer (Inhalt s. Text), billige Taschenuhr, Rasiermesser und Seifenschaum

    Hintergrund: Du bist als Sohn von Ludwig und Emilie Breitenstein wohlbehütet in Potsdam aufgewachsen. Dort hast du auch die Schule besucht und im Alter von 18 Jahren ein überdurchschnittliches Abitur abgelegt. Dein Vater, selbst schon seit jeher an der Medizin interessiert, bestand darauf, dass du ein Medizinstudium aufnehmen solltest. Insbesondere schürten aber die Leistungen des Henri Dunant und sein Einsatz für das Wohlergehen von Kriegsopfern in dir das Bestreben, dich um Kranke und Leidende zu kümmern. Während deines Studiums in Berlin bereitetest du dich mit großem Eifer auf deine zukünftigen Aufgaben vor. Den Beitritt zu einer Burschenschaft hast du, allen Anfeindungen zum Trotz, immer angelehnt; irgendwie kannst du da die Engländer verstehen, die sich in ihrem Studium weitaus disziplinierter verhalten. Sofort nach dem Ablegen deines medizinischen Examens beantragtest du die Mitgliedschaft im Roten Kreuz, vor allem auch, weil du einmal deinen begrenzten Lebensraum verlassen wolltest. Nie würdest du dich als Chirurg an eines der Krankenhäuser mit ihren vorsintflutlichen Methoden binden wollen! Und dein erster richtiger Urlaub wird dich garantiert nach Solferino führen, damit du die erste große Wirkstätte Henri Dunants mit eigenen Augen begutachten und im Sinne des Wortes in den Fußspuren deines Idols wandeln kannst.

    Beschreibung: Du bist von zierlicher Statur, hast zu deinem eigenen Leidwesen überproportional große Hände und neigst bereits in deinen jungen Jahren zu Haarausfall. Wohl deshalb legst du sehr großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Doch leider sind die Geschmäcker verschieden: Deine Lieblingsfarbe ist tannengrün, und in dieser Farbe besitzt du nicht nur einen Anzug, sondern auch mehrere Westen und Krawatten. Diese Grundausstattung kombinierst du wahllos mit anderen Kleidungsstücken sowie einem obligatorischen grau-braunen Filzhut, was dir den Ruf einer „schillernden Figur“ eingetragen hat. Wie viele Angehörige deiner Generation hast du in jungen Jahren dem Ballonflug gefrönt, musstest diesen kostspieligen und aufwändigen Zeitvertreib aber gegen Ende deines Studiums einstellen; ab und zu erzählst du aber noch gern Anekdoten aus jener Zeit. Du hast immer deinen Arztkoffer bei dir, der viele einfache und schnell wirkende Medikamente (z.B. gegen Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit), Bandagen, ein Stethoskop, ein Fieberthermometer, eine Lupe und das Erste-Hilfe-Buch deines hochverehrten Professors Karl-Theodor von Bruch enthält.



    Lieutenant Henri Lerouge

    Französischer Soldat: Größe: 181 cm, Gewicht: 93 kg, rechthändig – 31 Jahre – Ruhmespunkte: 6/3 – SG 2

    E: 50 Mk.

    St 92, Gs 91, Gw 80, Ko 76, In 62, mT 98, Wk 85, Sb 11, pA 71, Au 72

    17 LP, 28 AP – B 26 – SchB+4

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Boxen+8 (1W6), Dolch+8 (1W6+3), Gewehr+8 (2W6+1), Pistole+8 (1W6+2), Säbel+7 (1W6+4); Raufen+9 (1W6) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Fahrrad fahren+12, Gassenwissen+8, Kampf zu Pferd+12, Klettern+13, Körperbeherrschung+8, Reiten+14, Schwimmen+14, Tanzen+12, Verführen+8, Wachgabe+6, Werfen+7

    Sprechen/Schreiben: Englisch +5/0, Französisch +14/+14, Türkisch +5/0

    Ausrüstung: Militärpistole (Schaden 1W6+2) im Schulterhalfter, 30 Schuss Munition, Säbel (Schaden 1W6+4)

    Hintergrund: Du bist das Musterbild des „gerissenen Soldaten“. Schon von Kindheit an (du bist in der Nähe von Lyon aufgewachsen, wo dein Vater bis zum Krieg als Kommandant einer Dragoner-Einheit stationiert war) hat das Militär dein Leben begleitet. So war es kein Wunder, daß du mit vierzehn Jahren in eine Kadettenschule aufgenommen wurdest, um dort für besondere Führungsaufgaben ausgebildet zu werden. Deine Leistungen in den verschiedenen Bereichen stellten deine Ausbilder zufrieden; einzig auf dem Gebiet der Sprachen zeigtest du keinerlei Begabung. Daneben hast du dich als Boxer in deiner Einheit hervorgetan (wobei du dir jedoch auch schon einige Rippenbrüche und mehrere Platzwunden am Kopf zugezogen hast, darunter auch eine bleibende Narbe oberhalb der linken Augenbraue). Im schmachvollen Krieg gegen die Deutschen 1870 hast du an den Schlachten von Fröschwiller-Wörth und Spicheren teilgenommen, bevor du beim Rückzug auf Metz verwundet wurdest und den Rest des Krieges im Fieber lagst. Als du aus dem Lazarett entlassen wurdest, hatte die unwürdige Kapitulation schon stattgefunden. Beim Aufstand der Pariser Kommune warst du noch in Metz, und danach bist du in den Dienst der Dritten Republik getreten. Seit zwei Jahren bist du nun als Militärattaché in Nordafrika eingesetzt, wo es deine Aufgabe ist, für die Sicherung der sich rasch vergrößernden französischen Besitzungen zu sorgen. In dieser Funktion führte dich letztes Jahr eine diplomatische Mission nach England, wo du mit einer Delegation an Verhandlungen über das weitere Vorgehen Frankreichs und Großbritanniens in Ägypten teilnahmst. Im Zuge dieser Aktivitäten hast du dir mit viel Mühe Grundkenntnisse des Türkischen sowie des Englischen angeeignet, damit du dich mit den jeweils Zuständigen verständigen kannst. Leicht gefallen ist dir das nicht … und es langweilt dich. Aber Befehl ist Befehl.

    Beschreibung: Du bist ein mittelmäßiger Schütze mit Gewehr und Pistole, verstehst es als Dragoner aber auch, mit dem Säbel umzugehen. Während du deinen Säbel normalerweise im Reisegepäck trägst, führst du immer eine Militärpistole in einem Schulterhalfter unter dem Jackett mit dir, wie es sich für einen Offizier gebührt. Da du derzeit „in diplomatischer Mission“ unterwegs bist, kleidest du dich in Zivil, wenn auch nicht gerade nach der neusten Mode. Das Auftreten als Zivilist bereitet dir einige Schwierigkeiten; sowohl im eher schroffen Umgangston als auch beim Grüßen verrätst du dich leicht als Soldat.



    Alexandra Koltai

    Ungarische Weltenbummlerin: Größe: 173 cm, Gewicht: 53 kg, linkshändig – 23 Jahre – Ruhmespunkte: 7/9 – SG 2

    I: 200 Mk.

    St 66, Gs 87, Gw 81, Ko 35, In 96, mT 56, Wk 71, Sb 40, pA 80, Au 90

    10 LP, 16 AP – B 22 – SchB+1

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+10, Tasten+8, Sechster Sinn+2

    Waffenfertigkeiten: keine; Raufen+7 (1W6-3) – Abwehr+13, Ausweichen+13

    Allgemeinbildung+11, Beredsamkeit+7, Fingerfertigkeit+9, Konversation+10, Kunstverständnis+13, Okkultismus+13, Reiten+15, Suchen+9, Tanzen+15

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +20/+20, Englisch +16/+16, Ungarisch +20/+20

    Ausrüstung: Modische Kleidung und Accessoires in drei großen Koffern, Schmuck im Wert von 3000 Mark (darunter ein silbernes Medaillon mit dem Bild deiner Mutter), Fläschchen mit Riechsalz

    Hintergrund: Du bist die überaus hübsche Tochter des ungarischen Großgrundbesitzers Ferenc Koltai. Deine Mutter, Elisabeta, stammt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Linz; sie verschwand vor acht Jahren unter mysteriösen Umständen. Das war ein schwerer Schlag für dich, aber auch für deinen Vater, der sich jedoch rasch damit abfand, dass seine Frau ihn verlassen habe, um mit einem jüngeren Mann ein aufregenderes Leben zu führen. Für dich aber ergab diese Erklärung keinen Sinn. Du setztest es dir in den Kopf, hinter das Geheimnis dieses Verschwindens zu kommen. Deine Vermutung über andere Zusammenhänge wurde dabei durch einige Briefe bestärkt, die du vor zwei Jahren zufällig im Polster einer Chaiselounge fandest. Es waren Briefe, die deine Mutter an einen gewissen Pater Nagy geschrieben, aber nicht abgesandt hatte. Dies erinnerte dich daran, dass sie dir schon von Kindesbeinen an etwas über andere, fremde Mächte erzählt hatte, die durch einige wenige, auserwählte Menschen wirken würden. Dieser Pater Nagy schien einer der Auserwählten zu sein. In der Folgezeit befasstest du dich immer mehr mit okkulten und geheimen Lehren und glaubtest, Nagy langsam auf die Spur zu kommen. Für dich ist er der Schlüssel zum Schicksal deiner Mutter. Als du deinem Vater erklärtest, dass du nach ihm – und somit deiner Mutter – suchen wolltest, lachte er dich zuerst aus und wurde dann, als du nicht aufgegeben hast, ärgerlich; ihr trenntet euch im Streit.

    Beschreibung: Du bist eine sehr auffällige und temperamentvolle Person. Dazu trägt nicht nur dein Aussehen bei, sondern auch deine überaus große Garderobe, aufgrund derer du regelmäßig Schwierigkeiten mit deinem Gepäck hast. Zwar ist dir bewusst, dass du damit mehr Aufsehen erregst, als notwendig ist, andererseits kann man ja auf einen gewissen Komfort nicht verzichten. Außerdem bist dir wohl gewahr, dass die Suche nach deiner Mutter dich sicherlich in Kreise führen wird, die auf ein gepflegtes Äußeres, modische Kleider und all das schmückende Beiwerk, das einer jungen Frau erst den richtigen Glanz verleiht, Wert legen. Außerdem kann es ja gar nicht sein, daß jemand deinen Wünschen nicht nachkommen möchte; auf irgendeine Art und Weise kannst du dich schon durchsetzen – wenn nicht mit Charme oder Geld, dann vielleicht mit einem Schwächeanfall? Ein Wutausbruch hingegen sollte nur das letzte Mittel sein, da es als so wenig damenhaft gilt – aber manchmal kann man sich einfach nicht beherrschen… Wie alle jungen Ungarinnen guten Geblüts kannst du reiten, wie es auch deine angehimmelte Kaiserin Sisi kann.



    Natalia Rapponowa

    Russische Agentin: Größe: 163 cm, Gewicht: 49 kg, beidhändig – 25 Jahre – Ruhmespunkte: 5/8 – SG 2

    E: 50 Mk.

    St 69, Gs 73, Gw 92, Ko 88, In 64, mT 66, Wk 71, Sb 100, pA 70, Au 69

    16 LP, 22 AP – B 21 – SchB+2

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+3

    Waffenfertigkeiten: Dolch+6 (1W6+1), Pistole+6 (1W6+2); Raufen+8 (1W6-2) – Abwehr+13, Ausweichen+13

    Beschatten+9, Einbrechen+9, Gassenwissen+10, Kryptographie+6, Schauspielern+8, Schleichen+9, Verbergen+6, Verkleiden+10 – Eidetik+12

    Sprechen/Schreiben: Englisch +14/+14, Französisch +14/+14, Russisch +18/+18

    Ausrüstung: Schminkkoffer (s.u.), gefälschter britischer und französischer Paß, ein Satz Dietriche, ein Schächtelchen mit Zigaretten, Streichhölzer, getarnter Dolch (s.u.; Schaden 1W6), kleine Pistole (Schaden 1W6), 10 Schuss Munition

    Hintergrund: Du entstammst einer adligen (wenn auch verarmten) Familie aus dem Großraum St. Petersburg. Du siehst gut aus und bist von zierlicher Gestalt. Durch einige verwirrende Umstände, die niemanden etwas angehen (aber im Prinzip viel mit deinem Bruder zu tun haben, dem man anti-zaristische Umtriebe vorwarf, ohne dies wirklich beweisen zu können – aber das hat in Russland noch nie jemanden gestört) bist du in die Fänge des zaristischen Geheimdienstes geraten und hast dir im Lauf der Zeit einen Ruf als tüchtige und zuverlässige Agentin des Zaren erworben. Dein letzter Auftrag führte dich nach Frankreich, wo du Gerüchten über geplante Ausdehnungen der französischen Einflusssphäre in China nachgehen solltest. Aufgrund deiner gesellschaftlichen Stellung kamst du auch schnell in Kontakt mit einem arglosen General, der dir nach Einsatz deiner Reize die gewünschten Informationen zugänglich machte. Nach vollendeter Arbeit hast du Frankreich verlassen und dich zur Verwischung deiner Spuren erst einmal nach London begeben, von wo aus du später nach Russland zurückkehren wolltest. In London allerdings hast du erfahren, dass die Franzosen deinen Weg nachvollzogen und einen Agenten auf dich angesetzt hatten. In diesem Moment hast du deine Pläne geändert und versuchst nun erst einmal, diesen Agenten durch Herumreisen innerhalb Europas abzuschütteln.

    Beschreibung: Aufgrund deines Berufs bist du es gewohnt, dich unauffällig zu verhalten. Entsprechend besitzt deine Kleidung eine schlichte Eleganz, die (mit einigen einfachen Modifikationen) weder im Großbürgertum noch in der bürgerlichen Mittelschicht auffallen würde. Deine Garderobe ist, nach russischer Mode, hauptsächlich in Brauntönen gehalten. Zu deiner Reiseausstattung gehört neben einem inhaltsreichen Schminkkoffer (der auch einfache Verkleidungen ermöglicht) ein silbernes Kreuz, das du häufig um den Hals trägst und das einen kleinen Dolch beinhaltet. Daneben versteckst du in deinen Röcken gewöhnlich eine kleine Damenpistole, die du aber nur im äußersten Notfall einzusetzen bereit bist (zumal sie nur über einen Schuss verfügt). Du rauchst gelegentlich, bist dir aber bewusst, dass es in gesellschaftlichen Kreisen als verpönt gilt, wenn Damen dies tun; von daher bemühst du dich, nur dann zu einer Zigarette zu greifen, wenn keine Herren der Gesellschaft in der Nähe sind und es deinem Ruf auch anderweitig nicht schaden kann.



    Pater Roger McBearn

    Englischer Kirchenmann: Größe: 179 cm, Gewicht: 93 kg, rechtshändig – 31 Jahre – Ruhmespunkte: 4/1 – SG 1

    D: 20 Mk.

    St 85, Gs 39, Gw 67, Ko 99, In 98, mT 31, Wk 94, Sb 33, pA 100, Au 89

    18 LP, 26 AP – B 21 – SchB+2

    Sehen+4 (kurzsichtig), Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Keule+5 (1W6+1); Raufen+7 (1W6-2) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+11, Archivwesen+12, Beredsamkeit+12, Buchführung+6, Geschichte+9, Gesetzeskunde+8, Hypnose+8

    Sprechen/Schreiben: Englisch +20/+20, Griechisch +11/+11, Latein +11/+11

    Ausrüstung: Kreuz, Gebetbuch, einfacher schwarzer Anzug mit schwarzem Mantel, Brille im Etui

    Hintergrund: Du bist der vierte und jüngste Sohn einer nordenglischen Familie. Dein Vater James und deine Mutter Jane beschlossen schon kurz nach deiner Geburt, dass du die Kirchenlaufbahn einschlagen solltest. Bereits im Alter von vier Jahren wurdest du in die Obhut der Anglikanischen Kirche gegeben. Unter der dort herrschenden harten Zucht bist du zu einem gebildeten und gutaussehenden Mann herangewachsen. Während dein ältester Bruder James das kleine Anwesen der Familie nach dem Tod eurer Eltern erbte und nun von der Schafzucht lebt, haben deine Brüder Henry und George die Militärlaufbahn eingeschlagen. Während George Karriere im Diplomatischen Korps machte, starb Henry schon kurz nach seiner Ausbildung bei einem Scharmützel auf der Krim. Dein Interesse für Kirchengeschichte und die damit verbundenen Irrungen und Wirrungen haben dazu geführt, dass dir deine Kirchenoberen ein klein wenig mit Misstrauen begegnen und dich deshalb häufig vom Dienst an der Gemeinde frei stellen, damit du auf „Studienreise“ gehen kannst. Dadurch hast du schon viel von Europa gesehen, in der Regel aber nur die großen Kirchen und Bibliotheken.

    Beschreibung: Du bist ein menschenscheuer Typ, aber ein aufrechter Diener Gottes. Dein einziger Fehler ist übertriebene Eitelkeit. So wäre es notwendig, dass du aufgrund deiner Kurzsichtigkeit eine Brille trügest; zwar besitzt du einen solchen Gegenstand, doch ziehst du es vor, ihn nach Möglichkeit nicht zu benutzen. Um die Brille zu benutzen, muss dir ein PW:SB gelingen; mit der Sehhilfe verfügst du über Sehen+6. Neben deinen kirchlichen Aufgaben ist dein großes Hobby die Kirchengeschichte. Insbesondere geheimnisvolle Heiligen- und Mysterienkulte aus der Frühzeit der Kirche finden dein Interesse, und so sieht man dich oft in Bibliotheken und Museen. Einem verstaubten Folianten entnahmst du Grundkenntnisse in Hypnose, zögerst aber noch, diese anzuwenden, um beispielsweise die Sünden deiner Schäflein zu erkennen und zu verstehen, da du nicht weißt, ob diese Methode in Gottes Sinne ist.



    Dr. Heinrich Wilhelm Stradonitz

    Deutscher Archäologe: Größe: 165 cm, Gewicht: 63 kg, rechtshändig – 32 Jahre – Ruhmespunkte: 5/1 SG 1

    H: 150 Mk.

    St 64, Gs 98, Gw 89, Ko 86, In 74, mT 33, Wk 85, Sb 46, pA 20, Au 81

    15 LP, 17 AP – B 23 – SchB+1

    Sehen+10, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Degen+5 (1W6+1); Raufen+7 (1W6-3) – Abwehr+13, Ausweichen+13

    Allgemeinbildung+10, Archäologie+6, Archivwesen+10, Fechten+5, Geschichte+6

    Sprechen/Schreiben: Altgriechisch 0/+6, Arabisch +9/0, Deutsch +18/+18, Englisch +9/+9, Französisch +14/+14, Hieroglyphen 0/+9, Latein 0/+9

    Ausrüstung: Billige Taschenuhr, Lupe, Notizbuch und Stift, Zigarrenetui, Gehstock, Degen (Schaden 1W6+3)

    Hintergrund: Du wurdest 1848 in Magdeburg als Sohn einer preußischen Beamtenfamilie (Vater ist in der Provinzialverwaltung tätig) geboren. Dein Vater hatte für dich immer eine Karriere im Staatsdienst vorgesehen. Dies kam allerdings deinen Vorstellungen nicht entgegen. Schon seit dem Jugendalter konntest du dich für Geschichte und versunkene Reiche begeistern. So war es für dich klar, dass du neben deinem Jurastudium in Göttingen an der juristischen Fakultät heimlich auch Vorlesungen in Geschichte und Archäologie hörtest. Schon bald wechseltest du ganz an die geschichtswissenschaftliche Fakultät über, was deinen Vater erzürnte. Nur deiner Mutter ist es zu verdanken, dass er dir weiterhin einen bescheidenen Zuschuss zum Studium gewährte. Du hast dich aber nicht unterkriegen lassen und deine Studien besessen fortgesetzt. Deine Leistungen waren recht ansehnlich, so dass du schon bald Kontakte zu wissenschaftlichen Kreisen erhieltest und deine Promotion (Die römisch-ägyptischen Beziehungen im 1. Jahrhundert v. Chr., Göttingen 1877) abschließen konntest. Seither hast du dich immer von einem Assistentenposten zum nächsten durchgeschlagen, in den letzten drei Jahren in Marburg, Göttingen und jetzt in Berlin. Wohlmeinende Förderer haben dir geraten, auf einer archäologischen Expedition nach Ägypten oder Italien die notwendigen Erfahrungen und Materialien für weitere Veröffentlichungen und eine Habilitation zu sammeln. Deine momentane finanzielle Lage lässt aber ein solches Vorhaben ohne einen reichen Gönner nicht zu. Deshalb versuchst du, mit Vorträgen vor interessierten Mäzenen die momentane Antikenverehrung seit den Schliemannschen Grabungserfolgen für deine Vorhaben zu nutzen.

    Beschreibung: Für dich ist die Wissenschaft das höchste Gut, und eine saubere und hieb- und stichfeste Argumentation sind dein Ein und Alles. Auch in deinen bisherigen Veröffentlichungen (einige Aufsätze in Fachzeitschriften) hast du immer versucht, den höchstmöglichen Grad an Perfektion zu erreichen. Dies fordert allerdings auch seinen Tribut: Der ständige Aufenthalt in Bibliotheken, Archiven und Sammlungen haben dir einen recht blassen Teint verpaßt. Du kleidest dich zwar ordentlich, doch wirken deine Anzüge altbacken und sind teilweise auch schon etwas abgetragen. Deine einzige Freizeitbeschäftigung neben deinen Studien ist das Fechten, das du während deiner Studienzeit als Mitglied der Burschenschaft Germania kennen und lieben gelernt hast. Heute bist du Mitglied in einem akademischen Fechtverein, dessen wöchentliche Übungsstunden du regelmäßig besuchst.



    Urs Brödli

    Schweizer Kriminalist: Größe: 175 cm, Gewicht: 80 kg – 33 Jahre – Ruhmespunkte: 4/1 – SG 1

    E: 50 Mk.

    St 97, Gs 37, Gw 73, Ko 69, In 66, mT 78, Wk 70, Sb 58, pA 54, Au 56

    12 LP, 18 AP – B 26 – SchB+2

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+2

    Waffenfertigkeiten: Degen+5 (1W6+2), Gewehr+5 (2W6+1), Pistole+6 (1W6+2) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Beschatten+8, Einbrechen+8, Gassenwissen+10, Klettern+12, Menschenkenntnis+10, Schauspielern+8, Schleichen+8, Spielen+8, Spurensuche+6, Suchen+6, Überleben+8, Verhören+10, Verkleiden+10

    Sprechen/Schreiben: Arabisch +14/+6, Deutsch +18/+18, Französisch +18/+18, Italienisch +18/+18, Türkisch +9/+9

    Ausrüstung: Lupe, Notizbuch und Stift, Einbruchswerkzeug, Fez, Galabijah, Uniform der ägyptischen Polizei, Schirmmütze, Wasserpfeife (zu Hause), Dolch (Schaden 1W6+1), Pistole (Schaden 1W6+2)

    Hintergrund: Du bist in gewissem Sinne ein echtes „Kind der Schweiz“. Dein Vater hat 1847 im Sonderbundkrieg auf der Seite des 1848 entstehenden Schweizer Nationalstaates gekämpft. Im gleichen Jahr wurdest du als „wahres Kind der Demokratie und der Freiheit“ geboren und hast in den Folgejahren eine heimatverbundene Erziehung und eine guten Schulbildung erhalten. Als 1866 durch die Schweizer Aufnahme von Flüchtlingen sowie preußische Gebietsansprüche dein Land beinahe in den Krieg Österreichs gegen Preußen hinein gezogen wurde, hast du dich freiwillig zum Militär gemeldet. Als dann die Kriegsgefahr vorbei war, hast du festgestellt, dass dir das Friedensdasein eines Soldaten nicht wirklich gefällt. Allerdings hast du bereits beim Bundesheer dein Faible für das Lösen von Kriminalfällen und das Aufspüren von Verbrechern entdeckt, und als du dann mit 22 aus dem Heer ausgeschieden bist, wolltest du diese Tätigkeit auch im Zivilleben weiter ausüben. Bei der Polizei gefiel es dir aber auch nicht, da diese Leute deines Erachtens einfach zu langsam arbeiteten und du auch gar keine Lust hattest, dich von unten hochzudienen. In dieser Situation brachte dich der (eher scherzhaft gemeinte) Ausspruch eines Kollegen zum Wendepunkt deines Lebens: „Hei, Brödli, ich habe gehört, die suchen in Alexandria noch Angehörige für die Schweizer Garde der Polizei!“ Und tatsächlich stellte sich heraus, daß es in der ägyptischen Hafenstadt ein kleines Kontingent Schweizer Polizisten gab (etwa 50), die wegen ihrer Zuverlässigkeit gern gesehen und allgemein anerkannt waren. Also hast auch du dich dorthin aufgemacht und wurdest auch sofort aufgenommen. Jetzt arbeitest du bei der Polizei in Alexandria in leitender Stellung und kannst dir deine Zeit praktisch selbst einteilen.

    Beschreibung: Der ägyptische Lebensstil kommt dir sehr entgegen. Du kannst im Prinzip tun und lassen was du willst, solange du dich Allen gegenüber fair verhältst. Du hast dich gut an die ägyptische Lebensart angepasst, und auch dein Äußeres (sonnengebräunte Haut mit dunklem Schnauzbart) lässt kaum noch vermuten, dass es sich bei dir um einen Schweizer handelt. In letzter Zeit beunruhigt dich allerdings der steigende Ausländerhass in Ägypten ein wenig, und du hoffst, dass es nicht bald zu wirklichen Auseinandersetzungen kommt, bei denen du dich zwischen Ägyptern und Europäern entscheiden müsstest.



    Flavio Fausto

    Italienischer Ingenieur: Größe: 169 cm, Gewicht: 78 kg. rechtshändig – 26 Jahre – Ruhmespunkte: 4/2 – SG 1

    G: 100 Mk.

    St 57, Gs 86, Gw 64, Ko 42, In 75, mT 93, Wk 70, Sb 35, pA 82, Au 71

    14 LP, 14 AP – B 23 – SchB+1

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+4

    Waffenfertigkeiten: Degen+5 (1W6+1); Raufen+6 (1W6-3) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+10, Chemie+6, Fahrrad fahren+12, Fingerfertigkeit+9, Gute Reflexe+9, Kunstverständnis+8, Maschinenwesen+7, Mechanik+10, Reiten+12, Schauspielern+9, Sprengmeisterschaft+7, Tanzen+12, Verführen+9

    Sprechen/Schreiben: Deutsch +6/0, Englisch +9/+9, Französisch +14/+14, Italienisch +18/+18

    Ausrüstung: Vermessungswerkzeug, Lupe, Notizbuch, Füllfederhalter, Lineal, goldene Taschenuhr, Abzeichen der Sozialistischen Partei Italiens, Kappe, roter Schal, Degen (Schaden 1W6+1)

    Hintergrund: Du kommst aus Desanzano, am Südufer des Gardasees, ganz in der Nähe von Sirmione, einem der beliebtesten Ferienorte Norditaliens. Sowohl deine Eltern als auch deine beiden älteren Brüder sind sehr erfolgreich als Weinbauern tätig, die die Restaurants in Sirmione beliefern, und von dir sowie deinem jüngeren Bruder (und den beiden Mädchen) wurde das gleiche erwartet. Dir allerdings stand der Sinn nach Höherem, spätestens als du im zarten Alter von elf Jahren Bilder einer gewagten architektonischen Konstruktion gesehen hast, die ein gewisser Eiffel als „Galerie der Maschinen“ für die Pariser Weltausstellung von 1867 erbaut hatte. Die Taten des Herrn Eiffel erweckten in dir den Wunsch, auch ein so großer Baumeister zu werden wie er. Es dauerte lange, bis du deine Eltern zumindest halbwegs davon überzeugen konntest, dass auch ein „Intellektueller“ der Familie nicht schaden könnte. Trotz des vergleichsweisen Wohlstands deiner Eltern mussten sie sich einige Jahre lang ganz schön strecken, um dir ein Studium in Verona zu ermöglichen. Während dieses Studiums hast du dich immer wieder aufgrund deiner ländlichen Herkunft sowie deiner eingeschränkten finanziellen Mittel benachteiligt gefühlt, was dich schließlich mit den Ideen des Sozialismus Bekanntschaft schließen ließ. Während deines Studiums hast du bemerkt, dass du – trotz allen Eifers und auch ein wenig Talent – nie ein wirklich guter Architekt werden wirst, und dass du dein großes Vorbild Gustave Eiffel (der kurz vor Ende der Siebziger mit der 160 m langen Brücke über den Douro nahe Oporto in Portugal sowie dem Garabit-Viadukt über den Truyére in Südfrankreich wieder groß in den Schlagzeilen war) wohl nie wirst erreichen können. Nachdem du vor einem Jahr schließlich dein Studium mit noch knapp guten Noten abgeschlossen hast (das Prädikat deines Professors lautete „Eifrig und bemüht, aber Mangel an wahrhaft visionären Ideen“), hast du festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, sich als freischaffender Architekt durchzuschlagen.

    Beschreibung: Du bist immer noch eifrig auf der Suche nach einem Sponsor, der es dir ermöglicht, deine eigenen Ideen in die Tat umzusetzen. Darüber hinaus hast du dich zu einem glühenden Vertreter des Sozialismus entwickelt, bist dir aber nicht sicher, wie du die eher gewalttätigen Tendenzen einiger seiner Vertreter einschätzen sollst; gerade dieser Exilrusse, Kropotkin, erscheint dir als sehr merkwürdiger Charakter. Ansonsten bist du ein eher lebenslustiger Mensch, dem der Flirt mit einer schönen Frau oder ein Glas Rotwein schon einmal wichtiger sein kann als der Besuch einer Vorlesung oder das rechtzeitige Fertigstellen einer Konstruktionsskizze.



    Ferdinand Pfannmöller

    Österreichischer Völkerkundler: Größe: 172 cm, Gewicht: 72 kg – 29 Jahre – Ruhmespunkte: 7/1 – SG 2

    F: 80 Mk.

    St 70, Gs 65, Gw 80, Ko 82, In 95, mT 24, Wk 85, Sb 80, pA 100, Au 76

    14 LP, 24 AP – B 24 – SchB+2

    Sehen+8, Hören+8, Riechen+8, Schmecken+8, Tasten+8, Sechster Sinn+1

    Waffenfertigkeiten: Degen+5 (1W6+2), Dolch+5 (1W6+1), Gewehr+6 (2W6+1), Pistole+5 (1W6+2); Raufen+7 (1W6-2) – Abwehr+12, Ausweichen+12

    Allgemeinbildung+9, Anthropologie+7, Archivwesen+11, Gassenwissen+11, Geschichte+9, Kryptografie+5, Linguistik+7, Nachtsicht+6, Reiten+12, Überleben+11, Zeichensprache+9

    Sprechen/Schreiben: Arabisch +10/+10, Deutsch +19/+19, Englisch +9/+9, Französisch +15/+15, Griechisch +9/+9, Koptisch 0/+10, Latein 0/+15, Spanisch +17/0

    Ausrüstung: Diverse Wörterbücher und Atlanten, mehrere Bleistifte und Füllfederhalter, 10 Blatt Papier, 5 Blatt Pergament, Lupe, Dolch (Schaden 1W6+1), Pistole (Schaden 1W6+2) mit 5 Schuss Munition

    Hintergrund: Du bist förmlich in eine Wissenschaftlerfamilie hinein geboren worden: Bereits dein Vater war eine Kapazität auf dem Gebiet der Volkskunde, wenngleich auch nur in theoretischer Hinsicht, da die Universität Wien es ihm seinerzeit nie ermöglicht hatte, die zu diesem Zeitpunkt schon bestehenden englischen, spanischen oder portugiesischen Kolonien zu besuchen. Statt dessen hatte er sich auf den Balkan und dessen Völker spezialisiert, die praktisch direkt vor der Haustür lagen. Dich aber reizten die ferneren Lande mehr, besonders Ägypten mit all seinen Mannigfaltigkeiten, weshalb du nicht nur Arabisch, sondern auch Koptisch gelernt hast, da dich die Geschichte der Entwicklung der koptischen Kirche sowie ihrer Beziehungen zu Rom besonders interessierten. Während dich der Balkan eher gar nicht interessierte (du bist der Ansicht, das einzige, das in nächster Zeit auf dem Balkan passieren könnte, ist der Ausbruch eines Krieges mit Russland oder dem Osmanischen Reich bzw. eine erneute Selbständigkeitsbestrebung eines der kleineren Länder, und das ist kein Ort für einen Volkskundler), konnte dein Vater dir doch immerhin ein klein wenig von seiner Begeisterung für die spanischen Kolonien in Amerika mit auf den Weg geben, und so hast du zumindest schon einmal Spanisch gelernt. Aufgrund deiner Intelligenz, deiner hohen Disziplin und auch deiner charismatischen Ausstrahlung hast du dein Studium nicht nur schnell, sondern auch mit allen Auszeichnungen abgeschlossen, und die akademische Welt steht dir nun offen. Nach zwei Jahren als Assistent an der Universität zu Wien zieht es dich derzeit aber eher zur Feldforschung, und so hast du dich in Wien (bei verminderten Bezügen) für zwei Jahre freistellen lassen, um dir selbst einen Eindruck von den Völkern der Welt zu verschaffen und dir einen Namen als unerschrockener Forscher zu machen.

    Beschreibung: Du bist der Ansicht, daß Wissenschaft zwar wichtig ist, aber auch nicht zu trocken sein darf. Über fremde Völker zu lesen, ist schön, aber sie besuchen und mit den Leuten selbst zu reden, ist klar besser. Die besten Forschungsergebnisse nutzen nichts, wenn man sie nicht veröffentlichen und den Leuten begreiflich machen kann, dass die Welt ohne den eigenen Einsatz gar nicht in den Besitz dieser Kenntnisse gelangt wäre. Dabei interessieren dich die Eigenarten der Völker deutlich mehr als deren Sprachen, und über die Versuche von Leuten wie Brugmann oder Saussure, die Sprachen der Welt in ein einheitliches System zu bringen, kannst du in der Regel nur müde lächeln.

    Der Beitrag Weitere Spielfiguren erschien zuerst auf Midgard-1880.

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    „Gerade durch solche Kleinigkeiten unterscheidet sich der geschickte Detektiv von Leuten der Klasse eines Gregson und Lestrade.“

    (Sherlock Holmes in Studie in Scharlachrot von Arthur Conan Doyle)

    [​IMG]
    Trotz mehrfacher eigener Durchsicht sowie vier Testlesern haben sich immer noch kleinere Fehler ins Regelwerk eingeschlichen (bzw. aus einer früheren Auflage erhalten).​
    Hier listen wir sie auf. In der PDF-Version sind sie schon alle berücksichtigt.



    Seite 2:

    Lutz Rawcliffe-Reimers heißt eigentlich Lutz Reimers-Rawcliffe.



    Seite 3:

    Im Inhaltsverzeichnis muss der Eintrag für Abgeleitete Eigenschaften auf S. 18 verweisen, nicht auf S. 19.



    Seite 49:

    In der Tabelle Zuschläge und Abzüge im Nahkampf ist die Zeile „-2: Angriff mit Waffen im Handgemenge“ zu streichen.



    Seite 116:

    In Tabelle 9b ist die Fußnote zur intelligenzabhängigen Maximalsteigerung von Sprachen zu löschen (das Sternchen in der Tabelle dann natürlich auch).



    Und kein Erratum, aber eine Klarstellung:

    Auf Seite 51 ist in der zweiten Spalte unten „Waffen von der Größe eines Dolches“ zu verstehen als: „Waffen, die mit der Fertigkeit Dolch geführt werden können“ – deshalb ist „Dolches“ kursiv gedruckt. Und in der dritten Spalte oben ist „Schusswaffen“ als Synonym für die in der zweiten Spalte unten ebenfalls kursiv aufgeführten Pistolen zu verstehen.

    Der Beitrag Errata zur Drittauflage des Grundregelwerkes erschien zuerst auf Midgard-1880.

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  11. RSS-Midgard

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    Wir waren zum Jahreswechsel 2017/2018 ja wieder einmal in Ägypten. Und wie jedes Jahr haben wir unsere Facebook-Beiträge in dieser Zeit unter ein Thema gestellt. Diesmal ging es um die aktuellen Aktivitäten des Affrit, einer nicht ganz unwichtigen Figur im Hintergrund unsere Kampagne. Vieles davon liefert, teils mehr, teils weniger gut versteckt, Hinweise und Vorschauen auf spätere Abenteuer.

    Für diejenigen, die nicht jeden Beitrag gelesen haben, sowie jene, die gern alle Informationen an einem Ort haben möchten, veröffentlichen wir hier die gesammelten Einträge von 2017/2018 in der ursprünglichen Reihenfolge. Als Datum kann man sich den Jahreswechsel 1884/1885 vorstellen. Und wir haben noch ein paar Bilder hinzugefügt.





    1. Dezember:

    Der Affrit erwacht aus einem geruhsamen Schlaf.



    1. Dezember:

    “Man könnte mal wieder in der Heimat nach dem Rechten sehen”, denkt sich der Affrit.



    1. Dezember:

    Dann denkt der Affrit an Herodot: “Ich will nun ausführlich von Ägypten erzählen, weil es mehr wunderbare Dinge und erstaunliche Werke enthält, als alle anderen Länder.”



    1. Dezember:

    Der Affrit verlässt die Dahabije. Direkt vor ihm erhebt sich der Tempel von Luxor.

    [​IMG]



    1. Dezember:

    Der Affrit denkt an Disraeli: “Der Osten ist eine Karriere.”



    1. Dezember:

    “Es ist in Luxor bekannt, dass der Meister zurückgekehrt ist. Seinen Aufenthaltsort kennt keiner. Genauso wenig wie seine wahre Identität. Er hat 1000 Gesichter und 10000 Namen.”
    (Daoud in Der Herr des Schweigens von Elizabeth Peters)



    1. Dezember:

    Der Affrit studiert aufmerksam eine drei Jahre alte Illustration eines britischen Panzerzuges.

    [​IMG]



    1. Dezember:

    “Das ist schon ganz gut”, denkt sich der Affrit. “Man könnte das aber deutlich besser machen.”

    Er lässt sich Papier und Feder bringen und schreibt einige Briefe.



    1. Dezember:

    “Es wäre wirklich schön, wenn Luxor einen Bahnhof hätte”, denkt sich der Affrit, “dann wären die Briten wenigstens zu etwas gut.”



    1. Dezember:

    Der Affrit reist nach Assiut und schaut sich dort in verschiedenen Verkleidungen ausführlich den Bahnhof und seine Gleisführung an.

    [​IMG]



    1. Januar:

    “Es wäre schön, ein bisschen Vanadium zu haben”, denkt sich der Affrit. “Für irgendetwas müssen diese ganzen Syndikate unter meiner Kontrolle doch gut sein.”



    1. Januar:

    “Ich könnte mich aber auch an die Inheriten wenden”, denkt sich der Affrit dann. “Da war doch kürzlich etwas mit einem flugfähigen Panzeranzug …”

    Der Affrit lässt sich Papier und Feder geben und schreibt einen Brief an Rame Tep.



    1. Januar:

    Der Affrit erhält einen Brief. Einer seiner Mitarbeiter trägt ihm zu, dass der deutsche Überseehändler Paul Hochbruck sich mit dem Gedanken trägt, 1885/86 mit seiner Familie in Ägypten zu überwintern.



    1. Januar

    Paul Hochbruck … das heißt automatisch auch Clara Hochbruck. Der Affrit hat keine guten Erinnerungen an dieses Mädchen. Verwicklungen über seinen Einflussbereich hinaus, dazu das andauernde Einmischen komischer Leute … und die Unzuverlässigkeit dieses Nemo.



    1. Januar:

    Der Affrit ist unschlüssig. Clara Hochbruck … das ist wichtig. Aber unberechenbar. Er könnte sich an die Scholomanten wenden. Aber wäre das weise?

    Dies klingt nach einem Drei-Wasserpfeifen-Problem.



    1. Januar:

    Bereits während der zweiten Wasserpfeife wird dem Affrit klar, dass es höchst unweise wäre, sich gerade jetzt an die Scholomanten zu wenden.

    Gegen Ende der dritten Wasserpfeife hat er sich entschieden, diese Frage bis auf weiteres aus seinem Gedächtnis zu verbannen.

    [​IMG]



    1. Januar:

    Sicher, Clara Hochbrucks verwandtschaftliche Verhältnisse sowie ihre Abkunft sind hochbrisant – das kann der Affrit selbst den lückenhaften Dokumenten entnehmen, die ihm vorliegen. Und dabei geht es weniger um ihre letztliche Herkunft auf den Schreiber dieses Papstes. So etwas ist nur für religiöse Traditionalisten von Interesse. Und der Affrit ist kein religiöser Traditionalist.



    1. Januar:

    Ihre aktuelle, wenn auch entfernte, Verwandtschaft hingegen … vor allem diese … wie war der Name noch gleich? Wilhelmina? Das kann zu Problemen führen. Aber noch nicht jetzt. Dazu müssen noch ein paar Jahre vergehen, Sicherlich wird da vor den frühen Neunzigern nichts geschehen.



    1. Januar:

    Am nächsten Tag erhält der Affrit einen Eilbrief von Rame Tep. Das mit dem Panzeranzug hat nicht so funktioniert, wie es sollte. Und die Namen, die in diesem Schreiben erwähnt werden, sind die gleichen Namen, die immer wieder in Zusammenhang mit Clara Hochbruck auftauchen. Das ist lästig und … unschön, findet der Affrit.



    1. Januar:

    “Also gut”, denkt sich der Affrit, “dann muss ich mir das Vanadium eben anderweitig besorgen.”

    Er bestellt einige seiner Unterlinge zu sich und schickt sie mit eindeutigen Befehlen nach Kairo und Alexandria.



    1. Januar:

    Bereits am nächsten Tag treffen die Antworten ein: Das Projekt läuft!

    Der Affrit ist zufrieden: Wenigstens auf die Ägypter ist noch Verlass!



    1. Januar:

    Damit ist der Affrit einstweilen zufrieden. Wenigstens in Ägypten läuft alles nach Plan. Anderswo halt nicht. Er kann leider nicht überall sein.



    Januar:

    Der Affrit besteigt in Alexandria ein Schiff nach Brindisi. Er gönnt sich den kleinen Scherz, sich als “Herr Aslimi” einzubuchen. Es wird Zeit, wieder in Europa nach dem Rechten zu sehen …

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    Bonus: 19. Januar:

    Im Nachgang zum Affrit:

    Er hatte sich kurz überlegt, ob er einen kleinen Neujahrsgruß hinterlassen sollte. Er weiß sehr wohl, dass es mittlerweile Berichte über seine Aktivitäten gibt, die meist von ebenjenen Personen verfasst werden, die so gern seine Kreise stören. Zum Glück sind die meisten davon grausig schlechte Romane, die sich wenig von anderen ihrer Gattung abheben. Die wenigen Zeitungsartikel finden sich eher ab Seite 12 und erwecken kaum Aufmerksamkeit.

    Aber es könnte ja nichts schaden, diesen Leuten zu zeigen, dass der Affrit über ihre Aktivitäten Bescheid weiß.

    Dann wiederum hat er den ganzen Rummel um Issa nie so richtig verstanden. Vielleicht sollte man das nicht noch bestärken.

    [​IMG]



    Der Beitrag Neues vom Affrit erschien zuerst auf Midgard-1880.

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  12. RSS-Midgard

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    Wir gehen davon aus, dass Abenteurer, die Das Mädchen aus der Themse durchgespielt haben, sich mit Clara Hochbruck angefreundet haben und in zumindest losem Kontakt bleiben. Sie erhalten dann in unregelmäßigen Abständen Post des Mädchens aus Hamburg, in der vergangene Geschehnisse aufbereitet, aber auch neue vorbereitet werden. Auf diese Weise geht Clara nicht vergessen, und wir können zudem langsam zum nächsten Teil der Bibliothekswelten-Kampagne überleiten: Die Tiefen der Elbe. Dieses Abenteuer wird durch Claras neunten Brief eingeleitet.

    Claras Briefe enthalten Spoiler für Das Mädchen aus der Themse!

    Bei Gruppen, die von sich aus bereits intensiveren Kontakt mit Clara halten, wird die Spielleiterin an manchen Stellen improvisieren müssen, um die nötigen Informationen einzustreuen.

    Die Briefe sind allesamt als PDFs gestaltet. Es gibt jeweils eine Version in einem Layout mit Handschrift sowie eine reine Textfassung.



    [​IMG]

    (Clara Hochbruck, 1881)​









    Zum Verständnis der ersten Hälfte von Claras fünftem Brief empfiehlt sich die Lektüre des Textes über Lebensmittelhygiene!​

    Der Beitrag Die Briefe der Clara Hochbruck erschien zuerst auf Midgard-1880.

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  13. RSS-Midgard

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    Als wir Das Mädchen aus der Themse veröffentlichten, gab es die Regeln zu Vorzügen und Mängeln aus Doctor Nagelius’ Wohlfeilen Handreichungen zur Erschaffung von Kuriositäten, Faktoten und Heroen noch nicht. Da sich die dortigen Regeln aber auch auf die Nichtspielerfiguren der großen Kampagne auswirken können, führen wir hier für alle der im Anhang von Das Mädchen aus der Themse mit Spieldaten versehenen Figuren die entsprechenden Ergänzungen auf.

    Eine Kurzfassung der jeweiligen Auswirkungen steht in Klammern; alle persönlichen Bonusse/Malusse müssen natürlich noch in die vorliegenden Spieldaten eingerechnet werden. Ein Blick in die Handreichnungen dürfte in den meisten Fällen sinnvoll sein.



    Clara Hochbruck

    Vorzüge: Eidetik (kann mit einem Erfolgswert von +4 Faktenwissen abrufen oder sich an Vergangenes erinnern, auch wenn sie es nut unterbewusst wahrgenommen hat), Sprachbegabung ( Lernkosten für Sprachen werden halbiert)

    Mängel: Hingabe: Louise Schüle (muss sofort Hinweisen bezüglich Louise nachgehen, wenn ihr ein PW:Sb/2 misslingt)



    Zelda die Große

    Vorzüge: Glattzüngig (+2 auf Beredsamkeit und Sprechen:Muttersprache), Mimin (+2 auf Schauspielern und Verkleiden); in der übernatürlichen Variante des Abenteuers wird Sechster Sinn+6 durch Hellsehen+12 (hat echte Visionen) ersetzt.

    Mängel: Dunkles Geheimnis: Doppelleben als einfache Hausfrau (wird ihre Tätigkeit bekannt, muss sie mit Polizeiverfolgung rechnen), Marotte: Hang zum Theatralischen



    Urs Böndli

    Vorzüge: Kontakte: Katholische Kirche (+4 auf Informationsbeschaffung), Loyalität: Dipartimento M (+2 auf Anwendung von Fertigkeiten zum Schutz des Dipartimento), Mime (+2 auf Schauspielern und Verkleiden), Zuversicht (+2 auf Beredsamkeit und Verführen)

    Mängel: Ehrenkodex: Dipartimento M (-4 auf soziale Fertigkeiten bei Verstößen gegen die Richtlinien der Organisation), Hingabe: schöne Frauen (muss sich sofort um eine schöne Frau kümmern, wenn PW:Sb/2 misslingt), Spielsucht (wie Gier: PW+30:Sb, um Ablenkungen durch Glücksspiele zu vermeiden)

    Anmerkung: Urs Böndlis Tasten+10 ist in dieser Version der Spieldaten zu streichen.

    Der Beitrag Vorzüge und Mängel in Das Mädchen aus der Themse erschien zuerst auf Midgard-1880.

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